Aprilia Racing
| Name | MotoGP: Aprilia Racing |
| Unternehmenssitz | Noale, Italien |
| Teamchef | Massimo Rivola |
| Fahrer | MotoGP: #72 Marco Bezzecchi #89 Jorge Martín |
| Motorrad | MotoGP: Aprilia RS-GP26 |
| Statistik | |
|---|---|
| Erster Grand Prix | Großer Preis von Katar 2022 |
| Gefahrene Rennen | 82 |
| Team-WM | 3. (2022) |
| Fahrer-WM | 3. (2025) |
| Rennsiege | 6 |
| Pole Positions | 8 |
| Schnellste Runden | 9 |
| Punkte | |


Das Aprilia Racing Factory Team ist das Motorradsport-Werksteam des italienischen Motorradherstellers Aprilia. In der MotoGP-Klasse der Motorrad-Weltmeisterschaft firmiert das Team unter Aprilia Racing. Von 2022 bis 2024 traten Aleix Espargaró und Maverick Viñales für das Team aus Noale an. Seit 2025 fahren Marco Bezzecchi und der Weltmeister von 2024 Jorge Martín für das Werksteam. Bisher erfolgreichste Saison war die Saison 2025.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]MotoGP-Klasse
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten](2002–2004) Erster Werkseinsatz
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zwischen 2002 und 2004 trat Aprilia in der MotoGP-Klasse mit der RS³ Cube an. Das Projekt wurde nach der Übernahme von Aprilia durch den Piaggio-Konzern aufgrund der hohen Kosten gestoppt und nicht weiter fortgeführt.[1]
2022: Wieder Werksteam und erster Sieg
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]2022 kehrte Aprilia mit einem Werksteam in die MotoGP-Klasse der Motorrad-Weltmeisterschaft zurück, in der es schon von 2002 bis 2004 werksseitig aktiv gewesen war. Zuvor war von 2015 bis 2021 Gresini Racing für den Einsatz der Aprilia-Werksmaschinen in der MotoGP-Klasse verantwortlich gewesen, trat aber nicht als offizielles Werksteam an. Das Einsatzmotorrad wurde in Anlehnung an die Serienmaschinen RS-GP genannt. Aleix Esparagró wurde Gesamtvierter, während das Team Platz drei in der Team-WM erreichte. Außerdem gelang Espargaró in Argentinien der erste Sieg für Aprilia in der MotoGP-Klasse.
2023: Mehr Erfolge und mehr Rückschläge
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]2023 begann vielversprechend, Maverick Viñales errang beim Auftaktrennen in Portugal Rang zwei im Grand-Prix-Rennen. Dies war für lange Zeit Viñales’ einzige Podestplatzierung. Aleix Espargaró startete mit einigen Schwierigkeiten und erreichte im Saisonverlauf Siege in Großbritannien und Katalonien. Durch Viñales’ zweiten Rang in Katalonien war dies für Aprilia der erste Doppelsieg in der MotoGP-Klasse. Trotz dieser einzelnen guten Resultate gelang es nicht über die Saison konstant zu bleiben. Insbesondere in den neu eingeführten Sprintrennen tat man sich schwer. Espargaró erreichte neben den zwei Grand-Prix-Siegen und dem Sprintsieg in Katalonien nur einen weiteren Podestplatz. Viñales kam auf insgesamt drei zweite Plätze, aber auch auf fünf Ausfälle. Espargaró fiel bei drei Grands Prix aus. In der Gesamtwertung wurde Espargaró Sechster; Viñales belegte Rang sieben. Aprilia rutschte in der Team-WM vom dritten Rang aus der Vorsaison auf Rang fünf ab und musste sich in der Konstrukteursmeisterschaft Ducati sowie KTM geschlagen geben.
2024: Zweite Kraft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In der Saison 2024 gewann Maverick Viñales sowohl den Sprint als auch den Grand Prix beim Grand Prix of the Americas von der Pole-Position aus. Es war der einzige Sieg in der Saison, der nicht von einem Ducati-Piloten erreicht wurde. Für Espargaró war es die letzte WM-Saison. Der Spanier verkündete im Rahmen des Spanien-Grand-Prix nach acht Jahren für Aprilia seinen Rücktritt als Stammfahrer in der MotoGP-Klasse. Er war zentraler Bestandteil der Entwicklung der RS-GP und trug maßgeblich zum Erfolg bei.[2] Überraschend gab im weiteren Verlauf der Saison auch Maverick Viñales seinen Wechsel zu KTM bekannt.[3]
2025: Neuanfang
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Für die Saison 2025 wurden mit Jorge Martín, amtierender Weltmeister, und Marco Bezzecchi zwei neue Fahrer verpflichtet.[4] Martín wurde mit maßgeblicher Beteiligung Aleix Espargarós verpflichtet, da beide Fahrer einen engen Kontakt miteinander pflegten. Mit Bezzecchi wurde erstmals seit dem Werkseinstieg ein Italiener als Stammfahrer unter Vertrag genommen. Der Start in die Saison gestaltete sich schwierig, da sich Martín bei den offiziellen Testfahrten verletzte, daher einen großen Teil der Testtage verpasste und an den ersten drei Rennen nicht teilnehmen konnte. Beim vierten Rennen in Katar verletzte er sich erneut schwer, als er im Rennen stürzte und vom hinter ihm fahrenden Fabio Di Giannantonio überrollt wurde. Dies hatte einen erneuten langfristigen Ausfall zur Folge. Als Ersatz trat Testfahrer Lorenzo Savadori an und Marco Bezzecchi übernahm die Rolle als Nummer 1 im Team. Nach zu Beginn durchschnittlichen Leistungen schaffte er es mit dem Team die Leistung deutlich zu steigern. Höhepunkt war der erste Sieg beim Großen Preis von Großbritannien Bezzecchis für Aprilia. Es folgten zur Saisonmitte regelmäßige Podestplatzierungen und die erste Pole-Position beim Großen Preis von Österreich. Jorge Martín griff ab dem Großen Preis von Tschechien wieder ins Renngeschehen ein. Beim San Marino-Grand-Prix errang Bezzecchi seinen ersten Sprintsieg für Aprilia. Es folgten weitere in Indonesien und Australien sowie sein zweiter Grand-Prix-Sieg in Portugal. Die regelmäßigen Podestplatzierungen bescherten Bezzecchi ein Rennen vor Schluss den Gesamtrang drei. Martín verletzte sich beim Sprint zum Großen Preis von Japan selbstverschuldet erneut und musste die folgenden Rennen auslassen. Bezzecchi erreichte beim letzten Rennen in Valencia seinen dritten Saisonsieg und als erster Aprilia-Pilot zwei Siege in Folge in der MotoGP-Klasse. Jorge Martín bestritt das Rennen nach seiner Verletzungspause, beendete es jedoch mit Rücksicht auf seine Verletzungen nicht. Bezzecchis dritter Platz in der Gesamtwertung bedeutete für Aprilia die beste WM-Platzierung seit dem Wiedereinstieg 2022 als Werksteam.
Superbike-Weltmeisterschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Aprilia Racing war bis einschließlich 2015 in der Superbike-Weltmeisterschaft aktiv und gewann in fast jedem Jahr mindestens drei Rennen und stellte insgesamt dreimal den Fahrerweltmeister. Der Werkseinsatz wurde zugunsten des neuen MotoGP-Projektes eingestellt.
Statistik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Superbike-Weltmeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 2010 –
Max Biaggi - 2012 –
Max Biaggi - 2014 –
Sylvain Guintoli
Team-WM-Ergebnisse in der MotoGP-Klasse
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 2002 – Achter
- 2003 – Siebter
- 2004 – Zehnter
- 2022 – Dritter
- 2023 – Fünfter
- 2024 – Vierter
- 2025 – Fünfter
Konstrukteurs-WM-Ergebnisse in der MotoGP-Klasse
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 2002 – Sechster
- 2003 – Vierter
- 2004 – Sechster
- 2022 – Dritter
- 2023 – Dritter
- 2024 – Dritter
- 2025 – Zweiter
Ergebnisse in der MotoGP-Klasse
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten](Stand: Großer Preis von Valencia, 16. November 2025)
| Saison | Motorrad | Startnr. | Fahrer | Rennen | Siege | Podien | Poles | Schn. Runden |
Punkte | WM-Platz |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2022 | Aprilia RS-GP22 | 12 | 20 | – | 3 | – | – | 122 | 11. | |
| 41 | 20 | 1 | 6 | 1 | 1 | 212 | 4. | |||
| 32 | 5 | – | – | – | – | 0 | – | |||
| 2023 | Aprilia RS-GP23 | 12 | 20 | – | 2 | – | – | 204 | 7. | |
| 41 | 20 | 2 | 3 | 1 | 2 | 206 | 6. | |||
| 32 | 3 | – | – | – | – | 5 (12) | 24. | |||
| 2024 | Aprilia RS-GP24 | 12 | 20 | 1 | – | 1 | 1 | 190 | 7. | |
| 41 | 18 | – | 3 | 1 | 2 | 163 | 11. | |||
| 32 | 2 | – | – | – | – | 0 | 28. | |||
| 2025 | Aprilia RS-GP25 | 1 | 7 | – | – | – | – | 34 | 21. | |
| 72 | 22 | 3 | 6 | 4 | 3 | 353 | 3. | |||
| 32 | 13 | – | – | – | – | 8 | 24. | |||
| 2026 | Aprilia RS-GP26 | 72 | – | – | – | – | – | – | – | |
| 89 | – | – | – | – | – | – | – |
Fahrer von Aprilia Racing in der MotoGP-Klasse
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Fahrer | Jahre | Rennen | Siege |
|---|---|---|---|
| 2022–2024 | 58 | 3 | |
| 2022–2024 | 60 | 1 | |
| 2025– | 7 | – | |
| 2025– | 22 | 3 | |
| 2022–2025 | 23 | – |
Aktuelle Fahrer sind in grün hinterlegt, Test- und Ersatzfahrer rosa.
Grand-Prix-Siege
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Saison | Rennen |
|---|---|
| 2022 | |
| 2023 | |
| 2024 | |
| 2025 |