Anschlussbahn zum Kraftwerk Marbach

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Anschlussbahn zum Kraftwerk Marbach
Streckenlänge: circa 3,9 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
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Bottwartalbahn von Heilbronn
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0,0 Spitzkehre
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0,2 Verbindungsgleis zur Bottwartalbahn
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Bottwartalbahn nach Marbach (Neckar)
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0,4 Rangierbahnhof
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0,8 Landesstraße 1100
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1,0 Bahnstrecke Backnang–Ludwigsburg
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1,2 Neckarsteg[1]
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2,1 Eichgraben[2]
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3,9 Kraftwerk Marbach

Die Anschlussbahn zum Kraftwerk Marbach ist eine ehemalige Anschlussbahn im Landkreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg. Die normalspurige Strecke führte zum Kraftwerk Marbach, einem ehemaligen Dampfkraftwerk das auf der Gemarkung der Marbacher Nachbargemeinde Benningen am Neckar liegt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bahnstrecke wurde in den Jahren 1938/39 errichtet, war circa 3,9 Kilometer lang und zweigte 1,49 Kilometer nördlich des Bahnhofs Marbach (Neckar) mittels Spitzkehre von der schmalspurigen Bottwartalbahn ab. Diese wurde zuvor eigens zu diesem Zweck bis dorthin dreischienig ausgebaut. Im weiteren Verlauf folgte die Anschlussbahn dem rechten Neckarufer flussaufwärts. Als Betreiber fungierte der jeweilige Kraftwerksbesitzer, zuletzt die EnBW Energie Baden-Württemberg.

Eine Besonderheit der Strecke war der bis zum 30. Dezember 1982 durchgeführte Dienstpersonenverkehr für Mitarbeiter des Kraftwerks und der an der Strecke gelegenen Lederfabrik Eichgraben.[3] Ausgangspunkt dieses Verkehrs war der stadtnahe Haltepunkt Neckarsteg bei der heutigen Schiffsanlegestelle.[4] Neben der einstigen Lederfabrik Ernst & Meißner befand sich der Zwischenhaltepunkt Eichgraben mit einem circa fünf Meter langen Kurzbahnsteig für die im Wohngebiet Eichgraben und Hörnle wohnenden Kraftwerksmitarbeiter.[5]

Um die Jahrtausendwende fuhren die letzten Güterzüge zum Kraftwerk. Seither wird die Kohle für das Kraftwerk ausschließlich per Schiff angeliefert. Die letzte Fahrt eines Zuges auf der Bahn unternahm am 30. Juni 2002 die Gesellschaft zur Erhaltung von Schienenfahrzeugen (GES) mit einem Sonderzug.[6][7] Zum Frühjahr 2016 wurde die Strecke zwischen dem Gruppenklärwerk Häldenmühle und dem Kraftwerk zu einem asphaltiert Bahntrassenradweg umgebaut. Hierzu wurde ferner die Brücke über die Landesstraße 1100 durch eine neue, leichtere Konstruktion ersetzt.

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Fahrzeuge, waren auf der Kraftwerksbahn im Einsatz:

  • Henschel DEL 110 (FNr.24424, Bj. 1939) heute IG 3-Seenbahn[8]
  • Maschinenfabrik Esslingen ME C-fl (FNr. 4692, Bj. 1944) 1986 verschrottet bei der DLW AG
  • Henschel D-fl  (FNr. 24939, Bj. 1952) heute GKM
  • Henschel DHG 700 C (FNr. 31691, Bj. 1974) heute Kraftwerk Heilbronn

Für den Personenverkehr stand ein vierachsiger Schnellzugwagen mit offenen Bühnen der Gattung BCCi zur Verfügung, dieser wurde 1906 an die Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen geliefert. Er wurde in Richtung Kraftwerk geschoben und besaß deshalb ein Dreilicht-Spitzensignal, später gelangte er zum Kuckucksbähnel.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfram Berner: Von der Kraftwerksbahn zum Radweg. Aus der Geschichte der Anschlussbahn des Kraftwerks Marbach am Neckar. Adolf Remppis Verlag, Marbach am Neckar 2016, ISBN 978-3-9803264-7-6, S. 33.
  2. Wolfram Berner: Von der Kraftwerksbahn zum Radweg. Aus der Geschichte der Anschlussbahn des Kraftwerks Marbach am Neckar. Adolf Remppis Verlag, Marbach am Neckar 2016, ISBN 978-3-9803264-7-6, S. 36.
  3. Wolfram Berner: Von der Kraftwerksbahn zum Radweg. Aus der Geschichte der Anschlussbahn des Kraftwerks Marbach am Neckar. Adolf Remppis Verlag, Marbach am Neckar 2016, ISBN 978-3-9803264-7-6, S. 38.
  4. Wolfram Berner: Von der Kraftwerksbahn zum Radweg. Aus der Geschichte der Anschlussbahn des Kraftwerks Marbach am Neckar. Adolf Remppis Verlag, Marbach am Neckar 2016, ISBN 978-3-9803264-7-6, S. 33.
  5. Wolfram Berner: Von der Kraftwerksbahn zum Radweg. Aus der Geschichte der Anschlussbahn des Kraftwerks Marbach am Neckar. Adolf Remppis Verlag, Marbach am Neckar 2016, ISBN 978-3-9803264-7-6, S. 36.
  6. Wolfram Berner: Von der Kraftwerksbahn zum Radweg. Aus der Geschichte der Anschlussbahn des Kraftwerks Marbach am Neckar. Adolf Remppis Verlag, Marbach am Neckar 2016, ISBN 978-3-9803264-7-6, S. 39.
  7. GES
  8. IG 3-Seenbahn