Ararat (Provinz)

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Ararat
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Über dieses Bild
Basisdaten
Staat Armenien
Hauptstadt Artaschat
Fläche 2096 km²
Einwohner 246.880 (2011)
Dichte 118 Einwohner pro km²
ISO 3166-2 AM-AR

Koordinaten: 39° 54′ N, 44° 42′ O

Ararat (Zum Anhören bitte klicken! [ɑɾɑˈɾɑt], armenisch Արարատի մարզ, Ararati marz, „Provinz Ararat“) ist eine Provinz in der Mitte Armeniens mit der Provinzhauptstadt Artaschat. Die Provinz hat eine Fläche von 2096 km² und eine Bevölkerung von 246.880 (Stand 2011). Sie befindet sich östlich des in der Türkei gelegenen Berges Ararat und ist nach ihm benannt.

Der Name Ararat des Alten Testaments bezeichnete das Urartäische Reich (von assyrisch Urartu) und entspricht offensichtlich dem altarmenischen, bis ins Mittelalter verwendeten Namen Airarat für die Araxes-Ebene.[1]

Die Provinz grenzt im Westen an die Türkei und im Süden an die zu Aserbaidschan gehörende Autonome Republik Nachitschewan. In der Provinz liegt auch Kərki, die 1992 von Armenien vereinnahmte Exklave von Nachitschewan.

Weitere Städte neben Artaschat sind Ararat sowie die in den 1990er-Jahren zu Städten erhobenen früheren Siedlungen städtischen Typs Masis und Wedi. Neben diesen drei Stadtgemeinden gibt es 93 Landgemeinden mit insgesamt 95 Dörfern; die größten Dörfer (mit jeweils über 4000 Einwohnern) sind Ajntap, Ararat (unweit der gleichnamigen Stadt, aber eigenständig), Awschar, Mchtschjan, Nor Charberd (bis in die 1990er-Jahre ebenfalls Siedlung städtischen Typs) und Wosketap (Stand 2011).

Die Provinz wurde während der administrativen Neuordnung im Rahmen der Dezentralisierung 1995 aus den seit 1930/37 in der Armenischen SSR der Sowjetunion bestehenden Rajons Ararat, Artaschat und Massis sowie den rajonfreien Städten Ararat und Artaschat gebildet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heinrich Hübschmann: Die altarmenischen Ortsnamen. Mit Beiträgen zur historischen Topographie Armeniens und einer Karte. Karl J. Trübner, Straßburg 1904, S. 201, 278–283