Annelies Kupper

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Annelies Kupper (* 21. Juli 1906 in Glatz; † 8. Dezember 1987 in Haar (bei München)) war eine deutsche Opernsängerin mit der Stimmlage Sopran.

Leben und künstlerisches Wirken[Bearbeiten]

Nach dem Besuch des Glatzer Oberlyzeums studierte Annelies Kupper an der Universität Breslau Musikwissenschaft und Pädagogik. 1926 legte sie das Musiklehrerinnen-Examen ab und arbeitete anschließend als Musiklehrerin an der Ursulinen-Klosterschule in Breslau. Nebenbei studierte sie Gesang bei Hedwig Schmitz-Schweicker in Breslau und trat als Konzertsängerin auf.

Am Opernhaus Breslau gab sie 1935 ihr Debüt als zweiter Knabe in Mozarts Zauberflöte. Folgend begann ihr steiler Aufstieg zur gefeierten Sängerin: 1937–38 Oper Schwerin, 1938–40 Nationaltheater Weimar, 1940–46 Staatsoper Hamburg, ab 1946 bis 1966 Bayerische Staatsoper in München, wo sie neben Erika Köth, Rosl Schwaiger, Sari Barabas, Hertha Töpper und Marianne Schech, um nur einige der vielen zu nennen, zu den viel umjubelten Stars der Münchener Opernwelt und weit darüber hinaus gehörte. Bei den Festspielen in Bayreuth sang sie 1944 die Eva in Die Meistersinger von Nürnberg und 1960 die Elsa im Lohengrin.

Annelies Kupper gab Gastspiele an den maßgebenden Opernhäusern Europas: 1942 Königliche Oper Stockholm, 1943 Oper Sofia, 1950 und 1952 Festspiele Salzburg, 1951 und 1953 Covent Garden London, 1953 Paris, 1954 Oper Rom, 1958 Barcelona und sehr häufig an der Staatsoper Wien. Bei der Uraufführung von Richard Strauss' Oper Die Liebe der Danae bei den Salzburger Festspielen 1952 sang sie die Titelpartie mit Clemens Krauss als Dirigent.

Ab 1956 arbeitete Annelies Kupper zunächst als Dozentin, zwei Jahre später erhielt sie die Professur für die Meisterklasse Gesang an der Hochschule für Musik in München. Sie war u. a. Lehrerin des Sängers Prof. Dr. med. Alejandro Ramirez (Sänger) und der Sopranistinnen Ingrid Haubold, Margaret Baker-Genovesi sowie Christiane Hampe, Professorin für Gesang an der Hochschule für Musik Karlsruhe. 1959 wurde die Sängerin mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet.

Annelies Kupper war seit 1937 mit dem Musikkritiker, Journalisten und Pianisten Dr. Joachim Herrmann verheiratet, der sie oft bei ihren Liederabenden begleitete. Heute erinnert in Haar, wo die Sängerin wohnte und im Kirchenchor sang, die Annelies-Kupper-Allee an die gefeierte Sängerin.

Zahlreiche Schallplatteneinspielungen runden ihre künstlerische Tätigkeit ab.

Diskografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Carl Orff: Catulli Carmina
  • Carl Orff: Trionfo di Afrodite
  • Richard Wagner: Der fliegende Holländer
  • Richard Strauss: Daphne
  • Richard Strauss: Elektra
  • Wolfgang Amadeus Mozart: Die Zauberflöte

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Paul Preis, Musik- und Theaterleben von Standt und Kreis Glatz, 1. Teil, S. 64–68, Lüdenscheid 1967
  • Adam, K.: Gruß an Annelies Kupper, in: Oper und Konzert, 8 Jhg. 1976, S. 25
  • Kutsch, K. J./Riemens, L: Großes Sängerlexikon. Erster Band: A-L, Bern/Stuttgart 1987, Sp. 1599-1600
  • Finscher, L. (Hrsg.): Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Allgemeine Enzyklopädie der Musik. Personenteil 10 Kem -Lev, Stuttgart 2003, Sp. 883