Antoine Bussy

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Antoine Bussy

Antoine Alexandre Brutus Bussy (* 29. Mai 1794 in Marseille; † 1. Februar 1882 in Paris) war ein französischer Apotheker und Chemiker.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem Chemiestudium an der Pariser École de Pharmazie promovierte er 1823 in Chemie und später auch in Medizin. Er lehrte anschließend als Professor für Chemie bis 1874 an der École Superieure de Pharmacie in Paris, deren Direktor er war, sowie an der Ecole Municipale Lavoisier.

1828 isolierte er erstmals, unabhängig von Friedrich Wöhler, das Element Beryllium, indem er Berylliumchlorid herstellte und es mit Kalium reduzierte.[1] Auf die gleiche Weise stellte er Magnesium dar.[1] 1831 erhielt er erstmals eine größere Menge Magnesium. In der organischen Chemie stammt die Benennung des Acetons von ihm; er hatte es aus Acetat erhalten.[2] Außerdem befasste er sich mit Chemie von Fetten, isolierte Saponine aus Pflanzen, untersuchte das Senföl und isolierte aus dem Samen des schwarzen Senfs das Kaliumsalz der Myronsäure. In der Analytik führte er U-Röhrchen ein (1822) und verwendete 1847 Permanganat für die Bestimmung von Arsen(III)-Verbindungen. Für die Entfärbung von Farblösungen benutzte er Kohle.

Seit 1850 war er Mitglied der Académie des sciences.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Winfried Pötsch, Annelore Fischer, Wolfgang Müller Lexikon bedeutender Chemiker, Harri Deutsch 1989

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Franz Wilhelm Schweigger-Seidel: Ueber Glycium (Beryllium) und Magnium. In: Johann Salomo Christoph Schweigger, Franz Wilhelm Schweigger-Seidel (Hrsg.): Journal für Chemie und Physik (Jahrbuch Chemie und Physik). Band 54, Nr. 2. Halle 1828, S. 241–243 (online Bayerische Staatsbibliothek).
  2. Antoine Bussy: De quelques Produits nouveaux obtenus par l’action des Alcalis sur les Corps gras à une haute température. Mémoire présenté [...] le 2 septembre 1833. In: Joseph Louis Gay-Lussac, François Arago (Hrsg.): Annales de Chimie et de Physique. Band 53. Paris 1833, S. 398–412 (französisch, online in der HathiTrust Digital Library – zur Benennung von Aceton siehe Fußnote auf Seite 509): « ce principe de nomenclature, les esprits pyro-acétique [...] devront être désignés par les expressions de acétone »
  3. Verzeichnis der Mitglieder seit 1666: Buchstabe B. Académie des sciences, abgerufen am 30. September 2019 (französisch).