Arbëresh

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Zwei Frauen der Arbëresh aus Piana degli Albanesi in traditioneller Tracht, 1902
Zwei Frauen der Arbëresh aus Piana degli Albanesi in traditioneller Tracht, heute

Die Arbëresh (IPA: ar'bəreʃ) sind eine alteingesessene albanische ethnische Minderheit in Mittel- und Süditalien und auf der Insel Sizilien, die in Italien durch das Gesetz Nr. 482 „Zum Schutz der historischen Sprachminderheiten“ vom 15. Dezember 1999 geschützt werden.[1] Ihr zerstreutes Siedlungsgebiet wird in Italienisch „Arbëria“ (auch: Arberia) genannt.

Der Begriff Arbëresh bedeutet „Albaner“ und hat seinen Ursprung im Wort Arber/Arbëri, mit dem man die Region des heutigen Albanien des 15. und 16. Jahrhunderts benannte.

Die Arbëresh kamen sporadisch in mehreren kleineren und größeren Migrationswellen ins heutige Italien. Während es am Anfang Söldner waren, die im Dienst der lokalen Feudalherren und der Könige von Neapel standen, kam es nach dem Tod des albanischen Nationalhelden Skanderbeg (1468) und nach der Eroberung von Kruja (1478) und von Shkodra (1479) durch die Osmanen zu größeren Flüchtlingswellen. Im 16. und 17. Jahrhundert kam es zu Migrationswellen der albanisch-griechischen Bevölkerung (Arvaniten) aus den zahlreichen albanischen Gemeinden in Thessalien, Euböa, Korinth, Attika und Morea im heutigen Griechenland. Um 1740 flüchtete die christliche Bevölkerung aus dem Ort Piqeras bei Lukova in der Çameria nach Italien.[2]

In die neue Heimat brachten die Arbëresh außer ihrer Sprache, ihre Religion nach byzantinischem Ritus, die Kunst der Ikonographie, ihre Bräuche und ihre Tracht.

Nach mehr als fünf Jahrhunderten in der Diaspora spricht ein Teil der in Italien gegründeten albanischen Gemeinden noch heute eine konservative vor-osmanische albanische Sprache (Gluha Arbëreshë).

Namen und Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zweisprachiges Platzschild in Civita auf Arbëresh (unten) und Italienisch

Die Arbëresh nennen sich selber in ihrem albanischen Dialekt Arbëreshët (Mehrzahl bestimmt) bzw. Arbëreshë (Mehrzahl unbestimmt). Die Einzelperson wird Arbëresh/-i (männlich) bzw. Arbëreshe/Arbëreshja (weiblich) genannt. Die von ihnen gesprochene Sprache wird Arbëresh genannt. Auf Italienisch werden sie als Arbëreshë (IPA: ar'bəreʃ) bezeichnet.

„Arbëresh“ (toskisch) und „Arbër“/„Arbën“ (gegisch) waren im Mittelalter die Selbstbezeichnungen der Albaner, die während der Zeit der Osmanen ungebräuchlich wurden. Heute werden nur mehr die Albaner in Italien, deren Vorfahren ab dem 14. Jahrhundert eingewandert sind, Arbëresh genannt.
Die Selbstbezeichnung des albanischen Volkes lautet heute „Shqiptarë“ („Albaner“; Mehrzahl unbestimmt), die des Landes Albanien (albanisch unbestimmt: Shqipëri, bestimmt: Shqipëria).

In antiken Geschichtsquellen werden die Albaner unterschiedlich bezeichnet: in byzantinischen „Albani“, in westlichen (Neapel, Venedig, Aragón): „Albaner oder Epiroten“, in osmanischen: Arnauten und von den Griechen werden die in Griechenland lebenden Albaner Arvaniten genannt.[3]

Sprache[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbreitung der albanischen Sprache in Süd- und Südosteuropa

Die Sprache der Arbëresh ist die alte albanische Sprache (Arbërisht, Arbërishtja oder Gluha Arbëreshe), ein Unterdialekt des Toskischen (Toskë), das in Südalbanien, wo die Massendiaspora ihren Ursprung hatte, gesprochen wird. Es unterscheidet sich von der heutigen Hochsprache wesentlich. In einigen Zentren wird ein gemischtes Arbëresh gesprochen, das aus einem gegischen Tonfall (Gegë), dem Dialekt, der in Nordalbanien gesprochen wird, mit liturgischem Griechisch (in Bezug auf die Verwendung religiöser Funktionen) und einer Verschmelzung mit den südlichen italienischen Dialekten besteht. Dieser Prozess entstand durch den jahrhundertelangen Aufenthalt in Italien.

Auch wenn die heutige Standardsprache Albaniens auf dem südlichen toskischen Dialekt basiert, wird der toskische Dialekt „Arbëresh“ wegen verschiedener Akzente und Beugungen nicht ohne weiteres von einem albanischen Muttersprachler verstanden. Es gilt im Allgemeinen, dass das Niveau der sprachlichen Verständigung unter Italo-Albanern (Arbëresh) und gebürtigen Albanern (Shqiptarë) diskret ist. Man schätzt, dass 45 % der Arbëreshwörter mit der aktuellen albanischen Sprache Albaniens übereinstimmen[4][5], weitere 15 % durch Neologismen von italo-albanischen Autoren erstellt und dann in die gemeinsame Sprache übernommen wurden; der Rest ist das Ergebnis einer Kontamination mit dem Italienischen, vor allem mit den einzelnen lokalen Dialekten Süditaliens.[6]

Wegen seiner immer kleiner werdenden Anzahl an Sprechern gehört das Arbëresh zu den bedrohten Sprachen. Laut einer Schätzung von 2002 sprechen etwa 80.000 Menschen diese Sprache.[7] Andere Schätzungen gehen von 260.000 (1976) und 100.000 (1987) aus.[8]

Die jüngere Generation spricht immer weniger Arbëresh, was auch dadurch bedingt ist, dass es keine wirkliche einheitliche Sprache gibt, die von allen Gemeinschaften gesprochen wird. Dies führt dazu, dass die Albaner untereinander oft Italienisch als Verständigungssprache benutzen.[9]

Siedlungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Albanische Besiedelung Griechenlands[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Arvaniten
Epirus in der Antike

Die Arbëresh lebten ursprünglich vor allem in Epirus und in den Bergen von Pindos. Zwischen dem 11. und 14. Jahrhundert zogen albanische Stämme in kleinen Gruppen in Richtung Südosten nach Thessalien, Euböa, Korinth, Attika und Morea, wo sie nach einer Anfangsphase des Nomadentums eigene Kolonien (katun) gründen durften und ihre ethnischen Sitten, wie Sprache und Stammesgebräuche aufrechterhielten. Von den Griechen wurden und werden sie noch heute Arvaniten genannt.[10] Selber nennen sie sich „Arbërore”, was Albaner bedeutet.[3]

Die erste albanische Erscheinung in der historischen griechischen Region Thessalien geht auf das Ende des 13. Anfang des 14. Jahrhunderts zurück. Hauptsächlich während der italienischen Herrschaft der Orsini (1318–1359) wanderte die Bevölkerung von Epirus, die hauptsächlich aus albanischen Stämmen bestand, aufgrund von inneren Kämpfen, Massakern und Sippenverdrängung durch die Täler des Pindosgebirges nach Thessalien aus.[11] Von Thessalien, wo sich zahlreiche unabhängige albanische Volksstämme, wie Malacassi, Bua, Messariti u. a. m. konzentriert hatten, wurden die Albaner von den katalanischen Herrschern des Herzogtums Athen nach Lokris, Böotien und Attika eingeladen.[12] Die Albaner galten als „kriegerisch und treu“[13] und wurden als Experten im Feld zu beliebten Söldnern (Stratioten) der Serben, Franken, Aragonier und Byzantiner.[14]

Herzogtum Athen im 13. Jahrhundert

Im Archiv der aragonesischen Krone in Barcelona befinden sich viele Dokumente, die die Geschichte des Herzogtums Athen erhellen und sich auch auf die albanische Einwanderung in diese Region beziehen. Peter IV., Graf von Barcelona (als Peter I. auch König von Sardinien und Herzog von Athen und Neopatria) richtete sich dankend mit einem Brief an den Grafen von Demetriase i Albanenses“ (und die Albaner) für die Verteidigung der Herzogtümer Athen und Neopatria.[15] Am 31. Dezember 1382 gab Peter IV. seinem Leutnant und Vicomte Rocabertino den Befehl, allen Griechen und Albanern, die ins Herzogtum Athen kommen wollten, eine Steuerbefreiung von zwei Jahren zu gewähren und die Kapelle des Heiligen Georg in Livadia Bruder Francis Comminges zu übergeben.[16]

Zwischen 1379 und 1393 eroberte der italienische Nerio I. Acciaiuoli mit Hilfe einer Navarresischen Kompanie die Städte Theben und Athen und beendete somit die katalanische Herrschaft in Griechenland. Seitdem zogen katalanische und albanische Flüchtlinge, die bereits im Herzogtum Athen angesiedelt waren, nach Sizilien, um den aragonesischen Königen der Insel zu dienen.[17] Am 20. April 1402 beschloss der Senat der Republik Venedigpro apopulando Insulam nostram Nigropontis[18] (pro Besiedlung unserer Insel Negroponte), dass „Albaner und Andere“ sich mit ihren Familien unter dem Schutz der Republik auf der seit 1205 zu Venedig gehörenden Insel Negroponte (Euböa) niederlassen durften. Dafür erhielten sie für zwei Jahre „Befreiung von allen Steuern und für die Arbeit geeignetes Ödland geschenkt“ unter der Bedingung, dass sie so viele Pferde „wie Männer der Familienoberhäupter“ hielten, die Insel nicht ohne Erlaubnis des Provveditore des Dogen verlassen und jederzeit zur Verteidigung der Insel bereit waren.[18]

Aus Dokumenten des Archivs von Venedig wird die Organisation der venezianischen Regierungen in den verschiedenen Besitztümer deutlich: großzügig mit den würdigen und treuen Untertanen, die Belohnungen, Privilegien und Ehrentitel sowie Asyl im venezianischen Gebiet im Falle einer feindlichen Invasion erhielten und streng in der Anwendung der Gesetze mit Verurteilungen und harten Strafen für Schuldige und Kriminelle. So garantierte der venezianische Senat am 28. August 1400 für Schutz und Gastfreundschaft für die Verdienste von Mirska Zarcovichio, Herr von Vlora, im Falle einer osmanischen Invasion. Am 14. Mai 1406 erhielt Nicola Scura von Durazzo vom Grafen von Shkodra ein Empfehlungsschreiben für „unermüdliche Loyalität“. Auf Oliverio Sguro, der für Verbrechen verbannt wurde, stand die Todesstrafe (27. März 1451). Er sollte auf dem Markusplatz in Venedig zwischen zwei Säulen enthauptet werden („… conducatur Venetias et amputetur ei caput in medio duarum columnarum“). Dasselbe Todesurteil traf am 4. April 1454 drei albanische Matrosen – “Balistari” – auf den Galeeren von Marino Cantareno wegen Meuterei und Desertion.[19]

Im Mai 1347 wurde Manuel Kantakuzenos von seinem Vater, Kaiser Johannes VI. Kantakuzenos, zum byzantinischen Despoten von Morea ernannt, wo er 1349 eintraf. Manuel, beunruhigt durch die Kriege gegen die lateinischen Nachbarstaaten, die unruhige Bevölkerung, die osmanischen Einfälle und den Bevölkerungsrückgang, versuchte dem demografischen Problem in der Region Abhilfe zu schaffen, indem er die Einwanderung einer großen Anzahl von Albanern aus Epirus und Thessalien anordnete.[20]

Theodor I. Palaiologos, Despot von Morea von 1382/83 bis 1406, genehmigte zwischen 1398 und 1404 die Niederlassung von albanischen Volksstämmen in Morea, um sein Despotat von griechischen Rebellen, von Venezianern und vor allem gegen die immer häufiger werdenden osmanischen Angriffen zu verteidigen.[20] Nach dem griechischen Historiker Dionysios A. Zakythinos kamen 10.000 Albaner mit ihren Familien und ihren eigenen Herden an den Isthmus von Korinth und baten den Despoten um Erlaubnis, sich auf dem Territorium des Despoten niederlassen zu dürfen, was dieser akzeptierte.[21]

Albanische Besiedelung Italiens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Königreich Neapel

Das Königreich Neapel, das durch seine Ausdehnung und Fruchtbarkeit seines Territoriums in der Lage gewesen wäre, zwölf Millionen Einwohner zu beherbergen, zählte nicht mehr als fünf Millionen. Mit der Zeit erkannte die Regierung, dass die Bemühungen, die Zahl der Einheimischen zu erhöhen, zu langsam und oft fruchtlos waren. Aus diesem Grund wandte sich die Regierung ans Ausland und zwar an die Albaner, die zuerst dank der Nähe und dann durch die osmanische Unterdrückung leicht zur Auswanderung zu bewegen waren.[13]

Es wird angenommen, dass sporadisch albanische Gruppen bereits zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert ins Königreich Neapel kamen. Es gibt Berichte über Albaner in Kalabrien, die nach der Eroberung der Hafenstadt Durazzo (lat. Dyrrachium) durch Karl I. von Neapel im Jahr 1272[Anm. 1] im Dienst der feudalen kalabrischen Barone standen. Diese hatten sich wegen zu hohen Gabellen und anderen unmöglich zu zahlenden Steuern gegen das angevinische Regime erhoben und die Albaner zu Hilfe gerufen, die ihre militärischen Dienstleistungen zur Verfügung stellten.
Karl I. erließ vorteilhafte Bestimmungen für die Albaner, die sich in Apulien befanden.[22] Aus dem Jahr 1272 gibt es Spuren von Albanern in einem Ort namens Pallavirgata in der Nähe von Brindisi, andere in verschiedenen Orten der Provinz, von denen jedoch jegliche Spur verloren gegangen ist.[23] Steuervergünstigungen erhielten Kaufleute, von denen viele von den Herren der Orte nach Apulien, Kalabrien und Sizilien eingeladen worden waren, um dort Handel zu treiben.[22]

Unter den Albanern im Königreich Neapel befanden sich auch sogenannte „obsides“ bzw. Geiseln, „offensichtlich Personen von hohem Rang, die in Aversa zu Gast waren“, sowie „einige Gefangene in den Festungen von Brindisi und Acerenza“. Erwähnt werden auch einige versklavte „Albanenses seu Graeci“ (Albaner oder Griechen), Personen aus dem Balkan beiderlei Geschlechts, die als „sclavis seu servis“ (Sklaven oder Diener) gehalten wurden aufgrund der Tatsache, dass sie gekauft worden waren. König Karl I. gab den Auftrag, dass diese „Albanenses et Graecos masculos seu feminas“ (Albaner und Griechen männlich oder weiblich) befreit werden und dahin gehen könnten, wohin sie wollten.[22]

Als Karl Thopia 1363 das Fürstentum Albanien eroberte, mussten viele albanische Partisanen der Königin von Neapel, Johanna I., ins Königreich Neapel fliehen, um den Repressalien des neuen Herrn zu entkommen.[24]

In den Jahren 1388[Anm. 2], 1393[Anm. 3] und 1399 wurden zwischen den albanischen Fürsten und der Republik Venedig, die starke Handelsinteressen in diesen Gebieten der Adria hatten, mehrere Allianzen eingegangen. Mit dieser Strategie gelang es beiden Völkern, die Eroberungen und Expansion der Serben und Osmanen in diesen Gebieten zu stoppen. Aus diesem Geflecht von militärischen und kommerziellen Beziehungen kamen viele Albaner nach Italien, und zum Teil blieben sie dort[25] und gründeten die erste dauerhafte albanische Siedlung auf italienischem Staatsgebiet.[26]

Unter Martin I., König von Sizilien (1377/1392–1409), diente jahrelang der aus dem Epirus stammende Giovanni Matrancha (auch: Matracca, Matraccha, Matracchia, Matranga), der als Belohnung für seine Dienste das Gebiet von Morgana nicht weit von Calascibetta gelegen und das königliche Verwalteramt von Castrogiovanni erhielt.[27] 1391 heiratete er in Castrogiovanni die adelige Giacopina Leto, mit der er zwei Söhne hatte: Giacomo[Anm. 4] und Pietro. Die Brüder, die 1406 ein großes Gebiet, Marcato di Mulegi genannt, von Antonio di Ansisa, ein Verwandter mütterlicherseits, erbten, „lebten sehr reich“, vor allem Giacomo, der das Lehnsgut Mantica und andere Güter erwarb. Gewissheit darüber gibt eine alte Grabschrift in der Chiesa Santa Caterina in Castrogiovanni des Kommandanten Giacomo Matrancha, Baron von Mantica und anderen Lehnsgütern[28]: „Hic iacet Jacobus Matrancha , olim Baro Manticae cum suis ab Epiro , post infinitos labores , spiritum inter sidera suisque ossibus, hic requiem dedit“[29][Anm. 5]

Schlacht auf dem Amselfeld
Gemälde von Adam Stefanović, 1870

Historisch bedeutend für die albanischen Fürstentümer war die Schlacht auf dem Amselfeld am 15. Juni 1389, an der einige albanische Fürsten wie Pal Kastrioti und Theodor Muzaka II. teilnahmen. Beide fielen in dieser Schlacht. Die Schlacht auf dem Amselfeld markierte sowohl den Beginn der osmanischen Eroberung auf der Balkanhalbinsel als auch den Anfang einer starken Verteidigung der albanischen Bevölkerung, die erst 100 Jahre später vorläufig enden sollte. In dieser Zeit ließen sich die ersten albanischen Flüchtlinge in Süditalien nieder.

Mit der Ausdehnung des Osmanischen Reichs im 14. Jahrhundert nach Albanien flüchteten viele der damals christlichen Albaner nach Dalmatien, in südgriechische Gebiete und ins heutige Italien. Mit der Eroberung von Konstantinopel im Jahr 1453 hatten die Osmanen einen Großteil der Balkan-Halbinsel unter ihrer Kontrolle gebracht, während dem Byzantinischen Reich nur noch die Küste übrig blieb. Es gibt Nachrichten von Migrationen nach Italien vom anderen Ufer der Adria aus dieser Zeit. Die Volksverschiebung wurde in erster Linie durch den florierenden Handel bestimmt. Bevorzugt waren Gebiete, die einmal zum Römischen Reich und später zur Republik Venedig gehörten.[26] Im 15. Jahrhundert registrierte man albanische Auswanderer in Venedig und in den unter der Republik Venedig stehenden Gebieten, wo sie blühende Kolonien bildeten. Die meisten Kolonien in Italien wurden nach dem Tod des albanischen Fürsten Gjergj Kastrioti, genannt Skanderbeg (1468), der Eroberung von Kruja (1478) und von Shkodra (1479) gegründet. Diese Einwanderungswellen setzten sich bis 1743 fort, als die letzte Kolonie Villa Badessa in Abruzzen gegründet wurde. Nach Studien der Geschichtswissenschaft gab es acht Auswanderungswellen von Albanern nach Italien, denen die Binnenmigration innerhalb Süditaliens und die letzte Migration (die neunte) der 1990er Jahre hinzugefügt werden müssen.[30]

Neapolitanische Provinzen um 1454

Die Arbëresh gründeten fast 100 Soldaten- und Bauernkolonien, von denen sich die meisten in Kalabrien befinden. Sie erhielten Privilegien wie Steuerbefreiung[31] und volle administrative Autonomie.[32] Später wurde eingeführt, dass jedes albanische „Feuer“[Anm. 6] jährlich 11 Carlini (mittelalterliche Münze im Königreich Neapel) zu zahlen hatte. Ausgenommen davon war Calabria Citra, wo sich die prominente Bevölkerung von Koroni aus Morea niedergelassen hatte, die am 8. April 1533 vom Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, Karl V., besondere Privilegien erhalten hatte (siehe weiter unten: Die fünfte Migration). Diese Privilegien waren ein Ausnahmefall, wurden allerdings auf die Orte Barile und San Costantino Albanese in Basilikata und Farneta in Kalabrien ausgedehnt, weil dort „Coronei“ (ital. für die Bevölkerung von Koroni) lebten.[33] Die Privilegien waren dauerhaft und wurden später bestätigt: am 18. Juli 1534 von Karl V.,[34] was am 3. März 1538 von der königlichen Kammer bestätigt wurde. Auf Antrag der Nachkommen der im Königreich siedelnden „Coronei“ wurden die Privilegien mit Datum Madrid, 20. Juli 1620, und mit der Klausel „dummodo in possessione existant“ (vorausgesetzt am Leben) von Philipp III. bestätigt.[35] Unter anderem erlaubte Philipp III. den „Coronei“ überall Waffen zu tragen, sogar bis in die Wohnungen des Fürsten. Somit wurden sie „Lance spezzate” (Lance Corporal) des Königs von Spanien. In Bestätigung der Kapitulationen zwischen den „Coronei“ und den Herrschern liest man: „Ebenso können diese Bürger im ganzen Reich und in der Jurisdiktion der vorher genannten kasierlichen Messieurs Waffen tragen, auch bis in die Kammer ihrer Messieurs und deren Offiziere, da es die vorherigen Könige gewährt haben […].“ Am 20. August 1662 (vollstreckbar am 25. August 1662) wurden die Privilegien von Philipp IV. mit der Klausel „dummodo in possessione existant“ und schließlich von Philipp V. bestätigt. [36]

1569 zählte man 3944 albanische „Feuer“: in Molise 102, im Principato Ultra 56, in Basilikata 787, in Calabria Ultra 153, in Terra Hidrunti 803, in Terra di Bari 1186, in Capitanata 1169, in Abruzzo Ultra 138, in Abbruzzo citra 403. Von den anderen Provinzen gibt es für dieses Jahr keine Volkszählung, da es oft vorkam, dass die Albaner wegzogen, um nicht gezählt zu werden und somit die 11 Carlini jährlich nicht zu bezahlen.[31]

Mit der Heirat von Irina (manchmal auch als Irene oder Elena angeführt) Kastrioti (Enkelin von Gjon Kastrioti II., dem Sohn Skanderbegs), Tochter von Ferdinand (Herzog von San Pietro in Galatina und Soleto), im Jahr 1539 mit Pierantonio Sansaverino († 1559 in Frankreich), Fürst von Bisignano, Herzog von Corigliano Calabro und San Marco, kam es zur Binnenmigration. Viele Arbëresh von Apulien folgten ihr nach Kalabrien, wo sie Falconara Albanese in der Provinz Cosenza gegründet haben sollen.[37][38]

Die erste Migration (1399–1409)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Migration fand im Zeitraum zwischen 1399 und 1409 statt, als der König von Neapel, Ladislaus aus dem französischen Haus Anjou, sich gezwungen sah, mit albanischen Söldnertruppen, die ihre Dienste der einen oder anderen Partei anboten, die Aufstände der lokalen Barone in Kalabrien, das zum Königreich Neapel gehörte, gegen die Anjou niederzuschlagen.[30][39] In jener Zeit ereigneten sich oft Aufstände des Adels gegenüber einer königlichen Macht, die bereit war, Kompromisse einzugehen.

Die zweite Migration (1416–1448)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zweite Migration geht auf die Jahre zwischen 1416 und 1448 zurück, als 1442 der König von Neapel Alfons I. aus dem spanischen Haus Aragon, nach fünfjährigem Kampf gegen die Anjou, von Papst Eugen IV. die Belehnung mit Neapel erreichte.

1444 brach in Calabria Ulteriore[40] eine neue Revolte unter dem Prätendenten auf den Thron von Neapel, René I. aus dem französischen Haus Anjou, und dem katalonischen Antonio Centelles aus. Centelles war vom König mit der Markgrafschaft Crotone belehnt worden.[41] Als Centelles die Achtung des Königs verlor, wurden all seine Lehnsgüter eingezogen und zu Staatseigentum erklärt.
Alfons, der in enger Beziehung zu Albanien stand, sah sich dazu gezwungen, die Albaner um Unterstützung zu bitten. Drei leistungsstarke Truppen (zirka 3000 Mann)[42] unter dem albanischen adeligen Feldherrn Demetrio Reres[43][44] (auch: Demetrius Reres, verwandt mit den Kastrioti)[45][Anm. 7] und seinen Söhnen Giorgio und Basilio wurden nach Kalabrien geschickt, um den Aufstand der Barone niederzuschlagen.

Im Februar 1445 wurde Centelles besiegt, musste Kalabrien verlassen und war gezwungen, die königliche Gnade zu erbitten. Die Intervention der albanischen Armee war entscheidend für das politische Gleichgewicht der Zeit. Den Soldaten wurde erlaubt, neue Orte zu gründen und andere verlassene Orte neu zu besiedeln. Noch vor 1448 wurden die ersten drei Kolonien gegründet, die Alfons I. mit Land und Privilegien bereicherte.[46]

1448 wurde „Demetrio Reres, tapferer Kapitän der Epiroten“ als Gegenleistung für seine Verdienste vom König von Neapel mit einer königlichen Urkunde[46][Anm. 7] ausgezeichnet und zum Gouverneur der Provinz Calabria Ulteriore[40][45] ernannt. Außerdem erhielt er die vom Centelles beschlagnahmten Gebiete in Kalabrien.[42] Von den Soldaten von Reres wurden die ersten sechs albanischen Orte gegründet: Amato, Andali, Arietta (Fraktion von Petrona), Casalnuovo, Vena di Maida und Zangarona.[47]

Wegen des osmanischen Drucks in Albanien zogen es viele Soldaten vor, in Süditalien zu bleiben. Auch folgten ihnen verschiedene Gruppen aus der Heimat nach. Sie gründeten neue Orte oder besiedelten verlassene Orte neu. Das waren in der Provinz Catanzaro Caraffa di Catanzaro, Gizzeria, Marcedusa und Zagarise, in der Provinz Crotone Belvedere di Spinello, Carfizzi, Casabona, Pallagorio, San Nicola dell'Alto und Zinga (Fraktion von Casabona) sowie in der Provinz Cosenza Curinga.[48][49]

Seine beiden Söhne, Giorgio und Basilio, wurden in den Rang eines Kapitäns erhoben. Aus einem königlichen Dokument vom 1. September 1448[45] geht hervor, dass Giorgio als Führer der Epiroten[Anm. 7] mit einer Militärkolonie nach Sizilien versetzt wurde, um mit einer Garnison im Casale Bisiri[Anm. 8], Schloss von Mazara,[50] die Westküste der Insel vor den Einfällen der Anjou zu schützen.[40]

Als nach zwei Jahren die Furcht vor einer Invasion der Anjou nachließ, verließen die Soldaten Bisiri, gingen zuerst nach Calatamauro und dann auf den Besitztum des Hauses Cardenia Peralta, wohin sie ihre Familien aus Albanien nachkommen ließen. Sie bauten die ersten Häuser, die Kirche SS. Annunziata und gründeten 1450 die Arbëresh-Siedlung, der sie nach dem Lehnsgut den Namen Contessa (das heutige Contessa Entellina) gaben.[40] Es wurden weitere Orte neu gegründet oder verlassene Orte neu besiedelt. Andere albanische Soldaten ließen sich in Taormina nieder; wieder andere kehrten in ihre Heimat zurück.[10][51]

Die dritte Migration (1461–1468)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die dritte Migration geht auf die Jahre zwischen 1461 und 1468 zurück, als Ferdinand I. aus dem spanischen Haus Aragon, König von Neapel, sich 1459 dazu gezwungen sah, Skanderbeg um Unterstützung im Kampf gegen einen von den französischen Anjou angeschürten Aufstand der lokalen Barone (1459–1462) zu bitten.
Skanderbeg, der in Kämpfe mit den Osmanen verwickelt war, vertraute seinem Neffen Coiro Streso[52] (oder Gjok Stres Balšić)[53] ein 5000 Mann starkes Expeditionskorps an.
In Barletta war die Basis seiner Operationen. Die Truppen des Rebellen Giovanni Antonio Orsini del Balzo, letzter Fürst von Tarent, wurden schnell besiegt. Dann kam es zum Gefecht mit den Franzosen und zur Eroberung der Stadt Trani.[52]

Skanderbegs militärische Expedition nach Italien (1460–1462). Die nördliche Route wurde von ihm selbst genommen, während seine Untergebenen auf der südlichen reisten.

1460 hatte König Ferdinand ernste Probleme mit einem weiteren Aufstand der Anjou und bat Skanderbeg erneut um Hilfe. Diese Aufforderung beunruhigten die Gegner von König Ferdinand. Der herausragende, aber unzuverlässige Condottiere Sigismondo Pandolfo Malatesta, der Wolf von Rimini, äußerte, dass, wenn Ferdinand Skanderbeg empfangen würde, er zu den Osmanen überlaufen würde. Im September 1460 entsandte Skanderbeg eine Kompanie von 500 Kavalleristen unter seinem Neffen Ivan Strez Balšić, die am 1. Oktober 1460 in Trani und Barletta ankamen.[54]

Ferdinands Hauptgegner Fürst Giovanni Antonio Orsini del Balzo von Tarent versuchte Skanderbeg von diesem Unternehmen abzubringen und bot ihm sogar eine Allianz an, was keinen Einfluss auf Skanderbeg hatte, der am 31. Oktober 1460 antwortete, dass er der Aragon-Familie, besonders in Zeiten der Not, Lehnstreue schuldig sei.[53] In seiner Antwort an Orsini erwähnte Skanderbeg, dass Albaner ihre Freunde nie verraten würden, dass sie Nachkommen von Pyrrhus von Epirus seien, und erinnerte somit Orsini an die Pyrrhussiege in Süditalien.

Als die Situation kritisch wurde, schloss Skanderbeg am 17. April 1461 einen dreijährigen Waffenstillstand mit den Osmanen und erreichte am 25. August 1461 Apulien mit einer Expeditionskraft von 1000 Kavalleristen und 2000 Infanteristen. Ferdinand betraute ihn mit der gesamten apulischen Front und mit der Verteidigung der Festung von Barletta, während der König weiter nördlich mit Alessandro Sforza, Herzog von Mailand, gegen die französischen Anjou kämpfte.
Skanderbeg führte die ihm zugewiesene Aufgabe mit äußerster Gewissenhaftigkeit aus. Von Barletta und Trani aus griff er die Gebiete der rebellischen Barone in Terra d’Otranto an, wo er Elend und Verwüstung verbreitete. Die „Casali“[Anm. 8] in der Provinz Tarent, deren Feudalherren mit dem Rebellen Giovanni Antonio Orsini del Balzo verbündet waren, wurden dabei zerstört.[55]
Nach drei Monaten verlangten die Rebellen, angeführt vom Fürsten von Tarent, den Frieden, für den Skanderbeg selbst als Vermittler eintrat.[56]
Skanderbeg kämpfte später in der Schlacht im Gebiet Terrastrutta, in der Nähe des heutigen Greci in Kampanien, in der die Anjou endgültig geschlagen wurden. Nach dieser Schlacht wurde zur Verteidigung eventueller Rebelleneinfälle eine Garnison von albanischen Soldaten auf diesem Hügel gelassen, die den Ort Greci gründeten.[57]

Skanderbeg war es gelungen, die italienischen und angevinischen Truppen von Orsini von Tarent zu besiegen, den Thron von König Ferdinand zu sichern und nach Albanien zurückzukehren. König Ferdinand dankte Skanderbeg für den Rest seines Lebens. Während ein großer Teil der Truppen in Apulien blieb und sich in Capitanata und Terra d’Otranto niederließ und „Albania Salentina“ (salentinisches Albanien) gründete, kehrte Skanderbeg mit einigen Truppen in die Heimat zurück, um erneut den Osmanen entgegenzutreten.[58]
Zur „Albania Salentina“ gehörten die Orte Sternatia und Zolino in der Provinz Lecce, Belvedere, Carosino, Civitella, Faggiano, Fragagnano, Mennano, Monteiasi, Montemesola, Monteparano, Roccaforzata, San Giorgio Ionico, San Crispieri (heute eine Fraktion von Faggiano), San Martino, San Marzano di San Giuseppe und Santa Maria della Camera[59][58] in der Provinz Tarent, von denen heute nur San Marzano di San Giuseppe die historische Erinnerung an jene Zeiten darstellt und den albanischen Dialekt Arbëreshët erhalten hat.[52] In der Provinz Foggia in Capitanata wurden Casalnuovo di Monterotaro, Casalvecchio di Puglia, Castelluccio dei Sauri, Chieuti, Faeto, Monteleone di Puglia, Panni und San Paolo di Civitate gegründet.[37]

Schloss Monte Sant’Angelo, Holzschnitt 1898

Auf Skanderbegs Reise nach Neapel im Jahr 1467 erfüllte Ferdinand I. am 10. April seine „Dankbarkeit, Großzügigkeit und Wohlwollen“[60][Anm. 9] für die erhaltene Hilfe in Apulien mit einem Freibrief. Skanderbeg erhielt für sich und seine gegenwärtigen und zukünftigen Erben die Lehnsgüter Monte Sant’Angelo und San Giovanni Rotondo in Capitanata[61][Anm. 10] mit einer Reihe von symbolischen und wirtschaftlichen Vorteilen: die Ausdehnung der Macht auf den gesamten Küstenabschnitt zwischen den beiden Gütern, der direkte Zugang der königlichen Gerichtsbarkeit bei Streitigkeiten und schließlich die Möglichkeit, von der Küste von Monte Sant'Angelo und vom Hafen von Mattinata Waren in beliebigem Wert zu im- und exportieren ohne Verpflichtung zur Zahlung der Gebühren an den Hafen von Manfredonia. Monte Sant’Angelo war zu der Zeit ein sehr angesehenes Lehen, das bis zu jenem Zeitpunkt nur Mitgliedern der regierenden Hauses gewährt worden war.[62]

Da der Freibrief erst nach drei Jahren Gültigkeit haben sollte, schwur der König vier Tage später den Treueeid darauf.[61]

Viele der Albaner, die ihren Fürsten nach Italien begleitet hatten, baten und erhielten das Recht, mit ihren Familien dort bleiben zu dürfen,[63] wo sie sich in verschiedenen Ortschaften zerstreuten.[23]

Nach dem Tod Skanderbegs am 17. Januar 1468 in Lezha äußerte seine Witwe Donika Arianiti gegenüber König Ferdinand I. von Neapel den Wunsch, mit ihrem Sohn Gjon Kastrioti II., dem einzigen Nachkommen Skanderbegs, sich auf den Lehnsgütern Skanderbegs im Königreich Neapel niederlassen zu können, um der Rache der Osmanen und der Islamisierung zu entkommen, was der König mit seinem Brief vom 24. Februar 1468 mit Freude akzeptierte.[64][Anm. 11]

Die vierte Migration (1468–1506)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die vierte und umfangreichste Migration geht auf die Jahre zwischen 1468 und 1506 zurück, als die Venezianer die Albaner dem unersättlichen Schmachten Mehmeds II. nach mehr Herrschaftsbereich sich selbst überlassen hatten. Immer mehr albanische Städte und Festungen fielen unter osmanische Herrschaft. Die Bevölkerung wurde verfolgt und niedergemetzelt. Viele Albaner, die die gesamte Besetzung ihrer Heimat und die Rache der Osmanen voraussahen, folgten dem Beispiel jener Albaner, die sich bereits früher in Süditalien niedergelassen hatten. Von den Häfen Ragusa, Skutari und Lezha verließen sie ihre Heimat auf venezianischen, neapolitanischen und albanischen Schiffen.[65]

Papst Paul II. schrieb an den Herzog von Burgund: „Die Städte [von Albanien], die bis auf diesen Tag der Wuth der Türken widerstanden hatten, sind von nun an in ihre Gewalt gefallen. Alle Völker welche die Ufer des adriatischen Meeres bewohnen, zittern beym Anblick der drohenden Gefahr. Man erblickt allenthalben nur Schrecken, Trauer, Gefangenschaft und Tod. Nicht ohne Thränen kann man jene Schiffe ansehen, die von der Albanischen Küste her sich in die Häfen Italiens flüchten, jene nackten elenden Familien, die aus ihren Wohnungen vertrieben am Gestade des Meeres sitzen, die Hände zum Himmel ausstreckten, und die Luft mit Wehklagen in einer unverstandenen Sprache erfüllen.“[66]

Viele von den Albanern, die nach Italien flüchten konnten, erhielten von den lokalen Feudalherren in dünn besiedelten Gegenden Land und das Bürgerrecht. Sie ließen sich entlang der adriatischen Küste zwischen Abruzzen und dem Vorgebirge des Gargano nieder, um dann später weiter nach Molise und in den Kirchenstaat zu ziehen, wo sich einige in Genazzano niederließen. Andere gingen in den Marken an Land, wo sie sich in Urbino und anderen Orten Mittelitaliens aufhielten; von diesen ist fast jede Erinnerung verloren gegangen.[23]

Mehr Angaben gibt es von denen, die ins Königreich Neapel zogen und sich bergige Gebiete um Benevento (heute in Kampanien) und Melfi (heute in Basilikata) aussuchten, wo sie baufällige Häuser, verlassene und verwüstete Orte, oft auch alte Abteien besiedelten. Wieder andere gingen in Kalabrien an Land, wo sie in der Provinz Cosenza in der Nähe von Corigliano Calabro an den Hängen des Gebirgsmassivs Sila die Orte Lungro, Firmo, Macchia Albanese, San Cosmo Albanese, San Demetrio Corone, San Giorgio Albanese, Santa Sofia d’Epiro, Spezzano Albanese und Vaccarizzo Albanese gründeten. Andere zogen es vor, sich auf den Anhöhen des Ionischen Meer vom Sinni bis zum Crati, von Cosenza bis zum Meer anzusiedeln.[37] Einige Familien des alten Adels gingen in Trani und Otranto an Land.[67] Zu nennen ist die Familie Basta, die in Genua und in Venedig berühmt und mächtig wurde.[67] 1759 schrieb Ferdinand IV. die Familie mit einer besonderen Urkunde dem Adel von Tarent zu. Ein Giorgio Basta war Kapitän und Baron von Civitella und Pasquale Teodoro Basta (* 26. April 1711 in Monteparano; † 27. Dezember 1765) wurde am 29. Januar 1748 zum Bischof von Melfi und Rapolla gewählt.[68]

Nach der Eroberung von Kruja (1478) und von Shkodra (1479) durch die Osmanen kam es zu einer weiteren Flucht von albanischen Adligen ins Königreich Neapel, um der Rache der Osmanen und der Islamisierung zu entkommen. Viele katholische albanische Familien mit byzantinischem Ritus folgten ihren Landsleuten und gründeten in der Provinz Cosenza die „Casali“[Anm. 8] Acquaformosa, Castroregio, Cavallerizzo (heute Fraktion von Cerzeto), Cervicati, Cerzeto, Civita, Frascineto, Marri (heute eine Fraktion von San Benedetto Ullano), Mongrassano, Percile, Piataci, Rotagreca, San Basile, San Benedetto Ullano, Santa Caterina Albanese, San Giacomo di Cerzeto, Serra di Leo (bei Mongrassano) und viele andere Orte, von denen in der Zwischenzeit die Spuren verloren gegangen sind.

Wappen der Familie Matranga

Andere ließen sich mit königlicher Charta in Sizilien nieder, wo sie sich in die von den Soldaten von Reres im Jahr 1448 gegründeten Siedlungen zogen. Es wurden aber auch neue Siedlungen angelegt: In der Provinz Palermo wurden 1481 Palazzo Adriano, 1488 Piana dei Greci, 1490 Mezzojuso und 1691 Santa Cristina Gela gegründet, in der Provinz Catania 1488 Biancavilla. Für ihren Lebensunterhalt beschäftigten sich einige in der Landwirtschaft oder in der Viehzucht und andere in der Armee des katholischen Ferdinand III., König von Sizilien. Unter ihnen zu nennen sind Peter und Mercurio Bua, Blaschi Bischettino, Giorgio und Demetrius Capusmede, Lazarus Comilascari, Giorgio Matrancha (Junior), Biaggio Musacchio aus der berühmten Familie der Musacchi (Fürsten und Despoten von Epirus),[69] Cesare Urana, und andere berühmte Soldaten und Kapitäne, die mit ihrer Kriegskunst Kaiser Karl V. im Tunisfeldzug (1535), in den Kriegen in Italien und in der Belagerung von Herceg Novi (1537–1540) dienten.[67]

Johann, König von Sizilien von 1458–1468, empfahl seinem „berühmten“ Neffen Ferdinand I., König von Neapel, in einem Brief die albanischen Adeligen „Peter Emmanuel de Pravata, Zaccaria Croppa, Petrus Cuccia und Paulus Manisi, unermüdliche Gegner der Türken und den energischsten und unbesiegbarsten Führer Georgi Castriota Scanderbeg, Prinz von Epirus und Albanien, und seine Beziehungen zu anderen adeligen Albanern“ und erlaubte den „dort vorbeiziehenden“ Albanern, sich in Sizilien niederlassen. Er befreite sie „von jeglicher Kollekte, Besteuerung und königlicher Auferlegung und dies lebenslänglich nur für die obengenannten De Pravata, Croppa, Cuccia, Manisi und andere Exzellenzen“.[Anm. 12][70] Die Albaner in den anderen Provinzen des Königreichs Neapel erhielten die gleichen Privilegien wie diejenigen in Sizilien.

Die Albaner wurden als Märtyrer der christlichen Religion aufgenommen, weil sie jahrzehntelang gegen die Osmanen gekämpft und damit die osmanische Invasion in Europa verlangsamt hatten und weil Hungersnöte, Seuchen und Erdbeben – wie das katastrophale von 1456 – die italienischen Regionen entvölkert hatten, was den Gutsbesitzern ermöglichte, den Flüchtlingen vorteilhafte Privilegien wie die Halbierung der Steuern anzubieten.

Die fünfte Migration (1532–1534)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die fünfte und letzte massive Migration geht auf die Jahre 1532/34 zurück, als die Osmanen die Festung Koroni in Morea eroberten und die dort lebende griechische und albanische Bevölkerung aus Koroni, Methoni, Nafplio und Patras ins Königreich Neapel floh.[65]

Venezianische Kolonien und Stützpunkte

Ausgangspunkt war die Hafenstadt Koroni, die zusammen mit Methoni im 11. Jahrhundert eine Schlüsselrolle in der Geschichte des Handels und der venezianisch-byzantinischen Beziehungen gespielt hatte.[71]

Koroni wurde im Jahr 1200 von dem genuesischen Seeräuber Leo Vetrano (gest. 1206) erobert, fiel 1205 in die Hände von Wilhelm I. von Champlitte, Teilnehmer am Vierten Kreuzzug, und wurde 1206 von Gottfried von Villehardouin an die Venezianer abgetreten,[72] wo es bis Ende des 15. Jahrhunderts verblieb. Bis 1460 hatten die Osmanen den Großteil von Morea erobert.[73] Wegen der unmöglichen Verteidigung gegen die Osmanen wurde die Stadt sich selbst überlassen.

An der westlichen Südspitze der Halbinsel Peloponnes gelegen galt Koroni, zusammen mit Methoni, als unvergleichbare Beobachtungsposten, die als „venetiarum ocellae“ (Augen der Republik Venedig) für Jahrhunderte die Routen der Galeeren nach Kreta, Konstantinopel und ins Heilige Land überwachten und wo alle Schiffe, die aus dem Osten zurückkehrten, die Pflicht hatten, anzuhalten, um über Piraten und Konvois zu berichten.[74]

In Koroni existierte seit dem 12./13. Jahrhundert eine große albanische Minderheit griechisch-orthodoxen Glaubens, die von den Einheimischen Arvaniten genannt wurden. Im 15. Jahrhundert fand dort eine große Anzahl von albanischen Fürsten, die vor den Osmanen aus ihrer Heimat geflüchtet waren, Zuflucht.

Ende August 1500[72] eroberte Sultan Bayezid II. die Stadt und die Burg. Als die Osmanen unter Sultan Süleyman I. 1532 einen zweiten Anlauf unternahmen, Wien zu erobern, schlug der in spanischen Diensten stehende genuesische Admiral Andrea Doria dem Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, Karl V. (als Karl IV., König von Neapel), aus dem Hause Habsburg ein Ablenkungsmanöver auf griechischer Seite vor. Der Kaiser akzeptierte und übergab Doria den Auftrag für die Expedition. Am 29. Juli traf Andrea Doria mit 25 Galeeren in Neapel ein[75] und am 4. August kam Doria in Messina an, wo er darauf wartete, mehrere Schiffe zu vereinen, um sich auf den Weg zu machen.[76] Am 18. August verließ die Flotte von Andrea Doria mit 48 Galeeren und 30 großen Schiffen den Hafen von Messina in Richtung Osten.[77] Seine Mannschaft bestand aus Einheimischen und überwiegend nach dem Tod Skanderbegs eingewanderten Albanern.[78] Es wird berichtet, dass Doria von den Venezianern gewarnt wurde, dass sich die Osmanen mit einer unbedeutenden Flotte bei Kefalonia befanden. Gleichzeitig warnten die Venezianer den Admiral der Osmanen über die Ankunft des Doria und seiner großen Flotte. Als Doria aber an die angegebene Stelle kam, hatte sich die osmanische Flotte nach Konstantinopel zurückgezogen.[77] Doria verwüstete die Strände Griechenlands[79] und beschloss Koroni anzugreifen.[77]

Morea um 1630

Bei Dorias Ankunft vor Koroni ließ die dortige Bevölkerung ihm heimlich Nachrichten zukommen, um ihn willkommen zu heißen, ihn über den inneren Zustand der Stadt zu unterrichteten und sich bereitzuerklären, von innen zu kooperieren.[80] Andrea Doria ließ einen großen Teil der spanischen und italienischen Mannschaft zur Belagerung der Stadt an Land setzen. Die Italiener wurden von Girolamo (oder Geronimo) Tuttavilla und die Spanier von Girolamo Mendoza kommandiert.[81] Nach hartnäckigem dreitägigem Kampf und dem Tod von „300 christlichen Soldaten“[82] nahm Doria am 21. September 1532 die damalige Metropole von Morea ein.[83][84] Nun gaben sich die Stadtbewohner zu erkennen, ergriffen, wie zuvor vereinbart, Partei für ihn und riefen die Landeshoheit von Karl V. aus. Aber der Besitz war nicht gesichert, weil sich die osmanische Garnison in der Festung einschloss. Am darauffolgenden Tag aber kam der osmanische General Zadera mit 700 Foldaten der Kavallerie zurück, um den osmanischen Soldaten Hilfe zu leisten.[80] Die Spanier und die Bevölkerung von Koroni präsentierten sich zur Schlacht, töteten eine große Anzahl der Osmanen, pflanzten die Köpfe der Niedergemetzelten auf ihre Lanzen auf, während sich die in der Festung verschanzten sich dem Admiral Doria ergaben. In diesem Sieg, in dem sich die „Coronei“ mit Wagemut ausgezeichnet hatte, begleitete den Admiral und die Spanier endlose Beifallrufe.[85]

Als Doria die Stadt verließ, um Patras zu erobern,[86] vertraute er die Stadtregierung Don Girolamo Mendoza an. Nachdem die Nachricht über die Eroberung von Koroni und das Massaker an einer erstaunlich hohen Anzahl osmanischer Soldaten Süleyman erreicht hatte, schwor dieser den „Coronei“, Autoren dieses Unglücks, die sich der spanischen Krone angeschlossen hatten, bittere Rache.[85]

Am 8. November 1532 ließ Kaiser Karl V. den Admiral Doria aus dem Osten zurückrufen.[87] Die wichtigsten adeligen albanischstämmigen Familien schifften sich auf Dorias Schiffen ein und kamen mit ihm am 24. Dezember in Neapel an, wo Doria viel Lob erhielt.[79][87]

Karl V. ehrte mit mehreren Urkunden die „treuen und mutigen“[85] Albaner aus Koroni und aus Patras und überhäufte sie mit Privilegien. In Form eines Briefes vom 8. April 1533 vertraute er sie dem Marquis von Villafranca und Vizekönig von Neapel, Pedro Álvarez de Toledo, an, nannte sie „Cavalieri“ (= Ritter; italienischer Adelstitel), befreite sie von jeglichem Tribut und gewährte ihnen jährlich 70 Dukaten aus der Schatzkammer des Reiches:
„Hochverehrter Marquis, Unser erster Vizekönig, Leutnant und Generalkapitän. Wie Sie aus Unserem Schreiben ersehen können, haben Wir vereinbart, dass sich in diesem Reich einige Soldaten aus Koroni, Patras und Çameria niederlassen, dass man ihnen im Falle sie bleiben, ein Dienstangebot macht; mit der Anordnung, dass Sie ihnen ein paar Orte in Apulien oder in Kalabrien oder in anderen Teilen des Reiches zuweisen, wo sie leben und für ihren Unterhalt sorgen können; kümmern Sie sich darum, dass sie frei von jeglicher Steuerzahlung sind bis Wir anderes verordnen, so dass sie sich besser ernähren können […] und, dass ihnen aus Unserer Schatzkammer dieses Reiches mit Unserer Zustimmung jedes Jahr siebzig Dukatenmünzen bezahlt werden.“[36][Anm. 13]

Dieses Privileg hatte für lange Zeit seine volle Wirkung und wurde immer wieder bestätigt. Während die Albaner später in den anderen Provinzen jährlich mit 11 Carlini pro „Feuer“[Anm. 6] besteuert wurden, wurden die „Coronei“ in Calabria Citra nicht gezählt.[88] Außerdem befahl der König, ihnen Land in Apulien, in Kalabrien oder in anderen Provinzen des Königreiches zu geben. Einige siedelten sich in Barile in Basilikata, in San Benedetto Ullano und in San Demetrio in der Provinz Cosenza an.[79] Alle erhielten jedoch jährlich für ihren Unterhalt von der königlichen Schatzkammer die Summe von 70 Dukaten. Mit einer weiteren Urkunde vom 10. Mai 1533 hob Karl V. die „Coronei“ in den Adelsstand. Davon zeugen Nachnamen wie Jeno dei Nobili Coronei, Rodotà dei nobili Coronei, Camodeca dei Nobili Coronei etc.[89] Mit Urkunde vom 15. Juli 1534 befreite der König die „Coronei“ von allen königlichen und freiherrlichen Steuern sowie von Durchreise- und Schiffsrumpfsteuern (Steuer für den Bau von Schiffsrümpfen).[79]

Die spanische Fahne sollte aber nicht lange auf der Festung von Koroni wehen, denn 1533 schickte Süleyman eine Seeflotte unter dem Oberbefehlshaber der osmanischen Mittelmeermarine Khizir, von den christlichen Europäern Barbarossa genannt, vor die Stadt.[81] Mendoza, der sich umzingelt sah, schickte dem Vizekönig von Neapel, Pedro Álvarez de Toledo, eine Botschaft, in der er um sofortige Hilfe bat.[85] Auch die „Coronei“ fügten ihre Sorge hinzu und betonten ausdrücklich ihre Bestürzung und die gewünschte Unterstützung zu erhalten. Der Vizekönig sandte beide Briefe an den Kaiser, der von den Darstellungen des einen und den anderen „sensibel und ehrerbietig gegenüber den Adligen aus Koroni, die sich zum Wohl der Königskrone eingesetzt hatten“,[90][Anm. 14] schnell eine neue Seeflotte mit 150 Galeeren unter der Leitung von Andria Doria nach Koroni schickte.[91] Acht Seemeilen vor Koroni kam es am 2. August 1533 zu einem kurzen Gefecht mit den Osmanen. Doria hinterließ eine Garnison unter dem Kommando von Rodrigo Machicao,[78] ließ Versorgungsgüter an Land bringen, kehrte mit Girolamo Mendoza nach Neapel zurück[92] und löste die Armee auf.[91]

Mit dem in Konstantinopel unterzeichnete Friedensvertrag zwischen Karl V. und Süleyman I. wurde die befestigte Stadt Koroni den Osmanen überlassen. Zu den Bedingungen gehörte, dass die „Coronei“, die die Stadt verlassen wollten, sich auf einer speziell von Karl V. übersandten Flotte einschiffen lassen konnten, um in Italien Zuflucht zu finden.[93] 200 von der neapolitanischen Regierung gecharterte Handelsschiffe liefen aus, um alle griechische und albanische Familien aus Koroni auszuschiffen, die es vorzogen, in den südlichen Provinzen Italiens eine neue Heimat zu finden.[80] Zirka 2000 Personen[94] „mit ihrem Erzbischof nach griechischem Ritus, Benedikt“,[Anm. 14] vor allem Soldaten,[78] wurden „auf eigene Kosten rechtzeitig vor der Wut der Osmanen“[65] gerettet[Anm. 14] und an die Küsten des Königreichs Neapel befördert.[90] Geführt wurde diese Gruppe vom Stratiotenkapitän Lazaro Mathes.[95][89]

Fassade der Kirche dei Santi Pietro e Paolo dei Greci in Neapel

Einige zogen sich auf die Insel Lipari zurück, andere zogen es vor, sich in Sizilien ihren Landsmännern aus Morea anzuschließen, andere verbreiteten sich in Provinzen auf dem Festland. Karl V. gab Lazaro Mathes und seinen Erben und Nachfolgern die Erlaubnis, im Königreich Neapel „Casali“[Anm. 8] zu gründen. Die Vasallen, die am Bau beteiligt waren, und deren Nachkommen sollten von jeglicher Steuerbezahlung befreit sein. Auf Lazaro Mathes gehen die Gründungen oder Wiederbesiedlungen der Orte Barile, Brindisi Montagna, Ginestra, Maschito, Melfi, San Costantino Albanese, San Paolo Albanese und San Giorgio Lucano in der Provinz Potenza in Basilikata sowie von Castroregio und Farneta in der Provinz Cosenza in Kalabrien zurück.[96][97] Eine andere Gruppe gründete oder bevölkerte neu Greci in der Provinz Avellino.[98] Mit dem Zugeständnis von Karl V. ließ Mathes verschiedene verfallene „Casali“ im Gebiet von Tarent bevölkern.[23] Andere ließen sich in Neapel, der Hauptstadt des Königreiches, nieder, wo sie zusätzlich zur totalen Steuerbefreiung jährlich aus der Staatskasse einen „angemessenen Unterhalt von 5000 Dukaten“ und die 1518 von Thomas Palaiologos für die griechische Gemeinde gegründete Cappella dei SS. Apostoli[80][90] (heute: Kirche dei Santi Pietro e Paolo dei Greci) erhielten, damit sie ihre Funktionen im griechischen Ritus ausüben konnten.[99]

Am 18. Juli 1534 bestätigte Karl V. aus Dankbarkeit gegenüber der „loyalen und treuen Coronei“, deren Stadt sich „in den Händen von türkischen Leuten befindet und sie nun ohne Hab und Gut ins Reich kommen, mit der Bitte hier zu leben“, das Privileg der Steuerbefreiung vom 8. April 1533[100][34]:
„[…] Wir, im Hinblick auf ihre Gebete, sind wir freundlich geneigt für die Aufnahme dieser Menschen und verordnen Steuerbefreiung für alle „Coronei“ in diesem Reich, was vollkommen und unantastbar befolgt und ausgeführt werden muss und die versprochene Steuerbefreiung nutzen und genießen zu lassen […]“.[Anm. 15] Das Dekret wurde am 3. März 1538 von der königlichen Kammer bestätigt.[36]

Die sechste Migration (1647, 1680)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Festung Maina auf Morea, Jacob von Sandrart, 1687

Die sechste Migration geht auf das Jahr 1647 zurück, als sich die griechisch-albanische Bevölkerung von Mani in Lakonien auf der Halbinsel Morea gegen die osmanische Herrschaft auflehnte und der Aufstand gewaltsam niedergeschlagen wurde.[30]

Aus einem Dokument vom 14. Mai 1647 ergeht, dass „der griechische Bischof, der hierher [Neapel] kam, um über die Überfahrt von 45.000 Manioten in dieses Reich [Königreich Neapel] zu verhandeln, wegen unverhältnismäßig hohen Forderungen, ohne etwas erreicht zu haben, nach Maina zurückgekehrt ist“.[101]

Am 16. Juni 1647 traf eine beträchtliche Anzahl von Manioten in Otranto ein, „die mit ihren Familien gekommen sind, um in diesem Königsreich zu leben“. Entsprechend der Vertragsmodalität des Vizekönigs (Rodrigo Ponce de León (IV)), die er sich vom königlichen Hof und von den Baronen gewähren ließ, und den Botschaftern der Provinz Mani, sollten die Manioten dort, wo sie lebten, Steuerfreiheit für zehn Jahre auf Häuser und Land erhalten. Außerdem wurde berichtet, dass weitere zirka 6000 Manioten eintreffen sollten.[101] Die meisten der Manioten siedelten sich in Barile in der Provinz Potenza in Basilikata an, wo sich schon 1477 nach der Eroberung von Kruja, 1534 „Coronei“ und 1597 zirka 30 Familien, „Coronei“ aus Melfi, niedergelassen hatten.[30] Die Ansiedlung der Manioten geht aus einem Manuskript von Don Giuseppe Caracciolo, 1. Fürst von Torella von 1639–1670, hervor.[89] Die neuen Siedler etablierten sich auf der Spitze des südlichsten Hügels, getrennt von dem ersten Hügel durch einen Bach.[102]

Die albanische Bevölkerung von Barile, die bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts den griechischen Ritus ausübte, wurde vom Bischof von Melfi dazu gebracht, dem römischen Ritus zu folgen.[103][104]

1680 flohen einige arvanitische Familien aus Maina, die von den Brüdern Georg und Macario Sevastò, der erste Priester und der andere Basilianermönch, geführt wurden. Monsignor Ferdinando Apicella brachte sie in Chieuti unter.[89]

Die siebte Migration (1743)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auswanderungsroute der Bevölkerung von Piqeras nach Villa Badessa in den Abruzzen

Die siebte Migration geht auf das Jahr 1743 zurück, als der damalige spanische Karl VII. 18 Albanisch sprechende griechisch-orthodoxe Familien (insgesamt 73 Personen) aus dem Küstenort Piqeras, einem Ort zwischen Borsh und Lukova in der Çameria gelegen, im Königreich Neapel aufnahm. Dieser Flucht war ein Überfall der zum Islam bekehrten Bevölkerung von Borsh und Golem im Kurvelesh im Jahr 1742 vorausgegangen,[105][106] worauf sich einige Familien mit zwei (in anderen Quellen drei) albanischen Papas[Anm. 16] entschlossen, ihren Heimatort zu verlassen. Auf ihrem Weg über Lukova, Shën Vasil, Klikursi, Nivica-Bubar, nördlich von Saranda gelegen, und Korfu schlossen sich ihnen weitere Familien an.[107][Anm. 17]

Per Schiff flohen die nun insgesamt 18 Familien nach Brindisi im damaligen Königreich Neapel[2], wo Karl VII. sie 1743 auf Kosten der Krone in die Region Abruzzen transportieren ließ. In Pianella warteten sie darauf, irgendwo angesiedelt zu werden.[108] Nach Streitigkeiten mit der dort alteingesessenen Bevölkerung, die die Einwanderer nicht akzeptierte, dekretierte und unterzeichnete König Karl am 4. März 1744 die Urkunde des Landeszugeständnisses an die Albaner in Piano di Coccia und in Badessa, dem heutigen Villa Badessa.[109] Das genaue Datum der Ankunft der Einwanderer in Badessa ergibt sich aus einem alten Taufregister. Daraus ergeht, dass die erste Taufe am 18. November 1743 vollzogen wurde.[2]


Siedlungsgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zweisprachiges Straßenschild von Civita

Die Siedlungsgebiete, die Gesamtheit zerstreuter Orte der ethnisch albanischsprachigen Minderheit in Mittel- und Süditalien sowie auf Sizilien, werden in Italienisch "Arbëria" (auch: Arberia) genannt. Man erkennt die albanischen Orte an der Beibehaltung ihrer Sprache. Sie haben zwei Nomenklaturen, italienische und albanische Sprache (in der Variante Arbëreshë). Heute gibt es 50 Gemeinden mit albanischer Abstammung und Kultur, 41 Orte und neun Fraktionen mit einer Gesamtbevölkerung von mehr als 100.000 Einwohnern.

Über die tatsächliche Anzahl der Italo-Albaner gibt es keine sicheren Daten. Die letzten statistisch zuverlässigen Daten sind die der Volkszählung von 1921, als 80.282 Albaner erfasst wurden, und die von einer Studie von Alfredo Fernandes aus dem Jahr 1997, die eine Bevölkerung von ca. 197.000 angibt.[110][111] 1998 schätzte das italienische Innenministerium die albanische Minderheit in Italien auf ca. 98.000 Menschen[112].

Vollständige Liste der Fraktionen, Ortschaften und Gemeinden in Italien, wo heute noch Arbëresh gesprochen wird
(von Norden nach Süden)[113]
Region Provinz oder Metropolitanstadt Fraktion oder Gemeinde Arbëresh-Dialekt Gründungsjahr Foto
Abruzzen
Abruzzo in Italy.svg
Pescara Villa Badessa Badhesa 1743
Albanische Frau um 1840
Molise
Molise in Italy.svg
Provinz Campobasso Campomarino Këmarini um 1469
Montecilfone Munxhufuni
Portocannone Portkanuni um 1469
Ururi Ruri 1540[114]
Kampanien
Campania in Italy.svg
Provinz Avellino Greci Katundi 1461
Traditionelle Arbëreshtänze in Greci
Apulien
Apulia in Italy.svg
Provinz Foggia Casalvecchio di Puglia Kazallveqi um 1469
Chieuti Qefti um 1469
Provinz Tarent San Marzano di San Giuseppe Shën Marcani um 1469
Basilikata
Basilicata in Italy.svg
Provinz Potenza Barile Barilli 1477
Ginestra Zhura 1478
Maschito Mashqiti 1478
San Costantino Albanese Shën Kostandini 1534
San Paolo Albanese Shën Pali 1534
Kalabrien
Calabria in Italy.svg
Provinz Catanzaro Andali Andalli 1448
Caraffa di Catanzaro Garrafë 1448
Marcedusa Marçëdhuza
Vena di Maida (Maida) Vjna 1448
Provinz Cosenza Acquaformosa Firmoza um 1476
Cantinella (Corigliano Calabro) Kantinela
Cerzeto Qana um 1478
Castroregio Kastërnexhi um 1534
Cavallerizzo (Cerzeto) Kajverici um 1478
Civita Çifti 1471
Arbëresh während den traditionellen Vallje-Tänzen
Ejanina (Frascineto) Purçìll 1470
Falconara Albanese Fullkunara nach 1539
Byzantinische Altar der Kirche San Salvatore in Falconara Albanese
Farneta (Castroregio) Farneta 1468-1487
Firmo Ferma um 1540
Frascineto Frasnita vor 1552
Lungro Ungra um 1486
Tracht einer reichen Braut
Macchia Albanese (San Demetrio Corone) Maqi 1471
Marri (San Benedetto Ullano) Allimarri
Plataci Pllatëni um 1476
San Basile Shën Vasili 1475-1480
San Benedetto Ullano Shën Benedhiti um 1478
Santa Caterina Albanese Picilia um 1478
San Cosmo Albanese Strihàri 1470
San Demetrio Corone Shën Mitri 1471
San Giorgio Albanese Mbuzati um 1470
San Giacomo di Cerzeto (Cerzeto) Shën Japku um 1478
San Martino di Finita Shën Mërtiri vor 1503
Traditionelle Kleidung
Santa Sofia d’Epiro Shën Sofia 1472
Spezzano Albanese Spixana um 1478
Vaccarizzo Albanese Vakarici um 1470
Provinz Crotone Carfizzi Karfici 1448
Pallagorio Puhëriu 1448
San Nicola dell'Alto Shën Kolli 1448
Sizilien
Sicily in Italy.svg
Metropolitanstadt Palermo Contessa Entellina Kundisa 1450[49]
Piana dei Greci Hora e Arbëreshëvet 1488
Hochzeitskleid der Arbëreshfrauen in Piana degli Albanesi
Santa Cristina Gela Sëndahstina 1691

Es gibt auch mehr als dreißig ehemalige albanische Zentren, die in verschiedenen historischen Epochen und aus verschiedenen Gründen die Verwendung der albanischen Sprache verloren haben. Sie werden deshalb durch einen Mangel an historischem und kulturellem albanischen Erbe charakterisiert (von Norden nach Süden):

Zudem gibt es größere Arbëresh-Gemeinden in Mailand, Turin, Rom, Neapel, Bari, Cosenza, Crotone und Palermo. Ihre kulturelle und sprachliche Abstammung pflegen zudem Diaspora-Gemeinden in den Vereinigten Staaten, in Kanada, Argentinien und Brasilien.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Traditionelle Trachten der Arbëresh in der sizilianischen Stadt Piana degli Albanesi

Heute gibt es viel Orte, die es geschafft haben nicht nur ihre albanische Sprache und ihre Sitten und Gebräuche zu bewahren, sondern auch ihren byzantinischen Ritus in griechischer oder albanischer Sprache,[115] der auch die Aufrechterhaltung bestimmter Eigenheiten wie die Ordination von verheirateten Männern vorsieht.[116]

Noch heute tragen die Arbëresh bei feierlichen Anlässen ihre traditionellen Trachten. Besonders die Gürtelschnallen der Frauen sind wegen ihrer von Hand aufwändig gefertigten Metallschmiedearbeiten bemerkenswert und zeigen meist den heiligen Georg, den Schutzpatron der Arbëresh.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Innenansicht der Mutterkirche Santa Maria Assunta in Civita
Die Innenansicht der Kirche Santa Maria Assunta in Villa Badessa

Zwischen dem 14. und 15. Jahrhundert kehrten viele albanische Fürsten zur katholischen Kirche zurück und lenkten ihre Politik immer mehr in Richtung Westen, was zu einem offenen Aufstand mit der byzantinischen, serbischen und osmanischen Oberherrschaft führte, die in den ihnen untergebenen Gebieten tendenziell die griechisch-orthodoxe und muslimische Religionen aufzwangen.[117]

Zum Teil waren die Albaner, die nach Italien kamen, bereits im Einklang mit der katholischen Kirche; die anderen, einmal in Italien, blieben weiterhin hartnäckig mit ihrer byzantinischen religiösen Identität verbunden. Bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts hatten diese Gemeinden konstante Beziehungen zum Patriarchat von Ohrid (Mazedonien), zu dem sie gehörten.[115]

Mit der Bulle von 1536 gab Papst Paul III. den Albanern in Italien volle Anerkennung innerhalb des Katholizismus.[118] Während des Pontifikats von Papst Clemens XI. (1700–1721), der albanischer Herkunft war, und desjenigen von Clemens XII. (1730–1740) gab es ein wiederholtes Interesse seitens des Heiligen Stuhls gegenüber der byzantinischen Tradition. Im Oktober 1732 wurde das „Collegio Corsini“ in San Benedetto Ullano (griechische Pfarrgemeinde unter der Autorität des Bischofs von Bisignano) gebildet, eine Universität, deren Ziele sehr spezifisch waren. Sie sollte sowohl für Erziehung, Unterricht in der klassischen Literatur und in den philosophischen und theologischen Wissenschaften sorgen, sowie junge Italo-Albaner, angehende Priester des byzantinischen Ritus, ausbilden, um den spirituellen Bedürfnissen der Albaner des Königreichs Neapel und der Missionen der östlichen Griechen entgegenzukommen.[119] Mit der Gründung des Collegio mit byzantinischem Ritus verordnete Papst Clemens XII. den griechisch-byzantinischen Ritus auf italienischem Boden.[116]

Allerdings hatte der italo-albanische Bischof noch keine eigene Diözese und es fehlte die Einheit der Pfarreien mit byzantinischem Ritus. Deshalb wurden die Arbëreshgemeinden den römisch-katholischen Ortsbischöfen der lateinischen Diözesen zugewiesen: Cassano, Rossano und Bisignano in Kalabrien; Anglona in Lukanien; Lecce in Apulien und Penne in den Abruzzen. Dies bedeutete unter anderem die mangelnde Achtung gegenüber der griechischen Minderheitenkirche.[119] Am 13. Februar 1919 gründete Papst Benedikt XV. mit der Apostolischen Konstitution Catholici fideles die griechisch-katholische Diözese Lungro in der Provinz Cosenza, die die 29 italo-albanischen Pfarreien mit byzantinischem Ritus in Süditalien vereinigte. Es war die erste katholische Diözese mit byzantinischem Ritus auf italienischem Boden. Mit der Bulle Apostolica Sedes von Papst Pius XI. vom 26. Oktober 1937 erfolgte die Errichtung der Eparchie Piana degli Albanesi für die italo-albanischen Gemeinden mit byzantinischem Ritus in Sizilien.

Kolymvithra (Taufbecken) in der Mutterkirche Santa Maria Assunta in Civita

Das Hauptmerkmal des byzantinischen Ritus ist, die göttliche Liturgie des heiligen Johannes Chrysostomus sowohl in der eucharistischen Liturgie als auch in der Feier der anderen Sakramente (z.B. das Ritual der Taufe ist durch Untertauchen beibehalten worden) zu befolgen. Ein weiteres Merkmal dieses Ritus ist, dass das kirchliche Zölibat für die Priester nicht obligatorisch ist, sodass auch verheirateten Männer die Ordination erteilt werden kann.[116]

Viele der Gemeinden, in denen noch Arbëresh gesprochen wird, haben im Laufe der Jahrhunderte den byzantinischen Ritus verloren. Dies geschah unter dem Druck der religiösen und zivilen Behörden auf lokaler Ebene. Zirka die Hälfte der Arbëresh-Gemeinden sind in den ersten zwei Jahrhunderten zum lateinischen Ritus übergegangen.[120] Der byzantinische Ritus hält sich vor allem in den Arbëresh-Gemeinden der Provinz Cosenza, in Kalabrien und in denen in der Umgebung von Piana degli Albanesi in Sizilien.

Liste der Gemeinden, wo noch Arbëresh gesprochen wird, die zum lateinischen Ritus übergegangen sind:
* Molise: Provinz Campobasso: Campomarino, Montecilfone, Portocannone, Ururi
* Kampanien: Provinz Avellino: Greci
* Apulien: Provinz Foggia: Casalvecchio di Puglia; Provinz Tarent: San Marzano di San Giuseppe;
* Basilikata: Provinz Potenza: Barile, Chieuti, Ginestra, Maschito
* Kalabrien: Provinz Catanzaro: Andali, Caraffa di Catanzaro, Marcedusa, Vena di Maida (Maida);
Provinz Cosenza: Cerzeto, Santa Caterina Albanese, San Martino di Finita, Spezzano Albanese;
Provinz Crotone: Carfizzi, Pallagorio, San Nicola dell'Alto
* Sizilien: Provinz Palermo: Santa Cristina Gela

Die Ikonen und ihre Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Ikone

Im Rahmen der byzantinischen und slawischen Kultur sind die Ikonen ein wertvoller und kulturell wichtiger Bestandteil. Der Begriff Ikone stammt aus dem Altgriechischen εἰκών, (eikón), was „Bild“ oder auf Holz gemaltes Heiligenbild bedeutet. Eigentlich ist die Ikone der graphische Ausdruck der christlichen Botschaft, weshalb die Ikonen in den slawischen Sprachen nicht gemalt sondern „geschrieben“ werden. Somit kann von theologischer und nicht von religiöser Kunst gesprochen werden. Der große Unterschied zwischen den byzantinischen Ikonen und den katholischen Gemälden liegt in der Vision der Ikonographie, die im Osten, eine tiefgreifende geistige Vorbereitung und nicht, wie in Europa, nur eine technische Fähigkeit erforderlich macht. Bevor der Ikonograph anfängt zu malen, verbringt er eine Zeit der Askese, die ihm durch eine tiefe geistige und spirituelle Reinigung erlaubt, mit dem Göttlichen in ein Zwiegespräch zu kommen, was schließlich den Erfolg des Werkes „inspiriert“. Über diesen besonderen spirituellen Weg und ihren theologischen Inhalt gelten die Ikonen als Werk Gottes, das durch die Hände des Ikonenmalers ausgedrückt wird. [121]

Bekannte Arbëresh[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 1272 eroberte Karl I. von Neapel die Hafenstadt Durazzo (lat. Dyrrachium) und gründete das albanische Königreich (lat. Regnum Albaniae).
  2. 1388 wurde Durazzo von den Osmanen angegriffen.
  3. 1393 wurde die Stadt Durazzo an die Republik Venedig übergenen.
  4. Giacomo Matrancha heiratete die adelige Laurella Pitruso aus Castrogiovanni und hatte zwei Söhne: Andrea und Giovanni, die außer dem väterlichen Erben weitere Lehnsgüter und Gebiete, wie Ragalmisari im Gebiet Piazza, erwarben. Diese Linie erlosch mit einem dritten Giacomo im Jahr 1513.
  5. Hier ruht Jacobus Matrancha, einst Baron von Mantica aus Epirus, nach unendlichen Mühen, [sein] Geist [ist] zwischen den Sternen, und seine Knochen ruhen hier
  6. a b Italienisch: fouco; hier: Feuerstelle = Haushalt
  7. a b c Cedola regia emanata in Gaeta il 1° settembre 1448:
    Alfonso, per grazia di Dio, Re degli Aragonesi, delle due Sicilie, di Gerusalemme, Valenza ed Ungheria etc.… Al nobile soldato Demetrio Reres, valoroso Capitano degli Epiroti, nostro diletto fedele, è stata accordata la nostra Regia liberalità sempre solita a rimunerare gli ausiliari, gli amici, i sudditi, i commensali ed altre persone benemerite per serviti prestati alla nostra Regia Corona.
    Considerando che grandemente ti sei adoperato con faticosi servizi militari come condottiero di tre Colonie Albanesi a nostro servizio e con ispargimento di sangue per la conquista di tutta la provincia della Calabria Inferiore, e sempre in altre occasioni e servizi fosti pronto e preparato insieme con i tuoi figli Basilio e Giorgio, il quale ora rimane nel nostro Regno di Sicilia oltre il Faro a nostro servizio come duce degli Epiroti nostri sudditi, a difesa del predetto Regno dalle Galliche invasioni, per rimunerare costoro e per la tua antica Noblità che trasse origine dalla Illustrissima famiglia Castriota dei Principi Epiroti, abbiamo stabilito di eleggere, creare e nominare te milite Demtrio Reres nostro Regio Governatore della predetta nostra Provincia Inferiore di Calabria con i diritti, ragioni, preminenze, dignità, autorità, potestà, grayie, privilegi, lucri ed emolumenti in qualsiasi modo spettanti al detto ufficio ed alla carica di Governatore…
    “ (Quelle: Onofrio Buccola: La colonia greco-albanese di Mezzojuso, origini vicende e progresso. Stab. Tipografico F. Andò, Palermo 1909, S. 4 (italienisch))
  8. a b c d Casale (Plural casali) ist die italienische Bezeichnung für ein Haus oder eine Häusergruppe auf dem Land.
  9. „… gratitudo liberalitas ac benignitas in illis [scil. regibus] maxime necessarie inesse videntur per has enim a subditis et ser vientibus amantur principes, quo nihil altius nihilque securius ad eorum vite statusque conser vationem habere possunt, ...“[… Dankbarkeit, Großzügigkeit und Wohlwollen scheinen unabdingbare Tugenden für einen König zu sein: in der Tat, dank ihnen, sind die Fürsten bei ihren Untertanen beliebt und können nichts Wertvolleres erwarten was ihnen Sicherheit für die Verteidigung des eigenen Lebens und ihres Eigentums gibt, …], (Gennaro Maria Monti, S. 161)
  10. Ferdinandus etc. ... Tenentes et possidentes in nostra fidelitate et demanio ac aliter quocumque terram Sancti Angeli de lo Monte et terram Sancti Ioannis Rotundi pertinentiarum provincie Apulee cum castris, fortellitiis, vaxallis, iuribus ac pertinentiis universis, tenore presentium de certa nostra scientia nostroque motu proprio ac cum nostri consilii deliberatione matura nostreque regie potestatis plenitudine, proque bono Reipublice pacis ac status nostri conservatione tuitioneque prefato illustri Georgio dicto Scandarebech pro se ac suis heredibus, de suo corpore legitime natis et nascituris ...“ (Gennaro Maria Monti, S. 162)
  11. ... Item perche ad nui per loro misso proprio haveno notificato che vorriano venire in quisto nostro regno pregandoce li volesscmo provedcie de alcuno navilio per possere passare: pertanto da nostra parte li esponente che loro venuta ad nui sera multo piacere, et da nui haveranno quelle carize et honori che figlio deve fare ad matre et patre ad figliolo et non solamente li lassaremo quello ce havemo donato, ma quando bisognio fosse li donaremo de li altri nostri boni – Dat. in civitate capue die xxim mensis februarii Anno Domini Mcccclxviii Rex ferdinandus...“
  12. Nos Joannes Dei gratia Rex Aragon. ec. Per litteras Illustrissimi Regis Neapolis Ferdiandi nostri nepotis, erga nos comendati sunt Petrus Emmanuel de Pravata, Zaccaria Croppa, Petrus Cuccia, et Paulus Manisi, nobiles Albani, seu Epitotae strenui contra Turcos et clarissimi et invictissimi Ducis Georgi Castnoia Scanderbeg Albaniae et Epiri Principis, ac ejusdem consanguinei, aliique nobiles Albanenses, qui in nostrum regnum Sicilie transeuntes cum nonnullis coloniis illic habitare pretendunt. Ideo confisi Nos de eorum Catholica Religione, integritate, eos et omnes nobiles Albanenses, sive Epirotas, liberamus de omnibus collectis, impositionibus, gravitiis, gabellis, et aliis in praedicto nostro Regno impositis et imponendis, eorum vita durante tantum praedictos De Pravata, Croppa, Cuccia et Manisi, et alios qui eorum nobilitatem ostenderunt.
  13. “Illustrissimo Marchese primo nostro Viceré Luogotenente e Capitano Generale come vedrete per una nostra lettera abbiamo accordato di stanziarsi in cotesto reame ad alcuni cavalieri i quali vengono di Corone e di Patrasso e di quelle comarche, perché in caso si trattengono finché si offra in che possono servire; ordinando che loro assegnate qualche villaggio e terre in Puglia o in Calabria o altre parte di cotesto reame, onde a noi sembra possono vivere e mantenersi; e provvederete che siano per ora finché noi ordineremo altra cosa, liberi di pagamento fiscale, e di qualunque altro dritto, acciò si possano meglio mantenere […] e che dalla nostra tesoreria di cotesto regno loro si dia, e si paghi in ciascun' anno durante nostro placito settanta ducati di moneta di questo regno".
  14. a b c ....Carlo V. sensibile al volontario ossequio dé nobili Coronei, che s'erano impegnati a vantaggio della real Corona, fece sottrarre in tempo opportuno molte famiglie dal furore di quelli [ottomani], e trasportarle a sue spese sopra dugento e più bastimenti ai lidi del reame di Napoli con Benedetto, loro Arcivescovo di rito greco.
  15. .... et qua civitas ipsa Corone reperitur impraesentiarum in posse Thurcarum gentium, per quod multi Coronenses nostrae Majestati fideles, exules a dicta civitate et privati omnibus bonis quae possidebant, venerunt ad habitandum in presenti regno pro servanda fida et fidelitate... Nos ipsorum supplicationibus tanquam justis benigniter inclinati, precipimus et mandamus vobis omnibus supradictis et cuilibet vestrum, quatenus servata forma pro insertorum Capitulorum, immunitates ibi contentas omnibus Coronensibus in praesenti regno commorantibus ad unguem et inviolabiter osservatis et exequamini et ipsorum immunitatibus uti, frui, et gaudere promittatis ...
  16. Weltgeistlicher in der orthodoxen Kirche
  17. I profughi albanesi, provenienti dall'Epiro, originari del Villaggi epiroti di Piqèras (Santiquaranta), Ljukòva, Klikùrsi, Nivizza, Shen Vasilj, Corfù, trovarono ospitalità nel Regno di Napoli all'Epoca di Carlo III Borbone, che offri loro i terreni ereditati dalla Madre Elisabetta Farnese nel tenimento di Penne-Pianella.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Arbëresh – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Legge 15 dicembre 1999, n. 482 Norme in materia di tutela delle minoranze linguistiche storiche. Abgerufen am 25. Oktober 2016 (italienisch).
  2. a b c Carmela Perta, Simone Ciccolone, Silvia Canù: Sopravvivenze linguistiche arbëreshe a Villa Badessa. Led Edizioni Universitarie di Lettere Economia Drirtto, Mailand 2014, ISBN 978-88-7916-666-9, S. 14 (italienisch).
  3. a b Innocenzo Mazziotti: Immigrazioni albanesi in Calabria nel XV secolo e la colonia di San Demetrio Corone (1471-1815). Il Coscile Editore, Castrovillari 2004, ISBN 88-87482-61-6, S. 31 (italienisch).
  4. Emanuele Giordano: Dizionario degli Albanesi d'Italia, Vocabolario italiano-arbëresh. Edizioni Paoline, Bari 1963 (italienisch).
  5. Evoluzione della lingua. In: Arbitalia.it. Abgerufen am 15. Januar 2017 (italienisch).
  6. Angela Castellano Marchianò: Infiltrazioni calabresi nelle parlate arbëreshe in: Zjarri (Feuer), X, 1-2. San Demetrio Corone 1978, S. 6–16 (italienisch).
  7. Sprachenatlas der UNESCO. In: Unesco.org. Abgerufen am 31. Mai 2012 (englisch).
  8. Albanian, Arbëreshë: a language of Italy. In: Ethnologue.com. Abgerufen am 31. Mai 2012 (englisch).
  9. Leonhard Anton Georg Voltmer, S. 1
  10. a b Centro di Cultura Popolare - U.N.L.A.: Frammenti di vita di un tempo. S. 4 (italienisch).
  11. Innocenzo Mazziotti, S. 15
  12. Innocenzo Mazziotti, S. 16
  13. a b Giornale enciclopedico di Napoli, Band 2. Orsiniana, 1807, S. 152 (italienisch).
  14. Gli arbëreshë e la Basilicata (italienisch), abgerufen am 9. November 2016
  15. Antonio Rubió y Lluch: Diplomatari de l'Orient Català: (1301-1409): col.lecció de documents per a la història de l'expedició catalana a Orient i dels ducats d'Atenes i Neopàtria. Institut d'Estudis Catalans, Barcelona 1947, S. 528 (katalanisch, Online-Version in der Google-Buchsuche [abgerufen am 9. Januar 2017]).
  16. Antonio Rubió y Lluch, S. 587
  17. Innocenzo Mazziotti, S. 14
  18. a b Konstantin Sathas: ΜΝΗΜΕΙΑ ΕΛΛΗΝΙΚΗΣ ΙΣΤΟΡΙΑΣ. Documents inédits relatifs à l'histoire de la Grèce au moyen âge, Tome II. Maisonneuve et C., Paris 1880, S. 79 (französisch).
  19. Innocenzo Mazziotti, S. 18
  20. a b Innocenzo Mazziotti, S. 20
  21. Dionysios A. Zakythinos: Le despotat grec de Morée (1262-1460), Band 2. Paris 1953, S. 31 (französisch).
  22. a b c Innocenzo Mazziotti, S. 7
  23. a b c d F. Antonio Primaldo Coco: Casali Albanesi nel Tarentino. Scuola Tipografica Italo-Orientale "San Nilo", Grottaferrata 1921, S. 10 (italienisch).
  24. La storia degli Arbëreshe, offizielle Webseite der Gemeinde Vaccarizzo Albanese, abgerufen am 9. November 2016.
  25. Pasquale Pandolfini, S. 84
  26. a b Ministero dell'Interno: La minoranza linguistica albanese (Arbëresh) in: Cultura e immagini dei gruppi linguistici di antico insediamento presenti in Italia. Rom 2001, S. 137 (italienisch).
  27. Vincenzo Palizzolo Gravina: Il blasone in Sicilia ossia Raccolta araldica. Visconti & Huber, Palermo 1871, S. 253 (italienisch, Online-Version in der Google-Buchsuche [abgerufen am 29. Dezember 2016]).
  28. D. Filadefos Mugnos: Teatro Genologico Delle Famiglie Nobili, Titolate, Feudatarie & Antiche Nobili, del Fedelissimo Regno di Sicilia, Viventi & Estinte, Libro VI. Palermo 1655, S. 201 (italienisch, Online-Version in der Google-Buchsuche [abgerufen am 29. Dezember 2016]).
  29. Vincenzo Dorsa: Su gli Albanesi: ricerche e pensieri. Tipografia Trani, Neapel 1847, S. 72 (italienisch, Online-Version in der Google-Buchsuche [abgerufen am 29. Dezember 2016]).
  30. a b c d Laura Giovine: La magia del Pollino, S. 42, abgerufen am 10. November 2016
  31. a b Giornale enciclopedico di Napoli, Band 2, S. 155
  32. Margherita Forte und Alessandra Petruzza, Kollaborateure des Informationsschalters von Vena, einer Fraktion von Maida, Le origini della minoranza linguistica albanese (Die Ursprünge der albanischsprachigen Minderheit), 2005, abgerufen am 25. Oktober 2016
  33. F. Antonio Primaldo Coco, S. 12
  34. a b Vincenzo Dorsa, S. 78
  35. Manfredi Palumbo: I comuni meridionali prima e dopo le leggi eversive della Feudalità: feudi,università, comuni, demani. Rovella, Salerno 1910, S. 346 (italienisch).
  36. a b c Francesco Tajani: Le istorie albanesi, Capo III., 2. Tipi dei Fratelli Jovane, Palermo 1886, S. 478 (italienisch).
  37. a b c F. Antonio Primaldo Coco, S. 11
  38. Innocenzo Mazziotti, S. 85
  39. Giuseppe De Micheli: La comunità arbëreshë di Villa Badessa oggi: Le eredità del passato come risorsa per il futuro. Università degli Studi “G. d’Annunzio” Chieti – Pescara, 2011, S. 11 (italienisch).
  40. a b c d Matteo Mandalà: Albanesi in Sicilia. A.C. Mirror, Palermo 2003, S. 31 (italienisch).
  41. Innocenzo Mazziotti, S. 61
  42. a b Giacomo Sacco: Storie e immagini di una minoranza arbëreshë - Vena. Amministrazione Provinciale di Catanzaro, S. 6 (italienisch).
  43. Demetrio Reres in Enciclopedia Treccani online, abgerufen am 10. November 2016
  44. Albanesi d'Italia in Enciclopedia Treccani online, abgerufen am 11. November 2016
  45. a b c Onofrio Buccola: La colonia greco-albanese di Mezzojuso, origini vicende e progresso. Stab. Tipografico F. Andò, Palermo 1909, S. 4 (italienisch).
  46. a b Giornale enciclopedico di Napoli, Band 2, S. 153
  47. Vincenzo Dorsa, S. 61
  48. Augusto Placanica: Storia della Calabria: dall'antichità ai giorni nostri. Donzelli Editore, Rom 1999, ISBN 88-7989-483-8, S. 180 (italienisch).
  49. a b Francesco Tajani, S. 6
  50. Onofrio Buccola, S. 5
  51. Giuseppe De Micheli, S. 12
  52. a b c Alfredo Frega: Scanderbeg eroe anche in terra di Puglia, Appunti di storia, N. 5, April 2005 (italienisch), abgerufen am 1. November 2016
  53. a b Jann Tibbetts: 50 Great Military Leaders of All Time. Alpha Editions, New Delhi 2016, ISBN 978-93-8550566-9, S. 575 (englisch, Online-Version in der Google-Buchsuche [abgerufen am 3. November 2016]).
  54. Domenico De Filippis: I Castriota, signori di Monte Sant’Angelo e di San Giovanni Rotondo, fra mito e letteratura. Centro Grafico S.r.l, Foggia 1999, S. 9., abgerufen am 10. Dezember 2016 (italienisch)
  55. Il Casale di Monteparano. Associazione Culturale Monteparano.com, abgerufen am 20. November 2016 (italienisch).
  56. Andrea Frediani: I grandi condottieri che hanno cambiato la storia. Newton Compton editori s.r.l., Rom, 2012, ISBN 978-88-541-4408-8, S. 403 (italienisch, Online-Version in der Google-Buchsuche [abgerufen am 14. November 2016]).
  57. Storia di Greci. Comune di Greci, abgerufen am 15. Dezember 2016 (italienisch).
  58. a b Pasquale Pandolfini, S. 85
  59. L'eversione della feudalità in S. Maria della Camera di Roccaforzata. Marco Imperio, abgerufen am 20. November 2016 (PDF, italienisch).
  60. Gennaro Maria Monti: La spedizione in Puglia di Giorgio Castriota Scanderbeg e i feudi pugliesi suoi della vedova e del figlio in: Palaver 4 n.s., Issue 1. Università del Salento, 2015, S. 161 (italienisch).
  61. a b Gennaro Maria Monti, S. 148
  62. Domenico De Filippis, S. 12
  63. Gli albanesi nel Regno di Napoli e la diaspora grca. Renato Campofreda, abgerufen am 15. November 2016 (italienisch).
  64. Francesco Trinchera: Codice Aragonese, vol. 1, Arnaldo Forni Editore, Neapel 1866, S. 44 ff., abgerufen am 25. Oktober 2016
  65. a b c Frammenti di vita di un tempo, S. 5
  66. Zitiert nach Jean-Charles-Léonard Simonde de Sismondi: Geschichte der Italienischen Freystaaten im Mittelalter, Zehnter Theil. Geßnersche Buchhandlung, Zürich 1820, S. 273 (Online-Version in der Google-Buchsuche [abgerufen am 24. November 2016]).
  67. a b c D. Filadefos Mugnos, S. 202
  68. Giovanni Battista di Crollalanza: Dizionario storico-blasonico delle famiglie nobili e notabili italiane, estinte e fiorenti, 1819-1892. A. Forni, Bologna 1965, S. 102 (italienisch).
  69. D. Filadefos Mugnos, S. 203
  70. Vincenzo Dorsa, S. 75 (abgerufen am 20. Dezember 2016)
  71. Danila A. R. Fiorella, S. 6
  72. a b Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 11, Leipzig 1907, S. 507.
  73. Prof. Zef Schirò: Gli Italo-Albanesi in: 1° volume “Albania” 28.12.1962. Rom 1962, S. 106 (italienisch)., abgerufen am 13. Dezember 2016
  74. Giovanni Distefano, Franco Rocchetta: Atlante storico di Venezia. Supernova, 2008, ISBN 88-88548-88-2, S. 196 (italienisch).
  75. Gregorio Rosso: Historia delle cose di Napoli, sotto l'imperio di Carlo Quinto. Domenico Montanaro, Neapel 1635, S. 83 (italienisch)., abgerufen am 7. Dezember 2016
  76. Gregorio Rosso, S. 85
  77. a b c Gregorio Rosso, S. 86
  78. a b c Centro di studi per l'Albania: Rivista d'Albania - Band 4. Accademia d’Italia, Rom 1943, S. 173 (italienisch).
  79. a b c d Luigi Jaccarini: Vite e ritratti degli uomini celebri di tutti i tempi e di tutte le nazioni, Band 1. Gaetano Nobile, Toledo 1840, S. 143 (italienisch)., abgerufen am 5. Dezember 2016
  80. a b c d Francesco Tajani, Capo III., 1., S. 477
  81. a b Eberhard Werner Happel: Hochverdiente Ehren-Seule Christlicher Tapfferkeit. Thomas von Wierung, Hamburg 1688, S. 169., abgerufen am 7. Dezember 2016
  82. Vincenzo Maria Coronelli: Memorie Istoriografiche del Regno della Morea Riacquistato dall'armi della Sereniss. Repubblica di Venezia. Venedig, S. 63 (Online-Version in der Google-Buchsuche [abgerufen am 16. Dezember 2016]).
  83. Gregorio Rosso, S. 87
  84. Pietro Pompilio Rodotà, S. 54
  85. a b c d Pietro Pompilio Rodotà, S. 55
  86. Gregorio Rosso, S. 88
  87. a b Gregorio Rosso, S. 89
  88. Giornale enciclopedico di Napoli, Band 2, S. 156
  89. a b c d Frammenti di vita di un tempo, S. 6
  90. a b c Pietro Pompilio Rodotà, S. 56
  91. a b Corone. Abgerufen am 9. Dezember 2016 (italienisch).
  92. Johann Salomo Semler: Allgemeine Historie von Spanien mit den Zusätzen der französischen Übersetzung, Band 9. Johann Justin Gebauern, Halle 1758, S. 167 (Online-Version in der Google-Buchsuche [abgerufen am 15. Dezember 2016]).
  93. Associazione nazionale per gli interessi del Mezzogiorno d'Italia (ANIMI): Archivio storico per la Calabria e la Lucania - Band 1. Rom 1931, S. 54 ff. (italienisch).
  94. Origini degli Arbëreshë (Italo-Albanesi). Tommaso Campera, abgerufen am 15. Dezember 2016 (italienisch).
  95. Innocenzo Mazziotti, S.35
  96. Archivio storico per la Calabria e la Lucania - Band 1, S. 55
  97. F. Antonio Primaldo Coco: Gli Albanesi in Terra d'Otranto in: Japigia (Rivista di archeologia, storia e arte) Ser. NS, vol. 10. Società Editrice Tipografica, Bari 1939, S. 333 (italienisch).
  98. Archivio storico per la Calabria e la Lucania - Band 1, S. 55
  99. Vincenzo Dorsa, S. 77 (abgerufen am 20. Dezember 2016)
  100. Pietro Pompilio Rodotà, S. 57
  101. a b Francesco Palermo: Narrazioni e Documenti sulla Storia del Regno di Napoli dall'anno 1522 al 1667, Volume unico. Giovan Pietro Vieusseux, Florenz 1846, S. 346 (italienisch, Online-Version in der Google-Buchsuche [abgerufen am 5. Januar 2017]).
  102. Giuseppe Maria Viscardi, S. 365
  103. Enrico Pani Rossi: La Basilicata, libri tre: studi politici, amministrativi e di economia publica. Giuseppe Civelli, Verona 1868, S. 25 (italienisch, Online-Version in der Google-Buchsuche [abgerufen am 5. Januar 2017]).
  104. Guida d'Italia - Basilicata, Calabria. Touring Club Italiano, 1980, ISBN 88-365-0021-8, S. 256 (italienisch, Online-Version in der Google-Buchsuche [abgerufen am 5. Januar 2017]).
  105. Über die in Capitanata in Apulien angesiedelten Albaner, Manuskript von Papàs Andrea Figlia aus Mezzojuso an Papàs Paolo Parrino, Rektor des griechisch-albanischen Seminars und Pfarrer der griechischen Gemeinde von Palermo, geschrieben in Neapel am 12. Juni 1764. Abgerufen am 28. Januar 2017 (italienisch).
  106. Leonidas Kallivretakis: Νέα Πικέρνη Δήμου Βουπρασίων: το χρονικό ενός οικισμού της Πελοποννήσου τον 19ο αιώνα (και η περιπέτεια ενός πληθυσμού) [Neu Pikerni von Demos Vouprassion: Die Chronik der Besiedlung des Peloponnes im 19. Jahrhundert (und das Abenteuer eines Volkes)] in: Vasilis Panagiotopoulos: Πληθυσμοί και οικισμοί του ελληνικού χώρου: ιστορικά μελετήματα [Bevölkerungen und Siedlungen der griechischen Dörfer: historische Essays]. Institute for Neohellenic Research, Athen 2003, S. 223 (griechisch).
  107. Geschichte der Gemeinde Rosciano. In: Comunedirosciano.it. Abgerufen am 21. Januar 2017 (italienisch).
  108. Federico Roggero: La Colonizzazione di Bozza e Badessa negli atti demaniali della Provincia di Teramo in: Contributo in Volume. Editoriale Scientifica, Neapel 2014, S. 545 (italienisch).
  109. Federico Roggero, S. 547
  110. A. Frega: Gli Italo-albanesi in cifre, in Katundi Yne, n. 21 (1976), nn. 22-24 (1977), n. 25 (1978).
  111. Alfredo Frega: Gli „arbëresh“ dimenticati, n. 2–3, Mailand, 1996
  112. Le minoranze etniche e linguistiche di Padania, Appenninia, Sardegna e Sicilia. freeweb.dnet.it/liberi/index.html, abgerufen am 22. Oktober 2016 (italienisch).
  113. Comunità albanesi d'Italia. Arbitalia.it, abgerufen am 22. Oktober 2016 (italienisch).
  114. Vincenzo Dorsa, S. 62
  115. a b Raynaldo Perugini: La presenza ed il ruolo della chiesa greco - ortodossa in Italia in: Storia e metodi dell'analisi dell'architettura, S. Atanasio dei Greci e Collegio greco. Storia e Letteratura, S. 36 (italienisch).
  116. a b c Raynaldo Perugini, S. 28
  117. Danila A. R. Fiorella: Insediamenti albanesi nella Daunia tardo medievale. Centro Grafico S.r.l, Foggia 1999, S. 3., abgerufen am 27. November 2016 (italienisch)
  118. Giuseppe Maria Viscardi: Tra Europa e "Indie di quaggiù". Chiesa, religiosità e cultura popolare nel Mezzogiorno. Storia e Letteratura, Rom 2005, ISBN 88-8498-155-7, S. 377 (italienisch, Online-Version in der Google-Buchsuche [abgerufen am 10. November 2016]).
  119. a b I novant'anni della Eparchia di Lungro (Die 90 Jahre der Eparchie Lungro). In: Arbitalia.it. Abgerufen am 2. Februar 2017 (italienisch).
  120. Pietro Pompilio Rodotà: Dell’Origine, Progresso e Stato presente del Rito Greco in Italia, osservato dai greci, monaci basiliani e albanesi, Libro III, Capo. III. Biblioteca Vaticana, Rom 1763, S. 59 (italienisch, Online-Version in der Google-Buchsuche [abgerufen am 11. November 2016]).
  121. Storia del comune di Rosciano (Geschichte der Gemeinde Rosciano). Abgerufen am 14. Februar 2017 (italienisch).