Antwerpen-Express-Klasse

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Antwerpen-Express-Klasse
Die Singapore Express
Die Singapore Express
Schiffsdaten

zugehörige Schiffe

7

Schiffsart Containermotorschiff
Reederei Hapag-Lloyd
Bauwerft Hyundai Heavy Industries, Ulsan, Südkorea
Bauzeitraum 1999 bis 2000
Fahrtgebiete weltweite Fahrt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
294,17 m (Lüa)
Breite 32,20 m
Tiefgang max. 13,75 m
Vermessung 54.437 BRZ
23.876 NRZ
Maschinenanlage
Maschine 1 × Hyundai 7K98MC Zweitakt-Dieselmotor
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
40.040 kW (54.439 PS)
Höchst-
geschwindigkeit
24,0 kn (44 km/h)
Propeller 1 × Festpropeller
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 67.145 tdw
Container 4890 TEU
Anschlüsse Kühlcontainer 370
Sonstiges
Klassifizierungen

Germanischer Lloyd

Die Antwerpen-Express-Klasse ist eine Baureihe von sieben Panamax-Containermotorschiffen der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd. Die in den Jahren 1999 und 2000 hergestellten Einheiten zählen zu den Containerschiffen der vierten Generation.

Hapag Lloyd nahm am 27. Juni 2013 eine neue Antwerpen Express in Betrieb, die zu den zehn Neopanamax-Schiffen der 2012 begonnenen Hamburg-Express-Klasse gehört.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schiffstyp der Antwerpen-Express-Baureihe wurde von der südkoreanischen Werft Hyundai Heavy Industries gebaut und war eine Weiterentwicklung der vorhergehenden Hapag-Lloyd-Klassen mit Elementen des Schiff der Zukunft-Projektes. Sie verfügen daher über Ruderhäuser mit optimierter Rundumsicht und am Heck angeordnete Freifallrettungsboote. Schiffbaulich ist der in Zusammenarbeit mit dem Germanischen Lloyd entwickelte Panamax-Entwurf, wie bei vergleichbaren Hapag-Lloyd-Klassen, ohne Längsherfte ausgeführt. Als Vorteile der damals neuartigen Konstruktion galten das größere Laderaumvolumen und die verringerten Baukosten. Die Gesamtkapazität beträgt knapp 4900 TEU, es sind 370 Anschlüsse für Kühlcontainer vorhanden.

Die Tokyo Express läuft in Hamburg ein

Die Schiffsaufbauten sind etwa auf vier Fünftel der Länge achtern angeordnet. Der verwendete Hauptmotor wirkt direkt auf einen Festpropeller und einen Wellengenerator. Die Bordenergie wird durch drei Hilfsdiesel und einen Notdiesel bereitgestellt. Zur Unterstützung der An- und Ablegemanöver sind die Schiffe mit einem Bugstrahlruder ausgerüstet.

Das Typschiff, die Antwerpen Express, wurde am 29. Juni 1999 auf Kiel gelegt, am 16. Oktober 1999 aufgeschwommen und am 12. Januar 2000 in Dienst gestellt. Es folgten drei Schiffe für Hapag-Lloyd und drei weitere Schiffe, die für die griechische Reederei Costamare gebaut wurden und in Langzeitcharter für Hapag-Lloyd fahren. Das letzte Schiff der Serie, die New York Express, wurde im Dezember 2000 abgeliefert. Alle Schiffe der Klasse wurden im Liniendienst zwischen Europa und Ostasien eingesetzt.

Die Schiffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Antwerpen-Express-Klasse
Bauname Bauwerft / Baunummer IMO-Nummer Auftraggeber Kiellegung / Stapellauf / Indienststellung Spätere Namen Verbleib
Antwerpen Express Hyundai / 1190 9193288 Hapag-Lloyd 29. Juni 1999 /
16. Oktober 1999 /
12. Januar 2000
2012 → Dallas Express in Fahrt
Tokyo Express Hyundai / 1191 9193290 Hapag-Lloyd - /
25. März 2000 /
20. Mai 2000
- So in Fahrt
Bremen Express Hyundai / 1192 9193305 Hapag-Lloyd - /
25. März 2000 /
15. Juni 2000
2007 → Seoul Express in Fahrt
Rotterdam Express Hyundai / 1193 9193317 Hapag-Lloyd - /
Juni 2000 /
18. August 2000
- So in Fahrt
Singapore Express Hyundai / 1229 9200809 Costamare - /
- /
28. August 2000
- So in Fahrt
Kuala Lumpur Express Hyundai / 1230 9200811 Costamare - /
- /
Oktober 2000
2008 → Oakland Express in Fahrt
New York Express Hyundai / 1231 9200823 Costamare 13. Juni 2000 /
5. September 2000 /
November 2000
2012 → Halifax Express in Fahrt

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Krüger-Kopiske, Karsten Kunibert: Die Schiffe von Hapag-Lloyd. Zeichnungen und Lebensläufe. Koehlers Verlagsgesellschaft, Hamburg 2003, ISBN 3-7822-0861-7.
  • Witthöft, Hans Jürgen: Container. Die Mega-Carrier kommen. Koehlers Verlagsgesellschaft, Hamburg 2004, ISBN 3-7822-0882-X.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]