Anthering

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Anthering
Wappen Österreichkarte
Wappen von Anthering
Anthering (Österreich)
Anthering
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Salzburg
Politischer Bezirk: Salzburg-Umgebung
Kfz-Kennzeichen: SL
Fläche: 25,28 km²
Koordinaten: 47° 52′ N, 13° 1′ OKoordinaten: 47° 52′ 0″ N, 13° 1′ 0″ O
Höhe: 422 m ü. A.
Einwohner: 3.737 (1. Jän. 2021)
Bevölkerungsdichte: 148 Einw. pro km²
Postleitzahl: 5102
Vorwahl: 06223
Gemeindekennziffer: 5 03 02
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Gartenweg 2
5102 Anthering
Website: www.anthering.at
Politik
Bürgermeister: Johann Mühlbacher (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2019)
(21 Mitglieder)
15
2
2
2
15 
Insgesamt 21 Sitze
Lage von Anthering im Bezirk Salzburg-Umgebung
AnifAntheringBergheimBerndorf bei SalzburgBürmoosDorfbeuernEbenauElixhausenElsbethenEugendorfFaistenauFuschl am SeeGömingGroßgmainHallwangHenndorf am WallerseeHinterseeHof bei SalzburgKöstendorfLamprechtshausenMattseeNeumarkt am WallerseeNußdorf am HaunsbergOberndorf bei SalzburgObertrum am SeePlainfeldSankt Georgen bei SalzburgSankt GilgenSchleedorfSeehamSeekirchen am WallerseeStraßwalchenStroblThalgauWals-SiezenheimGrödigKopplSalzburgSalzburgLage der Gemeinde Anthering im Bezirk St. Johann im Pongau (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Blick auf Anthering vom Haunsberg
Blick auf Anthering vom Haunsberg
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Anthering (Ãdaring im Flachgauer Dialekt) ist eine Landgemeinde im Norden des österreichischen Bundeslandes Salzburg mit 3737 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021). Sie liegt 9 km nördlich der Landeshauptstadt Salzburg im Bezirk Salzburg-Umgebung.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Anthering hat eine Fläche von 25,2 km² und liegt nördlich des Salzburger Beckens in der Flyschzone, eingebettet zwischen dem Haunsberg im Norden (mit der Gemeindegrenze zu Nußdorf am Haunsberg) und dem Hochgitzen im Süden (in der Gemeinde Bergheim). Im Westen bildet die Salzach die Gemeindegrenze und gleichzeitig die Staatsgrenze zu Bayern; östlich von Anthering liegt das Gemeindegebiet der Kleinstadt Seekirchen am Wallersee.

In Anthering befindet sich entlang der Salzach ein Teil der unter Naturschutz stehenden Salzachauen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anthering besteht aus den beiden Katastralgemeinden

  • Acharting
  • Anthering

Als Ortschaften (im verwaltungstechnischen Sinn) befinden sich in der politischen Gemeinde Anthering (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2021[1]):

  • Acharting (218) samt Mühlbach und Reitbach
  • Anthering (1646)
  • Anzfelden (27)
  • Berg (150) samt Bergassing und Wimpasing
  • Gollacken (176) samt Gaizenberg und Schmieding
  • Kobl (45)
  • Lehen (1009)
  • Ried (60)
  • Schönberg (64)
  • Trainting (86) samt Gaspading, Hutzing und Schwaig
  • Wald (84) samt Raith
  • Wurmassing (33)
  • Würzenberg (139) samt Buchstätt, Doppl, Kirschberg, Mitterstätt und Schmiedsberg

Anthering ist Teil des Gerichtsbezirks Oberndorf.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nußdorf am Haunsberg Obertrum am See
Bayern (D) Nachbargemeinden Seekirchen am Wallersee
Bergheim Elixhausen

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet des heutigen Anthering war bereits während der Römerzeit von etwa kurz vor Christi Geburt bis 500 besiedelt, was Funde von Gegenständen aus jener Zeit belegen.

Die jetzige Ansiedlung ist eine bajuwarische Gründung aus dem 6. Jahrhundert. Der Name Anthering geht zurück auf den Personennamen Antari (oder Anthari) und bezeichnet mit der Endung -ing ursprünglich die Wohnstätte einer Person dieses Namens und seiner Angehörigen.[2] Der Ort soll ursprünglich schon 788 als Antheringen in der Notitia Arnonis erwähnt sein[2]; man nahm aber den Beleg von 790 ad Antheringas als ersten sicheren Beleg an und feierte das 1200-jährige Jubiläum der Gemeinde folglich erst im Jahr 1990.

Im Verlauf der Franzosenkriege kurz nach 1800 zog das Heer Napoleons durch das Gebiet von Anthering, wo der Feldherr auch übernachtet haben soll.

Heute ist Anthering als Landgemeinde geprägt vom dörflichen Charakter mit einer großen Anzahl an kleinen Ansiedlungen. Es weist die für einen solchen Ort übliche Infra- und Sozialstruktur auf (Grundschule, Gemeindeeinrichtungen, Freiwillige Feuerwehr, Musikkapelle etc.).

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Anthering

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Theater Anthering (vormals Antheringer Laientheater)[4]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Aperschnalzen der örtlichen Schnalzergruppe im Jänner und Februar
  • Frühjahrskonzert der MK Anthering[5]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftssektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 88 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 waren 67 Vollerwerbsbauern. Im Produktionssektor arbeiteten 221 Erwerbstätige im Bereich Herstellung von Waren, 198 in der Bauwirtschaft und zwei in der Wasserver- und Abfallentsorgung. Die wichtigsten Arbeitgeber des Dienstleistungssektors waren die Bereiche Handel (191) und soziale und öffentliche Dienste (105 Mitarbeiter).[6][7][8]

Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 88 96 100 136
Produktion 44 26 421 124
Dienstleistung 193 88 512 380

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2011 lebten 1921 Erwerbstätige in Anthering. Davon arbeiteten 468 in der Gemeinde, mehr als drei Viertel pendelten aus. Dafür kamen 575 Menschen aus der Umgebung zur Arbeit nach Anthering.[9]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BW

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung hat seit 2014 insgesamt 21 Mitglieder.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • bis 2004 Alois Ehrenreich
  • seit 2004 Johann Mühlbacher (ÖVP)[11]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde ist: „In rotem Schild aufwärtsgekreuzt ein goldener und ein silberner Schlüssel über einem aufragenden steinernen Schrannentisch.“[12]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Anthering – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2021 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2021), (xlsx)
  2. a b Franz Hörburger: Salzburger Ortsnamenbuch, bearbeitet von Ingo Reiffenstein und Leopold Ziller, hrsg. von der Salzburger Gesellschaft für Landeskunde, Salzburg 1982
  3. Dehio Salzburg 1986
  4. Seite des Theaters Anthering
  5. Frühjahrskonzert. In: Anthering. (anthering.at [abgerufen am 19. April 2018]).
  6. Ein Blick auf die Gemeinde Anthering, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 23. August 2021.
  7. Ein Blick auf die Gemeinde Anthering, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 23. August 2021.
  8. Ein Blick auf die Gemeinde Anthering, Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 23. August 2021.
  9. Ein Blick auf die Gemeinde Anthering, Berufspendler. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 23. August 2021.
  10. Gemeindevertretungswahlen am 10. März 2019 nach Mandaten
  11. Johann Mühlbacher. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
  12. Zahlen und Fakten. Gemeinde Anthering, abgerufen am 23. August 2021 (österreichisches Deutsch).