Aramoana (Otago)

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Aramoana (Otago)
Aramoana (Otago) (Neuseeland)
Aramoana (Otago)
Koordinaten 45° 47′ S, 170° 42′ O-45.783333170.7Koordinaten: 45° 47′ S, 170° 42′ O
Einwohner 261 (2001)
Region Otago
Distrikt Dunedin
Blick auf die Bucht von Otago mit Aramoana rechts unten. Ganz links ist ein Teil der ins offene Meer führenden Mole zu sehen. Ganz rechts am Wasser ist auch der Beginn der Nehrung, genannt „The Spit“ erkennbar

Aramoana (Maori: Weg zum Meer), von Einheimischen auch „The Spit“ genannt, ist ein Küstenort auf der Südinsel Neuseelands mit 261 Einwohnern (2001).

Lage[Bearbeiten]

Aramoana liegt an einer Sanddünen-Nehrung an der Mündung der Bucht von Otago, gegenüber dem Ende der Halbinsel Otago Peninsula. Es liegt in der Verwaltungsregion Otago, rund 27 km nördlich der Regionshauptstadt Dunedin.

Geschichte[Bearbeiten]

Gedenkstätte für die Opfer des Amoklaufs in Aramoana

Der Ort entstand in den 1880er Jahren als Lotsenstation zum Navigieren von Schiffen durch die Otago-Bucht und entwickelte sich schnell zu einem kleinen Dorf. In den 1950er Jahren wurde Aramoana aufgrund seines ruhigen, ländlichen Charakters und seines schönen Strandes, der nun durch eine ca. 1.200 m ins Meer reichende Mole vor Wasserwellen geschützt wird, ein beliebter Badeort der einheimischen Bevölkerung.

1974 wurde die Save Aramoana Campaign ins Leben gerufen, um den von der Regierung geplanten Bau einer Aluminiumschmelze zu verhindern. Der Bau ist nach wie vor ein strittiger Punkt.

Untrennbar verbunden mit dem Ort ist der Amoklauf von Aramoana im November 1990, die tödlichste Schießerei in der Geschichte Neuseelands, bei der ein Mann nach einem Nachbarschaftsstreit 13 Einwohner erschoss und sich in einem Haus verschanzte. Nachdem der ganze Ort abgeriegelt worden war, mussten Sondereinheiten der Polizei nahezu jedes einzelne Haus durchsuchen, um verbliebene Anwohner zu evakuieren und den Täter zu finden, der später bei einem Schusswechsel getötet wurde.

Erholung und Freizeit[Bearbeiten]

Nördlich der Mole verläuft der „Aramoana Beach“, auch „Big Beach“ genannt. Dabei handelt es sich um einen ca. 2 km langen, weißen Sandstrand, der von vulkanischen Felsen flankiert wird. Südöstlich der Mole, verläuft ein weiterer weißer Sandstrand entlang der gesamten Nehrung hinaus in die Bucht; Dieser wird „Shelley Beach“ genannt. Die Strände und Gewässer werden von Schwimmern, Tauchern und Surfern, die Felsen am Big Beach zusätzlich von Kletterern genutzt.

Im Gebiet von Aramoana, besonders im Bereich der Nehrung und Mole gibt es auch Populationen von Seelöwen und Gelbaugenpinguinen, die beim Sonnen an den Stränden oder Wasserfelsen beobachtet werden können.