Arabischer Jasmin

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Arabischer Jasmin

Arabischer Jasmin (Jasminum sambac)

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Ölbaumgewächse (Oleaceae)
Gattung: Jasminum
Art: Arabischer Jasmin
Wissenschaftlicher Name
Jasminum sambac
(L.) Aiton
Frucht

Arabischer Jasmin (Jasminum sambac) ist eine Pflanzenart der Gattung Jasminum in der Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae). Die Art kommt wild von Bhutan bis Indien[1] vor und wird weltweit kultiviert.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der immergrüne Arabische Jasmin wächst als aufrechter oder kletternder Strauch und erreicht im Durchschnitt eine Höhe von 1,5–2,5 Meter. Die gegenständigen und kurz gestielten Laubblätter sind „unifoliolate“, also mit nur einem Blättchen und rund bis eiförmig, seltener verkehrt-eiförmig, mit teilweise leicht herzförmiger Basis. Sie sind ganzrandig, abgerundet bis stumpf oder rundspitzig, papierähnlich und bis auf die Unterseite der Blattadern kahl.

Der Arabische Jasmin ist heterostyl und distyl. Die Blüten stehen in endständigen, zymösen und drei-, seltener mehr als fünfblütigen Blütenständen, gelegentlich auch einzeln. Die Hochblätter sind pfriemlich. Die stark duftenden, zwittrigen und gestielten Blüten weisen eine fünf- bis neunteilige, doppelte Blütenhülle auf. Der kurz verwachsene Kelch mit schmalen Zipfeln ist leicht behaart bis kahl und die stieltellerförmige Krone mit dachigen Zipfeln ist weiß. Es sind nur 2 eingeschlossene, kurze Staubblätter und ein oberständiger, zweikammeriger Fruchtknoten mit zweilappiger Narbe vorhanden. Die Blüten öffnen sich nur nachts.

Als Frucht werden purpur-schwarze, kugelige, ein- bis zweisamige, glatte und kahle, etwa 6–9 Millimeter große Beeren mit beständigem Kelch gebildet.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 26, seltener 39.[2]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blüten werden zu Jasmin-Absolue und Jasmintee verarbeitet. Wurzeln, Blüten und Blätter werden medizinisch genutzt.

Als Zierpflanzen werden oft solche mit gefüllten Blüten verwendet. Die Blüten sind ein nationales Symbol in Indonesien.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • R. Kiew, J. P. C. Tan: A Revision of Jasminum (Oleaceae) in Peninsula Malaysia and Singapore, with Conservation Assessments. In: Edinburgh Journal of Botany. 77(3), 2020, S. 1–40, doi:10.1017/S0960428620000037, online auf researchgate.net.
  • Jasminum sambac in der Flora of China, Vol. 15.
  • Marilena Idzojtic: Dendrology. Academic Press, 2019, ISBN 978-0-12-819644-1, S. 359.
  • Anton C. de Groot, Erich Schmidt: Essential Oils. CRC Press, 2016, ISBN 978-1-4822-4640-7, Chapter 5.42, 43, S. 399, 411–418.
  • T. K. Lim: Edible Medicinal and Non Medicinal Plants. Volume 8: Flowers, Springer, 2014, ISBN 978-94-017-8747-5, S. 529–540.
  • Victor R. Preedy: Essential Oils. Academic Press, 2016, ISBN 978-0-12-416641-7, S. 487–494.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Arabischer Jasmin (Jasminum sambac) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rafaël Govaerts (Hrsg.): Jasminum sambac. In: World Checklist of Selected Plant Families (WCSP) – The Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew, abgerufen am 5. Mai 2020.
  2. Jasminum sambac bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. Louis.