Annelie Unger

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Annelie Unger (geborene Lohmann; * 9. März 1951 in Großolbersdorf, Landkreis Marienberg) ist eine ehemalige deutsche Gewerkschafterin. Sie war Vorsitzende des Zentralvorstandes der Industriegewerkschaft Textil-Bekleidung-Leder im FDGB.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unger, Tochter einer Arbeiterfamilie, trat 1965 der FDJ bei. Von 1965 bis 1967 absolvierte sie eine Lehre als Strumpffacharbeiterin im VEB Strumpfwerk „Max RoscherGornau/Erzgeb. Anschließend war sie bis 1975 als Strumpffacharbeiterin in Gornau tätig. 1976 wurde sie Mitglied der SED und besuchte die Zentralschule des FDGB-Bundesvorstandes „Pierre Timbaud“ in Erfurt.

Von 1977 bis 1979 fungierte Unger als stellvertretende Vorsitzende des Kreisvorstandes der IG Textil-Bekleidung-Leder in Zschopau, 1979/1980 als politische Mitarbeiterin bzw. Sekretär des FDGB-Kreisvorstandes Zschopau. Zwischen 1981 und 1984 absolvierte sie ein Studium an der Gewerkschaftshochschule „Fritz Heckert“ in Bernau bei Berlin mit Abschluss als Diplom-Gesellschaftswissenschaftlerin. Von 1984 bis 1986 war Unger Sekretär des FDGB-Bezirksvorstandes Karl-Marx-Stadt und von Mai 1986 bis 1989 Vorsitzende des Zentralvorstandes der IG Textil-Bekleidung-Leder. Am 2. Oktober 1986 wurde sie als Mitglied in den FDGB-Bundesvorstand kooptiert[1] und von 1987 bis 1989 war sie zudem Mitglied seines Präsidiums.

Unger nahm am 7. September 1988 als Ehrengast an der Festveranstaltung zum 85. Jahrestag des Crimmitschauer Textilarbeiterstreikes teil.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tribüne vom 3. Oktober 1986.