Anyone’s Daughter

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Anyone's Daughter
Anyone's Daughter in Trio-Besetzung 2014 auf dem blacksheep-Festival in Bonfeld
Anyone's Daughter in Trio-Besetzung 2014 auf dem blacksheep-Festival in Bonfeld
Allgemeine Informationen
Genre(s) Progressive Rock
Gründung 1972, 1986, 2000
Auflösung 1984, 1986
Website anyonesdaughter.de
Gründungsmitglieder
Uwe Karpa (bis 2015)
Sascha Pavlovic (bis 197x)
Matthias Ulmer
Aktuelle Besetzung
Gesang
Andre Carswell (seit 2000)
Gitarre
Uwe Metzler (seit 2015)
Schlagzeug
Peter Kumpf (seit 2000)
Keyboard, Gesang
Matthias Ulmer
Raoul Walton (seit 2000)
Ehemalige Mitglieder
Gesang, E-Bass
Harald Bareth (197x–1984)
Schlagzeug
Hans Derer (197x–1978)
Schlagzeug
Kono Konopik (1978–1982)
Schlagzeug
Peter Schmidt (1983–1984)
Gesang, Keyboard
Michael Braun (1986)
E-Bass
Andi Kemmer (1986)
Schlagzeug, Gesang
Goetz Steeger (1986)
Gitarre
Uwe Karpa (bis 2015)

Anyone's Daughter ist eine deutsche Rockband. In ihrer ersten Inkarnation während der späten 1970er und 1980er Jahre zählte sie zu den prägenden Bands der deutschen Progressive-Rock-Szene. Seit ihrer Wiedervereinigung 2000 geht die musikalische Ausrichtung der Band in die Richtung Pop-Rock, teilweise unter Verwendung der in den früheren Werken etablierten Stilmittel.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1972 wurde Anyone's Daughter von Uwe Karpa und Matthias Ulmer in Stuttgart gegründet. Die Band benannte sich nach einem Songtitel von Deep Purple.[1] Einem größeren Publikum wurde die Band mit ihrem ersten Album Adonis zugänglich, das 1979 erschien.

Die frühen Alben der Band um Frontmann Harald Bareth sind stilistisch in einem symphonischen und bisweilen lyrischen Progressive Rock gehalten, wie er in der ersten Hälfte der 1970er Jahre von britischen Bands wie Genesis oder Yes geprägt wurde. Die ersten beiden Alben enthalten zudem noch englischsprachigen Gesang. Adonis umfasst vier Stücke, darunter das Titelstück mit einer Spiellänge von 24 Minuten – im Progressive Rock ein durchaus übliches Songformat. Der Nachfolger Anyone's Daughter hingegen besteht aus acht kürzer gehaltenen Stücken. Bekannt geworden ist der Song "Moria" [2]

Die folgenden Alben waren mit deutschen Texten versehen, behielten die stilistische Ausrichtung zunächst aber weitgehend bei. Mit Piktors Verwandlungen veröffentlichte die Band 1981 eine Vertonung des gleichnamigen Märchens von Hermann Hesse, die bereits seit vier Jahren das Herzstück der Konzerte der Band bildete. Die musikalische Umsetzung ist als Wechselspiel zwischen Erzählpassagen mit leichter Untermalung, vorgetragen von Harald Bareth, sowie kurzen Instrumentalstücken im gewohnten symphonischen Stil gehalten. Auf dem folgenden Album In Blau tritt gegenüber dem symphonischen Stil der poetisch-lyrische Charakter der Stücke stärker in den Vordergrund. Mit Tanz und Tod ist eine dreiteilige Verarbeitung des Motivs Tod enthalten.

Mit Neue Sterne versuchte man an den Erfolg der Neuen Deutschen Welle anzuknüpfen. Allerdings kam es schon kurze Zeit später zur Auflösung der Band. Nach einer kurzen Wiedervereinigung in neuer Besetzung und einer weiteren Veröffentlichung löste man sich im Jahr 1986 vorerst endgültig auf.

2000 kam es zur Wiedervereinigung der Band um Karpa und Ulmer, die sich in der Zwischenzeit in anderen Projekten betätigt hatten. Ulmer hatte unter anderem für Heinz-Rudolf Kunze gespielt, aus dessen Band der Bassist Raoul Walton übernommen werden konnte. Gegenüber den frühen Werken präsentiert sich die Band stilistisch deutlich gewandelt – die Stücke sind nun an zeitgemäßen Pop-Rock angelehnt. Der amerikanische Sänger Andre Carswell wurde als jüngstes Bandmitglied aufgenommen. Sein englischsprachiger, am Soul orientierter Gesang trägt zur stilistischen Neuorientierung der Band bei. Jedoch enthalten die neueren Kompositionen auch Elemente, die an die früheren Werke der Band erinnern, etwa die schnellen Gitarren- und Keyboardläufe sowie Stakkato-Passagen.

Nach der Wiedervereinigung tritt die Band wieder live auf, mitunter auch in einer Trio-Besetzung mit Gesang, Gitarre und Keyboard. Anders als bei akustischen Konzerten oft üblich, wird das Programm dabei allerdings nicht von ruhigen Stücken dominiert – zum Repertoire zählen auch einige Songs mit schnellen Instrumentalläufen und Unisono-Passagen.

Diskographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bis 1979 im Liveprogramm, derzeit noch unveröffentlicht: Beyond the limits of eternity, La Dance, Red Rose Jamaica
  • 1979: Adonis
  • 1980: Anyone’s Daughter
  • 1981: Piktors Verwandlungen
  • 1982: In Blau
  • 1983: Neue Sterne
  • 1984: Live
  • 1986: Last Tracks
  • 2001: Danger World
  • 2001: Requested Document Live 1980–1983
  • 2003: Requested Document Live 1980–1983 Vol. 2
  • 2004: Wrong
  • 2006: Trio Tour
  • 2011: Calw Live (mit Heinz Rudolf Kunze)
  • 2016: AD

Wissenswertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ex-Sänger und -Bassist Harald Bareth arbeitet heute als Chefarzt der radiologischen Abteilung am Kreiskrankenhaus Schorndorf bei Stuttgart.
  • Im Jahre 2002 spielte die Band, wie auch Steppenwolf um den deutschstämmigen Sänger John Kay, in Calw beim Festival zu Ehren von Hermann Hesse. Piktors Verwandlungen wurde nach fast zwei Jahrzehnten zum ersten Mal wieder live in der Hesse-Stadt Calw aufgeführt. Heinz-Rudolf Kunze wirkte dabei als Erzähler mit.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Anyone’s Daughter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Interview mit Uwe Karpa im Forum Musikzirkus http://www.musikzirkus.eu/viewtopic.php?t=7870
  2. https://www.youtube.com/watch?v=XNo6YPlKfDc