Ansegisel

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Arnulfinger Ansegisel. Zu den weiteren Namensträgern siehe Ansegis (Begriffsklärung).

Ansegisel (auch Ansegisal, Ansegise, Anchise, Ansguise, * um 610; † nach 657, aber vor 679) war ein Sohn des Bischofs Arnulf von Metz. Er war der Ururgroßvater Karls des Großen.[1]

Ansegisel heiratete Begga, die Tochter des austrischen Hausmeiers Pippin des Älteren, und führte damit Macht und Reichtum seiner Familie, der Arnulfinger, und der Familie seiner Frau, der Pippiniden, zusammen, nachdem die Bündnisse der beiden Gruppen in der Vergangenheit den merowingischen Königen bereits erhebliche Probleme und Nachteile eingebracht hatten. Ansegisel wurde um 662 den Titel eines domesticus erwähnt, wurde aber vor 679 von seinen Feinden erschlagen. Seine Grabstätte ist nicht bekannt.

Ansegisel und Begga hatten einen Sohn, Pippin den Mittleren, der die Machtübernahme faktisch zu Ende führte, bevor sie von dessen Enkel, Pippin dem Jüngeren, mit dem Königstitel auch nach außen dokumentiert wurde. Nach Karl Martell, dem Enkel von Ansegisel und Begga, wird die Familie dann Karolinger genannt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eduard Hlawitschka: Ansegisel. In: Lexikon des Mittelalters, Band 1, Artemis & Winkler, München/Zürich 1980, Sp. 678