Annemarie Eilfeld

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Annemarie Eilfeld beim Bild-Renntag in Gelsenkirchen (2013)

Annemarie Eilfeld (* 2. Mai 1990 in Lutherstadt Wittenberg) ist eine deutsche Sängerin und Songwriterin, die durch die Fernsehsendung Deutschland sucht den Superstar bekannt wurde.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eilfeld stammt aus Dessau-Roßlau. Sie ist die Tochter einer Musiklehrerin und eines Bauunternehmers und begann mit sieben Jahren eine Ausbildung in Musik und Tanz. Als Kind nahm sie erfolgreich an verschiedenen regionalen Gesangswettbewerben teil. 2004 qualifizierte sie sich für die Endrunde der von Sat.1 ausgestrahlten Castingshow Star Search.[1]

Im selben Jahr veröffentlichte sie unter dem Künstlernamen Anne Marie ihre erste Single C the Light bei edel music, konnte sich aber nicht in den Charts platzieren.[2] Neben ihrer Solo-Karriere sang Annemarie Eilfeld zudem bei der Rockband SIX als Frontsängerin und trat mit dieser unter anderem im Vorprogramm von Christina Stürmer und der Bloodhound Gang auf. Außerdem stand sie mehrfach als Sängerin bei Die Hit-Giganten auf der Bühne und sang bei der Berliner Coverband Right Now.

Im Jahr 2009 wurde Eilfeld als Kandidatin der sechsten Staffel der Castingshow Deutschland sucht den Superstar (DSDS) von RTL vorgestellt.[3][4] Durch ihre freizügigen Auftritte, ihren Streit mit der von Dieter Bohlen geleiteten Jury und die große Unterstützung durch die Bild wurde sie einem größeren Publikum bekannt.[5] Eilfeld schied schließlich im Halbfinale aus und belegte den dritten Platz.[6] In den Medien wurde sie teilweise als „die derzeit wohl am meisten diskutierte Frau im deutschen Fernsehen“ bezeichnet.[7]

Die für alle ausgeschiedenen DSDS-Kandidaten übliche dreimonatige Veröffentlichungssperre überbrückte Eilfeld mit Konzerten auf Stadt- und Sommerfesten, als Gaststar bei Veranstaltungen wie zum Beispiel Modenschauen oder als Radio-Reporterin bei The Dome. Nebenbei vermarktete sie mit ihrer 2008 gegründeten Band LaMie Lieder per Internet-Download über das Download-Portal audiomagnet. Zudem modelte sie erstmals im Ottokatalog für Modefotos im Winterkatalog.[8]

Im August und September 2009 wurden die mit ihr in einer Nebenrolle gedrehten Folgen der Daily Soap Gute Zeiten, schlechte Zeiten auf RTL ausgestrahlt.[9][10] Dort spielte sie eine Sängerin, die es in eine Girlgroup geschafft hat.

Annemarie Eilfeld beim Schlagermove in Hamburg (2015)

Am 1. September 2009 unterschrieb Eilfeld einen Künstlermanagementvertrag bei Artist Advice und wurde von George Glueck produziert.[11]

Am 14. Mai 2010 erschien ihre zweite Single Animal Instinct, die sie unter ihrem neuen Künstlernamen Annemie veröffentlicht hat. Am 21. April 2010 wurde das Video zur Single exklusiv auf dem Musikvideo Portal tape.tv veröffentlicht.[12] Animal Instinct ist der offizielle Song zum 18-jährigen Jubiläum von Gute Zeiten, schlechte Zeiten.

Am 16. Mai 2010 trat Eilfeld mit dem Titel erstmals im ZDF-Fernsehgarten auf.[13] Am 28. Mai 2010 stieg Animal Instinct auf Platz 22 der Deutschen Single Charts ein,[14] konnte sich jedoch in der zweiten Woche nicht mehr in den Top-50 halten.[15] Wenige Monate später, am 1. September 2010, beendete Eilfeld die Zusammenarbeit mit Artist Advice und x-cell records und legte damit auch den Künstlernamen „Annemie“ ab.[16] Daraufhin unterschrieb sie einen auf drei Alben ausgelegten Plattenvertrag bei Kristina Bach, die sie zuvor bei den Dreharbeiten zur Sendung Das perfekte Promi-Dinner bei VOX kennengelernt hatte,[17] und kündigte an, nur noch deutsche Lieder zu veröffentlichen.

Am 10. Juni 2011 erschien ihre erste deutschsprachige Single Seele unter Eis, die es in die Top-100 der deutschen Charts schaffte. Von Juli 2011 bis 2013 moderierte Eilfeld jeden Sonntag (teilweise auch jeden Samstag) eine eigene Radiosendung bei Radio Paloma. Am 28. Oktober 2011 erschien ihr erstes deutschsprachiges Album Großstadtprinzessin. Im Dezember 2011 wurde ihr für das Album der smago! Award von Jürgen Drews überreicht. Anfang Juni 2012 wurde der Plattenvertrag vorzeitig aufgelöst.[18]

Ende 2012 wurde Eilfeld von Palm Records/Sony Music als Sängerin, Produzentin und Songschreiberin unter Vertrag genommen. Als erste Single wurde Santa Klaus vergiss mich nicht veröffentlicht.

2013 erschien mit Barfuß durch Berlin Eilfelds erstes selbstgeschriebenes und von ihr auch co-produziertes Album. Für den Song Es geht vorbei in der Kategorie „erfolgreichste Coverversion des Jahres 2013“ wurde ihr ein weiterer smago! Award verliehen.[19] Der Titel wurde von Alexander Lysjakow und Jörg Wartmann produziert.[20] Im November 2014 erhielt sie den 3. smago! Award als „Beste Live-Sängerin“.[21] Ihr drittes Studioalbum Neonlicht erschien 2015. 2016 folgte die gleichnamige Remix-Edition.

Neben ihren eigenen Produktionen ist Eilfeld als Textschreiberin für Künstler aus dem Schlagerbereich aktiv.[22] Beim Berliner Radiosender Radio B2 moderiert sie zweimal wöchentlich eine Sendung.

Im Winter 2015 verkörperte Eilfeld die Rolle des Engels im Musical Vom Geist der Weihnacht. 2016 wurde sie für die Rolle erneut engagiert.

2017 wechselte Eilfeld von ihrem Plattenlabel Telamo zu Megamix, wo im April als erste Veröffentlichung eine Coverversion des Jürgen Marcus-Hits Ein Festival der Liebe erschien.[23]

Eilfeld ist Patin der Kinderstadt Dessopolis,[24] aktives Mitglied der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) und unterstützt den Mukoviszidose Selbsthilfeverein Sachsen-Anhalt.[25]

Im Dezember 2017 nahm Eilfeld an dem Projekt Schlagerstars für Kinder teil und sang mit der Gruppe den Weihnachtsschlager Auf Einmal ein. Der Schlager wurde im Dezember 2017 veröffentlicht, die Einnahmen kamen Kindern in Not zugute.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[26] Anmerkung
DE AT CH
2011 Großstadtprinzessin Erstveröffentlichung: 28. Oktober 2011
2013 Barfuß durch Berlin Erstveröffentlichung: 12. Juli 2013
2015 Neonlicht 71
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 5. Juni 2015

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2017: Hoch hinaus - Das Beste

Remixalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2016: Neonlicht (Remix Edition)

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[26] Anmerkung
DE AT CH
2010 Animal Instinct 22
(3 Wo.)
74
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. Mai 2010
(als Annemie)
2011 Seele unter Eis
Großstadtprinzessin
67
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. Juni 2011

Weitere Veröffentlichungen

  • 2004: C the Light (als Anne Marie)
  • 2012: Santa Klaus vergiss mich nicht
  • 2013: Es geht vorbei (Deutsche Version von Try)
  • 2014: Er steht im Tor
  • 2014: Barfuss durch Berlin (Großstadt Mix)
  • 2014: Heisser als Fieber
  • 2014: Wir sind Helden
  • 2015: Verloren, Vergessen, Vergeben (Remix)
  • 2015: Verliebt in das Leben
  • 2015: Neonlicht
  • 2015: Komm mach die Augen zu! (FloorEnce Remix)
  • 2016: Dein Herz ist eine Geisterstadt
  • 2016: Keine Panik
  • 2017: Ein Festival der Liebe
  • 2017: Hoch hinaus
  • 2017: Einen Tag Sommer
  • 2018: Das kann nur Liebe sein
  • 2018: Er steht im Tor (Neuauflage)
  • 2018: Tanz der Moleküle

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • smago! Award
    • 2011: in der Kategorie „Newcomerin des Jahres“
    • 2013: in der Kategorie „Erfolgreichste Cover-Version des Jahres“ (Es geht vorbei)
    • 2014: in der Kategorie „Beste Live-Sängerin“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Annemarie Eilfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. mz-web.de: „Wird Annemarie aus Roßlau es bei Star Search schaffen?“, 6. April 2004
  2. mz-web.de: „Erste Single von Annemarie“, 1. Dezember 2004
  3. Tagesspiegel: „Wer ist Annemarie Eilfeld wirklich?“, 16. Juni 2009
  4. DSDS-STAR EILFELD – "Ins linke Ohr rein, rechts raus", 5. September 2009, unter Spiegel Online
  5. Langeweile schlägt Vorstadt-Luder, 3. Mai 2009, unter Spiegel Online
  6. DSDS-Halbfinale: Annemarie Eilfeld muss trotz Schlange gehen, auf rp-online.de
  7. Barbara Jänichen: DSDS – Sarah und Daniel treten im Finale gegeneinander an, 3. Mai 2009, unter welt.de
  8. Annemarie Eilfeld ist das neue Gesicht im Otto-Katalog in: BILD vom 27. Oktober 2009
  9. Annemarie Eilfeld am GZSZ-Set (Memento des Originals vom 19. Juli 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bz-berlin.de, auf bz-berlin.de
  10. Annemarie Eilfeld als schöne Sängerin bei GZSZ, 5. August 2009, unter RP Online (Memento des Originals vom 8. August 2009 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rp-online.de
  11. Annemarie Eilfeld unterschreibt Plattenvertrag, 1. September 2009 auf annemarie-eilfeld.de (Memento des Originals vom 11. September 2009 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.annemarie-eilfeld.de
  12. Neuer Name, neue Single in: BILD vom 21. April 2010
  13. Video Animal Instinct in der ZDFmediathek, abgerufen am 25. Januar 2014 (offline)
  14. ‘Animal Instinct’ steigt auf Platz 22 in die deutschen Charts ein (Memento des Originals vom 1. Juni 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.annemarie-eilfeld.de auf annemarie-eilfeld.de vom 27. Mai 2010
  15. Annemie stürzt in den Charts ab (Memento des Originals vom 5. Juni 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.enjoy-web.de auf enjoy-web.de vom 1. Juni 2010
  16. Annemarie Eilfeld und x-cell records gehen getrennte Wege (Memento des Originals vom 8. September 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.annemarie-eilfeld.de auf annemarie-eilfeld.de vom 6. September 2010
  17. Das perfekte Promi Dinner: Annemarie Eilfeld erkocht sich einen Plattenvertrag LooMee – TV vom 17. Oktober 2010
  18. Mit Bach und Krach in: BILD vom 10. Juni 2012
  19. Annemarie Eilfeld wird zum Goldmariechen, abgerufen am 12. Juli 2014
  20. Heidi THiemann: Musikszene: Annemarie nimmt Song von Pink auf. In: Mitteldeutsche Zeitung. (mz-web.de [abgerufen am 20. April 2018]).
  21. Die Gewinner der Smago! Awards@1@2Vorlage:Toter Link/hit-oase.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  22. smago.de: Oliver Thomas - "Mutig": Er hat Annemarie Eilfeld drei Texte für sein neues Album schreiben lassen!, 22. Mai 2014
  23. smago.de: ANNEMARIE EILFELD Auf (zu) neuen Wegen ...: Auf zu neuen Wegen Annemarie Eilfeld wechselt zum Plattenlabel 'Megamix'!
  24. Dessopolis (Memento des Originals vom 19. März 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.projektgegenpart.org
  25. Spendengala mit Box-Weltmeister Stieglitz und Sängerin Annemarie Eilfeld In: Mitteldeutsche Zeitung, 22. Januar 2014.
  26. a b Chartquellen: DE, AT