Anschero-Sudschensk

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Stadt
Anschero-Sudschensk
Анжеро-Судженск
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Sibirien
Oblast Kemerowo
Stadtkreis Anschero-Sudschensk
Oberhaupt Wladimir Tschernow
Gegründet 1928
Stadt seit 1931
Fläche 119 km²
Bevölkerung 76.646 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 644 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 230 m
Zeitzone UTC+7
Telefonvorwahl (+7) 38453
Postleitzahl 652470–652491
Kfz-Kennzeichen 42, 142
OKATO 32 404
Website anzhero.ru
Geographische Lage
Koordinaten 56° 5′ N, 86° 2′ OKoordinaten: 56° 5′ 0″ N, 86° 2′ 0″ O
Anschero-Sudschensk (Russland)
Red pog.svg
Lage in Russland
Anschero-Sudschensk (Oblast Kemerowo)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Kemerowo
Liste der Städte in Russland

Anschero-Sudschensk (russisch Анже́ро-Су́дженск) ist eine Stadt in der Oblast Kemerowo in Sibirien (Russland) mit 76.646 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1] Sie liegt an der Transsibirischen Eisenbahn (ungefähr bei Streckenkilometer 3600), knapp 3000 km Luftlinie östlich von Moskau.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort entstand 1928 durch die Zusammenlegung der beiden Gemeinden Anscherka (Анжерка) und Sudschenka (Судженка). Anschero-Sudschensk erhielt 1931 die Stadtrechte und besitzt ein Heimatmuseum.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1939 69.008
1959 115.628
1970 106.165
1979 105.114
1989 107.951
2002 86.480
2010 76.646

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wichtigsten Wirtschaftszweige sind der Bergbau (Steinkohle), der Maschinenbau sowie die chemische und pharmazeutische Industrie.

Im Bergbau von Anschero-Sudschensk arbeiteten in den frühen 1930er Jahren zahlreiche ausländische Bergleute, die als Wirtschaftsemigranten in die Sowjetunion gekommen waren, darunter einige vor allem aus dem Ruhrgebiet stammende Deutsche. Für diese „Gastarbeiter“ wurde in der Stadt eine eigene „Kolonie“ errichtet. Fast alle von jenen, die nicht bis 1935/36 in die Heimat zurückgekehrt waren, wurden Opfer der Stalinschen Säuberungen.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lager 7503/11 Anschero-Sudschensk

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilhelm Mensing: Von der Ruhr in den GULag. Opfer des Stalinschen Massenterrors aus dem Ruhrgebiet. Essen 2001

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Anschero-Sudschensk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien