Antikenmuseum im Schnoor

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Antikenmuseum im „modernen“ Schnoor

Das Antikenmuseum im Schnoor in Bremen war ein Museum in privater Trägerschaft (Stiftung). Im Jahr 2005 wurde es in der Marterburg im Bremer Schnoorviertel in der Nachbarschaft der Böttcherstraße und der Bremer Kunsthalle eröffnet. Mit dem Untertitel „Meisterwerke griechischer Vasenkunst der Sammlung Zimmermann“ war es ein Spezialmuseum für antike Vasen und damit einmalig in Deutschland.

Im Jahr 2004 entschloss sich das Bremer Ehepaar Heidrun und Manfred Zimmermann, seine in über 30 Jahren entstandene Privatsammlung von über 60 antiken griechischen Vasen der Öffentlichkeit zu übergeben.

Den Kern des Museums bildeten die in Athen zwischen 560 und 350 v. Chr. – der Glanzzeit Athens – entstandenen schwarz- und rotfigurigen Vasen. Die Vielfalt und hohe Qualität der Bildthemen auf den Amphoren, Schalen u. a. Gefäßen bietet Einblicke in die Kultur der Griechen. Eines der bedeutendsten Exponate ist eine panathenäische Preisamphore, die dem Kleophrades-Maler zugeschrieben wird, dazu eine Amphore des Damwild-Malers. Weitere bedeutende Exponate sind neben diesen und weiteren Amphoren Schalen, wie die des Triptolemos, des Onesimos oder des Makron, aber auch Lekyten (Salbölgefäße).

Das Antikenmuseum bot Vorträge unter dem Titel „Bremer Antikengespräche“ an, die Hintergrundinformationen zu den Ausstellungsstücken gaben.

Im Dezember 2018 wurde das Museum geschlossen und die Sammlung als Dauerleihgabe an das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg abgegeben.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Désirée Mosner, Petra Liebetanz (Fotos): Archäologie und Antiken-Sehnsucht. In: Brillant. Das Magazin aus Bremen. 16. Jhrg., Frühjahr 2007, S. 44–52

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Antikenmuseum im Schnoor – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Peter Groth: Das Antikenmuseum ist Geschichte. weser-kurier.de, 11. Dezember 2018, abgerufen am 13. Dezember 2018.

Koordinaten: 53° 4′ 23,3″ N, 8° 48′ 42,1″ O