Anton Kessler

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Anton Kessler, auch Keßler (* 21. Juli 1816 in Frankfurt (Oder); † 25. Februar 1890 in Marburg), war ein deutscher Verwaltungsjurist. Von 1851 bis 1870 amtierte er als Landrat des Landkreises Duisburg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kessler, dritter Sohn des Arnsberger Regierungspräsidenten Georg Wilhelm Keßler und dessen erster Ehefrau Auguste Juliane Heim (1792–1820), der Tochter des Berliner Ehrenbürgers Ernst Ludwig Heim, studierte Rechtswissenschaft und beschritt wie sein Vater eine Verwaltungskarriere. Bei der Königlichen Regierung zu Arnsberg stieg er zum Oberregierungsrat auf. 1848 wurde er Landrat des Landkreises Wetzlar, 1850 Landrat des Landkreises Solingen und 1851 Landrat des Landkreises Duisburg. In der letzten Position amtierte er vom 24. Juli 1851 bis zum 15. November 1870.[1] 1862 hatte er großen Anteil an der Gründung der Bürgermeisterei Oberhausen.[2]

Kessler heiratete Luise Blume (1827–1902) aus Stralsund. Mit ihr hatte er den Sohn Georg Keßler und drei Töchter. Ein Freund Kesslers war der Journalist, Dichter und Schriftsteller Heinrich Kruse, dessen Sohn Francis er als Vorbild diente und persönlich förderte.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 2.3.7. Landratsamt Duisburg-Mülheim, Webseite im Portal archive.nrw.de, abgerufen am 18. Oktober 2016
  2. Magnus Dellwig: Gemeindegründung und Stadtwerdung der Industriestadt Oberhausen. Vom Impulsgeber Eisenbahn 1846 bis zum Ausbau als industriell geprägte Großstadt 1914. In: Magnus Dellwig, Peter Langer (Hrsg.): Oberhausen. Eine Stadtgeschichte im Ruhrgebiet. Band 2: Oberhausen im Industriezeitalter. Aschendorff Verlag, Münster 2012, ISBN 978-3-402-12957-9, S. 93–95, 97–99, 121
  3. Susanne Schwabach-Albrecht: Statthalter Preußens am Rhein. Francis Kruse (1854–1930) – Regierungspräsident in Düsseldorf. In: Geschichte im Westen, Jahrgang 17 (2002), Heft 2, S. 239 (PDF)