Ansaugstutzen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ansaugstutzen eines 1500er Opel
Ansaugstutzen eines VW-827 MKB RP mit Heizigel

Ein Ansaugstutzen oder auch Ansaugkrümmer, Ansaugbrücke, Ansaugspinne ist bei einem Verbrennungsmotor das Verbindungsstück zwischen dem Motorblock und dem Vergaser oder der Einspritzanlage. Es handelt sich dabei um ein gusseisernes, heute oft auch aus Aluminium oder Kunststoff hergestelltes Teil, das auf der einen Seite mit dem Motor, auf der anderen mit dem Vergaser verschraubt wird. Ausgehend vom Vergaser gelangt das Frischgas durch den Ansaugstutzen und über die Einlassventile in den Verbrennungsraum. Gelegentlich kommen auch aus hitzebeständigen Kunststoffen hergestellte Ansaugstutzen zum Einsatz.

Je nach Größe der Bohrung des Ansaugstutzens kann die Leistung eines Motors erhöht oder verringert werden. So werden z.B. werksmäßig „starke“ Motorräder mit Hilfe von kleiner dimensionierten Ansaugstutzen auf eine geringere Leistung gedrosselt, um so in eine geringere Versicherungskategorie eingestuft zu werden.

In Benzinmotoren wird ein elektrisch beheizter Saugrohrvorwärmer verwendet (auch bekannt als Heizigel). Er dient während der Kaltstartphase dazu, das angesaugte Kraftstoff-Luft-Gemisch zu erwärmen, um eine bessere Kaltlaufeigenschaft zu erzielen und eine schnellere Regelung der Abgase zu ermöglichen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • John D. Humphries: Automobiltechnisches Handbuch für Turbolader und Kompressormotoren. 1. Auflage, Schrader Verlag GmbH, Suderburg-Hösseringen, 1993, ISBN 3-921796-05-9