Apulien

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Apulien
Wappen der Region Apulien Flagge der Region Apulien
Basisdaten
Hauptstadt Bari
Provinzen Foggia, Bari (Metropolitanstadt), Brindisi, Tarent (Taranto), Lecce, Barletta-Andria-Trani (seit 2004)
Fläche 19.365,8 km² (7.)
Einwohner 4.063.888 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte 210 Einwohner/km²
Website www.regione.puglia.it
ISO 3166-2 IT-75
Präsident Michele Emiliano (PD)
Karte
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Über dieses Bild

Apulien (ital. Puglia [ˈpuʎːa] oder oft im Plural Puglie [ˈpuʎːe]; lat. Apulia) ist eine in Südost-Italien gelegene Region mit der Hauptstadt Bari. Sie hat 4.063.888 Einwohner (Stand 31. Dezember 2016). Die Halbinsel Salento im Süden Apuliens bildet den „Absatz“ des sogenannten „italienischen Stiefels“.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Region erstreckt sich entlang des Adriatischen und des Ionischen Meers. Mit der Punta Palascìa erreicht die Küste bei Otranto den östlichsten Punkt Italiens, der nur noch 80 km von der albanischen Küste entfernt ist.

Oberflächengestalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet besteht zu 53,3 % aus Ebenen, zu 45,3 % aus Hügelland und zu 1,5 % aus Gebirge. Damit ist Apulien die flachste Region Italiens. Die Landschaften teilen sich von Norden nach Süden in die bergige Halbinsel Gargano mit den vorgelagerten Tremiti-Inseln, der ebenen Tavoliere delle Puglie, der anschließenden Ebene Terra di Bari, der Kalkhochebene der Murge, der Küstenebene von Tarent und des Valle d'Itria, das die südlichste Region, die größtenteils ebene Halbinsel Salento abschließt. Das einzige Gebirge, die Monti della Daunia bilden die Grenze zu Kampanien und erreichen im Monte Cornacchia 1152 m Höhe.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Klima bietet milde Winter und heiße Sommer.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Castel del Monte, eines der Wahrzeichen und Sehenswürdigkeiten der Region
Trulli in Alberobello nahe der Metropolitanstadt Bari
Hauptartikel: Geschichte Apuliens

Der Hauptartikel Geschichte Apuliens behandelt die historische Entwicklung der südostitalienischen Region Apulien, die in etwa den Stiefelabsatz der italienischen Halbinsel einnimmt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 26. Juni 2015 ist Michele Emiliano (PD) Präsident Apuliens.

Verwaltungsgliederung und größte Städte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Provinzen und Metropolitanstadt Apuliens

Apulien besteht aus den Provinzen Foggia, Barletta-Andria-Trani, Tarent, Brindisi, Lecce und der Metropolitanstadt Bari. Die 2004 gegründete Provinz Barletta-Andria-Trani wurde erst mit den Wahlen zur Provinzversammlung am 6. und 7. Juni 2009 geschäftsfähig.

Provinz bzw. Metropolitanstadt Fläche (km²) Karte Einwohnerzahl
(31. Dezember 2016)
Bevölkerungs-
dichte (Einw./km²)
Metropolitanstadt Bari 3.825
Metropolitan city of Bari (region Apulia, Italy).svg
1.260.142 329
Provinz Barletta-Andria-Trani 1.539
Map of province of Barletta-Andria-Trani (region Apulia, Italy).svg
392.546 255
Provinz Brindisi 1.839
Map of province of Brindisi (region Apulia, Italy).svg
397.083 216
Provinz Foggia 7.175
Map of province of Foggia (region Apulia, Italy).svg
628.556 88
Provinz Lecce 2.759
Map of province of Lecce (region Apulia, Italy).svg
802.082 291
Provinz Tarent 2.437
Map of province of Taranto (region Apulia, Italy).svg
583.479 239

Bari ist mit einer Agglomeration von fast 600.000 Einwohnern die Metropole Apuliens und nach Neapel die zweitgrößte Stadt Süditaliens. In der Region gibt es die folgenden größeren Städte. (Einwohnerzahlen Stand 31. Dezember 2016) Quelle: ISTAT

Gemeinde Provinz bzw. Metropolitanstadt Einwohner
Bari Bari 324.198
Tarent Tarent 199.561
Foggia Foggia 151.726
Andria Barletta-Andria-Trani 100.331
Lecce Lecce 94.989
Barletta Barletta-Andria-Trani 94.673
Brindisi Brindisi 87.820

Die Liste der Gemeinden in Apulien beinhaltet alle Gemeinden der Region mit Einwohnerzahlen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Vergleich mit dem pro-Kopf-BIP der EU (kaufkraftadjustiert) erreichte die Region Apulien im Jahr 2015 einen Index von 63 (EU 28: 100).[2] Mit einem Wert von 0,852 erreicht Apulien Platz 17 unter den 20 Regionen Italiens im Index der menschlichen Entwicklung.[3]

Landwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olivenbäume in Ostuni

In den fruchtbaren Küstenebenen gedeihen neben Mandeln, Oliven, Getreide und Tomaten auch Kaktusfeigen, Trauben, Feigen sowie Zitrusfrüchte. Der milde Winter ist ideal für den Stängelkohl, der an wilden Brokkoli erinnert und die Basis des berühmten apulischen Gerichts Orecchiette con cima di rapa bildet.

Apulien ist ein wichtiges Weinbaugebiet mit vorwiegend gehaltvollen Rotweinen. Wichtige Rebsorten sind Primitivo, Negroamaro und Nero di Troia. Auf einer Anbaufläche von 107.571 Hektar wird eine Gesamtproduktion von 7.580.000 Hektolitern (DOC-Produktion: 259.900 hl) erzeugt. Bekannte Weinbau-Regionen sind Manduria, die Halbinsel Salento, die Gebiete um das Castel del Monte, Canosa di Puglia, Locorotondo und Foggia.

Flughäfen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Terminal des Flughafens Bari

Apulien bildete luftfahrthistorisch das Sprungbrett Italiens in den Orient. Aus diesem Grund gibt es in dieser Region eine starke Konzentration von Zivil- und Militärflugplätzen. Die Betreibergesellschaft Aeroporti di Puglia betreibt neben dem Flughafen von Bari auch den Verkehrsflughafen Brindisi-Casale sowie die Flugplätze von Tarent und Foggia. Der Flughafen von Bari ist zusammen mit dem Flughafen Brindisi-Casale der wichtigste in der Region Apulien, Tarent und Foggia haben hingegen nur regionale beziehungsweise lokale Bedeutung.

Der Flughafen Bari liegt acht Kilometer nordwestlich von Bari, der Hauptstadt der Region Apulien. Er wurde Ende 2005 nach dem bürgerlichen Namen des verstorbenen Papstes Johannes Paul II. Karol Wojtyla benannt.

Stahlindustrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die riesige Stahlfabrik ILVA des Riva-Konzern in Tarent stellt mehr als 30 % des italienischen Stahls her und beschäftigt 25.000 Menschen. Es ist die größte Anlage dieser Art in Europa. Wegen massiver Umweltbelastungen mit vielen Todesfällen in der Region sind allerdings Teile der Anlage zurzeit stillgelegt und der italienische Staat übernahm die Kontrolle über den wichtigsten Arbeitgeber in der Region.[4][5]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Apulia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Apulien – Reiseführer
 Wiktionary: Apulien – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2016.
  2. EUROSTAT Newsrelease, 52/2017 - 30. März 2017
  3. Sub-national HDI - Area Database - Global Data Lab. Abgerufen am 12. August 2018 (englisch).
  4. https://www.welt.de/politik/ausland/article112364680/Der-rosa-Staub-der-den-Tod-bringt.html
  5. http://industriemagazin.at/a/ilva-verstaatlicht

Koordinaten: 41° 0′ N, 16° 43′ O