Antiparallelität (Biochemie)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Antiparallelität ist in der Molekularbiologie, Genetik und Biochemie die Beschreibung für gegenläufige Orientierungen von zwei Teilbereichen eines Biopolymers.

Genetik[Bearbeiten]

Im Bereich der Genetik und Biochemie kann sich der Begriff auf die Orientierung einer Desoxyribonukleinsäure (DNA) beziehen (engl. auch anti-sense). Bei doppelsträngiger (ds) DNA sind die beiden Stränge antiparallel orientiert, der eine in 5'→3'-Richtung und der komplementäre in 3'→5'-Richtung (auch wenn dessen Leserichtung ebenfalls 5'→3' ist).

Proteine[Bearbeiten]

Bei Proteinen wird der Begriff bei antiparallelen β-Faltblatt-Domänen verwendet und bezieht sich auf die Aminosäuresequenz, die konventionell vom Amino-Terminus zum Carboxyl-Terminus definiert ist. Das bedeutet, der eine Bereich des gegenläufigen β-Faltblatts ist Amino-Carboxyl-terminal angeordnet, der gegenüber liegende Carboxyl-Amino-terminal orientiert.

Literatur[Bearbeiten]

  • Jeremy M. Berg, John L. Tymoczko, Lubert Stryer: Biochemie. 6 Auflage, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2007. ISBN 978-3-8274-1800-5.
  • Donald Voet, Judith G. Voet: Biochemistry. 3. Auflage, John Wiley & Sons, New York 2004. ISBN 0-471-19350-X.
  • Bruce Alberts, Alexander Johnson, Peter Walter, Julian Lewis, Martin Raff, Keith Roberts: Molecular Biology of the Cell, 5. Auflage, Taylor & Francis 2007, ISBN 978-0815341062.