Arandas (Ain)

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Arandas
Arandas (Frankreich)
Arandas
Region Auvergne-Rhône-Alpes
Département Ain
Arrondissement Belley
Kanton Ambérieu-en-Bugey
Gemeindeverband Plaine de l’Ain
Koordinaten 45° 54′ N, 5° 29′ OKoordinaten: 45° 54′ N, 5° 29′ O
Höhe 455–939 m
Fläche 14,10 km2
Einwohner 148 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 10 Einw./km2
Postleitzahl 01230
INSEE-Code

Bürgermeisteramt (Mairie) von Arandas

Arandas ist eine französische Gemeinde mit 148 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Ain in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Sie gehört zum Kanton Ambérieu-en-Bugey im Arrondissement Belley.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arandas liegt auf 724 m, 22 Kilometer nordwestlich von Belley und etwa 50 Kilometer ostnordöstlich der Stadt Lyon (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich im Südosten der Landschaft Bugey auf einer Hochfläche am südöstlichen Rand der Cluse des Hôpitaux, eine Klus, die den südlichen Jura von Nordwesten nach Südosten durchschneidet. Die Grenzen des 14,10 km2 großen Gemeindegebietes folgen hierbei größtenteils den Abbruchkanten der bis zu 600 m tief eingeschnittenen Täler der Cluse des Hôpitaux und der Câline. Die Hochfläche rund um Arandas wird mit Feldern bewirtschaftet, nur ihre Ränder sind bewaldet. Bedingt durch den karstigen Untergrund gibt es auf dem Gemeindeboden keine Quellen oder Fließgewässer.

Zu Arandas gehört der Ortsteil Ville d’en Haut sowie die Weiler Chantigneux (610 m), Indrieux (670 m) und Le Gabrion (645 m) im Nordwestteil des Gemeindegebietes. Die Nachbargemeinden sind Saint-Rambert-en-Bugey und Argis im Norden, Tenay und La Burbanche im Osten, Ordonnaz im Süden sowie Conand im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Arandas wurde im 7. Jahrhundert erstmals erwähnt unter dem Namen Arandatus. Im Mittelalter gehörte er zu den Ländereien der mächtigen Benediktinerabtei Saint-Rambert. Ihr 1576 zur Markgrafschaft erhobenes Gebiet gelangte mit dem Vertrag von Lyon 1601 an Frankreich.[1] Arandas wurde 1865 von Conand getrennt, das zur eigenständigen Gemeinde erhoben wurde.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pfarrkirche Saint Pierre von Arandas entstand 1214 als romanische Saalkirche, wurde aber 1874 grundlegend verändert. Von dem romanischen Bau ist noch das Gewölbe mit den Rundbögen erhalten, während der Turm und Chor an entgegengesetzter Stelle errichtet wurden, so dass sich die Ausrichtung der Kirche damit umdrehte.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2011
Einwohner 169 143 140 145 128 135 155 162

Mit 148 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016)[3] gehört Arandas zu den kleinen Gemeinden des Département Ain. Aufgrund seiner Abgeschiedenheit verzeichnete das Dorf während des 20. Jahrhunderts durch starke Abwanderung einen deutlichen Bevölkerungsrückgang (1901 wurden noch 445 Einwohner gezählt). Seit Beginn der 1970er Jahre verblieb die Bevölkerungszahl auf annähernd konstantem Niveau.[2] Die Ortsbewohner von Arandas heißen auf Französisch Arandassien(ne)s.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arandas war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft und Forstwirtschaft geprägtes Dorf. Noch heute leben die Bewohner zur Hauptsache von der Tätigkeit im ersten Sektor.

Die Ortschaft liegt abseits der größeren Durchgangsstraßen. Die Hauptzufahrt erfolgt von Saint-Rambert oder Argis an der Departementsstraße D1504 durch die Cluse des Hôpitaux. Eine weitere Straßenverbindungen besteht mit Ordonnaz.

In Arandas befindet sich eine staatliche Grundschule (école élémentaire).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Arandas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. É. Philipon: Dictionnaire Topographique du Département de l’Ain. Imprimerie Nationale, 1911, S. 12 (französisch, online [PDF; abgerufen am 4. Januar 2014]).
  2. a b Arandas — notice communal. In: cassini.ehess.fr. Abgerufen am 20. März 2014 (französisch, ab 1968 Einwohnerzahlen von INSEE).
  3. Französisches Statistikinstitut (www.insee.fr)