Handballclub Fivers Margareten

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HC Fivers
Aon-Telekom-Fivers3.jpg
Voller Name Handballclub Fivers Margareten
Spitzname(n) Fivers
Gegründet 1919
Vereinsfarben schwarz-weiß
Halle Sporthalle Margareten
Plätze 1.200[1]
Trainer Peter Eckl
Liga Handball Liga Austria
2015/16
Rang 1.
Website www.fivers.at
Heim
Auswärts
Größte Erfolge
National Österreichischer Meister
Österreichischer Cupsieger
International 1× Halbfinalist im EHF-Pokal (1985)

Die Fivers Margareten (eng. Fünfer) sind ein Herren-Handballverein aus Margareten, dem 5. Wiener Gemeindebezirk. Hiervon leitet sich der Name der Fivers ab. Aktuell haben die Fivers keinen Namenssponsor.

Zurzeit sind die Fivers die stärkste Handballmannschaft Wiens und stehen im harten Konkurrenzkampf mit der Vorarlberger Mannschaft Alpla HC Hard. Im Jahr 2011 konnten sich die Fivers im Finale der Handball Liga Austria gegen den damaligen Serienmeister Bregenz Handball durchsetzen. Damit konnte der Trainer Peter Eckl bereits in seiner Debüt-Saison den ersten österreichischen Meistertitel der Vereinsgeschichte feiern.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ersten Weltkrieg erfolgte 1919 der Zusammenschluss von insgesamt vier Wiener Vereinen zum WAT Margareten, aus dessen 1920 gegründeter Handballsektion die heutigen Fivers hervorgingen. Der Verein erlebte damals auch seine Blütezeit und war europaweit der Verein mit den meisten Mitgliedern. Der Verein spielte damals in der Wiener Stadtliga. Die Liga fasste damals allerdings lediglich 5 Mannschaften.

Da der Verein tief in der Arbeiterschaft verwurzelt war und deshalb einer starken sozialdemokratischen Färbung unterlag, wurde er seitens der Austrofaschisten verboten. Auch während der Herrschaft der Nationalsozialisten blieb der Verein verboten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der WAT Margareten, unter kräftiger Mithilfe des ehemaligen Tormanns Johann Hefler, neugegründet.

1978 konnten die Handballer in die Staatsliga B aufsteigen und schafften 1982 schließlich den Sprung in die höchste österreichische Spielklasse, der sie bis heute angehören. Durch den dritten Platz in der Meisterschaft in der Saison 1984 qualifizierte sich der Klub erstmals für die Teilnahme am EHF Cup 1984/85. Nach Siegen gegen den niederländischen Verein HV Aalsmeer, über den französischen Verein USAM Nîmes und den schwedischen Traditionsclub Ystads IF musste sich WAT Margareten erst im Halbfinale dem späteren Europacupsieger Minaur Baia Mare aus Rumänien geschlagen geben.

1999 gelang dem Verein der bis dahin größte nationale Erfolg. Zwar scheiterten die Wiener nur knapp im letzten Spiel am Meistertitel, siegten aber eine Woche später im österreichischen Cup. Nach dem Kantersieg gegen UHC Tulln behielten die Margaretner auch gegen HC Bruck die Oberhand.

Im Jahr 2003 wurde die Sporthalle Margareten in der Hollgasse 3, 1050 Wien, eröffnet und der Verein erhielt im Rahmen einer Runderneuerung den Namen "Fivers" (als Referenz an den 5. Wiener Gemeindebezirk) mit neuem Logo. Das Bemühen um die Jugend mit professioneller Jugendarbeit macht die Fivers diesbezüglich zu Österreichs erfolgreichstem Verein mit über 60 Titeln im Nachwuchsbereich seit 2003. Seit 2004 gewinnen die Fivers auch jedes Jahr den HLA-Nachwuchspreis.

2009 gelang den HC Fivers mit dem ÖHB-Cup der erste Titelgewinn seit der Namensänderung, nachdem im Finale HIT Innsbruck vor heimischem Publikum besiegt worden war. Im Jahr 2011 wurden die Fivers zum ersten Mal österreichischer Meister, dadurch durften die Margaretner zum ersten Mal an der EHF Champions League Qualifikation teilnehmen. Dort schieden Sie allerdings bereits im ersten Duell gegen Dinamo Minsk aus.[2] Im Jahr 2012 gewannen der HC Fivers erneut den österreichischen Cup, im Finale wurde nach zwei Verlängerungen ULZ Schwaz besiegt. 2013 konnte der ÖHB-Cup Titel gegen den HC Hard im Finale verteidigt werden. Ebenso gewannen die Fivers 2013 und 2014 den österreichischen Supercup gegen den amtierenden Meister Alpla HC Hard.

In der Saison 2013/14 wurde ein neues Kapitel in der Vereinsgeschichte der Fivers aufgeschlagen. Die Fivers spielen seither in der Bundesliga und sind damit der erste Verein in der Geschichte des Österreichischen Handballs, der sich sowohl für die erste als auch die zweite Liga qualifiziert hat.[3][4] Am Ende der Saison wurde mit der Bundesliga Mannschaft das Ziel Klassenerhalt knapp geschafft. Man belegte den vorletzten Platz im Unteren-Playoff konnte sich dann im Best-of-Three Abstiegs-Duell aber 2:0 gegen den HC Kärnten durchsetzen.[5] Mit der ersten Mannschaft scheiterte man im Finale der Liga und des Cup´s am HC Hard.

2015 gewannen die Fivers erneut den ÖHB-Cup, im Finale konnte Bregenz Handball, nach Verlängerung, bezwungen werden. [6] 2015/16 konnten die Margaretner den Cup-Titel verteidigen, des Weiteren besiegte die Mannschaft im Finale der HLA Bregenz Handball und feierte damit den zweiten Meistertitel der Vereinsgeschichte.[7] Zur Zeit sind die Fivers mit 6. Cuptiteln Rekordsieger im ÖHB-Cup seit der Einführung des Pokal-Bewerbs.

Platzierungen seit 2001[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Liga Rang Pokal
2001/02 Handball Liga Austria 4
2002/03 Handball Liga Austria 6
2003/04 Handball Liga Austria 6
2004/05 Handball Liga Austria 2
2005/06 Handball Liga Austria 2 Finale
2006/07 Handball Liga Austria 2 Viertelfinale
2007/08 Handball Liga Austria 2 Achtelfinale
2008/09 Handball Liga Austria 4 Cupsieger
2009/10 Handball Liga Austria 2 Finale
2010/11 Handball Liga Austria 1 Halbfinale
2011/12 Handball Liga Austria 4 Cupsieger
2012/13 Handball Liga Austria 2 Cupsieger
2013/14 Handball Liga Austria 2 Finale
2014/15 Handball Liga Austria 4 Cupsieger
2015/16 Handball Liga Austria 1 Cupsieger
2016/17 Handball Liga Austria 2 Cupsieger

Vereinsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obmann: Eduard Winter
Manager: Thomas Menzl
Trainer: Peter Eckl
Jugendmanagerin: Sandra Zapletal

Pokalübergabe an den Handballclub Fivers Margareten 2015

HLA-Kader 2017/18[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Name Nationalität Position im Team seit Vertrag bis Letzter Verein
51 Wolfgang Filzwieser ÖsterreicherÖsterreicher Tor 2017 -- Union St. Pölten
52 Boris Tanic ÖsterreicherÖsterreicher Tor 2014 2019[8] Eigene Jugend
56 Florian Haag ÖsterreicherÖsterreicher Tor -- -- Eigene Jugend
5 Ivan Martinović KroateKroate Rückraum Rechts 2015 2018[9] Eigene Jugend
15 Mathias Nikolic ÖsterreicherÖsterreicher Rückraum Mitte 2008 2017[10] Eigene Jugend
25 Nikola Stevanovic ÖsterreicherÖsterreicher Rückraum Rechts 2017 -- Eigene Jugend
35 Leander Brenneis ÖsterreicherÖsterreicher Rückraum 2016 -- Eigene Jugend
45 Valentin Buchner ÖsterreicherÖsterreicher Kreis 2017 -- Eigene Jugend
50 Vincent Schweiger ÖsterreicherÖsterreicher Kreis -- -- Eigene Jugend
53 Henry Stummer ÖsterreicherÖsterreicher Links Außen -- -- Eigene Jugend
54 Vytautas Žiūra ÖsterreicherÖsterreicher Rückraum Mitte 2010 2018[11] Viborg HK
55 Marin Martinović ÖsterreicherÖsterreicher Rückraum Links -- 2018[9] Eigene Jugend
57 Herbert Jonas ÖsterreicherÖsterreicher Links Außen 2008 2017[12] Eigene Jugend
58 Stefan Jovanovic SerbeSerbe Rückraum Links 2016 -- Lokomotiva Lapovo
59 Markus Kolar ÖsterreicherÖsterreicher Rückraum Links 2003 2017[13] Eigene Jugend
65 Nikola Aljetic ÖsterreicherÖsterreicher Kreis 2012 2018[14] Eigene Jugend
75 Max Riede ÖsterreicherÖsterreicher Rechts Außen 2016 2019[8] Eigene Jugend
85 David Brandfellner ÖsterreicherÖsterreicher Rechts Außen 2008 2017[12] Eigene Jugend
95 Thomas Seidl ÖsterreicherÖsterreicher Rückraum Links 2012 -- Eigene Jugend

Zugänge 2017/18[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Name Nationalität Position ehemaliger Verein
51 Wolfgang Filzwieser ÖsterreicherÖsterreicher Tor Union St. Pölten

Abgänge 2017/18[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Nationalität Position aktueller Verein
Kristian Pilipovic ÖsterreicherÖsterreicher Tor RK Našice
Markus Bezucha ÖsterreicherÖsterreicher Rechts Außen Karriereende
Lukas Müller ÖsterreicherÖsterreicher Links Außen Karriereende

Heimhalle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 8. Dezember 2003 werden die Heimspiele der Fivers in der neu erbauten Sporthalle Margareten, Hollgasse 3, ausgetragen.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Handball Liga Austria

  • Meister (2): 2011, 2016

ÖHB-Cup

  • Sieger (7): 1999, 2009, 2012, 2013, 2015, 2016, 2017

HLA-Supercup

  • Sieger (3): 2013, 2014, 2015

EHF Cup

  • Halbfinalist (1): 1985

HLA Nachwuchspreis

  • 1. Platz (11): 2003/04, 2004/05, 2005/06, 2006/07, 2007/08, 2008/09, 2009/10, 2010/11, 2011/12, 2012/13, 2013/14, 2014/15, 2015/16[15]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. HC Fivers WAT Margareten. hla.at, abgerufen am 3. Juli 2017.
  2. Spielbericht der EHF-Champions League Qualifikation
  3. News über die Bundesligamannschaft der Aon Fivers (abgerufen am 5. September 2013)
  4. Mehr als nur ein Club | Fivers WAT Margareten Handballclub. In: www.fivers.at. Abgerufen am 19. November 2016.
  5. Best of 3 Abstiegsserie der HBA 2013/14
  6. SIS-Spielbericht des Cup-Finales
  7. MEISTER 2015/16! #TripleTRAUM!!!!!!!!!!!! fivers.at, 17. Mai 2016, abgerufen am 29. Mai 2016.
  8. a b FIVERS bleiben Philosophie treu: Vertrags-Unterzeichnung von Boris Tanic & Max Riede. fivers.at, 24. Juni 2016, abgerufen am 23. März 2017.
  9. a b Die Brüder Marin und Ivan Martinovic im „5 Fragen – 5 Antworten“-Interview. fivers.at, 12. Februar 2016, abgerufen am 14. Mai 2017.
  10. Mathias Nikolic mit Vertragsverlängerung: „Ich will eine echte Stütze in der HLA werden“. fivers.at, 21. Mai 2015, abgerufen am 23. März 2017.
  11. Rainer Bortenschlager: Ziura bleibt bei den Fivers: "Ich habe nie genug!" krone.at, 30. Dezember 2015, abgerufen am 23. März 2017.
  12. a b Jonas/Brandfellner: Fivers-Flügelzange bleibt. fivers.at, 30. April 2015, abgerufen am 23. März 2017.
  13. Markus Kolar bleibt ein Fiver – und macht die 20 voll! fivers.at, 13. April 2015, abgerufen am 23. März 2017.
  14. Wichtige Fivers-Personalentscheidungen: Duo beendet Karriere, Trio unterschreibt. handball-world.com, 21. Juni 2016, abgerufen am 24. März 2017.
  15. Aller guten Dinge sind 13… Die YOUNG FIVERS gewinnen erneut den HLA-Nachwuchspreis! fivers.at, 13. Juni 2016, abgerufen am 24. Februar 2017.