Apfeltrach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Apfeltrach
Apfeltrach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Apfeltrach hervorgehoben

Koordinaten: 48° 1′ N, 10° 30′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Unterallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Dirlewang
Höhe: 620 m ü. NHN
Fläche: 15,01 km2
Einwohner: 975 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 65 Einwohner je km2
Postleitzahl: 87742
Vorwahl: 08261
Kfz-Kennzeichen: MN
Gemeindeschlüssel: 09 7 78 113
Gemeindegliederung: 5 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktstr. 19
87742 Dirlewang
Website: www.apfeltrach.de
Erste Bürgermeisterin: Karin Schmalholz (Dorfgemeinschaft)
Lage der Gemeinde Apfeltrach im Landkreis Unterallgäu
KaufbeurenLandkreis AugsburgLandkreis GünzburgLandkreis Neu-UlmLandkreis OberallgäuLandkreis OstallgäuBuxheim (Schwaben)MemmingenAmberg (Schwaben)ApfeltrachBabenhausen (Schwaben)Bad GrönenbachBad WörishofenBenningenBenningenBöhenBoos (Schwaben)Breitenbrunn (Schwaben)Buxheim (Schwaben)DirlewangEgg an der GünzEppishausenErkheimEttringen (Wertach)FellheimHawangenHolzgünzHeimertingenKammlachKettershausenKirchhaslachKirchheim in SchwabenKronburgLachen (Schwaben)Lauben (Landkreis Unterallgäu)LautrachLegauMarkt RettenbachMarkt WaldMemmingerbergMindelheimNiederriedenOberrieden (Schwaben)OberschöneggOttobeurenPfaffenhausenPleßRammingen (Bayern)SalgenSontheim (Schwaben)Stetten (Schwaben)TrunkelsbergTürkheimTussenhausenUngerhausenUngerhausenUntereggWesterheim (Schwaben)WiedergeltingenWinterriedenWolfertschwendenWoringenKaufbeurenLandkreis UnterallgäuMemmingenAmberg (Schwaben)ApfeltrachBabenhausen (Schwaben)Bad GrönenbachBad WörishofenBenningenBenningenBöhenBoos (Schwaben)Breitenbrunn (Schwaben)Buxheim (Schwaben)DirlewangEgg an der GünzEppishausenErkheimEttringen (Wertach)FellheimHawangenHeimertingenHolzgünzKammlachKettershausenKirchhaslachKirchheim in SchwabenKronburgLachen (Schwaben)Lauben (Landkreis Unterallgäu)LautrachLegauMarkt RettenbachMarkt WaldMemmingerbergMindelheimNiederriedenOberrieden (Schwaben)OberschöneggOttobeurenPfaffenhausenPleßRammingen (Bayern)SalgenSontheim (Schwaben)Stetten (Schwaben)TrunkelsbergTürkheimTussenhausenUngerhausenUngerhausenUntereggWesterheim (Schwaben)WiedergeltingenWinterriedenWolfertschwendenWoringenBaden-WürttembergKarte
Über dieses Bild

Apfeltrach ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Unterallgäu. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Dirlewang.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der Region Donau-Iller in Mittelschwaben.

Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Apfeltrach, Köngetried und Saulengrain.

Es gibt fünf Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Apfeltrach war vor 1800 Pflegamt und gehörte dem Domkapitel Augsburg. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Mai 1978 die Gemeinden Köngetried und Saulengrain eingegliedert.[3][4]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1840 1900 1939 1950 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015 2020
Einwohner 622 675 692 1032 818 781 842 896 948 926 986 960 919 975

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 845 auf 935 um 90 Einwohner bzw. um 10,7 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundestagswahl 2017[5]
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
41,1 %
8 %
18,1 %
10,1 %
5,7 %
4,4 %
5,2 %
7,3 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2013
 %p
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
-16
-18
-20
−19,5 %p
−1,8 %p
+12,8 %p
+7,0 %p
+0,8 %p
+1,1 %p
+1,7 %p
−2,1 %p

Bürgermeisterin und Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Bürgermeisterin ist seit 2011 Karin Schmalholz (FW); diese wurde am 15. März 2020 mit 73,7 % der Stimmen für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt.

Die Sitzzuteilung bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 ergab sich wie folgt:

  • Dorfgemeinschaft Apfeltrach: 5 Sitze
  • Bürgerblock Köngetried: 2 Sitze
  • Wählergemeinschaft Saulengrain: 1 Sitz

Diese Sitzverteilung ist unverändert wie in der Amtszeit 2014 bis 2020.

Steuereinnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2019 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 787.000 €, davon waren 161.000 € Gewerbesteuereinnahmen (netto).[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Apfeltrach.svg
Blasonierung:Gespalten von Rot und Silber, vorne schräg gekreuzt ein goldener Bischofsstab und ein silberner Palmzweig, hinten über einem gesenkten blauen Wellenbalken ein roter Apfel mit grünem Stiel und grünem Blatt.“[7]

Den Entwurf und die Gestaltung des Wappens übernahm der Freisinger Theodor Goerge. Das Wappen wurde am 15. April 1988 durch Bescheid der Regierung von Schwaben genehmigt.

Wappenbegründung: Die Geschichte des Gemeindegebiets ist vor allem durch das Hochstift Augsburg bestimmt worden. Apfeltrach gehörte zu den Besitzungen des Domkapitels und war Sitz eines eigenen Amtes (seit dem 18. Jahrhundert Obervogtamt). Als Hinweis auf diese historische Verbindung wurde das Wappen nach dem Vorbild das Augsburger Hochstiftswappens von Rot und Silber gespalten. Der Bischofsstab verweist auf die dem hl. Nikolaus geweihte Kirche in Saulengrain, der Palmzweig als Märtyrerattribut steht für die Stefanskirche in Köngetried. Der Apfel im hinteren Feld „redet“ für den Ortsnamen Apfeltrach. Der Wellenbalken symbolisiert die beiden Flüsschen Westernach und Mindel.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge ist gelb-rot gestreift mit aufgelegtem Gemeindewappen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Apfeltrach befinden sich die aus dem 15. Jahrhundert stammende Kirche St. Bartholomäus und die aus der gleichen Zeit stammende Wallfahrtskirche St. Leonhard. Die Kapelle zu den 14 Nothelfern befindet sich auf einem ehemaligen Pestfriedhof und wurde in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts errichtet.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1998 gab es im Bereich Land- und Forstwirtschaft fünf und im produzierenden Gewerbe 59 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort (Fehlanzeige im Bereich Handel und Verkehr); sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 285. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zehn, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Im Jahr 1999 bestanden zudem 49 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1056 ha, davon 852 ha Dauergrünfläche.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Apfeltrach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Apfeltrach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 17. August 2019.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 783.
  4. Gemeinde Apfeltrach: Geschichtlicher Überblick Apfeltrach, Köngetried und Saulengrain. Abgerufen am 24. Mai 2020.
  5. Zweitstimmen, gemäß Quelle www.wahlen.bayern.de abgerufen am 4. März 2018
  6. Statistik kommunal 2020. Bayerisches Landesamt für Statistik, Juni 2021, S. 10, abgerufen am 6. September 2021.
  7. Eintrag zum Wappen von Apfeltrach in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte