Apostolische Präfektur

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Eine Apostolische Präfektur ist eine Diözese auf Probe in Missionsgebieten.[1] Die Erhebung zur Präfektur macht aus einer Mission sui juris kirchenrechtlich eine der Diözese gleichstehende Teilkirche (Can. 368 CIC). Bei der Apostolischen Präfektur handelt es sich um eine frühe Vorstufe vor der Erhebung zu einer regulären Diözese. Mitte des 20. Jahrhunderts gab es kaum noch Apostolische Präfekturen. Unter Papst Johannes Paul II. nahm deren Zahl wieder zu.

Eine Präfektur wird von einem Apostolischen Präfekten geleitet, der zwar selten Bischof ist, jedoch entsprechend einem Diözesanbischof die volle Jurisdiktion über das Präfektorialgebiet ausübt.[2] Wenn die Präfektur sich als lebensfähig erweist, wird sie zum Apostolischen Vikariat erhoben und erhält einen Titularbischof als Ordinarius. Der Präfekt trägt die Kleidung und Insignien eines Bischofs, obwohl er die Bischofsweihe noch nicht empfangen hat.

Die Amtsausübung des Apostolischen Präfekten erfolgt nicht in eigener Gewalt, sondern mit ordentlicher, stellvertretender Gewalt im Namen des Papstes. Im Falle der Sedisvakanz wird die Leitung der Teilkirche vom Propräfekten übernommen.[3]

Bestehende Apostolische Präfekturen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Annuario Pontificio führt derzeit folgende Apostolische Präfekturen auf:

Aserbaidschan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Äthiopien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

China[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Apostolische Präfektur Ankang
  2. Apostolische Präfektur Baojing
  3. Apostolische Präfektur Guilin
  4. Apostolische Präfektur Hainan
  5. Apostolische Präfektur Haizhou
  6. Apostolische Präfektur Jiamusi
  7. Apostolische Präfektur Jian’ou
  8. Apostolische Präfektur Lingling
  9. Apostolische Präfektur Linqing
  10. Apostolische Präfektur Lintong
  11. Apostolische Präfektur Lixian
  12. Apostolische Präfektur Qiqihar
  13. Apostolische Präfektur Shaowu
  14. Apostolische Präfektur Shashi
  15. Apostolische Präfektur Shiqian
  16. Apostolische Präfektur Suixian
  17. Apostolische Präfektur Tongzhou
  18. Apostolische Präfektur Tunxi
  19. Apostolische Präfektur Weihai
  20. Apostolische Präfektur Xiangtan
  21. Apostolische Präfektur Xining
  22. Apostolische Präfektur Xinjiang
  23. Apostolische Präfektur Xinjiang-Urumqi
  24. Apostolische Präfektur Xinxiang
  25. Apostolische Präfektur Yangzhou
  26. Apostolische Präfektur Yiduxian
  27. Apostolische Präfektur Yixian
  28. Apostolische Präfektur Yueyang
  29. Apostolische Präfektur Zhaotong

Falklandinseln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kambodscha[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Apostolische Präfektur Battambang
  2. Apostolische Präfektur Kompong-Cham

Libyen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marshallinseln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mongolei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Russland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westsahara[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilhelm Rees: Apostolischer Vikar bzw. Präfekt, in: LThK 1, 878.
  • Franz Kalde: Diözesane und quasidiözesane Teilkirchen, in: Joseph Listl / Heribert Schmitz (Hg.): Handbuch des katholischen Kirchenrechts, 2. grundlegend neubearbeitete Auflage, Regensburg 1999, S. 420ff., insbes. S. 423.

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. vgl. c. 371 § 1 CIC
  2. vgl. cc. 134, 368, 381 § 2, 400 § 3 CIC
  3. vgl. Wilhelm Rees: Apostolischer Vikar bzw. Präfekt; in: LThK 1, 878