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Apple

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Dieser Artikel behandelt den Elektronikkonzern. Zu anderen Bedeutungen siehe Apple (Begriffsklärung).
Apple Inc.
Logo
Rechtsform Corporation
ISIN US0378331005
Gründung 1. April 1976
Sitz Cupertino, Kalifornien, Vereinigte Staaten
Leitung Tim Cook (CEO)
Arthur D. Levinson (Chairman)
Mitarbeiter 110.000 (26. September 2015)
Umsatz 233,7 Mrd. USD (GJ 2015)
Branche Hard- und Softwareentwicklung, Online-Handel
Website www.apple.com

Apple Inc. [ˈæpəlˌɪŋk] ist ein kalifornisches Unternehmen mit Sitz in Cupertino, das Computer, Smartphones und Unterhaltungselektronik sowie Betriebssysteme und Anwendungssoftware entwickelt und vertreibt. Zudem betreibt es Internet-Vertriebsportale für Musik, Filme und Software. Apple zählt, gemessen an verschiedenen wirtschaftlichen Kennzahlen, zu den größten Unternehmen der Welt.

Apple wurde 1976 von Steve Jobs, Steve Wozniak und Ron Wayne als Garagenfirma gegründet und zählte zu den ersten Herstellern von Personal Computern. Das Unternehmen trug maßgeblich zu deren Entwicklung zum Massenprodukt bei. Bei der Einführung der grafischen Benutzeroberfläche und der Maus in den 1980er Jahren nahm Apple mit den Computern Lisa und Macintosh eine Vorreiterrolle ein. Mit dem Erscheinen des iPods (2001), des iPhones (2007) und des iPads (2010) weitete Apple sein Geschäft sukzessive auf andere Produktbereiche aus. Es legte damit die Basis für den bis heute anhaltenden Boom der Märkte für Smartphones und Tabletcomputer.

Der 2003 eröffnete iTunes Store für Musik- und Film-Downloads wurde das erste kommerziell erfolgreiche Download-Portal und formte diesen Markt entscheidend mit.[1] Heute sind der iTunes Store und der 2008 eröffnete App Store zwei der weltgrößten Vertriebswege für digitale Güter.

Geschichte

1976–1980: Gründung

Der Apple I

Das Unternehmen Apple wurde am 1. April 1976 von Steve Jobs, Steve Wozniak und Ronald Wayne mit einem Startkapital in Höhe von 1300 US-Dollar gegründet.[2] Die Geschäftsanteile zwischen Jobs, Wozniak und Wayne waren nach dem Schlüssel 45 %: 45 %: 10 % verteilt. Alle drei kannten sich aus dem Homebrew Computer Club, einem Club von Enthusiasten, aus dem viele Computer-Pioniere und -Unternehmer hervorgegangen sind. In dem Trio war Wozniak der kreative Bastler, dem jedoch jedes Gefühl für Geschäftliches fehlte, Steve Jobs war der Visionär, der die Idee zur Firmengründung vorantrieb und Ron Wayne war derjenige, der die beiden zusammenbringen und zwischen ihnen vermitteln konnte, so dass sie sich auf ein gemeinsames Konzept einigten. Wayne kümmerte sich um die juristischen Formalien der Firmengründung und zeichnete auch das erste Logo der neuen Firma, das Isaac Newton unter einem Apfelbaum, an dem ein einzelner Apfel hing, sitzend zeigte. Der Mitbegründer Wayne verließ Apple bereits elf Tage später, aufgrund von Sorgen um die Zahlungsmoral der Firma Byte Shop, die der erste Kunde der neuen Firma war.[3] Seine Anteile am Unternehmen verkaufte er dabei für insgesamt 2300 US-Dollar.[4]

Das Konzept und die Entwürfe für den Apple I, einen der ersten Personal Computer, entstanden unter Federführung von Wozniak noch im Gründungsjahr in Los Altos im Silicon Valley. Die anschließend mit Hilfe von Steve Jobs montierten Baugruppen des Gerätes wurden ab Juli 1976 bei der Computerkette Byte Shop unter dem Slogan Byte into an Apple für einen Verkaufspreis von 666,66 US-Dollar in geringen Stückzahlen von etwa 200 Exemplaren veräußert. Zur Entwicklung und Vermarktung des geplanten Nachfolgemodells mit dem Namen Apple II waren weitere über die Verkaufserlöse des Apple I hinausgehende Investitionen notwendig. Diese machten 1977 die Umwandlung von Apple in eine Kapitalgesellschaft notwendig, wobei die erste größere Investition von Mike Markkula getätigt wurde. Mit seinen eingebrachten 250.000 US-Dollar hielt er fortan 26 Prozent der Firmenanteile.[5] Der im Juni 1977 der Öffentlichkeit vorgestellte kommandozeilenorientierte Apple II entwickelte sich rasch zu einem Verkaufsschlager und gilt als einer der erfolgreichsten Personal Computer seiner Zeit.

1981–1984: Xerox PARC, Lisa und Macintosh

Das LISA Operating System, eines der ersten Fenstersysteme

Beflügelt vom großen Erfolg des Apple II begann das Unternehmen bereits im Herbst 1979 mit der Arbeit an einem neuen zukunftsweisenden Projekt. Unter dem Codenamen „Macintosh“ wurde die Entwicklung eines intuitiv zu bedienenden Computers für breite Bevölkerungsschichten ins Auge gefasst. Der verantwortliche Jef Raskin drängte dabei insbesondere auf die Einbindung einer kurz zuvor durch Xerox vorgestellten grafischen Benutzeroberfläche (engl. graphical user interface). Diese verfügte bereits über das grundlegende Konzept heutiger GUIs mit Fenstern, anklickbaren Icons und einer Menüführung zur Bedienung via Computermaus nebst Mauszeiger, das sogenannte WIMP-Paradigma. Damit sollte die zuvor bei Computern vorherrschende und Spezialwissen voraussetzende kommandozeilenorientierte Oberfläche abgelöst werden. Raskin veranlasste daraufhin Steve Jobs im November 1979, das Forschungszentrum Xerox PARC (Palo Alto Research Center) aufzusuchen, um sich selbst ein Bild machen zu können. Jobs war vom GUI des Xerox Alto beeindruckt und entsandte wenige Wochen später weitere Apple-Entwickler zum Begutachten der Technologie. Xerox erhielt im Gegenzug die Gelegenheit, vor Apples Börsengang 100.000 Aktien im Wert von damals einer Million US-Dollar zu erwerben.[6][7][8]

Ebenso wie dem 1981 vorgestellten Xerox Star mit seinem GUI war auch Apple mit dem 10.000 US-Dollar teuren Apple Lisa zwei Jahre später kein kommerzieller Erfolg beschieden, obwohl dem GUI von Apple bereits einige Verbesserungen wie überlappende Fenster, Dropout-Menüs, Drag and Drop und der Papierkorb hinzugefügt worden waren. Erst 1984 gelang es dem wesentlich preisgünstigeren und in großen Stückzahlen verkauften Macintosh, die grafische Benutzeroberfläche auf dem entstehenden PC-Massenmarkt zu etablieren.[7][9]

1985–1996: Sculley-Ära

Bereits im Herbst 1982 war Apple auf der Suche nach einem Firmenchef gewesen, da Mike Markkula das Amt abgeben wollte. Die Wahl fiel im Frühjahr 1983 auf John Sculley, der zuvor für zwei erfolgreiche Werbekampagnen von PepsiCo verantwortlich gewesen war und als Marketing-Genie galt. Sculley und Jobs waren zunächst voneinander begeistert: So erklärte Jobs im Mai 1984, Sculleys Arbeitsbeginn bei Apple habe zu den schönsten Tagen seiner Karriere gehört. Sculley erklärte daraufhin, Apple habe „nur eine Führungsfigur – Steve und mich.“[10] Kurze Zeit später kam es jedoch zu immer häufigeren Konflikten zwischen beiden, die im Mai 1985 in einem Putschversuch von Jobs mündeten. Nachdem dieser gescheitert war, wurde Jobs zunächst von seinen Aufgaben als Leiter der Macintosh-Abteilung entbunden[11] und verließ Apple im September 1985, um den Computerhersteller NeXT zu gründen.

Nachdem die anfängliche Euphorie abgeflaut war, verkaufte der Macintosh sich nur schleppend, da die Hardware zu leistungsschwach war. Dies änderte sich ab etwa 1986 mit der Vorstellung neuer Modelle wie dem Macintosh Plus. Eine hohe Verbreitung fand die Macintosh-Produktlinie im Desktop-Publishing-Markt, der infolge der WYSIWYG-Fähigkeiten des Macintosh sowie dank Software verschiedener Drittanbieter wie PageMaker und QuarkXPress entstand.

Newton MessagePad

Im Jahr 1987 begann eine Gruppe unter der Leitung von Steve Sakoman, an drahtlosen Netzwerken und Handschrifterkennung zu arbeiten. Das Projekt mit dem Codenamen „Newton“ fand die Unterstützung von Sculley, der dafür die Bezeichnung Personal Digital Assistant prägte, und es im Frühjahr 1992 auf der Consumer Electronics Show vorstellte. Das Projekt verzögerte sich jedoch noch mehrfach. Als das erste Gerät, das Newton MessagePad, im Spätsommer 1993 schließlich erschien, war die Handschrifterkennung unausgereift und führte zu Spott bis hin zu einer Parodie in der Fernsehserie Die Simpsons.[12][13]

Da das Macintosh-Betriebssystem in den 1980er Jahren den Wettbewerbern deutlich voraus war, erzielten die Geräte damals Gewinnmargen von teils über 50 %. Mit dem Erscheinen von Microsoft Windows 3.0 im Mai 1990 kam Apple jedoch unter Druck und stellte im Oktober 1990 mit dem Macintosh LC und dem Macintosh Classic zwei deutlich billigere Macintosh-Modelle vor. Dies führte vorübergehend zu höheren Marktanteilen, gleichzeitig sanken Apples Gewinne jedoch deutlich.[14] Da derweil die Kosten für verschiedene Forschungsprojekte deutlich stiegen – alleine das Newton-Projekt erzeugte Entwicklungskosten in Höhe von 100 Mio. US-Dollar[15] – fuhr Apple 1993 erstmals seit mehreren Jahren einen Quartalsverlust ein. Im Juni 1993 musste Sculley schließlich den Posten als CEO räumen und wurde von Michael Spindler abgelöst.

Unter Spindler begann Apple 1994, das eigene Betriebssystem Mac OS an andere Hardwarehersteller zu lizenzieren, um so stärker in Konkurrenz mit Microsoft zu treten. Zunächst traten dem Lizenzprogramm nur kleinere Firmen wie Power Computing bei, erst 1996 mit Motorola auch ein größerer Hersteller.[16] Die erhofften Marktanteil-Zugewinne traten jedoch nicht ein,[17] stattdessen hatte sich das konkurrierende Betriebssystem Microsoft Windows weitgehend durchgesetzt. Apple hatte nur noch in den Bereichen Bildung, Web- und Desktop-Publishing größere Bedeutung.[18]

In Spindlers Amtszeit fiel der erfolgreiche Umstieg von Motorolas 68k- auf PowerPC-Prozessoren, jedoch auch eine Reihe von technischen Problemen und Managementfehlern, die Anfang 1996 zu seiner Ablösung durch Gil Amelio und zu einer Abschreibung in Höhe von 740 Mio. US-Dollar führten.[19] Apple stand zu diesem Zeitpunkt kurz vor der Zahlungsunfähigkeit oder einer Übernahme durch Oracle, Sun, IBM oder Hewlett-Packard.[20][21]

1997–2000: Der Weg aus der Krise

Apple-Hauptsitz in Cupertino

Ein dringliches Problem war dabei, dass Apples Betriebssystem als veraltet galt und wesentliche Fähigkeiten wie präemptives Multitasking oder geschützter Arbeitsspeicher fehlten, sodass Probleme in einem einzigen Programm das gesamte Betriebssystem zum Absturz bringen konnten. Nachdem eigene Projekte wie Taligent oder Copland gescheitert waren, sah sich Apple gezwungen, außerhalb des Unternehmens Ausschau nach einem neuen Betriebssystem zu halten. Apple verhandelte daher über den Kauf des Unternehmens Be Incorporated, um deren Betriebssystem BeOS zu nutzen. Die Übernahme scheiterte im November 1996 an den als überhöht empfundenen Forderungen des Be-Chefs Jean-Louis Gassée.[22] Stattdessen übernahm Apple im Dezember 1996 überraschend das Unternehmen NeXT des Apple-Gründers Steve Jobs für etwa 400 Mio. US-Dollar.[23]

Mit der Übernahme von NeXT zog bei Apple eine neue Unternehmenskultur ein. Im Sommer 1997 wurde Gil Amelio entlassen[24] und das Board of Directors fast vollständig ausgetauscht. Ein neuer CEO wurde zunächst nicht ernannt.[25][26] Steve Jobs, der bis dahin eine rein informelle Beraterfunktion innegehabt hatte, wurde Mitglied des Boards, wollte jedoch keine Führungsposition bei Apple übernehmen.[27] Während das Unternehmen nach einem Nachfolger für Amelio suchte, wurde er zunächst Interims-CEO[28] und übernahm die Position zweieinhalb Jahre später schließlich dauerhaft.[29] Auch zahlreiche weitere Schlüsselpositionen im Unternehmen wurden mit NeXT-Mitarbeitern besetzt.[30]

Jobs beendete die Lizenzierung des Betriebssystems an andere Hersteller,[17] strich viele laufende Forschungs- und Entwicklungsprojekte und stellte mehrere Produktlinien ein, darunter den Newton,[31] sowie viele Macintosh-Modelle. Die neue Strategie sah nur noch vier Produkte vor: Für Heimanwender waren dies das iBook für den mobilen und der iMac für den stationären Einsatz; an professionelle Anwender richteten sich die leistungsstärkeren Modelle PowerBook und Power Mac.

Ein weiteres wichtiges Element der Firmenrettung war ein Abkommen mit dem Erzrivalen Microsoft, das im August 1997 auf der Macworld Expo präsentiert wurde.[32] Dabei investierte Microsoft 150 Mio. US-Dollar in stimmrechtslose Apple-Aktien.[33] Beide Firmen vereinbarten eine Kreuzlizenzierung ihrer Patente sowie eine enge Zusammenarbeit bei der Java-Entwicklung. Außerdem machte Apple den Internet Explorer zum neuen Standard-Webbrowser des Macintosh-Betriebssystems und Microsoft verpflichtete sich, fünf Jahre lang für den Macintosh ebenso viele neue Versionen von Microsoft Office zu veröffentlichen wie für Windows. Ein fehlendes Microsoft Office auf dem Macintosh wurde damals als große Gefahr für Apple angesehen.[34]

Im Sommer 1997 erschien Mac OS 8. Während ein Teil des Unternehmens das klassische Mac-Betriebssystem weiterentwickelte, arbeitete eine andere Gruppe an dessen Nachfolger, Mac OS X, der Elemente von NeXTs Betriebssystem NeXTStep (etwa den Mach-Kernel) mit Elementen des klassischen Mac OS (etwa dem Finder) verband. Mac OS X verfügte zudem über zwei Programmierschnittstellen (APIs): die von NeXTStep abstammende Cocoa-API sowie die ab Mac OS 8 verfügbare Carbon-API, die Entwicklern von Software für Mac OS 8 und 9 die spätere Portierung auf Mac OS X erleichtern sollte. Neu war auch die grafische Benutzeroberfläche „Aqua“, die Elemente von NeXTStep (etwa das Dock) und dem klassischen Mac OS (z. B. obere Menüleiste) kombinierte. Mac OS X erschien im Jahr 2000 als Beta-Version, ab 2001 wurde es auf neuen Macs neben Mac OS 9 vorinstalliert und ab 2002 war es Apples alleiniges Standardbetriebssystem.

2001–2006: iPod und Intel-Macs

Seit 1998 schrieb Apple wieder schwarze Zahlen, die Wende war geschafft. Bald darauf präsentierte Apple eine neue Strategie: Der Mac sollte das Zentrum des digitalen Lebens (engl. digital hub) werden. Im Oktober 1999 erschien das Programm iMovie, das Nutzern ermöglichen sollte, digitale Camcorder – welche gerade zu einem Massenmarkt wurden – an den Mac anzuschließen und aus den Aufnahmen Filme zu produzieren.[35] In den Folgejahren stellte Apple mit iTunes und iPhoto Programme zur Musik- und Fotoverwaltung vor und fasste diese im iLife-Programmpaket zusammen. Im Oktober 2001 stellte Apple den MP3-Player iPod vor, der zunächst nur für Macs verfügbar war. In den nächsten Jahren führte Apple den iTunes Music Store zum Kaufen von Musik ein. Nachdem dieser – ebenso wie der iPod – auch für Windows-Computer bereitgestellt wurde, etablierten beide sich als Marktführer.

Apple Store in der New Yorker Fifth Avenue, entworfen von Peter Bohlin

Ebenfalls im Jahr 2001 begann das Unternehmen mit dem Aufbau einer eigenen Einzelhandelspräsenz. Die von Ron Johnson entwickelten Geschäfte verkauften der Digital-Hub-Strategie entsprechend auch Peripheriegeräte anderer Hersteller, etwa Digitalkameras oder PDAs, und erlauben Besuchern, die angebotenen Geräte auszuprobieren.[36]

Am 6. Juni 2005 kündigte das Unternehmen an, in der Macintosh-Produktlinie zukünftig Intel-Prozessoren statt der von IBM und Freescale gefertigten PowerPC-Prozessoren einzusetzen. Im Januar 2006 führte Apple das MacBook Pro als Nachfolger des PowerBook sowie einen neuen iMac ein. In den nächsten Monaten kamen ein neuer Mac mini und der iBook-Nachfolger MacBook auf den Markt. Mit der Einführung des Mac Pro als Nachfolger des Power Mac am 7. August 2006 wurde der Umstieg auf Intel-Prozessoren abgeschlossen.

Seit 2007: iPhone und iPad

Im Januar 2007 stellte Apple im Rahmen der Macworld San Francisco das Apple TV und das iPhone vor. Steve Jobs erklärte, dass Apple zusätzlich zum iPod nun zwei weitere Produktkategorien abseits des traditionellen Computer-Geschäfts habe. Um dies widerzuspiegeln, wurde das Unternehmen von Apple Computer, Inc. in Apple Inc. umbenannt.[37][38] Mit der Vorstellung des Tablet-Computers iPad im Januar 2010 erweiterte Apple seine iOS-Produktlinie erneut. Zusammen mit Geräten, die das konkurrierende Betriebssystem Android benutzen, dominieren Apples iOS-Geräte seitdem die rapide wachsenden Märkte für Smartphones und Tablets.

Im August 2011 trat Steve Jobs aus gesundheitlichen Gründen als CEO zurück, sein Nachfolger wurde Tim Cook.[39] Die letzten Jahre unter Jobs sowie die ersten Jahre unter Cook waren vor allem durch den großen Erfolg der iOS-Geräte geprägt, die im Geschäftsjahr 2015 mehr als drei Viertel des Umsatzes ausmachten[40] und Apple zu einer der größten und finanziell erfolgreichsten Firmen der Welt machten. Die Mac-Sparte, deren Betriebssystem 2012 in OS X umbenannt wurde,[41] wuchs in jener Zeit stetig, aber vergleichsweise langsam, während die iPods rasch an Bedeutung verloren.

Im September 2014 wurde mit der Apple Watch eine neue Produktkategorie vorgestellt.

Unternehmen

Name

Der Name Apple Computer war die Idee von Steve Jobs, Wozniak war damit zunächst nicht einverstanden. Da beiden innerhalb einer selbst gesetzten Frist kein anderer Name einfiel, meldete Jobs das Unternehmen als „Apple Computer“ an. Jobs selbst erklärte dazu:

„Wir waren damals mit der Anmeldung unseres Unternehmensnamens drei Monate im Verzug, und ich drohte, das Unternehmen ‚Apple Computer‘ zu nennen, falls bis fünf Uhr niemandem ein interessanterer Name einfällt. Ich hoffte, so die Kreativität anzuheizen. Aber der Name blieb. Und deshalb heißen wir heute ‚Apple‘.“

Steve Jobs[42]

„Ich praktizierte mal wieder eine meiner Obstdiäten. Ich war gerade von der Apfelplantage zurückgekehrt. Der Name klang freundlich, schwungvoll und nicht einschüchternd. Apple nahm dem Begriff Computer die Schärfe. Zudem würden wir künftig vor Atari im Telefonbuch stehen.“

Steve Jobs[43]

Diese zweite Erklärung bestätigt Steve Wozniak in seiner Autobiografie iWoz.[44]

Rechtsstreite

Im Jahr 1981 führte der Unternehmensname erstmals zu Konflikten mit dem Beatles-Label „Apple Records“. Apple vermied einen Prozess um den Namen, indem sie zusicherten, sich nicht in der Musikindustrie zu betätigen. Da die Apple-Rechner in den folgenden Jahren über immer weiter gehende Multimediafähigkeiten verfügten, kam es 1989 schließlich zu einem Rechtsstreit, der mit einer außergerichtlichen Einigung endete.[45] Apples Verkauf des iPods und der Betrieb des iTunes Stores führten erneut zu einem Rechtsstreit, der im Februar 2007 beigelegt wurde. Apple ist seitdem Eigentümer aller Markenrechte am Namen „Apple“ und lizenziert bestimmte Rechte an das Musiklabel.[46][47] Finanzielle Details wurden nicht genannt.

Im September 2011 widersprach Apple der Einrichtung einer Markenanmeldung seitens des Bonner Cafés apfelkind. Dieses wollte sich ein Logo mit dem Schnittmuster eines Kopfes innerhalb eines Apfels sichern. Apple legte wegen „hochgradiger Verwechslungsgefahr“ Einspruch gegen die Eintragung des Logos beim Deutschen Patent- und Markenamt in München ein.[48] Einen Kompromissvorschlag von Apple, die Logonutzung auf das Café zu beschränken – und das Logo insbesondere nicht für Hüllen für digitale Geräte, Computer- oder Videospiele zu nutzen – lehnte die Besitzerin ab und reagierte mit einer Gegenforderung, auf die Apple nicht einging.[49] Am 17. September 2013 zog Apple den Einspruch beim Patentamt ohne Angabe von Gründen zurück, nachdem ein Vergleich mit dem Café gescheitert war.[50][51]

Das erste Logo war eine Zeichnung im Stile eines barocken Kupferstichs, die Isaac Newton unter einem Apfelbaum sitzend zeigte – eine Anspielung auf die Entdeckung der Schwerkraft mithilfe eines Apfels. Dieser Entwurf stammte von Ron Wayne. Man stellte jedoch schnell fest, dass sich dieses Logo nur schlecht reproduzieren ließ, da es viel zu kleinteilig war, und so wurde es wieder verworfen.

Die in Regenbogenfarben gestreifte, angebissene Apfelsilhouette wurde 1977 von Rob Janoff entworfen. Oft werden darin Anspielungen auf Isaac Newton oder Alan Turing, der als einer der Väter des Computers gilt und dem Anschein nach an einem vergifteten Apfel starb, sowie ein Wortspiel mit dem englischen Wort bite („Biss“), das genauso klingt wie Byte, gesehen, die Janoff selbst jedoch verneint. Während der Apple II die Farben darstellen konnte, wurde für andere Zwecke zunächst oft eine einfarbige Version des Logos genutzt.[52]

Beim Textteil des Logos kam die Schrift Motter Tektura von Othmar Motter zum Einsatz, erschienen bei Letraset Ltd. in Großbritannien.[53] Bei den ersten Macintosh-Modellen kam lediglich der farbige Apfel als Bildlogo zum Einsatz. Ab der Betriebssystemversion 7 wurde das Logo in Form einer Wortmarke in Bitstream-Garamond dargestellt, womit die neue TrueType-Fähigkeit besser zur Geltung kam.

Seit 1998 wird das Logo meist nur noch einfarbig dargestellt,[54] jedoch in wechselnden Farben und teilweise mit Oberflächenstrukturen, je nach umgebendem Design. Die Erscheinung der auf den heutigen Produkten befindlichen Logos ist meist farblos. Sie heben sich nur durch ihre Oberflächenstruktur vom Untergrund ab. Im Rahmen einer Umweltschutzkampagne wird zeitweise, z. B. am Earth Day, das Blatt des Logos teilweise grün eingefärbt dargestellt, die Darstellung der Apple Stores wird in diesen Fällen ebenfalls angepasst.[55][56]

Mitarbeiter

Zwischen 1997 und 2011 war Jobs CEO von Apple. Nach seinem Rücktritt am 24. August 2011 übernahm Tim Cook, der zuvor als COO für das operative Geschäft zuständig war, diesen Posten.[39][57][58] Andere hochrangige Manager sind Angela Ahrendts (Retail), Eddy Cue (Onlinedienste), Craig Federighi (Software), Jonathan Ive (Design), Luca Maestri (Finanzen), Dan Riccio (Hardware), Phil Schiller (Marketing), Bruce Sewell (Juristisches), Johny Srouji (Chipdesign) und Jeff Williams (operatives Geschäft).[59]

Vorsitzender (Chairman) des Board of Directors ist seit November 2011 Arthur D. Levinson (ehemaliger Chairman und CEO von Genentech).[60] Weitere Mitglieder sind James Bell (ehemaliger Präsident und CFO von Boeing), Apple-CEO Tim Cook, Al Gore (ehemaliger Vizepräsident der USA), Robert Iger (CEO von Disney), Andrea Jung (ehemals Chairwoman und CEO von Avon Products), Ronald D. Sugar (ehemals Chairman und CEO von Northrop Grumman) und Susan Wagner (Mitgründerin von BlackRock).[59] Eric Schmidt (ehemals CEO von Google) verließ am 3. August 2009 das Board of Directors, da angesichts des zunehmenden Wettbewerbs zwischen Google und Apple Interessenskonflikte befürchtet wurden.[61]

Wichtige Apple-Mitarbeiter im Zusammenhang mit der Entwicklung von Lisa und Macintosh waren Jef Raskin (Usability-Spezialist), Andy Hertzfeld, Bill Atkinson und Susan Kare, die u. a. zahlreiche Icons für das Macintosh-System entwarf.

Das Unternehmen beschäftigte im September 2015 rund 110.000 Mitarbeiter (gezählt in Vollzeit-Äquivalenten).[62] Etwa die Hälfte der Angestellten arbeiten im Retail-Bereich.[63][64]

Apple Stores

Besucher eines Apple Stores in Paris probieren Produkte aus.

Die Apple Stores verkörpern ein ungewöhnliches Konzept, bei dem sehr großer Wert auf die Interaktion der Besucher mit den Produkten gelegt wird. Um dies umzusetzen, können fast alle ausgestellten Produkte von den Kunden ausprobiert werden; Regale und ähnliche typische Elemente anderer Ladengeschäfte sind nicht vorhanden. Dieses Konzept wird als wesentlicher Grund für den Erfolg der Apple Retail Stores angesehen.[65] Jeder Store enthält eine Genius Bar, an der Kunden mit Apple-Produkten geholfen wird.

Das Unternehmen betreibt weltweit etwa 480 Apple Retail Stores. Davon befinden sich mehr als die Hälfte in den USA, weitere Stores gibt es in 17 anderen Ländern.[66] In Deutschland gibt es insgesamt 14 Stores: je zwei in München (Innenstadt[67] und OEZ) und in Hamburg (am Jungfernstieg und im Alstertal-Einkaufszentrum), sowie je ein weiterer in Frankfurt am Main in der Freßgass, in Oberhausen im CentrO, in Dresden in der Altmarkt-Galerie, in Augsburg in der City-Galerie, in Köln im Rhein Center, in Sulzbach im Main-Taunus-Zentrum, in Sindelfingen, in Berlin am Kurfürstendamm, in Düsseldorf am Kö-Bogen und in Hannover in der Bahnhofstraße.[66] In der Schweiz existieren vier Apple Retail Stores; zwei in Zürich, einer in Genf und einer in Basel.

Die 2004 vorgestellten „Mini“ Retail Stores wurden vom Design-Studio Eight Inc. entworfen.[68][69] Bis 2013 wurden alle Mini Retail Stores durch Geschäfte von regulärer Größe ersetzt.[70]

Finanzdaten

Das Unternehmen zählt, gemessen an verschiedenen betriebswirtschaftlichen Kennzahlen, zu den größten Unternehmen der Welt. Gemessen an der Marktkapitalisierung ist Apple laut der Liste Financial Times Global 500 seit September 2011 mit kurzen Unterbrechungen das wertvollste Unternehmen der Welt.[71] Laut der Liste Fortune Global 500 war Apple 2014 auf Platz 15 der umsatzstärksten Unternehmen der Welt.[72] Gemessen am Gewinn war Apple 2014 auf Platz 3 der in den Forbes Global 2000 gelisteten Unternehmen.[73] Auf den von den Marktforschungsinstituten Millward Brown und Interbrand zusammengestellten Listen der wertvollsten Marken nimmt die Marke Apple seit einigen Jahren Platz 1 oder 2 ein.[74][75][76] Der Wert aller Aktien Apples übertraf im Herbst 2014 erstmals den Wert aller an der russischen Börse gehandelten Aktien,[77] Apple sei somit „mehr wert als Russland“.[78]

Zeitraum(GJ) Umsatz (Mio. USD) Gewinn (Mio. USD) Umsatzwachstum Umsatzrendite
GJ 1981 (Okt. 80 – Sep. 81) 335 unbek.
GJ 1982 (Okt. 81 – Sep. 82) 583 61 74 % 10 %
GJ 1983 (Okt. 82 – Sep. 83) 983 77 69 % 8 %
GJ 1984 (Okt. 83 – Sep. 84) 1.516 64 54 % 4 %
GJ 1985 (Okt. 84 – Sep. 85) 1.918 61 27 % 3 %
GJ 1986 (Okt. 85 – Sep. 86) 1.902 154 −1 % 8 %
GJ 1987 (Okt. 86 – Sep. 87) 2.661 218 40 % 8 %
GJ 1988 (Okt. 87 – Sep. 88) 4.071 400 53 % 10 %
GJ 1989 (Okt. 88 – Sep. 89) 5.284 454 30 % 9 %
GJ 1990 (Okt. 89 – Sep. 90) 5.558 475 5 % 9 %
GJ 1991 (Okt. 90 – Sep. 91) 7.977 310 44 % 4 %
GJ 1992 (Okt. 91 – Sep. 92) 7.087 530 −11 % 7 %
GJ 1993 (Okt. 92 – Sep. 93) 6.309 87 −11 % 1 %
GJ 1994 (Okt. 93 – Sep. 94) 9.189 310 46 % 3 %
GJ 1995 (Okt. 94 – Sep. 95) 11.602 424 20 % 4 %
GJ 1996 (Okt. 95 – Sep. 96) 9.833 −816 −11 % −8 %
GJ 1997 (Okt. 96 – Sep. 97) 7.081 −1.045 −28 % −15 %
GJ 1998 (Okt. 97 – Sep. 98) 5.941 309 −16 % 5 %
GJ 1999 (Okt. 98 – Sep. 99) 6.134 601 3 % 10 %
GJ 2000 (Okt. 99 – Sep. 00) 7.983 786 30 % 10 %
GJ 2001 (Okt. 00 – Sep. 01) 5.363 −25 −33 % −0 %
GJ 2002 (Okt. 01 – Sep. 02) 5.247 65 −2 % 1 %
GJ 2003 (Okt. 02 – Sep. 03) 6.207 57 18 % 1 %
GJ 2004 (Okt. 03 – Sep. 04) 8.279 266 33 % 3 %
GJ 2005 (Okt. 04 – Sep. 05) 13.931 1.328 68 % 10 %
GJ 2006 (Okt. 05 – Sep. 06) 19.315 1.989 39 % 10 %
GJ 2007 (Okt. 06 – Sep. 07) 24.578 3.495 27 % 14 %
GJ 2008 (Okt. 07 – Sep. 08) 37.491 6.119 53 % 16 %
GJ 2009 (Okt. 08 – Sep. 09) 42.905 8.235 14 % 19 %
GJ 2010 (Okt. 09 – Sep. 10) 65.225 14.013 52 % 21 %
GJ 2011 (Okt. 10 – Sep. 11) 108.249 25.922 66 % 24 %
GJ 2012 (Okt. 11 – Sep. 12) 156.508 41.733 45 % 27 %
GJ 2013 (Okt. 12 – Sep. 13) 170.910 37.037 9 % 22 %
GJ 2014 (Okt. 13 – Sep. 14) 182.795 39.510 7 % 22 %
GJ 2015 (Okt. 14 – Sep. 15) 233.715 53.394 28 % 23 %
Q1 2016 (Okt. 15 – Dez. 15) 75.872 18.361 2 % 24 %
Q2 2016 (Jan. 16 – Mär. 16) 50.557 10.516 −13 % 21 %
(GJ) Geschäftsjahre von Apple beginnen jeweils am 1. Oktober des Vorjahres. Beispiel: Q1/2016Apple entspricht Q4/2015Kalender.

Der Börsengang fand am 12. Dezember 1980 statt.[79] Die Aktie wird an der New Yorker Börse NASDAQ gehandelt und ist Bestandteil der Aktienindizes NASDAQ-100, S&P 500 und Dow Jones.

Das Unternehmen verzichtete seit 1995 auf die Ausschüttung von Dividenden, was um 2010 angesichts hoher Geldreserven von einigen Aktionären zunehmend kritisiert wurde.[80] Nachdem die Finanzreserven des Konzerns auf etwa 100 Milliarden US-Dollar angestiegen waren, kündigte Apple im März 2012 an, ab Juli des Jahres eine Dividende in Höhe von zunächst 0,38 US-Dollar im Quartal zu zahlen.[81][82] Gleichzeitig kündigte Apple an, eigene Aktien im Wert von 10 Mrd. US-Dollar zurückzukaufen.[81] Bis April 2016 erhöhte Apple das Aktienrückkaufprogramm in mehreren Schritten auf einen Gesamtumfang von schließlich 175 Mrd. US-Dollar bis März 2018. Gleichzeitig wurde die Dividende auf schließlich 0,57 US-Dollar pro Quartal angehoben.[83][84][85][86][87]

Produkte

Apple entwirft sowohl Software als auch Hardware und lässt Letztere von Vertragspartnern wie Asus vornehmlich in China fertigen. Die Produkte werden oft als innovativ angesehen und besitzen meist ein funktionales Design. Die klare und schnörkellose Linienführung ist durch Produkte des deutschen Elektrogeräteherstellers Braun inspiriert, die von Dieter Rams entworfen wurden.[88]

Software

Betriebssysteme

Apples erste Betriebssysteme waren die in den Apple-II- und Apple-III-Baureihen verwendeten Systeme Apple DOS, SOS und ProDOS. Diese waren kommandozeilenorientiert, wie damals (Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre) üblich. 1983 stellt Apple mit dem Lisa OS eines der ersten kommerziell erhältlichen Betriebssysteme vor, das vollständig über eine grafische Oberfläche bedient wurde. 1984 wurde mit dem Macintosh das erste grafische Betriebssystem auf den Markt gebracht, das sich in großem Umfang verkaufte. Zwei Jahre später wurde der Apple IIgs vorgestellt, dessen Betriebssystem GS/OS viele Funktionen des Macintosh-Betriebssystems übernahm.

Mit der Einstellung der Apple-II-Produktlinie Anfang der 1990er Jahre konzentrierte sich Apple auf die Macintosh-Reihe, deren Betriebssystem bis Version 7 schlicht „System“ und später „Mac OS“ genannt wurde. Mac OS 9 erschien im Jahr 1999. Sein Nachfolger, Mac OS X, übernahm Teile der Oberfläche, basiert jedoch auf einem vollkommen anderen Betriebssystemkern. Mit Version 10.8 wurde Mac OS X in OS X umbenannt. Eine Servervariante, OS X Server, ist erhältlich, wird jedoch seit Version 10.7 nicht mehr als eigenständige Betriebssystem-Distribution vertrieben, sondern kann über den App Store nachinstalliert werden.

Auf dem iPhone und iPad kommt das Betriebssystem iOS zum Einsatz, das den Betriebssystemkern mit OS X teil, jedoch über eine für Touchscreens angepasste Nutzeroberfläche verfügt. Auch die Betriebssysteme für das Apple TV (tvOS) und die Apple Watch (watchOS) sind technisch eng mit iOS und OS X verwandt, verfügen jedoch über eine jeweils eigene Oberfläche.

Anwendungen

Hauptartikel: Liste von Apple-Software

Apple liefert mit den Betriebssystemen OS X und iOS Programme für viele häufige Anwendungsfelder mit, etwa den Webbrowser Safari, das Fotoverwaltungs- und bearbeitungsprogramm Fotos, den Instant Messenger Nachrichten (mit Audio- und Videochatfunktionen) oder Mail, Kontakte und Kalender. Zusätzlich können auf jedem neu gekauftem Mac oder iOS-Gerät das Videoschnittprogramm iMovie, das Musikprogramm GarageBand, das Textverarbeitungsprogramm Pages, das Präsentationsprogramm Keynote und das Tabellenkalkulationsprogramm Numbers kostenlos heruntergeladen werden.

Außerdem entwickelt das Unternehmen mit Logic Pro (Audio und Sequencing) und Final Cut Pro (Videoschnitt) Software für die professionelle Audio- und Videobearbeitung. Die Entwicklung von Aperture (Fotobearbeitung und -verwaltung) wurde im April 2015 eingestellt.[89]

Open Source

Das Unternehmen veröffentlicht den Quellcode von Darwin, der gemeinsamen Grundlage von OS X und iOS, unter der APSL. Zudem nutzen OS X und iOS sowie die Entwicklerwerkzeuge verschiedene Open-Source-Projekte, an deren Entwicklung Apple sich beteiligt. Hierzu zählen die Browser-Engine WebKit, die im mobilen Bereich führend ist, die Programmiersprache Swift, die Compiler-Backend-Infrastruktur LLVM und insbesondere Clang (C/C++/Objective-C-Frontend) sowie Teile von Grand Central Dispatch, einer Bibliothek, die es Softwareentwicklern erleichtern soll, Prozessorlast besser auf die Prozessorkerne zu verteilen.[90]

Computer

Desktops

Das Unternehmen stellt derzeit drei verschiedene Desktop-Rechner her. Der iMac, bei dem Rechner und Bildschirm in einem Gehäuse kombiniert sind, und der billigere Mac mini richten sich an normale Nutzer, während der Mac Pro auf rechenintensive Aufgaben wie professionelle Videobearbeitung ausgerichtet ist.

Notebooks

Apples erster tragbarer Rechner war 1989 der mehr als 7 kg schwere Macintosh Portable. Zwei Jahre später führte das Unternehmen mit dem PowerBook die bis heute übliche Notebook-Bauform mit zurückgesetzter Tastatur und Handballenauflage ein.[91] Derzeit stellt Apple drei verschiedene Notebooks her: das MacBook, das MacBook Air und das MacBook Pro.

Mobile Geräte

iPod

Hauptartikel: iPod

Am 23. Oktober 2001 stellte das Unternehmen den iPod vor, im Laufe der Jahre kamen mehrere Modelle hinzu. Er etablierte sich als Marktführer unter den MP3-Playern. Bis September 2012 wurden mehr als 350 Millionen Stück verkauft.[92] Heute bietet Apple drei iPod-Modelle an: iPod shuffle, iPod nano und iPod touch (iOS-basiert). Der iPod classic wurde im September 2014 eingestellt.[93]

iOS-Geräte

Hauptartikel: iPhone und iPad

Am 9. Januar 2007 stellte das Unternehmen das iPhone vor, im Herbst des Jahres folgte der erste iPod mit Touchscreen, der iPod touch. Beide nutzen das gleiche Betriebssystem, welches zunächst als iPhone OS bezeichnet und im Sommer 2010 mit Version 4.0 in iOS umbenannt wurde.

Anfang 2010 stellte das Unternehmen das iPad vor, ein Tablet, auf dem ebenfalls iOS lief. Im Oktober 2012 wurde zudem das iPad mini vorgestellt, welches über einen kleineren Bildschirm als das normale iPad verfügt. Am 9. September 2015 wurde das iPad Pro vorgestellt, das einen um 70 % größeren Bildschirm hat.

Das im September 2006 vorgestellte Apple TV lief zuerst mit einer modifizierten Version von Mac OS X; seit die Hardware im September 2010 runderneuert wurde, läuft auf dem Apple TV eine iOS-Variante mit angepasster Nutzeroberfläche. Ab der 2015 vorgestellten 4. Generation des Apple TV wird das Betriebssystem als tvOS bezeichnet und verfügt über einen App Store.

Apple Watch

Hauptartikel: Apple Watch

Die Apple Watch ist eine Smartwatch, die am 9. September 2014 angekündigt wurde und seit dem 24. April 2015 erhältlich ist.

Onlinedienste

  • App Store – Plattform zum Anbieten und Laden von Programmen für die Betriebssysteme iOS und OS X
  • iTunes Store – in iTunes integrierte Onlineplattform zum Kauf von Musik, Spielfilmen und anderen Multimedia-Inhalten
  • iCloud – teilweise kostenloser Cloud-Computing-Dienst, mit dem u. a. Mails, Termine, Kontakte und Fotos zwischen allen eigenen Endgeräten (iPod, iPhone, Mac und Windows-Computer) synchronisiert werden können
  • Apple Music – Musikstreamingdienst, der mit iOS 8.4 am 30. Juni 2015 in 100 Ländern gestartet wurde.

Peripheriegeräte und Unterhaltungselektronik

Das Unternehmen stellt verschiedene Peripheriegeräte her, darunter Bildschirme wie das Apple Thunderbolt Display (früher Apple Cinema Displays), Eingabegeräte wie Mäuse, Tastaturen (u. a. Wireless Keyboard) und das sogenannte Magic Trackpad sowie WLAN-Geräte (AirPort und Time Capsule). Apple entwickelte zudem die FireWire-Schnittstelle zur Anbindung von Geräten wie Videokameras oder Festplatten, die später unter dem Namen „IEEE 1394“ zu einem Industriestandard wurde. Heute wird diese Schnittstelle zunehmend durch Thunderbolt ersetzt, sodass die FireWire-Schnittstelle in den meisten Produkten der neuen Generationen nicht mehr vorhanden ist.

Silentype-Thermodrucker

Früher bot das Unternehmen weitere Peripheriegeräte wie Drucker (u. a. StyleWriter und LaserWriter) und Scanner, Digitalkameras (u. a. QuickTake und iSight) und das iPod Hi-Fi an. Auch eigenständige Geräte wie der PDA Newton, die Spielekonsole Apple Pippin oder der CD-Player PowerCD wurden verkauft. Viele dieser Geräte waren keine Eigenentwicklungen, sondern wurden von anderen Herstellern in Apples Auftrag produziert.

Barrierefreiheit

Das Unternehmen stattet seine Produkte mit dem Screenreader VoiceOver aus, der es blinden und sehbehinderten Nutzern ermöglicht, die Geräte ohne fremde Hilfe nach dem Kauf selbstständig in Betrieb zu nehmen und zu benutzen. Ferner kann sowohl unter OS X als auch unter iOS eine sogenannte Braillezeile angeschlossen werden, die den Bildschirminhalt in Punktschrift ausgibt.[94]

Neben der Ausgabe des Bildschirms in gesprochener Sprache und Punktschrift beinhalten die Bedienungshilfen optische Anpassungsmöglichkeiten und eine Zoom-Funktion für Menschen mit ausreichendem Sehrest sowie weitere Bedienungshilfen für Hörgeschädigte und von anderen Behinderungen Betroffene.

Das Unternehmen hat als erster Computerhersteller alle angebotenen Geräte softwareseitig barrierefrei gemacht.[95] Der US-Blindenverband National Federation of the Blind (NFB) lobte Mitte 2014 Apples Engagement im Bereich der Barrierefreiheit und betonte, dass Apple mehr als jeder andere Hersteller hierfür getan habe.[96]

Kritik

Arbeitsbedingungen bei Zulieferfirmen

Das Unternehmen lässt seine Produkte vorwiegend von Auftragsfertigern wie Foxconn oder Pegatron in Asien produzieren, deren Arbeitsbedingungen westlichen Standards nicht entsprechen. Arbeitsrechtliche und gesundheitliche Belange der Arbeiter werden oft nicht hinreichend berücksichtigt.[97]

Im Jahr 2006 berichtete die britische Zeitung Mail on Sunday über erzwungene Überstunden und Unterschreitungen des gesetzlichen Mindestlohns in zwei Foxconn-Werken.[98] Eine Untersuchung von Apple widersprach dem, stellte jedoch Verstöße gegen den Apple-eigenen Verhaltenskodex für Zulieferer fest. Infolgedessen schloss Apple sich dem Industrieverband EICC an, der einheitliche Verhaltensregeln und Prüfinstrumente definiert, und begann die Zusammenarbeit mit der Nichtregierungsorganisation Verité.[99] Seit 2007 veröffentlicht Apple jährlich einen Bericht, der die Ergebnisse aller im Vorjahr durchgeführten Überprüfungen von Zulieferbetrieben zusammenfasst.[100]

Auch in den folgenden Jahren gab es immer wieder Berichte über schlechte Arbeitsbedingungen bei Foxconn und anderen Zulieferbetrieben. Die von Greenpeace unterstützten Public Eye Awards nominierten Foxconn 2011 für einen Negativpreis, da „Dumpinglöhne“ und „unethische bis illegale“ Arbeitsbedingungen zu mindestens 18 Selbstmorden von jungen chinesischen Wanderarbeitern geführt hätten.[101] Anfang 2012 trat Apple der Fair Labor Association bei,[102] die im März die Ergebnisse einer unabhängigen Untersuchung der Arbeitsbedingungen bei Foxconn veröffentlichte.[103] In zwei weiteren Untersuchungen seitdem stellte die FLA fest, dass alle im ersten Bericht empfohlenen Maßnahmen umgesetzt wurden. Neben Arbeitszeitverkürzungen und ergonomischen Maßnahmen wurde so etwa der Organisationsgrad in Gewerkschaften stark erhöht.[104]

Seit 2012 überwacht das Unternehmen die Wochenarbeitszeiten von mehr als einer Million Arbeitern bei Zulieferbetrieben und veröffentlicht diese Daten im Internet. Nach Firmenangaben sank die Häufigkeit der Verstöße gegen die wöchentliche Höchstarbeitszeit von 60 Stunden von 35 % im Jahr 2006[99] auf durchschnittlich 8 % im Jahr 2014.[105]

Dem widerspricht ein Bericht der BBC – „Apple’s Broken Promises“[106] – von Ende 2014, wo als Arbeiter getarnte BBC-Reporter bei Foxconn mit versteckter Kamera unter anderem 12-Stundenschichten für das iPhone 6 und die Überbelegung der Arbeiterheime und die ungeschützte Arbeit mit gefährlichen Chemikalien bewiesen.

Umweltschutz

Das Unternehmen sah sich Vorwürfen von mehreren Umweltschutzorganisationen, darunter Greenpeace, ausgesetzt. Der im August 2006 erstmals veröffentlichte Guide to Greener Electronics[107] kritisierte anfangs insbesondere die Verwendung von damals industrieweit üblichen, giftigen Chemikalien wie PVC oder bromhaltigen Flammschutzmitteln sowie die Tatsache, dass Apple keine Pläne zum Verzicht auf diese Chemikalien veröffentlicht hatte. Zudem wurde bemängelt, dass Apple in einigen Ländern keine alten Produkte zum Recycling annimmt.[108] Kritiker, darunter das Online-Magazin treehugger.com, wiesen auf methodische Mängel hin.[109] Unter anderem habe Greenpeace zu großen Wert auf öffentliche Absichtserklärungen der Unternehmen gelegt.

Jobs hat als Reaktion auf die Vorwürfe von Greenpeace im Mai 2007 angekündigt, Apple führend im Bereich des Umweltschutzes machen zu wollen.[110] In seinem Text A Greener Apple[111] führte Jobs bereits erreichte Erfolge auf und kündigte weitere Maßnahmen für den Umweltschutz an. Apples Entscheidung, die US-amerikanische Handelskammer wegen ihrer Fundamentalopposition gegen ein Klimaschutzgesetz zu verlassen, stieß bei Umweltschutzverbänden auf Zustimmung.[112]

Im November 2012 lag das Unternehmen in einer aktualisierten Version des Guide to Greener Electronics auf Platz 6 von 16 untersuchten Konzernen.[113] Während Greenpeace den weitgehenden Verzicht auf schädliche Chemikalien sowie eine hohe Recyclingrate positiv bewertete, bemängelte die Organisation vor allem, dass Apple keine ausreichenden Absichtserklärungen zum Umstieg auf erneuerbare Energien und zur Vermeidung von Treibhausgasen sowie zur Verwendung von recyceltem Plastik und Papier veröffentliche.[114]

Im Juli 2012 zog sich das Unternehmen aus dem Programm Electronic Product Environmental Assessment Tool (EPEAT) zurück.[115] Das bedeutet, dass die Produkte des Unternehmens nicht mehr nach den EPEAT-Richtlinien zertifiziert werden, wie es seit 2007 getan wurde. Die Entscheidung wurde öffentlich stark kritisiert, da das EPEAT-Zertifikat für die Beschaffung von Endgeräten durch Bundes- und Landesbehörden der USA notwendig ist. In einer offiziellen Stellungnahme wies das Unternehmen darauf hin, dass die eigenen Produkte besonders in Punkten gut abschneiden würden, die von EPEAT nicht berücksichtigt würden.[116] Wenige Tage nach der Stellungnahme erklärte Apple, der Ausstieg aus EPEAT sei ein Fehler gewesen. Die Zertifizierung für sämtliche betroffenen Geräte werde fortgesetzt.[117]

Im Frühjahr 2013 stellte das Unternehmen Lisa Jackson, die langjährige Chefin der US-Umweltschutzbehörde EPA, als Koordinatorin für Umweltschutz-Aktivitäten ein.[118] In einem im April 2014 veröffentlichten Bericht erklärte Greenpeace, dass Apple das einzige untersuchte Unternehmen war, das alle Rechenzentren vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt habe.[119] Im März 2016 gab Apple bekannt, dass 93 % des eigenen Energiebedarfs aus erneuerbaren Energieträgern gedeckt werden.[120]

Rückdatierte Aktienoptionen

Das Unternehmen hat zwischen 1997 und 2006 Aktienoptionen in der Höhe von 84 Millionen US-Dollar an Mitarbeiter, darunter der damalige CEO Steve Jobs, rückdatiert.[121] Infolge dieser Affäre traten die Chef-Justiziarin und der Finanzchef von Apple zurück.[122] Jobs selbst habe laut einer internen Untersuchung zwar von der Rückdatierung von Aktienoptionen gewusst, jedoch geglaubt, nicht selbst von dieser Praxis zu profitieren. Folgen für die Bilanzen seien ihm demnach nicht klar gewesen.[123]

Vorgehen gegen nichtautorisierte Berichterstattung

Das Unternehmen ging 2005 gerichtlich gegen die Blogs Apple Insider, PowerPage und Think Secret vor, die über unveröffentlichte Produkte berichtet hatten.[124] Apple vermutete hinter den Berichterstattern zum Teil eigene Angestellte, die Unternehmensinterna preisgäben.[125] In den bisherigen gerichtlichen Verfahren gegen die Autoren der Berichte hatte Apple jedoch keinen Erfolg: Ein kalifornisches Gericht urteilte erstmals, dass Blogger und Online-Journalisten denselben verfassungsgemäßen Schutz der Pressefreiheit genießen wie Vertreter der traditionellen Presse. Außerdem musste Apple Prozesskosten der Electronic Frontier Foundation, welche die Blogs vor Gericht unterstützt hatte, in Höhe von 700.000 US-Dollar übernehmen.[126]

Spiegel Online kritisiert die „extreme Geheimhaltung“ und schreibt, das Unternehmen sei ein „paranoider Konzern, für den Geheimnisse nicht nur Schutz vor der Konkurrenz sind, sondern auch ein Marketingwerkzeug“. So sei kostenlose Werbung durch den Hype und die Gerüchteküche vor der Einführung eines neuen Produkts gewährleistet.[127] Wie wirkungsvoll diese Strategie ist, zeigt eine Schätzung des Harvard-Professors David Yoffie, wonach die Berichterstattung über das iPhone Anfang 2007 etwa die gleiche Wirkung gehabt habe, wie eine 400 Mio. US-Dollar schwere Werbekampagne.[128] Geheimnisverrat werde nach Aussagen eines Augenzeugen mit geheimdienstähnlichen Methoden verfolgt, ohne Rücksicht auf die Privatsphäre der Mitarbeiter. Es herrsche „eine Kultur der Angst“.[127]

Softwareverbreitung über den App Store

Das Unternehmen überprüft alle Programme, die für den iOS-App-Store eingereicht werden, vor der Veröffentlichung auf eine Reihe von technischen – etwa Sicherheit und Stabilität – aber auch inhaltlichen Kriterien.[129] Da es Nutzern schwer möglich ist, aus anderen Quellen als dem App Store native Programme zu beziehen, sehen Kritiker in der Nichtzulassung von Programmen eine Zensur.[130]

Andere Autoren sehen die Kontrolle des App Stores dagegen als möglichen Vorteil für Nutzer an:

“As more consumers have fears about security on the Internet, viruses and malware, they may be happy to opt for Apple’s gated community.”

„Da sich immer mehr Verbraucher Sorgen um die Sicherheit im Internet, Viren und Schadsoftware machen, werden sie sich möglicherweise gern für Apples abgeschottetes System entscheiden.“

Laura Sydell, NPR[131]

Datenschutz bei kundenbezogenen Nutzerdaten und Arbeitnehmern

Auch der Umgang des Konzerns mit Datenschutz steht in der Kritik. Die frühere deutsche Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger fordert mehr Transparenz und wird im Spiegel mit den Worten zitiert: „Den Nutzern von iPhones und anderen GPS-fähigen Geräten muss klar sein, welche Informationen über sie gesammelt werden.“ Der Hinweis, dass sie der Nutzung der Daten widersprechen können, fehlt in der Datenschutzerklärung des Unternehmens.[132] Daher wurde Apple 2011 der Negativpreis Big Brother Award verliehen.[133]

Einen weiteren Big Brother Award erhielt die Apple Retail Germany GmbH, welche die Apple Stores in Deutschland betreibt, für den Umgang mit der Privatsphäre der Belegschaft. Sie soll nicht nur die Verkaufsräume, sondern auch Lager- sowie Pausenräume der Beschäftigten per Video überwacht haben. Eine solche flächendeckende Videoüberwachung von Beschäftigten ist nach dem deutschen Datenschutz jedoch nicht zulässig.[134]

EU-Vorwürfe gezielter Kundentäuschung

Die frühere EU-Justizkommissarin Viviane Reding beschuldigt in einem Brief an die Verbraucherschutzminister der Mitgliedsstaaten Apple, die Kunden beim Kauf von Mobiltelefonen und Computern hinsichtlich der ihnen innerhalb der EU zustehenden 24-monatigen gesetzlichen Gewährleistung zu täuschen und eine zusätzliche Garantie gegen Aufpreis zu verkaufen. „Es scheint, dass Apple-Verkäufer es versäumten, den Verbrauchern klare, wahrheitsgemäße und vollständige Informationen über die ihnen nach EU-Recht zustehende gesetzliche Gewährleistung zu geben“, wird darin erläutert. So bietet Apple zusätzlich zur gesetzlichen Gewährleistung eine kostenlose 1-Jahres-Garantie an, schildert aber nicht, dass die Gewährleistung (von Gesetzes wegen) parallel existiert und über die doppelte Laufzeit geht. Der Unterschied kann gerade von Laien nicht erfasst werden.[135] Im Dezember 2011 wurde von italienischen Behörden aufgrund dieser Praxis bereits eine Geldbuße in Höhe von 900.000 Euro gegen Apple erlassen.[136][137]

Steuervermeidung

Das Unternehmen praktiziert Steuervermeidung bzw. Steueroptimierung in Milliardenhöhe mit legalen Buchungstricks wie dem Double-Irish-With-a-Dutch-Sandwich-Prinzip. Diese Praktik wird zunehmend kritisiert.[138]

Ermittler des Senates der Vereinigten Staaten von Amerika veröffentlichten am 20. Mai 2013 einen Bericht über das Vorgehen Apples. Zwischen 2009 und 2012 seien außerhalb der USA erwirtschaftete Gewinne in Höhe von mindestens 74 Milliarden US-Dollar an irische Tochterfirmen geflossen und nicht in den USA versteuert worden. Das Einkommen der irischen Tochtergesellschaft Apple Operations International in Höhe von 30 Mrd. US-Dollar in diesem Zeitraum sei in keinem Land der Welt versteuert worden,[139] ein anderes Tochterunternehmen habe seine Einnahmen mit einer Rate von 0,05 % versteuert.[140] Einige der Tochterunternehmen verfügten über keine Angestellten.[140] Am Tag darauf kam es zu einer öffentlichen Anhörung im Senat, an der Apple-CEO Tim Cook teilnahm.[141] Cupertinos Bürgermeister, Barry Chang, kritisiert Apples Steuervermeidung als „Missbrauch“. Die kalifornische Kleinstadt kann die gestiegenen Kosten für Ausbau und Erhalt der Infrastruktur nicht durch Steuereinnahmen gegenfinanzieren.[142]

Die Europäische Union überprüft derzeit (Stand: Juni 2014), ob die von Apple genutzten Steuersparmodelle europäisches Wettbewerbsrecht verletzen. Die Überprüfung soll klären, ob es sich bei den Steuersparmodellen um unerlaubte staatliche Beihilfen handelt.[143]

Im November 2014 wurde durch die sogenannten Luxemburg-Leaks bekannt, dass Apple mithilfe der Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers seine steuerlichen Verhältnisse in Luxemburg optimiert hat.[144]

Literatur

  • Charlotte Erdmann: One more thing: Apples Erfolgsgeschichte vom Apple I bis zum iPad. Addison-Wesley, München 2011, ISBN 978-3-8273-3057-4.
  • Joachim Gartz: Die Apple-Story. Aufstieg, Niedergang und „Wieder-Auferstehung“ des Unternehmens rund um Steve Jobs. SmartBooks, Kilchberg 2005, ISBN 3-908497-14-0.
  • Ina Grätz, Sabine Schulze: Apple Design. Hrsg.: Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg. 1. Aufl. Hantje Cantz Verlag, Ostfildern 2011, ISBN 978-3-7757-3011-2.
  • Yukari Iwatani Kane: Das wankende Imperium. Apple nach Steve Jobs. Carl Hanser, München 2015, ISBN 978-3-446-44305-1. (Mit Anmerkungen und Register)
  • Adam Lashinsky: Inside Apple. Das Erfolgsgeheimnis des wertvollsten, innovativsten und verschwiegensten Unternehmens der Welt. Wiley-VCH Verlag, Weinheim 2012, ISBN 978-3-527-50714-6.
  • Owen W. Linzmayer: Apple streng vertraulich. Die Tops und Flops der Macintosh-Geschichte. Midas, Zürich 2000, ISBN 3-907100-12-3.
  • Owen W. Linzmayer: Apple Confidential 2.0. The definitive history of the world’s most colorful company. No Starch Press, San Francisco 2004, ISBN 1-59327-010-0 (englisch)

Weblinks

 Commons: Apple Inc. – Sammlung von Bildern, Videos und AudiodateienVorlage:Commonscat/Wartung/P 2 fehlt, P 1 ungleich Lemma
 Wiktionary: Apple – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. Andrej Sokolow: 10 Jahre iTunes-Store: Mehr Gegenwind für Musik-Marktführer. NWZ online, 26. April 2013
  2. Walter Isaacson: Steve Jobs. Little, Brown, London 2011, ISBN 978-1-4087-0374-8, S. 62–63.
  3. Dave Lee: Apple at 40: The forgotten founder who gave it all away. BBC News, 1. April 2016, abgerufen am 1. April 2016 (englisch).
  4. Walter Isaacson: Steve Jobs. Little, Brown, London 2011, ISBN 978-1-4087-0374-8, S. 65.
  5. Walter Isaacson: Steve Jobs. Little, Brown, London 2011, ISBN 978-1-4087-0374-8, S. 75.
  6. Macworld: Apple: The first 30 years. 30. März 2006, abgerufen am 11. März 2013.
  7. a b Malcolm Gladwell: Creation Myth. Xerox PARC, Apple, and the truth about innovation. In: The New Yorker. 16. Mai 2011, abgerufen am 11. März 2013.
  8. Walter Isaacson: Steve Jobs. Little, Brown, London 2011, ISBN 978-1-4087-0374-8, S. 94–97.
  9. Bruce Horn: On Xerox, Apple and Progress. Auf: folklore.org, abgerufen am 11. März 2013.
  10. Walter Isaacson: Steve Jobs. Little, Brown, London 2011, ISBN 978-1-4087-0374-8, S. 182. Zitat: „‘The happiest two days for me were when Macintosh shipped and when John Sculley joined Apple,’ [Jobs] said. […] In response, Sculley effused about the joys of being Jobs’s partner for the past year […] ‘Apple has one leader,’ he said, ‘Steve and me.’“
  11. Walter Isaacson: Steve Jobs. Little, Brown, London 2011, ISBN 978-1-4087-0374-8, S. 201–206.
  12. Arun Rao, Piero Scaruffi: A History of Silicon Valley. ISBN 978-0-9765531-8-2. Kapitel 18: Early Failures: Good Ideas which Arrive Early are Bad Products (1980–94) (online)
  13. Apple Newton – All-time 100 gadgets. Time Magazine, 25. Oktober 2010; abgerufen am 12. März 2013.
  14. Andrew Pollack: Company News; Apple’s Net Is Up 10.3% In Quarter. In: New York Times, 17. Januar 1992. Abgerufen am 7. Mai 2014.
  15. Dawn Kawamoto: Riding the next technology wave. Interview mit John Sculley. In: CNET News, 2. Oktober 2003; abgerufen am 11. März 2013.
  16. Motorola licenses Mac OS. CNET News, 19. Februar 1996; abgerufen am 14. März 2013.
  17. a b Jobs touts "very cool technology" In: CNET News vom 9. Oktober 1997, abgerufen am 14. März 2013.
  18. Stock Reports: Apple Computer, Inc. Standard&Poor’s, 16. Juli 1997; abgerufen am 5. März 2014.
    Los Angeles Times: Gateway Overtakes Apple in Education Field. 21. August 1997, abgerufen am 5. März 2014.
  19. Jim Davis: Apple: The best and worst of times. In: CNET News vom 27. Dezember 1996, abgerufen am 14. März 2013.
  20. Apple stock up on buyout rumors. CNET News vom 11. Juli 1997, abgerufen am 14. März 2013.
  21. Walter Isaacson: Steve Jobs. Little, Brown, London 2011, ISBN 978-1-4087-0374-8, S. 296.
  22. Apple, Be quarrel over money. In: CNET News vom 13. November 1996, abgerufen am 14. März 2013.
  23. Apple acquires Next, Jobs. In: CNET News, 20. Dezember 1996; abgerufen am 14. März 2013.
  24. Has Jobs seized the day? CNET News, 9. Juli 1997; abgerufen am 13. März 2013.
  25. Jobs names new Apple board. CNET News, 6. August 1997; abgerufen am 13. März 2013.
  26. Macworld-Keynote vom 6. August 1997 (Aufzeichnung).
  27. Jobs rejects Apple chairman post. CNET News, 31. Juli 1997; abgerufen am 13. März 2013.
  28. Jobs move seen as necessary step. CNET News, 16. September 1997; abgerufen am 13. März 2013.
  29. Jobs takes Apple CEO job full time. CNET News, 5. Januar 2000; abgerufen am 13. März 2013.
  30. John Markoff: Apple and PC’s, Both Given Up for Dead, Are Rising Anew. In: New York Times, 26. April 1999; abgerufen am 12. März 2013.
  31. Apple scraps Newton. CNET News, 27. Februar 1998; abgerufen am 12. März 2013.
  32. Ben Heskett, Margie Wylie: Jobs offers tough love for Apple. In: CNET News vom 6. August 1997, abgerufen am 31. März 2013.
  33. Erzrivalen rücken zusammen. Rhein-Zeitung, 8. August 1997; abgerufen am 26. Februar 2013.
  34. Graham Lea: Apple and Compaq were threatened, insists Tevanian In: theregister.co.uk. 10. November 1998, abgerufen am 22. Februar 2013.
  35. Apple-Pressemitteilung zur Vorstellung von iMovie: Apple’s iMovie Software Brings Digital Video Editing to Consumers and Classrooms (Memento vom 12. Oktober 1999 im Internet Archive), 5. Oktober 1999, abgerufen am 13. März 2013. Archiviert bei Archive.org.
  36. Joe Wilcox: A peek inside Apple’s retail experiment In: CNET News vom 15. Mai 2001, abgerufen am 14. März 2013.
  37. Bekannt gegeben im Rahmen der Macworld San Francisco am 9. Januar 2007. (Aufzeichnung auf Youtube)
  38. Fred Vogelstein: And Then Steve Said, ‘Let There Be an iPhone’. In: New York Times, International Herald Tribune. 4. Oktober 2013, abgerufen am 5. Oktober 2013 (englisch).
  39. a b Steve Jobs tritt als CEO von Apple zurück.. Apple-Pressemitteilung, 24. August 2011; abgerufen am 31. März 2016.
  40. Quartalsberichte für erstes (PDF), zweites (PDF), drittes (PDF) und viertes (PDF) Geschäftsquartal 2015. Gesamtumsatz: 233,7 Mrd. US-Dollar. Davon iPhone und iPad: 178,4 Mrd. US-Dollar.
  41. Nilay Patel: Apple officially renames Mac OS X to OS X, drops the 'Mac'. theverge.com, 16. Februar 2012, abgerufen am 12. März 2015 (englisch).
  42. Paul Freiberger, Michael Swaine: Fire in the Valley. The Making of the Personal Computer. (Online im Internet Archive. (Memento vom 6. August 2007 im Internet Archive)) Im Original: „And we were about three months late in filing a fictitious business name so I threatened to call the company ‘Apple Computer’ unless someone suggested a more interesting name by five o'clock that day. Hoping to stimulate creativity. And it stuck. And that’s why we’re called ‘Apple’“.
  43. Walter Isaacson: "Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers". Aus dem Englischen übertragen von Antoinette Gittinger, Oliver Grasmück, Dagmar Mallet, Elfi Martin, Andrea Stumpf und Gabriele Werbeck. 1. Auflage. C. Bertelsmann Verlag, München 2011, ISBN 978-3-570-10124-7, S. 86–87.
  44. Steve Wozniak: iWoz – Wie ich den Personal Computer erfand und Apple mitgründete; Hanser Verlag, München 2007; ISBN 3-446-40406-6, S. 175.
  45. Macwelt: Der Kampf um den Apfel (Memento vom 29. September 2008 im Internet Archive), 12. Mai 2006, abgerufen am 22. November 2015.
  46. Roland Lindner: Markenrechte – Der Apfel gehört jetzt Apple. In: FAZ, 5. Februar 2007; abgerufen am 11. August 2012.
  47. Apple Inc. and The Beatles’ Apple Corps Ltd. Enter into New Agreement. Apple-Pressemitteilung, 5. Februar 2007; abgerufen am 26. Februar 2013.
  48. Computerkonzern streitet mit Bonner Café: Wehe, Sie veräppeln Apples Apfel! In: Süddeutsche Zeitung, 27. Oktober 2011.
  49. Arno Lampmann: Apfelkind gegen Apple: Der Streit geht weiter. lhr-law.de, 27. November 2012; abgerufen am 6. März 2013.
  50. Bastian Brinkmann: Café Apfelkind besiegt Apple. In: Süddeutsche Zeitung (online). 1. Oktober 2013, abgerufen am 1. Oktober 2013: „Der Konzern hat seinen Widerspruch gegen die Marke vor dem deutschen Markenamt zurückgezogen, wie die Behörde nun bekanntgab.“
  51. Informationen zur Marke 302010061782. Deutsches Patent- und Markenamt, 1. Oktober 2013, abgerufen am 1. Oktober 2013.
  52. Interview with Rob Janoff, designer of the Apple logo. creativebits.org, 3. August 2009, abgerufen am 25. November 2011 (englisch): „CB: »What does the bite in the apple represents? Is it a reference to a computing term byte? Is it a reference to the biblical event when Eve bit into the forbidden fruit? Is the fruit itself referencing the discovery of gravity by Newton when an apple fell on his head while sitting under the tree?« RJ: »They are really interesting, but I’m afraid it didn’t have a thing to do with it.«“
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Koordinaten: 37° 19′ 54″ N, 122° 1′ 51″ W

Dieser Artikel wurde am 7. März 2014 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.