Antje Thoms

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Antje Thoms (* 1976 in Stralsund) ist eine deutsche Regisseurin und Autorin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Studium der Angewandten Theaterwissenschaften in Gießen und journalistischer Mitarbeit beim Gießener Stadtmagazin „Express“ war Antje Thoms Regieassistentin am Staatstheater Hannover unter Intendant Wilfried Schulz und arbeitete unter anderem mit Ruedi Häusermann, Andreas Kriegenburg, Sebastian Nübling, Stefan Otteni, Luk Perceval, Elias Perrig, Nicolas Stemann und Jossi Wieler zusammen. Seit 2003 ist sie als Regisseurin unter anderem am Theater Augsburg, Theater Basel, Deutschen Theater Berlin, Staatstheater Braunschweig, Stadttheater Bremerhaven, Deutschen Theater Göttingen, Staatstheater Hannover, Landestheater Linz, Rheinisches Landestheater Neuss, Saarländischen Staatstheater Saarbrücken, Schleswig-Holsteinischen Landestheater sowie am Theater Ulm tätig. Unter anderem inszenierte sie Uraufführungen sowie Erstaufführungen von Lola Arias, Sibylle Berg, Paco Bezerra, Oscar van den Boogaard, Katja Brunner, Dagny Gioulami, Jewgenij Grischkowez, Hanoch Levin, PeterLicht, Jens Nielsen, Anne Jelena Schulte, Lionel Spycher, Raphael Urweider und Michaela Leslie-Rule sowie Ivna Žic. Thoms ist Gründungsmitglied der freien Zürcher Theaterformation Trainingslager, die bislang acht Uraufführungen realisierte. Seit der Spielzeit 2014/15 ist sie Hausregisseurin am Deutschen Theater Göttingen unter Intendant Erich Sidler.

Thoms ist Mitglied des Ensemble-Netzwerkes,[1] der Dramaturgischen Gesellschaft (Mitarbeit AG „Stadttheater der Zukunft“[2]) sowie Gründungsmitglied des Regie-Netzwerks.[3]

Inszenierungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Antje Thoms wurde mit einigen ihrer Inszenierungen zu deutschen Theaterfestivals eingeladen oder für deutsche Theaterpreise nominiert.

Stücke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Endspiel am Deutschen Eck, Projekt nach Samuel Beckett, Inszenierung: Antje Thoms, Lichthof Theater Hamburg, 2004
  • Zuhause ist es auch schön, Inszenierung: Antje Thoms, TEMPORÄRE THEATRALE ZONE Drama Köln, 2005
  • Uraufführung Die schlechteste Show der Welt, Inszenierung: Christoph Diem, Saarländisches Staatstheater Saarbrücken, 2006
  • Assi, Nominierung für den Baden-Württembergischen Jugendtheaterpreis, 2006
  • Die schlechteste Show der Welt, Inszenierung: Antje Thoms, Autorenwettbewerb Drama X, 2006
  • Uraufführung Mal verliert man und mal gewinnen die andern, Inszenierung: Antje Thoms, Rote Fabrik Zürich, 2006
  • szenische Lesungen Eiskalt, Teilnahme am Retzhofer Dramapreis von uniT Graz, Schloss Retzhof und Staatstheater Mainz, 2006/07
  • Die schlechteste Show der Welt, Inszenierung: Antje Thoms, Festival AT.TENSION#2 und Festival THEATER FÜR ALLE, 2007
  • Dramatisierung nach PeterLicht Wir werden siegen ... und das ist erst der Anfang, Inszenierung: Antje Thoms, Saarländisches Staatstheater Saarbrücken, 2007
  • Die schlechteste Show der Welt, Inszenierung: Peter Gerst, Theater Gegenstand Marburg, 2008
  • Die schlechteste Show der Welt, Inszenierung: Antje Thoms, Deutsches Theater Göttingen, 2008
  • Jenseits des Hamsterrads, Schreibauftrag für das Deutsche Theater Göttingen, 2010
  • Uraufführung Sehnsucht ist unheilbar, Inszenierung: Antje Thoms, Stadttheater Bern, 2010
  • Dramatisierung Heinz Strunk Fleisch ist mein Gemüse, Inszenierung: Antje Thoms, Deutsches Theater Göttingen, 2013
  • Dramatisierung Friedrich Dürrenmatt Das Versprechen, Inszenierung: Antje Thoms, Deutsches Theater Göttingen, 2013
  • Dramatisierung Georges Perec Über die Kunst seinen Chef anzusprechen und ihn um eine Gehaltserhöhung zu bitten, Inszenierung: Antje Thoms, Saarländisches Staatstheater Saarbrücken, 2016
  • Die Geräusche der Mittelschicht oder das Gemüt ist ein Arschloch, gemeinsam mit Michael Meichßner, Nominierung für den Retzhofer Dramapreis, 2017

Stipendien und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stipendium Soltauer Künstlerwohnung, 2006
  • Finalistin im Autorenwettbewerb „Die Welt ist gut wie sie ist“ von DRAMA-X mit Die schlechteste Show der Welt, 2006
  • Stipendium des Landes Niedersachsen für den Künstlerhof Schreyahn, 2009

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ensemble-Netzwerk: Website. Abgerufen am 15. August 2017.
  2. Dramaturgische Gesellschaft: AG Stadttheater der Zukunft. Abgerufen am 30. Januar 2017.
  3. Nachtkritik: Regie-Netzwerk gegründet. Abgerufen am 14. Februar 2018.