Aperathos

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Aperathos
Απέραθος
Aperathos (Griechenland)
Bluedot.svg
Basisdaten
Staat Griechenland
Region Südliche Ägäis
Regionalbezirk Naxos
Gemeinde Naxos und Kleine Kykladen
Gemeindebezirk Drymalia
Ortsgemeinschaft Aperathos
Geographische Koordinaten 37° 4′ N, 25° 31′ OKoordinaten: 37° 4′ N, 25° 31′ O
Einwohner 722 (2001[1])
LAU-1-Code-Nr. 6702030201
Postleitzahl 84300
Telefonvorwahl 22850

Aperathos auch Apiranthos oder Apirathos (griechisch Απέραθος, auch Απείρανθος oder Απίραθος (m. sg.)) ist ein Bergdorf auf der griechischen Kykladen-Insel Naxos.

Ortschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aperthos vom Osten aus betrachtet

Aperathos liegt im Osten der Insel etwa 32 km von der Stadt Naxos entfernt auf einem Hügel inmitten von Weinbergen in einer Höhe von 650 m auf dem Berg Fanari. Aperathos ist Sitz der gleichnamigen Ortschaft (Dimotiki Kinotita Aperathou; Δημοτική Κοινότητα Απεράθου), die die Orte Azalas, Kanaki, Klido, Lygaridia, Moutsouna und Panermos mit insgesamt 914 Einwohner (2011) umfasst.

Aufgrund von teilweiser identischer sprachlicher und kultureller Gegebenheiten wird angenommen, dass die Kreter den Ort im 10. Jh. gegründet haben. Den ersten schriftlichen Nachweis über Aperathos gab der italienische Seefahrer Cristoforo Bondelmonti im Jahre 1420.

In Aperathos wurden die Straßen mit Naxos-Marmor ausgelegt und die Mauerwerke damit erstellt. Im Ort befinden sich zwei Turmhäuser. Der Ort auf Naxos hat besondere Bedeutung dadurch, dass dort hochwertiger Schmirgel abgebaut wird.

In Aperathos befindet sich die Kirche der Panagia Apeirathitissa, eine der ältesten Kirchen der Insel; in ihr befinden sich historische Ikonen.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Aperathos gibt drei private Museen. Ein Geologie-Museum[2] zeigt eine Sammlung von etwa 200 Ausstellungsstücken Erze, Steine, Minerale und Fossilien. Das Archäologische Museum[3] stellt Funde aus der Stein- und Bronzezeit aus. Im Heimatkunde-Museum[4] sind regionale Muscheln, Korallen, Meerestiere und Knochenskelette zu betrachten.

Landreform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1986 gab es einen basisdemokratischen Modellversuch in Aperathos als Manolis Glezos, ein bekannter Widerstandskämpfer gegen die deutsche Besatzung im Zweiten Weltkrieg, zum Vorsitzenden des Gemeinderats gewählt wurde. Es wurde eine „Beratende Versammlung“ eingerichtet, die die Kompetenz des Gemeinderates beschnitt und die Kontrolle über die Gemeindeverwaltung übernahm. Dieses politische Modell wurde mangels Interesse der Bevölkerung nach Jahren abgeschafft. In dem Ort selbst entwickelte Glezos ein Konzept zum Schutz vor Überschwemmungen, Bodenerosion und von Grundwasser. Ein System von kleinen Dämmen leitet dabei Oberflächenwasser einem Sammelbecken zu.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ergebnisse der Volkszählung 2011, Griechisches Statistisches Amt (ΕΛ.ΣΤΑΤ) (Memento vom 27. Juni 2015 im Internet Archive) (Excel-Dokument, 2,6 MB)
  2. Geologie-Museum (griechisch)
  3. Archäologisches Museum (griechisch)
  4. Heimatkunde Museum (griechisch)