Appenzeller Bahn

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BDe 4/4 47 oberhalb Appenzell, 1983
ABe 4/4 43 im Endbahnhof Wasserauen, 1983

Appenzeller Bahn (AB) war von 1885 bis 1988 der Name der heute als Appenzeller Bahnen existierenden und 1872 unter dem Namen Schweizerische Gesellschaft für Localbahnen (SLB) gegründeten Schweizer Bahngesellschaft mit Sitz in Herisau.[1][2]

Sie fusionierte per 1. Januar 1988 mit der Elektrischen Bahn St. Gallen–Gais–Appenzell (SGA) zu den Appenzeller Bahnen (AB). 2006 fusionierte sie mit weiteren Bahngesellschaften im Appenzellerland und dem angrenzenden Kanton St. Gallen, dieser neueste Abschnitt der Geschichte dieser Gesellschaft wird im Artikel Appenzeller Bahnen (2006) beschrieben.

Geschichte[Bearbeiten]

Durch die Schweizerische Gesellschaft für Localbahnen (SLB) wurde am 12. April 1875 die Strecke WinkelnHerisau eröffnet, die am 21. September bis Urnäsch verlängert wurde. 1885 folgte die Umbenennung der Gesellschaft in Appenzeller Bahn-Gesellschaft, kurz Appenzeller Bahn. Dies war unter anderem eine Folge der dauernden Finanzknappheit, welche es der Gesellschaft verunmöglichte, die andern Projekte fortzuführen. Die Appenzeller Bahn konnte am 16. August 1886 die Weiterführung der Strecke zwischen Urnäsch und Appenzell in Betrieb nehmen, womit die konzessionierte Strecke vollendet war.

Durch die Verlängerung der Appenzeller-Strassenbahn-Gesellschaft St. GallenGais nach Appenzell erwuchs der AB seit 1904 starke Konkurrenz.

Mit der Eröffnung der Bodensee–Toggenburg-Bahn (BT) am 3. Oktober 1910 wurde der Kopfbahnhof in Herisau mit der Spitzkehre aufgegeben und durch den von der BT erstellten Gemeinschaftsbahnhof abgelöst. Der Mühlebühltunnel wurde durch einen Neubau in tieferer Lage ersetzt. Die Konkurrenz zur Normalspurstrecke der BT machte sich nun auf dem Abschnitt Herisau–Winkeln der AB bemerkbar. So entschied man sich, stattdessen Gossau SG an das Schmalspurnetz anzuschliessen. Am 1. Oktober 1913 wurde der neue Abschnitt Herisau–Gossau eröffnet, die alte Strecke Herisau–Winkeln stillgelegt und schliesslich abgebrochen.

Die Appenzeller Bahn nahm am 23. April 1933 den elektrischen Betrieb auf.

Per 1. Januar 1947 fusionierte die Appenzeller Bahn unter Beibehaltung des Namens mit der 1912 eröffneten Appenzell–Weissbad–Wasserauen-Bahn (AWW).

1970 schufen die AB und die St. Gallen–Gais–Appenzell–Altstätten-Bahn (SGA) nach langwierigen Diskussionen eine gemeinschaftliche Direktion. Per 1. Januar 1988 fusionierten sie schliesslich miteinander zu den Appenzeller Bahnen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Stephan Müller Die Geschichte der Appenzeller Bahnen AB/SGA/AG/SB. Herisau 1981, ISBN 3-85882-014-0.
  • Peter Willen: Lokomotiven der Schweiz 2. Schmalspur Triebfahrzeuge, Orell Füssli Verlag, Zürich 1971.
  • Emil Lutz, Peter E. Schaufelberger, Hans Hug: 100 Jahre Appenzeller Bahn. Verlag Appenzeller Bahn, Herisau 1975.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stephan Müller: Die Geschichte der Appenzeller Bahnen AB/SGA/AG/SB. Verlag Schläpfer, Herisau 1981, ISBN 3-85882-014-0, S. 34 und 85.
  2. Handelsregister des Kantons Appenzell Ausserrhoden nennt 1886 als Eintragungsdatum und weist als erstes Statutendatum jenes der Namensänderung vom 10. November 1885 auf. Online auf ar.powernet.ch, abgerufen am 7. April 2013.