Anton Kurze

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Anton Kurze (* 4. August 1910; † 17. Juli 1986 in Aachen) war ein deutscher Verwaltungsbeamter und Oberstadtdirektor der Stadt Aachen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anton Kurze studierte Rechtswissenschaften in München, Münster, Berlin und Breslau. 1943 wurde er zum Dr. rer. pol. promoviert. Er trat in den öffentlichen Verwaltungsdienst ein. Von 1947 bis 1953 wurde er als Stadtkämmerer von Hagen eingesetzt, nachdem er zuvor in die CDU eingetreten war.[1] Im Jahr 1954 folgte Kurze einem Ruf der Stadt Aachen, die ihn als Nachfolger von Albert Servais zu ihrem Oberstadtdirektor ernannte. In dieser Position leitete er die Stadtverwaltung von Aachen bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1975. Anton Kurze war in den letzten Jahren seiner Amtszeit vor allem maßgeblich am Zustandekommen der kommunalen Neugliederung beteiligt, die mit dem Aachen-Gesetz von 1971 ihren Abschluss fand.

Darüber hinaus leitete Anton Kurze von 1960 bis 1976 als Vorsitzender den Landesverkehrsverband Rheinland e. V. und wurde anlässlich seiner Verabschiedung zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Sein Nachfolger im Amt des Oberstadtdirektors, Heiner Berger, folgte ihm auch im Vorstand des Landesverkehrsverbandes nach.

1966 wurde Anton Kurze von Kardinal-Großmeister Eugène Kardinal Tisserant zum Ritter des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem ernannt und am 22. Februar 1966 im Kölner Dom durch Lorenz Kardinal Jaeger, Großprior der deutschen Statthalterei, investiert.

Anton Kurze war seit 1943 verheiratet mit Marianne, geb. Fischer. Aus der Ehe gingen 5 Kinder hervor. Er fand seine letzte Ruhestätte im Familiengrab auf dem Aachener Westfriedhof.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Preis- und Standortfragen der deutschen Eisen schaffenden Industrie, Dissertation, Berlin 1943
  • zusammen mit Hermann Heusch: Aachen – eine Stadt Karls des Großen und der heilenden Quellen, Wolf Strache, Stuttgart 1957
  • Aachen. Eine Stadt an der Grenze baut auf, Kurz, Stuttgart, 1957
  • Aachen. Die Rheinisch-Westfälisch-Technische Hochschule, Kurz, Stuttgart 1961
  • Aachen. Planung, Aufbau, Fortschritt; Stadtverwaltung Aachen, Aachen 1965
  • Aachen 1945–1970. 25 Jahre Baugeschehen, Bek, Stuttgart 1971

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wer ist wer?, Band 21, 1981, S. 690

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Kommunalen Wahlbeamten von der CDU. CDU Kreisverband Hagen, abgerufen am 14. Juni 2017.
  2. Eintrag des Hochschularchivs der RWTH Aachen: „Verleihung des Großen Verdienstkreuzes des Verdienstordens an Dr. Anton Kurze“.
  3. Ehrenringträger der Stadt Aachen. Stadt Aachen.
  4. Personal- und Vorlesungsverzeichnis der RWTH Aachen für das WS 1963/64 Eintrag Anton Kurze als Ehrenbürger auf Seite 5