Antz

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Antz (Begriffsklärung) aufgeführt.
Filmdaten
Deutscher Titel Antz – Was krabbelt da?
Originaltitel Antz
Antz-logo.svg
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1998
Länge 79 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Eric Darnell,
Tim Johnson
Drehbuch Todd Alcott,
Chris Weitz,
Paul Weitz
Produktion Brad Lewis,
Aron Warner,
Patty Wooton
Musik John Powell,
Harry Gregson-Williams
Schnitt Stan Webb
Besetzung

Sprecher englisch, deutsch

Antz – Was krabbelt da? ist ein computeranimierter Trickfilm. Er war neben Toy Story einer der ersten Filme, die komplett am Computer produziert wurden. Mit diesem Film stieg Dreamworks in die Produktion computeranimierter Filme ein und machte in der Folge der mit Disney kooperierenden Firma Pixar auf diesem Gebiet Konkurrenz.

Handlung[Bearbeiten]

Z ist eine kleine neurotische Arbeiterameise, die mit ihrem Leben im Ameisenstaat unzufrieden ist. Eines Abends lernt er Prinzessin Bala in einer Bar kennen und verliebt sich auf der Stelle in sie. Deshalb tauscht er mit seinem Freund, dem Soldaten Weaver, den Platz, da die Prinzessin den Soldaten an diesem Tag ihre besten Wünsche mit auf den Weg gibt. Dass dieser Weg geradewegs in die Schlacht führt, empfindet Z als ein ungeheures Missverständnis, doch er wird von den anderen Soldaten mit in den Kampf gezogen. Es geht um einen Präventivschlag gegen die Termiten, der jedoch mit einem Debakel endet. Z kehrt als einziger Überlebender zurück und wird von der Königin als Kriegsheld persönlich empfangen. Dabei stellt sich heraus, dass er eigentlich nur ein Arbeiter ist und niemals auf dem Schlachtfeld hätte sein dürfen. In seiner letzten Not packt Z die Prinzessin als Geisel und verlässt die königliche Residenz zusammen mit Bala etwas unglimpflich durch den Müllschlucker.

Z versucht zum sagenumwobenen Insektopia zu gelangen, einem Ort, wo Insekten glücklich und frei leben können, wobei sich ihm Bala nach einigen Vorbehalten letztendlich anschließt. Gleichzeitig versucht General Mandibel, ein Anhänger des totalitären Systems, den arbeitenden Pöbel zu vernichten, um mit einem von Grund auf „gereinigten“ Ameisenstaat neu zu beginnen. Da er dazu die Prinzessin benötigt, schickt er seinen Adjutanten Colonel Cutter los, um nach Z zu suchen.

Derweil erreichen Z und die Prinzessin eine überdimensionale Picknickdecke mit eingeschweißten Sandwiches und allerlei Fressalien. Gierig stürzt sich Z auf die Brote, doch er beißt sich nur die Zähne aus. Zwei hilfsbereite Wespen haben schließlich Mitleid mit den beiden und wollen etwas zu fressen besorgen, als in dem Moment eine Fliegenklatsche auf das Wespenweibchen niederschlägt. Herr Wespe ist am Boden zerstört, und auch Bala muss um ihr Leben fürchten: Sie hat sich in einem Kaugummi an der Fußsohle des Menschen verklebt und fliegt nun mit dem Schuh durch die Luft. Nur mit Mühe kann Z mit aufspringen und gelangt so, nachdem der Kaugummi mit einer Münze abgehobelt wurde, in das wahre Insektopia – einen überfüllten Mülleimer.

Während es sich Bala und Z dort gutgehen lassen, graben die Ameisen in der Kolonie ihrem Unglück entgegen: Die Eröffnung des „Megatunnels“ steht kurz bevor, doch dieser führt zu einem See, und beim endgültigen Durchbruch soll der Bau überflutet und alle „niederen“ Ameisen ertränkt werden. Inzwischen wird Bala von Cutter ausfindig gemacht und zurückgebracht. Auch Z gelangt nun zurück in die Kolonie und kann die Prinzessin befreien, doch es ist zu spät, um Mandibels Plan aufzuhalten: Der Durchbruch zum See ist erfolgt. Riesige Wassermassen stürzen auf die Ameisen zu, die sich ängstlich auf einer kleinen Erhebung drängen. Doch unter Zs und Balas Führung reißen sich die Ameisen zusammen und bauen einen lebenden Turm zur Erdoberfläche. Als Mandibel sieht, dass die sogenannten „schwachen Elemente“ – und Z im Besonderen – stärker sind, als er angenommen hatte, und sich sogar Cutter gegen ihn stellt, stürzt er sich auf seinen früheren Offizier, reißt dabei aber Z mit in den überfluteten Bau und kommt dabei um; Z hingegen wird von Cutter gerettet. Zusammen feiern die Ameisen das Überleben der Kolonie und Zs Heldentum.

Hintergrund[Bearbeiten]

  • Der Original-Filmtitel Antz ist eine Abwandlung des englischen Wortes ants, das Ameisen bedeutet.
  • In dem Film geht es besonders um den Individualismus und die eigene Person des Individuums. Die Ameisen der Kolonie leben wie „richtige“ Ameisen, sie tun tagein tagaus das Gleiche und scheren sich nicht darum, was sie sonst noch erleben könnten. Die Handlungsfreiheit ist eingeschränkt, und im Verlauf des Films werden diese einengenden Grenzen abgestoßen und eine Art Liberalismus tritt in den Ameisenstaat ein.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1999 – ASCAP Film and Television Music Award
  • 1999 – BMI Film Music Award
  • 1999 – Golden Reel Award der Motion Picture Sound Editors

Kritiken[Bearbeiten]

„Das computeranimierte Meisterwerk ist der erste von zwei konkurrierenden Animationsfilmen aus dem Insekten-Mikrokosmos - "Das große Krabbeln", das Konkurr-"Antz"-Produkt aus dem Hause Disney startet im Februar 1999.[…] Neben dem technischen Aspekt sind es jedoch die Stimmen, die „Antz“ so erwachsenenfreundlich machen. Im Original sprechen Hollywood-Ikonen wie Woody Allen (Z), Sharon Stone (Prinzessin Bala), Sylvester Stallone (Zs Kumpel Weaver), Gene Hackman (Mandible) und Christopher Walken (Cutter) die Ameisen - selten paßte jede einzelne Stimme so perfekt zur Physis ihrer Filmfigur. Wenn Z in der Eröffnungssequenz auf der Couch des Ameisen-Psychiaters liegt und stotternd über seine mißliche Lage lamentiert, könnten wir uns ebensogut in Woody Allens „Stadtneurotiker“ befinden. Prinzessin Bala ist verführerisch und lasziv wie Sharon Stone, und Weaver ist wie sein Sprecher Stallone ein imposantes Muskelpaket mit Hängeauge. Einen Kontrast zur eigenwilligen Komik des Ameisen-Abenteuers stellt anfangs die - passend zum unterirdischen Dunkel der Kolonie - recht klaustrophobisch anmutende Atmosphäre dar. Doch spätestens wenn Bala und Z an die Erdoberfläche geschleudert werden und ihre unfreiwillige Odyssee antreten, schalten Story und Look des Films einen Gang höher, und „Antz“ wird zu einem „joyride“ erster Leinwand-Güte.“

Cinema[1]

„Eine neurotische Ameise muckt auf. Trickfilmabenteuer der "Shrek"-Macher. Die Figuren haben Stars wie Sly Stallone oder Woody Allen zum Vorbild. […] Der intelligente Spaß ist eher was für Erwachsene. Die Bilder des leichenübersäten Schlachtfeldes könnten die Jüngsten verstören. — »Ameisen-Utopie mit Witz und Seele«“

tvspielfilm.de[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Antz – Filmkritik bei cinema.de, zuletzt abgerufen 1. August 2014
  2. Antz – Filmkritik auf der Internetpräsenz von TV Spielfilm, abgerufen am 1. August 2014.