Apeiron

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Das Apeiron (altgriech. τὸ ἄπειρον, „das Unendliche“, „das Unbegrenzte“ in einem quantitativen Sinn) ist ein philosophischer Begriff für einen Urstoff, den der Vorsokratiker Anaximander (um 610–546 v. Chr) prägte.[1]

Gemäß Simplikios bestimmte er es als „Anfang und Element der seienden Dinge“ („ἀρχήν τε καὶ στοιχεῖον τῶν ὄντων τὸ ἄπειρον“). Auch Anaximanders bekanntestes Zitat nimmt indirekt auf das Apeiron Bezug, denn „woraus (d. h. dem Apeiron) aber das Werden ist den seienden Dingen, in das hinein geschieht auch ihr Vergehen nach der Schuldigkeit; denn sie zahlen einander gerechte Strafe und Buße für ihre Ungerechtigkeit nach der Zeit Anordnung.“[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Christof Rapp: Vorsokratiker, Reihe Denker, C.H. Beck Verlag, München 1997 - Abschnitt: Das Unbegrenzte als Urstoff, S. 38-44
  2. Diels, Kranz (Hgg.): Die Fragmente der Vorsokratiker, A9 und B1.