Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“

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Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen
Logo des AiF e.V.
Rechtsform Eingetragener Verein
Gründung 22. Juni 1954
Sitz Köln
Angestellte 41 (ohne Tochtergesellschaften)
Mitglieder 100 Forschungsvereinigungen als Ordentliche Mitglieder; 10 Außerordentliche Mitglieder
Website [1]

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen, zumeist nur kurz AiF, ist eine nationale industriegetragene Organisation zur Förderung angewandter Forschung und Entwicklung im deutschen Mittelstand.

Beim Gebrauch der Abkürzung AiF werden häufig zusätzlich zum Verein seine beiden einhundertprozentigen Tochtergesellschaften, AiF Projekt GmbH und AiF F•T•K GmbH, assoziiert. Dies gilt für den Gebrauch durch die AiF selbst sowie durch externe Nutzung der Abkürzung.

Namenspatron der AiF ist seit 1966 Otto von Guericke, der Begründer der Vakuumtechnik. Als Politiker, Wissenschaftler und Ingenieur war er in verschiedenen Bereichen und Schnittstellen aktiv, wie es auch bei den Aktivitäten der AiF der Fall ist.

Die Institut hat das Ziel, Forschung für den Mittelstand zu initiieren, den wissenschaftlichen Nachwuchs und Fachkräfte auf innovativen Gebieten zu qualifizieren sowie den Austausch über die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung zu organisieren. Aufgabe ist es als Dachverband von rund 100 Branchenverbänden – den Forschungsvereinigungen – mit 50.000 eingebundenen Unternehmen, die Volkswirtschaft Deutschlands in ihrer Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Als gemeinnütziger Verein mit Sitz in Köln ist die AiF Träger der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF), an der in den letzten fünf Jahren rund 1200 Forschungsstellen mitgewirkt haben. Die AiF betreut gemeinsam mit der AiF Projekt GmbH und der AiF F•T•K GmbH weitere Förderprogramme und -maßnahmen der öffentlichen Hand, insbesondere die Fördersäule „FuE-Kooperationsprojekte“ des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM). Pro Jahr werden rund 500 Mio. Euro öffentliche Mittel über die AiF für den Mittelstand eingesetzt.[1][2][3][4]

Die im Jahre 1954 auf Initiative der Wirtschaft gegründete AiF vertritt die Interessen mittelständischer Unternehmen in mehreren internationalen Organisationen der europäischen Forschungslandschaft. Dabei setzt sie sich für eine angemessene Beteiligung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) an den Fördermaßnahmen für Forschung und Entwicklung (FuE) der Europäischen Union (EU) ein.[5]

Mitglieder (Forschungsvereinigungen)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Selbstverwaltungsorganisation der Wirtschaft umfasst die AiF 100 industriegetragene Forschungsvereinigungen. Bei diesen ordentlichen Mitgliedern handelt es sich um Zusammenschlüsse von Unternehmen – insbesondere kleinen und mittleren – einer Branche oder eines Technologiefeldes und Wirtschaftsverbänden mit bundesweitem Aktionsradius. Etwa ein Drittel der Forschungsvereinigungen unterhält eigene Forschungseinrichtungen (Institute). Die Forschungsvereinigungen, die den Forschungsbedarf des Mittelstands bündeln, bilden die Basis eines weltweit einzigartigen Innovationsnetzwerkes, das Wirtschaft und Wissenschaft miteinander verzahnt und dabei partnerschaftlich mit dem Staat kooperiert. Das Themenspektrum der AiF-Mitglieder deckt alle mittelstandsrelevanten Technologien ab. Es reicht von der Materialforschung über die Biotechnologie bis zu den Informations- und Kommunikationstechnologien.[6][7][8]

Gutachterwesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut Vertrag mit der Bundesrepublik Deutschland vom 19. Dezember 1996 gewährleistet die AiF eine Evaluation von Projekten der Industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF), für die eine Förderung beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie beantragt werden soll. Die AiF und ihre Mitgliedsvereinigungen organisieren ein wettbewerbliches Verfahren zur Auswahl der Projekte der IGF. Kernelement dieses Verfahrens auf Ebene der AiF ist ein System unabhängiger und auf Zeit gewählter ehrenamtlicher Gutachter.[9]

Rund 180 Forscher und Entwickler aus Wissenschaft und Wirtschaft investieren ihre Zeit und ihr Wissen für die Qualitätssicherung der IGF-Vorhaben.[3]

Förderprogramme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der Forschung im vorwettbewerblichen Interesse ganzer Branchen bis zur Umsetzung von Forschungsergebnissen in der betrieblichen Praxis verfolgen die von der AiF und ihren Tochtergesellschaften betreuten Förderprogramme das Ziel, Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft durch Förderung von Forschung und Entwicklung zu stärken. Die von der AiF koordinierten Programme und Maßnahmen bilden dabei wichtige Säulen der Forschungs-, Technologie- und Technikförderung für kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland.[8]

Bei der vorwettbewerblichen und technologieoffenen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) handelt es sich um ein Forschungsförderungsprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, welches die AiF in Partnerschaft mit dem Ministerium seit 1954 inhaltlich und organisatorisch betreut.[10][6]

Beim Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) handelt es sich um ein technologieoffenes Forschungsförderungsprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, dessen Fördersäule „FuE-Kooperationsprojekte“ die AiF Projekt GmbH als beliehener Projektträger betreut.[10]

Forschungspreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1997 vergibt die AiF jährlich den mit 10.000 € dotierten „Otto von Guericke“-Preis, der herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Industriellen Gemeinschaftsforschung kleiner und mittlerer Unternehmen würdigt, die sowohl die Forschung als auch die Umsetzung bis hin zur praktischen Anwendung umfassen.[11]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die AiF wurde am 22. Juni 1954 im „Haus der Länder“ in Königstein im Taunus auf eine gemeinsame Initiative von Industrie und Staat gegründet, um zusammen ideelle und materielle Ziele auf dem Feld der Gemeinschaftsforschung zu verfolgen. Vertreter von acht Forschungsvereinigungen unterzeichneten das Protokoll der Gründungsversammlung sowie die Satzung der AiF. Martin Westermann wurde zum ersten Präsidenten der AiF gewählt. Bis zur ersten ordentlichen Mitgliederversammlung der AiF am 27. Oktober 1954 in Wiesbaden traten der AiF weitere zwölf Forschungsvereinigungen bei. Damit war die Basis eines branchenübergreifenden Innovationsnetzwerkes für den industriellen Mittelstand geschaffen, das sehr rasch die Aufmerksamkeit anderer Branchen auf sich zog. Bis zum Ende des ersten Jahrzehnts ihres Bestehens zeigte die AiF ein rasantes Wachstum: Die Zahl der Mitglieder verdreifacht sich. 1964 gehören ihr bereits 59 Forschungsvereinigungen an. Im Jahr 2013 gehörten der AiF insgesamt 100 Forschungsvereinigungen als ordentliche Mitglieder an.[12][13]

Die 13. Mitgliederversammlung der AiF am 5. Dezember 1966 in Bad Godesberg kürte Otto von Guericke, den Begründer der Vakuumtechnik, zum Namenspatron der AiF.[12]

1974 wurde in Köln unter maßgeblicher Mitwirkung der AiF die „Federation of European Industrial Co-operative Research Organizations“ (FEICRO) als europäische Dachorganisation für Industrielle Gemeinschaftsforschung gegründet. Die FEICRO ging 1999 in der neu gegründeten „European Association of Research and Technology Organisations“ (EARTO) auf.[12]

1978 wurde die AiF erstmals als Projektträger der öffentlichen Hand für firmenspezifische Fördermaßnahmen zugunsten kleiner und mittlerer Unternehmen tätig. Seither ist sie in dieser Funktion ununterbrochen im Einsatz.[12][14]

Am 15. November 1990 – also sechs Wochen nach der deutsch-deutschen Wiedervereinigung – wurde die Berliner Außenstelle der AiF eröffnet.[12]

Ab 1995 entstand mit der AiF als Projektträger des Bundes das später sogenannte „intec.net“, ein Netzwerk von Kontaktstellen für internationale Technologiekooperationen, das bis zu seinem Auslaufen Ende 2008 insgesamt 15 solcher Stellen in elf Ländern Mittel- und Osteuropas sowie in Indien und China umfasste.[15] 1996 übernahm die AiF die Projektträgerschaft des Bundes für die Förderung von Forschung an Fachhochschulen. Diese Rolle hatte sie bis Mitte 2012 inne.[16]

Am 1. Januar 2010 wurde die AiF in Berlin als einhundertprozentige Tochter des Vereins unter dem Namen „AiF Projekt GmbH“ ausgegründet. Im Mai 2011 wurde eine weitere einhundertprozentige Tochtergesellschaft des AiF e.V. unter dem Namen „AiF Forschung • Technik • Kommunikation GmbH“ (AiF F•T•K GmbH) ausgegründet. Die beiden Tochtergesellschaften führen die bisherigen Aufgaben des Vereins als Projektträger im Rahmen der Forschungsförderung und internationaler Aktivitäten fort und bauen dieses Leistungsportfolio weiter aus.[17]

Ehrenamtliche Präsidenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle:[17]

  • 1954–1958: Martin Westermann
  • 1958–1962: Hermann Rathert
  • 1962–1968: Herbert Stussig
  • 1969–1974: Günter Peddinghaus
  • 1975–1978: Nikolaus Fasolt
  • 1978–1982: Carl-Otto Bauer
  • 1982–1986: Erwin Müller
  • 1987–1992: Otto H. Schiele
  • 1993–2001: Hans Wohlfart
  • 2002–2007: Johann Wilhelm Arntz
  • 2008–2012: Thomas Gräbener
  • 2012–2017: Yvonne Karmann-Proppert
  • seit 2018: Sebastian Bauer

Ausgewählte Forschungsvereinigungen der AiF[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik (GFaI) ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Berlin. Die satzungsgemäße Aufgabe der GFaI ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung sowie Bildung. Die GFaI ist eine gemeinnützige Forschungsvereinigung. Mit etwa 90 Mitarbeitern werden in der GFaI wissenschaftliche Projekte bearbeitet sowie FuE-Aufträge und -Dienstleistungen durchgeführt. Sie fördert FuE in der angewandten Informatik und organisiert die industrielle Gemeinschaftsforschung auf diesem Gebiet im Rahmen der AiF. Die GFaI ist An-Institut der HTW Berlin und der BHT Berlin.

Wichtige Forschungsbereiche der GFaI sind:

Ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt der GFaI ist die Akustische Kamera, ein komplexes System zur Ortung und Kartierung von Schallquellen. Die Akustische Kamera konnte mehrere nationale Preise und Nominierungen erringen.

Die GFaI führt einige bekannte Veranstaltungen wie die 3D-NordOst (Anwendungsbezogener Workshop zur Erfassung, Modellierung, Verarbeitung und Auswertung von 3D-Daten), die EVA Berlin (Electronic Imaging & the Visual Arts; Co-Veranstalter) sowie die BeBeC (Berlin Beamforming Conference; Co-Veranstalter) durch. Des Weiteren wurde sie bereits mehrmals ausgezeichnet, unter anderem mit der Nominierung des Teams der Innovation „Die Akustische Kamera“ für den Deutschen Zukunftspreis 2005, dem Otto von Guericke-Preis der AiF 1998 und 2001 für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der industriellen Gemeinschaftsforschung kleiner und mittlerer Unternehmen, die sowohl die Forschung als auch die Umsetzung bis zur praktischen Anwendung umfassen.

Forschungskreis der Ernährungsindustrie (FEI)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI) mit Sitz in Bonn fördert vorwettbewerbliche, praxisrelevante Lebensmittel- und Ernährungsforschung, um insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) der Lebensmittelwirtschaft den Zugang zu innovativen Forschungsergebnissen zu eröffnen. Er wurde 1953 in Eigeninitiative forschungsaktiver Unternehmen gegründet und ist die einzige branchenübergreifende Forschungsorganisation der deutschen Lebensmittelwirtschaft. Kerngedanke seiner Arbeit ist die Organisation praxisnaher Forschung. Der FEI koordiniert jährlich rund 100 Projekte der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF), organisiert Tagungen und veröffentlicht verschiedene Publikationen für Fachleute.

Durch direkte Mitgliedschaft sowie über 55 Wirtschaftsverbände und Branchenorganisationen gehören dem FEI rund 90 % der rund 6000 Unternehmen der deutschen Lebensmittelindustrie sowie große Teile des Ernährungshandwerks an. Darüber hinaus sind dem FEI 120 Forschungseinrichtungen angeschlossen. Der FEI ist gemeinnützig und gehört zu den Gründungsmitgliedern der AiF (Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen e.V.). Eine enge Zusammenarbeit besteht mit den Schwesterverbänden Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie e.V. (BVE) sowie dem Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e.V. (BLL).

Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik (F.O.M.)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik mit Sitz in Berlin, fördert Projekte über die AiF mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Durch die Nähe zu SPECTARIS dem deutschen Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e.V., ist der Zugriff auf ein exzellentes Branchennetzwerk gesichert.

Forschungsthemen aus dem Bereich Photonik, Optik, Imaging, Bio- und Analysentechnik und Medizintechnik werden dadurch gefördert.

Schwerpunkt der Forschungsvereinigung ist die Anregung vorwettbewerblicher Forschung und somit eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit klein- und mittelständischer Unternehmen. Somit erhalten KMUs die Möglichkeit, ihr technisches Know-how und die Qualität ihrer Produkte zu verbessern und die Produktionskosten zu senken.

Ziele der F.O.M. sind: • Interdisziplinäre Lösung von Forschungsaufgaben • Förderung der KMU unter Einbeziehung großer Unternehmen • Stärkung des Dialoges zwischen Industrie und Forschung • Industrienähe akademischer Einrichtungen

Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie (DECHEMA)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die DECHEMA ist eine gemeinnützige wissenschaftlich-technische Gesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main. Sie wurde im Jahr 1926 gegründet. Mehr als 5.500 Naturwissenschaftler, Ingenieure, Firmen, Organisationen und Institute gehören ihr als Mitglieder an. Eine wichtige Aufgabe der DECHEMA ist es, Forschung und Entwicklung in Chemischer Technik und Biotechnologie zu fördern und zu begleiten. Die DECHEMA versteht sich dabei als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Staat und Öffentlichkeit. Die von der DECHEMA veranstaltete ACHEMA ist das Weltforum der Prozessindustrie und international richtungsweisender Technologiegipfel für Chemische Technik, Umweltschutz und Biotechnologie.

Das DECHEMA-Forschungsinstitut betreibt Forschung auf den Gebieten Werkstoffe, Chemische Technik und Biotechnologie. Aufgaben der Mitarbeiter im Institut sind:

  • Grundlagenorientierte und vorwettbewerbliche Forschung auf den Gebieten Chemische Technik, Biotechnologie, Umwelttechnik, Apparate- und Anlagenbau sowie Werkstoffwissenschaften
  • Mitwirkung in der Lehre an Hochschulen auf den von der DECHEMA vertretenen Fachgebieten
  • Durchführung von Weiterbildungskursen für Teilnehmer aus der Industrie und aus dem Hochschulbereich
  • Wissenschaftliche Unterstützung der Arbeiten in den Fach- und Arbeitsausschüssen sowie von DECHEMA-Tagungen
  • Erarbeitung von Lösungen für Probleme aus der industriellen Praxis

Verein für das Forschungsinstitut für Edelmetalle und Metallchemie (fem)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Forschungsinstitut für Edelmetalle und Metallchemie ist ein unabhängiges Institut, das vor mehr als 85 Jahren von der Industrie, dem Land Württemberg und der Stadt Schwäbisch Gmünd gegründet wurde. Träger ist der Verein für das Forschungsinstitut e.V. Laut Satzung hat das fem die Aufgabe, wissenschaftliche und angewandte Forschung, insbesondere auf dem Gebiet der Edelmetalle und anderer weniger gebräuchlichen Metalle sowie der Metallveredelung in ihren verschiedensten Anwendungen, zu betreiben. Neben weitergehenden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben werden technische Untersuchungen, Beratungen und Gutachten, besonders auch für kleine und mittlere Unternehmen, durchgeführt. Die Aktualität der Institutsarbeit und der Technologietransfer werden durch die Aufnahme neuer Arbeitsgebiete, durch Vorträge, Vorlesungen, Seminare und Schulungskurse im In- und Ausland sowie durch die Tätigkeit von Gastwissenschaftlern gesichert.

Das fem betreibt sowohl Grundlagenforschung als auch anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung. Die Forschungsarbeiten erfolgen in direkter Zusammenarbeit mit der Industrie (speziell KMUs) und im Rahmen öffentlich geförderter Vorhaben. Darüber hinaus bietet das fem Dienstleistungen in den genannten Bereichen an (z. B. Material und Schichtprüfungen, Standardanalysen, Analysen von Trink- und Abwasser).

Das fem ist auf den folgenden Arbeitsgebieten tätig: Metallkunde, Elektrochemie, Leichtmetalle, Plasmaoberflächentechnik-Materialphysik (POT-MPh), Analytik.

Kurzfristige Problemlösungen werden ebenso angeboten wie komplexe und umfangreiche Entwicklungen von Beschichtungsverfahren und Schichtsystemen. Seit 1996 ist das fem akkreditiertes Prüflabor für ca. 200 Prüfverfahren, zunächst nach DIN EN 45001, seit 2001 nach DIN EN ISO/IEC 17025.

Europäische Forschungsgesellschaft Dünne Schichten (EFDS)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Europäische Forschungsgesellschaft Dünne Schichten e.V. (EFDS) ist der gemeinnützige Branchenverein der vakuum- und plasmagestützten Oberflächentechnik.

Die Mitglieder der EFDS – Unternehmen, Forschungsinstitute und Privatpersonen – sind in der Verfahrensentwicklung, im Anlagenbau, der Materialtechnik, der Lohnbeschichtung oder in Anwendungsbereichen der Oberflächentechnik tätig. Sie kommen gegenwärtig aus Deutschland, Österreich, Liechtenstein, der Schweiz und den Niederlanden.

Die Europäischen Forschungsgesellschaft Dünne Schichten und ihre Mitglieder arbeiten in Projekten der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF), beim Technologietransfer und bei der Vorbereitung von Veranstaltungen eng mit Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Verbänden dieser Branchen zusammen, wie dem Fahrzeugbau, Maschinen- und Anlagenbau, Werkzeugtechnik, Kunststofftechnik, Optik und Feingerätetechnik, Solartechnik, Gebäudeverglasung und Lichttechnik, Mikroelektronik und Datenspeichertechnik, Medizintechnik, Verbrauchsgüterindustrie.

Die Geschäftsstelle der EFDS befindet sich in Dresden, dem größten Zentrum der europäischen Halbleiterindustrie und nach der Region Aschaffenburg-Hanau das zweit wichtigste Zentrum des vakuumtechnischen Anlagenbaus in Deutschland.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joachim Böttger: Forschung für den Mittelstand – Die Geschichte der Arbeitsgemeinschaft Industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. (AiF) im wirtschaftspolitischen Kontext. Dt. Wirtschaftsdienst, Köln 1993, ISBN 3-87156-167-3

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.aif.de/aif.html
  2. AiF-Infoflyer (Stand 03/2013), abrufbar unter http://www.aif.de/highlights/publikationen/aif-infoflyer.html
  3. a b AiF-Pressemitteilung „Herzstück der AiF: Industrielle Gemeinschaftsforschung“ (Stand 28. Januar 2013), abrufbar unter http://www.aif.de/presse/digitale-pressemappe/allgemeine-presseinformationen.html
  4. http://www.aif.de/aif/zahlen-und-daten.html
  5. http://www.aif.de/innovationsfoerderung/international.html
  6. a b http://www.aif.de/innovationsfoerderung/industrielle-gemeinschaftsforschung/cfc.html
  7. http://www.aif.de/aif/mitglieder.html
  8. a b AiF-Infoflyer (Stand 03/2013), abrufbar unter http://www.aif.de/highlights/publikationen/aif-infoflyer.html?L=0
  9. http://www.aif.de/innovationsfoerderung/industrielle-gemeinschaftsforschung/gutachterwesen.html
  10. a b http://www.foerderdatenbank.de/Foerder-DB/Navigation/foerderorganisationen.html
  11. http://www.aif.de/aif/otto-von-guericke-preis.html?L=0
  12. a b c d e AiF aktuell Nr. 26, (2004), „Sonderausgabe zum 50-jährigen Jubiläum der AiF“, abrufbar unter: http://www.aif.de/service/news/news-archiv/archiv-aif-aktuell.html
  13. http://www.aif.de/aif/mitglieder.html
  14. http://www.aif.de/innovationsfoerderung.html?L=0
  15. http://www.aif-projekt-gmbh.de/referenzen.html
  16. http://www.bmbf.de/de/324.php
  17. a b http://www.aif.de/aif/aif-im-profil/historie.html