Antistatikband

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Einfaches Antistatikband mit Anschlussklemme

Ein Antistatikband wird verwendet, um Personen zu erden und damit elektrostatische Entladungen (ESD) zu verhindern, welche Integrierte Schaltungen zerstören können.

Physikalischer Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige Nichtleiter können durch Reibung geladen werden (siehe auch Reibungselektrizität). So kann zum Beispiel ein Mensch "geladen" sein, wenn er mit Gummisohlen bei trockener Luft über einen Teppichboden schlurft. Wenn sich dieser Mensch beispielsweise durch das Berühren eines Metallgegenstandes erdet, fließt solange ein Strom, bis die Potentialdifferenz ausgeglichen ist.

Aufbau, Funktionsweise und Anwendungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Antistatikband mit Erdungsanschluss

Anwendung finden Antistatikbänder überall dort, wo elektrostatische Entladungen schädlich sind, beispielsweise bei der Bestückung von Platinen mit elektronischen Bauteilen oder dem Zusammenbau von ganzen Baugruppen. Ebenso sollte auch bei der De-/Montage eines Computers oder anderer Geräte mit hochintegrierten Schaltungen ein Antistatikband getragen werden, sofern nicht andere Maßnahmen zur Verhinderung von ESD getroffen wurden, wie zum Beispiel antistatische Schuhe, Tisch-/Fußbodenbeläge. Bei fehlenden Antistatikmaßnahmen reicht unter Umständen schon die Berührung eines offenliegenden Kontakts, um ein Bauteil zu zerstören. Aus diesem Grund sollten mit ICs bestückte Leiterplatten nur am Rand angefasst werden.

Das Antistatikband sorgt dafür, dass über einen hohen Widerstand (Nennwert von 1 MΩ gemäß VDE-Norm) jegliche Ladung abfließen kann und somit kein Potentialunterschied (d.h. elektrische Spannung) auftreten kann. Dieser eingebaute Widerstand verhindert, dass beim Kontakt mit gefährlichen Spannungen größere Ströme durch den Träger zur Erde fließen können (siehe Berührstrom). Als Ersatz für ein Antistatikband ist ein einfaches Kabel ungeeignet, da es einen zu geringen Widerstandes hat und dem Träger schwere Verletzungen drohen.