Ansost

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Ansost
Wappen von Ansost
Ansost (Frankreich)
Ansost
Region Okzitanien
Département Hautes-Pyrénées
Arrondissement Tarbes
Kanton Val d’Adour-Rustan-Madiranais
Gemeindeverband Adour Madiran
Koordinaten 43° 26′ N, 0° 7′ OKoordinaten: 43° 26′ N, 0° 7′ O
Höhe 192–202 m
Fläche 2,20 km2
Einwohner 56 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 25 Einw./km2
Postleitzahl 65140
INSEE-Code

Blick auf das Zentrum von Ansost

Ansost ist eine französische Gemeinde mit 56 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Hautes-Pyrénées in der Region Okzitanien (vor 2016: Midi-Pyrénées). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Tarbes und zum Kanton Val d’Adour-Rustan-Madiranais (bis 2015: Kanton Rabastens-de-Bigorre).

Die Einwohner werden Ansostois und Ansostoises genannt.[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansost liegt circa 23 Kilometer nördlich von Tarbes in der historischen Provinz Bigorre am nordwestlichen Rand des Départements.

Umgeben wird Ansost von den fünf Nachbargemeinden:

Monfaucon
Gensac Nachbargemeinden Barbachen
Liac Ségalas

Der Canal d’Alaric, der in den Adour mündet, zweigt an der Grenze zur Nachbargemeinde Montfaucon vom Estéous ab, der ebenfalls in den Adour mündet und an der Grenze zu Montfaucon verläuft. Der Ruisseau de Larcis, ein Nebenfluss des Canal d’Alaric, durchquert das Gebiet der Gemeinde zusammen mit seinem Nebenfluss, dem Ruisseau de la Garnère. Außerdem wird Ansost vom Ruisseau de Larribet, einem Nebenfluss des Estéous, bewässert.[2]

Waschhaus

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Beginn des 15. Jahrhunderts wurde das Dorf von seinen Bewohnern verlassen. Im Jahre 1600 war es im Besitz von Jean de Montesquiou, Grundherr von Artagnan. Ein heute verschwundener Erlenwald wurde von den Einwohnern des Dorfes in früherer Zeit genutzt, um Holzkohle zu produzieren. Zwischen 1812 und 1978 wurde auf Kosten von Weinbergen und Wald der Anteil des Ackerlands am Gemeindegebiet ausgeweitet.[3]

Toponymie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der okzitanische Name der Gemeinde heißt Ansòst. Es gibt vielerlei Theorien über seine Herkunft. Wahrscheinlich stammt er von einem Eigennamen Anso und dem aquitanischen Suffix -ost. Der Spitzname der Gemeinde lautet Eths gravacós (deutsch die Moore), ein Hinweis auf die geographische Lage am Ufer des Estéous in einem flachen Tal mit einem wasserbeständigen Untergrund.

Toponyme und Erwähnungen von Ansost waren:

  • Sanzaner d-Assost (12. Jahrhundert, Kopialbuch der Grafschaft Bigorre),
  • Ansest (1300, Erhebung im Bigorre),
  • De Ansost, (1313, Steuerliste Debita regi Navarre),
  • de Ansosto (1379, Vollmacht Tarbes),
  • Ansost (1429, Zensusliste der Grafschaft Bigorre),
  • Ansost (1750 und 1793, Karte von Cassini bzw. Notice Communale),
  • Autost (1801, Bulletin des lois).[4][5][6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Beginn der Aufzeichnungen stieg die Einwohnerzahl bis zur ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf einen Höchststand von 115. In der Folgezeit sank die Größe der Gemeinde bei kurzen Erholungsphasen bis zu einer gewissen Stabilisierung auf einem Niveau von rund 55 Einwohner seit der Jahrtausendwende.

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2011 2016
Einwohner 59 70 68 59 75 62 55 57 56
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen: EHESS/Cassini bis 1999,[6] INSEE ab 2006[7]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche de la Nativité-de-la-Sainte-Vierge

Pfarrkirche de la Nativité-de-la-Sainte-Vierge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mariä Geburt geweihte Kirche ersetzte mit ihrer flachen Apsis vom 15. Jahrhundert an einen einfachen Vorgängerbau. Im 18. Jahrhundert wurde im Osten eine Sakristei angebaut und die Wände und Fenster erhöht, wie an der südlichen Wand zu erkennen ist. Im 19. Jahrhundert wurde der Glockenturm an einen früheren Glockengiebel angebaut, dessen Stützpfeiler noch zu sehen sind. Zur gleichen Zeit wurde an der Nordseite eine Kapelle errichtet, die keine Verbindung zum Kirchenschiff besitzt.[3]

Die Kirche birgt viele Einrichtungsgegenstände die seit dem 17, Dezember 1986 als Monument historique eingeschrieben sind:

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Porcs Noirs de Bigorre

Ansost liegt in den Zonen AOC der Schweinerasse Porc noir de Bigorre und des Schinkens Jambon noir de Bigorre.[9]

Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2015[10]
Gesamt = 13

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansost ist erreichbar über die Routes départementales 52, 252 und 708.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ansost – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hautes-Pyrénées (fr) habitants.fr. Abgerufen am 9. September 2019.
  2. Ma commune : Ansost (fr) Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne. Abgerufen am 15. September 2019.
  3. a b Ansost. Offices de Tourisme du Pays du Val d’Adour. Abgerufen am 5. Oktober 2019.
  4. Ansost (fr) Département Hautes-Pyrénées. Abgerufen am 15. September 2019.
  5. David Rumsey Historical Map Collection France 1750 (en) David Rumsey Map Collection: Cartography Associates. Abgerufen am 15. September 2019.
  6. a b Notice Communale Ansost (fr) EHESS. Abgerufen am 15. September 2019.
  7. Populations légales 2016 Commune d’Ansost (65013) (fr) INSEE. Abgerufen am 9. September 2019.
  8. église de la Nativité-de-la-Sainte-Vierge (fr) Französisches Kultusministerium. Abgerufen am 15. September 2019.
  9. Institut national de l’origine et de la qualité : Rechercher un produit (fr) Institut national de l’origine et de la qualité. Abgerufen am 9. September 2019.
  10. Caractéristiques des établissements en 2015 Commune d’Ansost (65013) (fr) INSEE. Abgerufen am 9. September 2019.