Antiphlogistikum

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Ein Antiphlogistikum (griechisch anti „gegen“, phlogosis „Entzündung“; synonym: Antiinflammatorikum, Entzündungshemmer) ist ein gegen eine Entzündung gerichtetes Arzneimittel. Entzündungshemmende Wirkstoffe werden auch als antiphlogistisch oder antiinflammatorisch bezeichnet. Unterschieden wird zwischen steroidalen, nichtsteroidalen und pflanzlichen Antiphlogistika.[1][2]

Antiphlogistika greifen auf biochemischem Weg in den Entzündungsprozess ein. Da es im menschlichen und tierischen Organismus Entzündungen vielfältiger Art gibt, sind Indikationen in nahezu allen Bereichen der Medizin bekannt.

Beispiele für nichtsteroidale Antiphlogistika sind Ibuprofen, Acetylsalicylsäure, Diclofenac, Indometacin sowie Phenylbutazon, Beispiele für steroidale (steroidartige) Dexamethason, Hydrocortison sowie Prednisolon und Beispiele für pflanzliche sind die ätherischen Öle aus Kamillen- und Arnikablüten.[1] Der Begriff wird von manchen Autoren auch für andere Medikamente eingesetzt, die mit der gleichen Zielsetzung wie Proteinpräparate und homöopathische Mischungen verwendet werden.[3]

Siehe auch[Bearbeiten]

 Wiktionary: Antiphlogistikum – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b A. Hummel: Arzneimittellehre. Vincentz Network GmbH & Co KG, 2004, ISBN 3-87870-482-8, S. 379, (online auf: books.google.de)
  2. P. Reuter: Springer Lexikon Medizin. Springer, 2004, ISBN 3-540-20412-1, S. 123. (online auf: books.google.de)
  3. J.-M. Hahn: Checkliste Innere Medizin. Georg Thieme Verlag, 2010, ISBN 978-3-13-107246-7, S. 687ff. (online auf: books.google.de)
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