Antoine de Bertrand

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Antoine de Bertrand (* um 1540 in Fontanges; † um 1581 in Toulouse)[1] war ein französischer Komponist der Renaissance.[2] In seiner Frühphase schuf er vor allem weltliche Chansons.[3] In seiner Spätphase komponierte er vor allem jesuitisch geprägte religiöse Hymnen und Gesänge.[3] Bertrand wurde in einem Gefecht während der Hugenottenkriege von Protestanten getötet.[4]

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten drei von Bertrand veröffentlichten Werke, drei Chansons, finden sich in einem Sammeldruck von Le Roy & Ballard von 1570.[2] Es wurden drei weitere Bücher mit Bertrands Kompositionen gedruckt: (1, 2) Les Amours de Pierre de Ronsard (Band I, 1576, Band II, 1578)[2] und das (3) Troisième livre de chansons (1578).[2] Simon Goulart hat für die Stücke der beiden ersten Bücher neue Texte erstellt und als Sonets chrestiens 1580 veröffentlicht.[2]

Nach Bertrands Tod erschienen 1582 unter dem Titel Airs spirituels lateinische Hymnen und französische geistliche Gesänge.[2]

Bertrands Zeitgenossen bewunderten die kühne Harmonie und Chromatik in seinen Kompositionen.[2]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilibald Gurlitt, Carl Dahlhaus (Hrsg.): Riemann Musik-Lexikon. In drei Bänden und zwei Ergänzungsbänden. Bertrand, Antoine de. 12. völlig neubearbeitete Auflage. 1. Personenteil A–K. B. Schotts-Söhne, Mainz 1959, S. 158 f. (Erstausgabe: 1882).
  • Wilibald Gurlitt, Carl Dahlhaus (Hrsg.): Riemann Musik-Lexikon. In drei Bänden und zwei Ergänzungsbänden. Bertrand, Antoine de. 12. völlig neubearbeitete Auflage. 4. Personenteil A–K. B. Schotts-Söhne, Mainz 1972, S. 107 (Erstausgabe: 1882).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lebensdaten nach VIAF, DNB und LCCN.
  2. a b c d e f g Riemann-Musiklexikon. 1959. Bertrand, Antoine de.
  3. a b Aussage aus den entsprechenden Artikeln der französischen und der englischen Wikipedia.
  4. Nachweise zu dieser Aussage in den entsprechenden Artikeln der französischen und englischen Wikipedia.