Anton Wladimirowitsch Schipulin

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Anton Schipulin Biathlon
Anton Wladimirowitsch Schipulin
Voller Name Anton Wladimirowitsch Schipulin
Verband RusslandRussland Russland
Geburtstag 21. August 1987 (30 Jahre)
Geburtsort TjumenRussische SFSR,
SowjetunionSowjetunion Sowjetunion
Karriere
Beruf Jurist
Verein Dinamo
Trainer Wladimir Putrow
Aufnahme in den
Nationalkader
2008
Debüt im Europacup/IBU-Cup 2008
Debüt im Weltcup 2009
Weltcupsiege 20 (10 Einzelsiege)
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympia-Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
WM-Medaillen 1 × Gold 3 × Silber 3 × Bronze
EM-Medaillen 0 × Gold 0 × Silber 2 × Bronze
JWM-Medaillen 4 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
JEM-Medaillen 5 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
EYOF-Medaillen 2 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
0Bronze0 2010 Vancouver Staffel
0Gold0 2014 Sotschi Staffel
IBU Biathlon-Weltmeisterschaften
0Silber0 2011 Chanty-Mansijsk Staffel
0Bronze0 2012 Ruhpolding Verfolgung
0Bronze0 2013 Nové Město Verfolgung
0Silber0 2013 Nové Město Massenstart
0Silber0 2015 Kontiolahti Verfolgung
0Gold0 2017 Hochfilzen Staffel
0Bronze0 2017 Hochfilzen Mixed Staffel
IBU Biathlon-Europameisterschaften
0Bronze0 2009 Ufa Sprint
0Bronze0 2009 Ufa Staffel
IBU Biathlon-Juniorenweltmeisterschaften
0Gold0 2006 Presque Isle Staffel
0Silber0 2007 Martell-Val Martello Einzel
0Gold0 2008 Ruhpolding Sprint
0Gold0 2008 Ruhpolding Verfolgung
0Gold0 2008 Ruhpolding Staffel
0Silber0 2008 Ruhpolding Einzel
IBU Biathlon-Junioreneuropameisterschaften
0Gold0 2007 Staffel
0Silber0 2007 Sprint
0Bronze0 2007 Verfolgung
0Gold0 2008 Sprint
0Gold0 2008 Verfolgung
0Gold0 2008 Staffel
0Gold0 2008 Einzel
Olympische Ringe Europäisches Olympisches Jugendfestival
0Gold0 2005 Monthey Sprint
0Gold0 2005 Monthey Verfolgung
Weltcupbilanz
Gesamtweltcup 2. (2014/15, 2016/17)
Einzelweltcup 2. (2016/17)
Sprintweltcup 2. (2014/15)
Verfolgungsweltcup 2. (2014/15, 2015/16, 2016/17)
Massenstartweltcup 1. (2014/15)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
Einzel 1 0 1
Sprint 3 5 3
Verfolgung 5 5 9
Massenstart 1 4 3
Staffel 10 7 6
letzte Änderung: 18. März 2017

Anton Wladimirowitsch Schipulin (russisch Антон Владимирович Шипулин; englisch Anton Shipulin; * 21. August 1987 in Tjumen, Russische SFSR, Sowjetunion) ist ein russischer Biathlet.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Schritte und Teilnahme an den olympischen Winterspielen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anton Schipulin machte in der Saison 2007/08 bei der Junioren-Weltmeisterschaft und Junioren-Europameisterschaft durch seine guten Leistungen und Medaillengewinne auf sich aufmerksam. Wegen dieser Leistungen wurde er in den russischen A-Kader der Saison 2008/2009 aufgenommen und debütierte am 10. Januar 2009 in Oberhof im Weltcup. Bei den Biathlon-Europameisterschaften in Ufa konnte Schipulin zwei Bronzemedaillen gewinnen, zunächst im Sprint und zum Abschluss der Wettkämpfe mit der Staffel in der Besetzung Witali Norizyn, Schipulin, Schreider und Wassiljew. Im Einzel verpasste er eine Medaille wegen zweier Schießfehler im letzten Stehendanschlag und wurde Vierter. 2010 nahm Anton Schipulin an den Olympischen Winterspielen in Vancouver teil und gewann in der Staffel die Bronzemedaille. Bei seinen Einzelstarts kam er auf den Platz 30 im Sprint, Platz 20 in der Verfolgung und Platz 36 im Einzel. In Massenstart belegte Schipulin Rang 22.

Erster Weltcupsieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In die Saison 2010/11 startete Schipulin mit einem 19. Platz im Einzel von Östersund. Im Sprint belegte er den achten Rang, in der Verfolgung wurde er Sechster. Sein erster Weltcupsieg gelang ihm am 20. Januar 2011 im Sprintrennen von Antholz.[1] Im Massenstart zwei Tage später wurde er Dritter. Anton Schipulin nahm an seiner Heim-Weltmeisterschaft in Chanty-Mansijsk teil. Seine beste Einzel-Platzierung war ein 21. Platz in der Verfolgung.

Etablierung in der Weltspitze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste WM-Medaille[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Folgesaison konnte Schipulin zunächst nicht an die Ergebnisse der Vorsaison anknüpfen. Sein einziger Saisonsieg gelang ihm am 15. Januar 2012 in der Verfolgung von Nové Město na Moravě.[2] Seinen bisher größten sportlichen Erfolg feierte er bei den Biathlon-Weltmeisterschaften 2012 in Ruhpolding, bei der er in der Verfolgung die Bronze-Medaille gewann.[3] Die Saison beendete er auf dem achten Weltcupgesamt-Rang.

Auf dem Weg nach Sotschi[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In die olympische Vorsaison startete Schipulin mit einem 9. Platz. Beim Weltcup in Antholz erzielte er in Sprint und Verfolgung einen Doppelsieg.[4][5] Bei den Weltmeisterschaften in Nové Mesto wurde er zum einzigen Russen, der eine Medaille gewinnen konnte. Nach einem neunten Platz im Sprint gewann er – wie schon im Vorjahr – Bronze in der Verfolgung. Im Massenstart holte er Silber, mit der Staffel wurde er zuvor Vierter. Am Saisonende belegte er in der Weltcupgesamtwertung den neunten Rang.

Zum Auftakt der Olympiasaison belegte Schipulin im Sprint von Östersund den 21. Platz. Da er bis zu den Olympischen Spielen in Sotschi nur einmal als Dritter auf dem Podest gestanden hatte, galt Schipulin dort zunächst eher als Außenseiter.

Olympiaerfolg mit der Staffel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim ersten Rennen, dem Sprint, belegte Schipulin den vierten Platz und verpasste die Bronzemedaille nur um 0,7 Sekunden gegenüber Jaroslav Soukup. Nachdem er in den anderen drei Einzelwettbewerben nicht unter die besten Zehn gekommen war, wurde er am 22. Februar 2014 gemeinsam mit Alexei Wolkow, Jewgeni Romanowitsch Ustjugow und Dmitri Malyschko als Schlussläufer der russischen Staffel Olympiasieger.[6] Dabei setzte er sich im Schlussspurt gegen den deutschen Schlussläufer Simon Schempp durch. Beim nacholympischen Weltcup in Pokljuka erzielte er in der Verfolgung seinen einzigen Sieg in dieser Saison, die er auf dem achten Gesamtrang beendete.

Nacholympische Saison[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den nacholympischen Winter 2014/2015 startete Schipulin mit einem für ihn enttäuschenden 59. Platz im Einzel von Östersund. Bereits drei Tage später konnte er im Sprint mit einem sechsten Platz erstmals in dieser Saison punkten. In der Verfolgung gelang ihm hinter dem Franzosen Martin Fourcade ein zweiter Platz.[7] Beim darauffolgenden Weltcup in Hochfilzen holte er mit einem elften Platz im Sprint und einem fünften Platz in der Verfolgung zwei weitere gute Einzelresultate. Mit der Staffel konnte er als Schlussläufer siegen.[8] Beim dritten Weltcup in Pokljuka gewann er sowohl den Sprint als auch den Massenstart.[9][10] In der Verfolgung belegte er den zweiten Platz. Er gewann am Ende der Saison die Massenstartgesamtwertung und konnte sich auf Rang zwei der Weltcupgesamtwertung hinter Martin Fourcade platzieren.

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die seit 2008 für die Slowakei startende Olympiasiegerin Anastasiya Kuzmina ist Schipulins Schwester. Er ist verheiratet und seine Frau brachte 2016 einen Sohn zu Welt.

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcupsiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelrennen Staffelrennen
Nr. Datum Ort Disziplin
1. 20. Jan. 2011 ItalienItalien Antholz Sprint
2. 15. Jan. 2012 TschechienTschechien Nové Město na Moravě Verfolgung
3. 18. Jan. 2013 ItalienItalien Antholz Sprint
4. 19. Jan. 2013 ItalienItalien Antholz Verfolgung
5. 08. Mär. 2014 SlowenienSlowenien Pokljuka Verfolgung
6. 19. Dez. 2014 SlowenienSlowenien Pokljuka Sprint
7. 21. Dez. 2014 SlowenienSlowenien Pokljuka Massenstart
8. 23. Jan. 2016 ItalienItalien Antholz Verfolgung
9. 20. Jan. 2017 ItalienItalien Antholz Einzel
10. 18. Mär. 2017 NorwegenNorwegen Oslo Verfolgung
Nr. Datum Ort Disziplin
1. 17. Jan. 2010 DeutschlandDeutschland Ruhpolding Staffel 1
2. 18. Dez. 2011 OsterreichÖsterreich Hochfilzen Mixed-Staffel 2
3. 04. Jan. 2013 DeutschlandDeutschland Oberhof Staffel 3
4. 10. Mär. 2013 RusslandRussland Krasnaja Poljana Staffel 4
5. 13. Dez. 2014 OsterreichÖsterreich Hochfilzen Staffel 5
6. 08. Jan. 2015 DeutschlandDeutschland Oberhof Staffel 6
7. 15. Feb. 2015 NorwegenNorwegen Oslo Staffel 7
8. 13. Dez. 2015 OsterreichÖsterreich Hochfilzen Staffel 3
9. 24. Jan. 2016 ItalienItalien Antholz Staffel 7
10. 18. Feb. 2017 OsterreichÖsterreich Hochfilzen (WM) Staffel 8
3 mit Alexei Wolkow, Jewgeni Garanitschew und Dmitri Malyschko
4 mit Alexander Loginow, Dmitri Malyschko und Jewgeni Ustjugow
5 mit Timofei Lapschin, Maxim Zwetkow und Dmitri Malyschko
6 mit Jewgeni Garanitschew, Timofei Lapschin und Dmitri Malyschko
7 mit Jewgeni Garanitschew, Maxim Zwetkow und Dmitri Malyschko
8 mit Alexei Wolkow, Maxim Zwetkow und Anton Babikow

Biathlon-Weltcup-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).

  • 1.–3. Platz: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn (einschließlich Podium)
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge (einschließlich Podium und Top 10)
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
Platzierung Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Gesamt
1. Platz 1 3 5 1 10 20
2. Platz 5 5 4 7 21
3. Platz 1 3 9 3 6 22
Top 10 6 27 32 15 41 121
Punkteränge 20 61 52 32 43 208
Starts 21 75 52 32 44 224
Stand: 18. März 2017

Olympische Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergebnisse bei Olympischen Winterspielen:

Olympische Winterspiele Olympische Winterspiele Einzelwettbewerbe Staffelwettbewerbe
Jahr Ort Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Herrenstaffel Mixedstaffel
2010 KanadaKanada Vancouver 36. 30. 20. 22. 3.
2014 RusslandRussland Sotschi - 4. 14. 11. 1. 5.

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergebnisse bei Biathlon-Weltmeisterschaften

IBU.svg Weltmeisterschaften Einzelwettbewerbe Staffelwettbewerbe
Jahr Ort Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Herrenstaffel Mixedstaffel
2011 RusslandRussland Chanty-Mansijsk - 37. 21. - 2. -
2012 DeutschlandDeutschland Ruhpolding - 13. 3. 29. 6. 5.
2013 TschechienTschechien Nové Město 33. 7. 3. 2. 4. 6.
2015 FinnlandFinnland Kontiolahti 16. 18. 2. 7. 4. 10.
2016 NorwegenNorwegen Oslo 14. 45. 9. 9. 6. 7.
2017 OsterreichÖsterreich Hochfilzen 7. 21. 4. 4. 1. 3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Anton Wladimirowitsch Schipulin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Viktoria Franke: Statements der Erstplatzierten nach dem Sprintrennen der Herren Biathlon-Online.de, 20. Januar 2011
  2. Archiv: Ergebnisse 12,5 km Verfolgung Herren in Nové Mesto na Morave Braunschweiger Zeitung, 15. Januar 2012
  3. Abendzeitung: Gold für Fourcade, Silber für Bergman, Bronze für Schipulin Münchner Abendzeitung, 4. März 2012
  4. Sz.de/sid/ska: Sieg für Anton Schipulin im Sprint von Antholz Süddeutsche Zeitung, 18. Januar 2013
  5. sid: Schipulin siegt – Deutsche enttäuschen Biathlon-Online.de, 19. Januar 2013
  6. Resultate: Ergebnisse Staffel Herren Olympia 2014 Biathlon-Online.de, 22. Februar 2014
  7. Karl-Heinz Merl: Martin Fourcade gewinnt auch Verfolgungsrennen von Östersund Biathlon-News.de, 3. Dezember 2014
  8. Karl-Heinz Merl: Russland's Herren dominieren Staffel von Hochfilzen Biathlon-News.de, 13. Dezember 2014
  9. Carina Borcherding: Schempp mit erneuter Top-10-Platzierung im Sprint von Pokljuka Biathlon-News.de, 19. Dezember 2014
  10. Karl-Heinz Merl: Abgezockter Schipulin gewinnt Massenstart von Pokljuka Biathlon-News.de, 21. Dezember 2014