Aquamanile

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Bronze-Aquamanile, Niedersachsen, 2. Hälfte 13. Jahrhundert. Metropolitan Museum of Art, New York City
Tönernes Aquamanile (Verwendung durch wohlhabendes Stadtbürgertum), Augsburg(?), 14. Jahrhundert. Germanisches Nationalmuseum Nürnberg

Ein Aquamanile (auch: Aquaemanale, Aquimanile, Aquiminale, Aquiminarium) ist ein Gefäß zur Handwaschung, entweder bei liturgischen Handlungen (dann zumeist aus Metall / Bronze) oder im weltlichen Bereich vor den Mahlzeiten (dann aus keramischen Material). Dargestellt werden meist Tiergestalten und Fabelwesen, aber auch Ritter in voller Rüstung sind zu finden.

Ursprungsbereich ist der Orient, durch Handel gelangten Aquamanile im frühen Mittelalter nach Europa und wurden assimiliert. Die ältesten Aquamanile hatten die Form eines menschlichen Kopfes, etwa ein Gefäß, welches im Aachener Dom aufbewahrt wird. Ihr Blütezeit hatten sie im Hoch- und Spätmittelalter.

Die größte Sammlung hoch- und spätmittelalterlicher Bronzeaquamanilien befindet sich im Dänischen Nationalmuseum in Kopenhagen,[1] eine weitere umfangreiche ist im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg zu sehen.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Poul Grinder-Hansen: Guides to the National Museum: Danish Middle Ages and Renaissance, Nationalmuseet, Kopenhagen 2002, ISBN 87-89384-98-9.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Aquamanile – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Rekonstruktion von Aquamanilen aus Bronze und Keramik bei Foracheim