Antimon(III)-selenid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Antimon(III)-selenid
__ Sb3+     __ Se2−
Kristallsystem

orthorhombisch

Raumgruppe

PnmaVorlage:Raumgruppe/Unbekannter Anzeige-Typ

Gitterkonstanten

a = 1179,39 pm
b = 398,58 pm
c = 1164,78 pm[1]

Allgemeines
Name Antimon(III)-selenid
Verhältnisformel Sb2Se3
CAS-Nummer 1315-05-5
PubChem 6391662
Kurzbeschreibung

grauer Feststoff[2]

Eigenschaften
Molare Masse 480,38 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[2]

Dichte

5,843 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

611 °C[2]

Löslichkeit

sehr wenig löslich in Wasser[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
06 – Giftig oder sehr giftig 08 – Gesundheitsgefährdend 09 – Umweltgefährlich

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301​‐​330​‐​373​‐​400​‐​410
P: 260​‐​301+310​‐​304+340​‐​320​‐​330​‐​405Vorlage:P-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze​‐​501 [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][2]
Umweltgefährlich Giftig
Umwelt-
gefährlich
Giftig
(N) (T)
R- und S-Sätze R: 23/25​‐​33​‐​50/53
S: 20/21​‐​28​‐​45​‐​60​‐​61
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Antimon(III)-selenid ist eine anorganische chemische Verbindung aus der Gruppe der Selenide.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Antimon(III)-selenid kann durch Reaktion von Selenwasserstoff mit einer Kaliumantimonyltartratlösung[4] sowie durch das Zusammenschmelzen der Einzelelemente im stöchiometrischen Verhältnis hergestellt werden.[5]

\mathrm{2 \ Sb + 3 \ Se \longrightarrow Sb_2Se_3}

Eigenschaften[Bearbeiten]

Antimon(III)-selenid ist ein grauer Feststoff, der sehr wenig löslich in Wasser ist.[2] Er ist ein Halbleiter und besitzt eine orthorhombische Kristallstruktur mit der Raumgruppe PnmaVorlage:Raumgruppe/Unbekannter Anzeige-Typ.[1][6]

Verwendung[Bearbeiten]

Antimon(III)-selenid wird zur Herstellung von großen Zintl-Ionen (Sb12Se20)4− verwendet.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b G. P. Voutsas, A. G. Papazoglou, P. J. Rentzeperis, D. Siapkas: The crystal structure of antimony selenide, Sb2Se3. In: Zeitschrift für Kristallographie. 171, 1985, S. 261–268, doi:10.1524/zkri.1985.171.3-4.261.
  2. a b c d e f g h i Datenblatt Antimon(III) selenide, 99.999% (metals basis) bei AlfaAesar, abgerufen am 16. August 2013 (JavaScript erforderlich).
  3. Seit dem 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  4.  Dale L. Perry: Handbook of Inorganic Compounds, Second Edition. Taylor & Francis US, 2011, ISBN 143981462-7, S. 39 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5.  J. J. Zuckerman: Inorganic Reactions and Methods, The Formation of Bonds to Group VIB (O, S ...). John Wiley & Sons, 2009, ISBN 047014540-4, S. 152 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6.  Jean d'. Ans, Ellen Lax, Roger Blachnik: Taschenbuch für Chemiker und Physiker. Springer DE, 1998, ISBN 364258842-5, S. 716f (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  7. Datenblatt Antimony(III) selenide, 99.99% trace metals basis bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 16. August 2013 (PDF).