Arbeitsmigration

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Arbeitsmigration ist die Wanderung (lat. migratio) von Menschen zum Zweck der Arbeitsaufnahme. Dabei ging (und geht auch heute noch) die Wanderung vorwiegend aus industriell weniger entwickelten Regionen in ökonomisch weiter entwickelte.

Bezeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fremdarbeiter, Gastarbeiter, ausländischer Arbeitnehmer, Wanderarbeitnehmer, Arbeitsemigrant

In der Bundesrepublik Deutschland beschrieb der erste Bericht der Bundesanstalt für Arbeit die wirtschaftliche und soziale Lage nichtdeutscher Arbeitnehmer mit der Überschrift „Ausländische Arbeitnehmer 1969“.[1] Diese Bezeichnung ersetzte bei offiziellen Stellen und bei den Gewerkschaften seitdem zunehmend den Ausdruck Gastarbeiter. Der Begriff „Gastarbeiter“ war an die Stelle des Begriffs „Fremdarbeiter“ getreten, womit in der Zeit des Nationalsozialismus und im Zweiten Weltkrieg ausländische Kriegsgefangene und Zivilisten bezeichnet worden waren, die im Deutschen Reich Zwangsarbeit leisten mussten.[2]

In der Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs und der Vollbeschäftigung in den 1950er und 1960er Jahren fehlte es in Westdeutschland an Arbeitskräften für gering qualifizierte Tätigkeiten, vor allem in der Montan- und Automobilindustrie, Stadt- und Gebäudereinigung. Im europäischen Ausland wurden seit 1955 mithilfe von Anwerbebüros und bilateralen Anwerbeabkommen anfänglich vor allem weibliche, danach praktisch nur noch männliche Gastarbeiter angeworben.[3][4]

In den ersten Anwerbeabkommen war ein Rotationsprinzip vorgesehen, wonach die Arbeiter nach einiger Zeit wieder in ihre Heimatländer zurückkehren und durch neuangeworbene Arbeitskräfte ersetzt werden sollten.[5] Der Begriff Gastarbeiter brachte zum Ausdruck, dass Deutschland den Arbeitern einen vorübergehenden Arbeitsaufenthalt als „Gäste“ gewährte. Die Widersprüchlichkeit und Ironie, die in der Verwendung des sehr positiv konnotierten Begriffs Gast im Kontext einer nahezu wertneutralen Rahmenvereinbarung zur Arbeitskraftanwerbung lag, wurde auch in der modernen deutschsprachigen Gastarbeiterliteratur dargestellt. Für diejenigen, die dauerhaft blieben, kam der Begriff „Arbeitsemigranten“ in Gebrauch.

Als ausländische Arbeitnehmer wurden in der Bundesrepublik Deutschland sowohl die aus den Anwerbestaaten in Südeuropa und aus der Türkei angeworbenen Gastarbeiter als auch andere Arbeitnehmer aus dem westeuropäischen Ausland und Übersee bezeichnet, unter denen sich auch qualifizierte Angestellte befanden. Die innerhalb der EWG getroffenen europäische Regelungen zur Arbeitsmigration sprechen von „Wanderarbeitnehmern“.

In einzelnen Arbeitsmarktsegmenten gab es immer auch Arbeitsmigration, die dem Transfer von Spezialkenntnissen dient. Auch diese Migration beruht teils auf gezielter Anwerbung aus dem Ausland. Beispielsweise wanderten in der Zeit der Industrialisierung englische und irische Experten des Montan- und Hüttenwesens aus, um anderswo an der Erschließung neuer Lagerstätten und dem Aufbau verarbeitender Gewerbe zu arbeiten. Ein weiteres Beispiel ist der Wissenstransfer im Maschinenbau und in der Textil-, Montan- und Schwerindustrie, welcher entscheidend auf Migration beruhte, und dies vor allem in einer Frühphase, bevor eine formalisierte Techniker- und Ingenieursausbildung eingeführt wurde.[6]

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arbeitsmigration nach Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung bis Anfang des 20. Jahrhunderts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anwerbung von Menschen zum Zwecke der Erwerbsarbeit und des wirtschaftlichen Aufbau eines Staates wird schon verstärkt seit dem Dreißigjährigen Krieg betrieben, insbesondere Preußen betrieb eine forcierte Zuwanderungspolitik (Peuplierung). Motivation der Anwerbung war dabei aus Sicht des anwerbenden Staates in der Regel noch nicht vorrangig die Suche nach Arbeitskräften für bestehende Betriebe, sondern der Anreiz zum Aufbau neuer Landwirtschaftsbetriebe (und anderer Betriebe) zum Zwecke der Binnenkolonisation bevölkerungs- und strukturschwacher Bereiche innerhalb des Herrschaftsbereich des anwerbenden Staates, sowie der wirtschaftlichen Weiterentwicklung durch das Know-how hochqualifizierter Menschen aus dem Ausland.

Arbeitsmigration im engeren Wortsinne setzt in Zusammenhang mit der Industrialisierung ein. In den Industrieregionen des Deutschen Reiches bestand Ende des 19. Jahrhunderts insbesondere eine starke Zuwanderung von Polen, die allerdings zum Teil aus den Ostgebieten des Deutschen Reiches stammten (siehe z. B. Ruhrpolen), also zum Teil Binnenmigranten waren. Allerdings war diese Politik nach ca. 1880 durch das Bestreben bestimmt, den nötigen Arbeitskräftezustrom aus dem östlichen Ausland nicht zur Einwanderung geraten zu lassen, sondern in den Bahnen transnationaler Saisonwanderung zu halten. Zu diesem Zwecke etablierte Preußen ab 1890 ein Kontrollsystem zur Steuerung und Überwachung der Arbeitsmigration der polnischen Arbeitskräfte.

Nachfolgende Entwicklungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland bis zur Wiedervereinigung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits Anfang der 1950er Jahre wurde in einigen Branchen in der Bundesrepublik ein Arbeitskräftemangel spürbar. Die hohe Zahl der Kriegstoten und -gefangenen sowie ermordeten und geflüchteten Juden beschränkte das Arbeitskräftereservoir. Vor allem der Bergbau litt darunter, dass viele neu eingestellte Arbeitnehmer bei der ersten Gelegenheit in Branchen mit weniger harten Arbeitsbedingungen wechselten. Zunächst wurden die Bergbauunternehmen selbst aktiv und warben in Österreich unter den Flüchtlingen aus Siebenbürgen neue Kumpel an, deren Zahl allerdings gering blieb. Andererseits kamen durch Flucht und Vertreibung mehrere Millionen Deutsche aus Ostdeutschland und den verstreuten deutschen Siedlungsgebieten Osteuropas in die Bundesrepublik. Bereits in dieser Zeit gab es im Bundeswirtschaftsministerium erste Überlegungen, italienische Arbeiter anzuwerben, was jedoch zunächst auf die Ablehnung der Unternehmer stieß. Unter anderem rechneten sie mit einer geringen Arbeitsleistung sowie der Verbreitung kommunistischer Ideen.

Die eigentliche Initiative ging nicht von Deutschland aus, da bis in die 1950er Jahre die Arbeitslosenrate noch hoch war. Im Herbst 1953 warb die italienische Regierung in der Bundesrepublik für italienische Gastarbeiter. Auf diesem Weg sollte das Handelsbilanzdefizit durch Überschüsse in der Übertragungsbilanz kompensiert werden, um die Leistungsbilanz der Bundesrepublik gegenüber auszugleichen. Zunächst reagierte die Bundesregierung zurückhaltend auf das Angebot. Vor allem Arbeitsminister Anton Storch wollte zunächst deutsche Arbeitslose aus strukturschwachen Gebieten in Arbeit bringen. Die Gegenposition vertrat Wirtschaftsminister Ludwig Erhard. 1954 begann er eine gezielte Pressekampagne, um eine öffentliche Diskussion über die Anwerbung von ausländischen Arbeitskräften auszulösen. Zeitgleich setzte die italienische Regierung Gespräche über Rahmenbedingungen für die Anwerbung von Arbeitskräften durch. In diesen Verhandlungen wurden das Auswahlverfahren durch die deutsche Arbeitsverwaltung, Lohntransfer und den Familiennachzug geregelt.

Im Sommer 1955 änderte die Bundesregierung ihre Haltung, auch weil absehbar war, dass der Aufbau der Bundeswehr und die geplante Wehrpflicht weitere Arbeitskräfte binden würde und weil in Frankreich und der Schweiz ebenfalls über die Anwerbung italienischer Arbeiter diskutiert wurde. Eine erste Hochrechnung sah für 1956 einen Anwerbebedarf von 800.000 Arbeitskräften vor.[7] Am 20. Dezember 1955 wurde das deutsch-italienische Anwerbeabkommen unterzeichnet. Die „Vereinbarung über die Anwerbung und Vermittlung von italienischen Arbeitskräften nach der Bundesrepublik Deutschland“ vom 20. Dezember 1955 regelte die praktische Durchführung der Arbeitsvermittlung in Italien von der Anforderung der deutschen Betriebe über die Auswahl der Bewerber in Italien bis hin zu Anreise, Lohnfragen und Familiennachzug. Zunächst sollten Saisonarbeiter für die Landwirtschaft und für das Hotel- und Gaststättengewerbe angeworben werden. Die Arbeitsverträge waren auf sechs oder zwölf Monate befristet, doch bereits kurz nach Unterzeichnung des Abkommens reichten Betriebe aus allen Branchen, besonders Industrie und Bergbau, Vermittlungsaufträge ein, die verstärkt zur Anwerbung von männlichen Arbeitskräften führten.

Weitere Anwerbeverträge wurden geschlossen, 1960 mit Griechenland und Spanien, 1961 mit der Türkei, 1963 mit Marokko, 1964 mit Portugal, 1965 mit Tunesien und 1968 mit Jugoslawien.[8]

Insbesondere die Regierung der Türkei übte Einfluss auf die Behörden der Bundesrepublik aus, Gastarbeiter in großem Stil aufzunehmen. So übermittelte Legationsrat Ercin von der türkischen Botschaft 1960 den Wunsch seiner Regierung nach Abschluss einer Wanderungsvereinbarung. Eine deutsche Ablehnung würde von seiner Regierung als eine „Zurücksetzung“ des NATO-Mitglieds Türkei besonders gegenüber Griechenland betrachtet werden.[9] Der Experte Faruk Şen urteilte, Anfang der 1960er und 1970er Jahre sei die Türkei „darauf angewiesen“ gewesen, Arbeitskräfte in andere Länder zu entsenden, um die Arbeitslosigkeit zu senken und durch die Zahlungen der Migranten ins Heimatland das hohe Außenhandelsdefizit auszugleichen.[10] Das deutscherseits federführende Bundesinnenministerium legte seinerseits Wert darauf, in der Anwerbevereinbarung die Aufenthaltsgenehmigungen jeweils auf maximal zwei Jahre zu beschränken. Es solle „deutlich gemacht werden, daß eine Dauerbeschäftigung türkischer Arbeitnehmer im Bundesgebiet und eine Einwanderung, auf die auch von der Türkei kein Wert gelegt wird, nicht vorgesehen sind“.[11]

Im Juli 1954 betrug der Anteil der Gastarbeiter an der Gesamtzahl der beschäftigten Arbeitnehmer noch 0,4 Prozent. Der große Schub begann etwa 1960, dem ersten Jahr der Vollbeschäftigung, als diese Gastarbeiterquote bei 1,5 Prozent lag; sie erreichte 10,3 Prozent im September 1971. Nach dem Bau der Berliner Mauer 1961 verlor die Bundesrepublik mit der nun beendeten Flucht aus der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR eine wichtige Quelle für Arbeitskräfte, zugleich wuchs die Wirtschaft weiter, so dass die Anwerbung verstärkt und auf weitere Länder ausgedehnt wurde.

Zunächst lebten die Arbeiter unter schlechten Bedingungen in Baracken. Allerdings begann in den 1960er Jahren der Familiennachzug.

Im September 1964 wurde der Portugiese Armando Rodrigues de Sá als millionster Gastarbeiter der BRD geehrt. Arbeitgeberverband, Arbeitsverwaltung und Medien empfingen den Zimmermann feierlich auf dem Bahnhof Köln-Deutz, die Werkskapelle spielte Georges Bizets Auf in den Kampf Torero!, der damaligen Bundesinnenminister begrüßte ihn und er wurde mit einem Strauß Nelken, einer Ehrenurkunde sowie einem Zündapp-Moped (heute im Haus der Geschichte) willkommen geheißen.[12]

Der Begriff Gastarbeiter verlor 1964 mit der Aufgabe des Rotationsprinzips an Relevanz. Die ehemaligen Immigranten werden heute als Migranten der ersten Generation bezeichnet.

Bereits Anfang der 1970er-Jahre zeigte sich, dass die ursprüngliche Annahme eines befristeten Aufenthaltes in Deutschland verfehlt war. Das ursprünglich angestrebte Rotationsmodell fiel unter Druck der Arbeitgeber, welche sich die Kosten des erneuten Anlernens ersparen wollten. Durch Gesetze wurde der Nachzug von Familienangehörigen geregelt, eine Möglichkeit, die auch von vielen der Migranten genutzt wurde.

1973 gab es rund vier Millionen Gastarbeiter und Angehörige in der Bundesrepublik. Im selben Jahr einigte man sich auch auf einen Anwerbestopp aufgrund der durch die Ölkrise bedrohlichen Wirtschaftslage. Mit dem umstrittenen Rückkehrhilfegesetz zur finanziellen Förderung der Rückkehrbereitschaft ausländischer Arbeitnehmer versuchte die Bundesregierung 1983/84 eine Entlastung des Arbeitsmarktes aufgrund zunehmender Arbeitslosigkeit zu erzielen.

Von 14 Millionen in die Bundesrepublik eingereisten Gastarbeitern kehrten etwa 12 Millionen wieder zurück.[13]

Entwicklung in der DDR[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Vertragsarbeiter
Nilda Madraso erlernte als kubanische Gastarbeiterin Mitte der 1980er Jahre den Beruf eines Chemiefaserfacharbeiters im Chemiefaserkombinat „Wilhelm Pieck“ Schwarza (DDR)

In der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) nahmen die Vertragsarbeitnehmer eine ähnliche Rolle ein. 1989 waren 94.000 Vertragsarbeitnehmer in der DDR ansässig, zwei Drittel waren vietnamesischer Herkunft. Andere Herkunftsländer waren Kuba, Algerien, Mosambik, Angola, Polen und Ungarn. Sie wurden zeitlich befristet bis zu fünf Jahren in DDR-Betrieben beschäftigt. Die Arbeitnehmer wohnten in speziellen Wohnsiedlungen. Eine Integration dieser Arbeitskräfte, die häufig nur unzureichend Deutsch konnten, in die DDR-Gesellschaft war nicht angestrebt und fand nur in den seltensten Fällen statt.

Entwicklung nach der Wiedervereinigung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1990 kamen wegen des Zerfalls des Ostblocks und der Erweiterung der Europäischen Union auch Arbeitsmigranten aus Osteuropa nach Westeuropa.

Der Anwerbestopp war bis ins 21. Jahrhundert unterbrochen allein von der Green-Card-Offensive. Dadurch wurde die Bundesrepublik Deutschland de facto zu einem Einwanderungsland, wenngleich dies bis Ende der 1990er-Jahre von allen bundesdeutschen Regierungen zwar nicht bestritten, so doch zumindest ignoriert wurde und eine aktive Integrationspolitik nicht gewünscht war.

Auswanderung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Auswanderung

Auswandernde deutsche Arbeitskräfte bevorzugen die Schweiz.[14] Ein Drittel der Schweizer möchte aber weniger Deutsche im Land und den Zuzug von Arbeitskräften aus Deutschland begrenzen.[15]

Anfang des 18. Jahrhunderts führten wirtschaftliche Probleme in Deutschland zu einer Auswanderungswelle in die Vereinigten Staaten.[16] Um das Jahr 1850 wanderten fast eine Million Deutsche in die Vereinigten Staaten aus, bildeten Ende des 19. Jahrhunderts die größte Einwanderergruppe und maßgeblich die dortigen Gewerkschaften.[16]

Politische Debatte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angesichts eines erklärten Fachkräftemangels in Deutschland werben Organisationen wie die German Scholars Organization (GSO) und Return to Bavaria um Rückkehrer. Einzelnen in der Schweiz tätigen Hochschulprofessoren bot die GSO bis zu 100.000 Euro für ihre Rückkehr.[17] Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) sprach sich 2015 für branchenspezifische Mobilitäts- und Rückkehrer-Programme aus, um junge gut Qualifizierte zu werben, dauerhaft zu binden oder wieder zurückzuholen. Unter den Auswanderern aus Deutschland und den Rückkehrern sind jeweils rund 80 % Hochqualifizierte.[18]

Angesichts des Drucks der anwachsenden Zahlen von Asylbewerbern und dem Fachkräftemangel sprechen sich einzelne Politiker dafür aus, die Nachfrage gut ausgebildeter Personen nach Asyl zum Teil in eine Arbeitsmigration nach Deutschland umzulenken. So schlug der Präsident des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge Manfred Schmidt im Oktober 2013 vor, qualifizierte Personen bereits vor dem Asylantrag, in einer neu einzurichtenden Vorstufe des Asylverfahrens, als Arbeitsmigranten aufzunehmen. Sachsens Innenminister Markus Ulbig strebt hingegen an, qualifizierte Personen aus bereits länger laufenden Asylverfahren aufzunehmen.[19] Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich erklärte, ein humanitäres Problem könne nicht mit den Mitteln der Arbeitsmigration gelöst werden;[20] Experten der Bundesagentur für Arbeit und der IHK verwiesen auf das Erfordernis, die unter Flüchtlingen vorhandenen Qualifikationen und Potenziale überhaupt zu erfassen.[21] Diese Debatte wird im Zuge der Flüchtlingskrise in Europa 2015 erneut geführt.

2016 führte die Bundesregierung ein bis 2020 begrenztes Programm für die Aufnahme von Arbeitsmigranten aus den Westbalkan-Staaten ein.

Arbeitsmigration nach Frankreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Frankreich legte der erste französischen Fünfjahrplan, der Monnet-Plan, fest, dass der Arbeitskräftebedarf zunächst vorwiegend durch inländische Arbeitskräfte gedeckt werden sollte. Für die Zeit 1946/47 wurde der Bedarf auf 980.000 benötigten Arbeitskräften geschätzt. Dieser Bedarf sollte, abgesehen von einer auf 100.000 Arbeitskräfte geschätzten und nicht steuerbaren algerischen Migration, nur zu rund 34 % durch (zusätzliche) Zuwanderung gedeckt werden. Die weiteren Arbeitskräfte sollten durch eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit, eine Erhöhung der Frauenerwerbstätigkeit und eine Wiedereingliederung von Rentnern gewonnen werden.[22]

Laut dem Politologen Patrick Weil wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine Zuwanderung nach Frankreich, die zu dieser Zeit aus wirtschaftlichen und bevölkerungspolitischen Gründen dringend nötig gewesen wäre, dadurch verhindert, dass Wohnraum auf dem französischen Wohnungsmarkt knapp war und der Devisentransfer eingeschränkt worden war.[23] Diese Einschränkung des Devisentransfers, welche Rücküberweisungen reduzierte, war laut Pierre Guillen vom Finanzministerium gegen den Willen des Arbeits- und des Außenministeriums verfügt worden.[24]

Europäische Union[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innerhalb der EU gilt die Freizügigkeit. Darüber hinaus wurden eigene Regeln geschaffen, um die EU-Binnenmigration zu erleichtern, so zum Beispiel die Richtlinie 96/71/EG über die Entsendung von Arbeitnehmern.

Mit Bezug auf die Arbeitsmigration aus Drittländern hat die EU zahlreiche Regelungen getroffen:

Zur Unterstützung der Mitgliedstaaten bei der Entwicklung und Stärkung ihrer Integrationspolitik schuf die EU die Neue Agenda für Kompetenzen (New Skills Agenda) und einen Aktionsplan für die Integration von Drittstaatsangehörigen.[25] Diese umfassen u. a. Instrumente zur besseren Integration von Zuwanderern in den Arbeitsmarkt.

Arbeitsmigration weltweit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltweit führten die wachsenden industriellen Zentren zu neuartigen Arbeitswanderungen. Auslöser war oft die koloniale Plantagenwirtschaft und der Abbau von Bodenschätzen (etwa Guano und Kupfer in Chile, Silber und Zinn in Bolivien, Pfeffer und Kautschuk in Malaya, Blei, Zink und Kupfer in Nordrhodesien, Kupfer und Uran im Belgischen Kongo).

Ähnlich wie Deutschland begannen nach dem Zweiten Weltkrieg auch andere europäische Länder, Gastarbeiter anzuwerben, beispielsweise Frankreich oder Großbritannien. Diese warben vermehrt in den Ländern, die damals oder einstmals zu ihren Kolonien zählten.

Durch den Ölboom warben auch viele nahöstliche Staaten Gastarbeiter an, vor allem aus Pakistan, Indien und Bangladesch, aber auch aus ärmeren arabischen Ländern und aus Schwarzafrika. In manchen Ländern, wie etwa in Kuwait, machen Arbeitsemigranten bis zu 80 % der Wohnbevölkerung aus. Integrationsbestrebungen gibt es hier im Allgemeinen kaum, und es ist oft gesetzlich auch nach Jahrzehnten nicht möglich, die Staatsbürgerschaft zu erlangen. Besondere Einschränkungen entstehen für Migrantinnen in diesem Raum durch die Abhängigkeit vom Kafala-System. Medien berichteten 2014, im Libanon gebe es eine Viertelmillion weibliche Hausangestellte, die durch das Kafala-System in einer Art stillschweigende Sklaverei gezwungen würden; auch sexuelle Gewalt und Zwangsprostitution würden durch dieses System begünstigt.[26] Laut Human Rights Watch erleben Hausangestellte auch in Katar nicht nur arbeitsrechtliche Verstöße, sondern auch körperliche und sexuelle Misshandlungen.[27]

Auch in den USA ist eine Arbeitsmigration zu betrachten, vorwiegend aus Mexiko.[28] Der Demograph Jeff Passel schätzte die Zahl der illegalen Einwanderer in den USA im März 2004 auf 10,3 Millionen, davon sollen 57 % oder 5,9 Millionen Mexikaner sein.[29] Umgedreht wandern viele US-Amerikaner in die Maquiladora-Region im amerikanisch-mexikanischen Grenzgebiet. Hier sind größtenteils Branchen der Textil-, Elektro-, Elektronik- und Möbelindustrie vorzufinden, die von den Vorteilen des nordamerikanischen Freihandelsabkommen (NAFTA) profitieren. Weitere Arbeitsmigranten kommen unter anderem aus China, den Philippinen, Indien und Vietnam.

Laut einer 2010 vom Economic Policy Institute veröffentlichten Studie hat Einwanderung in den Vereinigten Staaten durchweg einen positiven Einfluss auf das relative Gehaltsniveau der im Inland geborenen Beschäftigten. In Gegensatz hierzu werden, so die Studie, die früher Eingewanderten durch die später Eingewanderten einem Wettbewerbsdruck ausgesetzt, da sie eine ähnliche Qualifikationsstruktur aufweisen, und verlieren dadurch an relativem Gehaltseinkommen.[30]

In Asien gibt es Millionen von Arbeitsmigranten; den höchsten Anteil machen sie in Singapur aus, wo die Ausländer etwa 30 % der Arbeitskräfte stellen, sowie in jüngster Zeit in den Arabischen Emiraten (85 % Ausländeranteil in Dubai).

Vom Westen fast vollkommen unbeachtet findet in Westafrika Arbeitsmigration in großem Stile statt. Millionen von jungen Menschen vor allem aus den Sahelländern arbeiten unter oft unmenschlichen Bedingungen etwa auf Plantagen in den Küstenstaaten wie Ghana, Elfenbeinküste und Liberia, aber auch in Senegal. Auch Großstädte wie Lagos und die nigerianische Erdölindustrie haben große Anziehungskraft.

Die Unterschätzung der erforderlichen Integrationsleistungen durch den Staat und die Gesellschaft der Aufnahmeländer, aber auch durch die Migranten selbst kommentiert Max Frisch mit dem zum geflügelten Wort gewordenen Spruch: „Wir riefen Arbeitskräfte und es kamen Menschen.“ (Anlass dazu waren die Diskussionen über Ausländer und „Überfremdung“ in der Schweiz in den 1960er Jahren; Grund für die Diskussionen war die zahlenmäßig große Immigration, insbesondere italienischer Einwanderer/Saisonniers).

Illegale Arbeitsmigranten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anders als in Deutschland kam es in anderen Ländern immer wieder zu umfangreichen Legalisierungsmaßnahmen der zuvor irregulären Einwanderer.

Im Jahr 2004 erlaubte die thailändische Regierung allen nicht autorisierten Ausländern, die vor dem November 2003 gekommen waren, sich registrieren zu lassen. 1,5 Millionen Personen nutzten diese Möglichkeit. In Spanien haben von Februar 2005 bis Mai 2005 700.000 irreguläre Einwanderer eine Aufenthaltserlaubnis beantragt.

Da die Möglichkeiten zur legalen Migration für viele Menschen sehr begrenzt sind, nutzen viele Migranten die Hilfe von Fluchthelfern oder Menschenschmugglern. Dabei kommt es immer wieder zu Todesfällen. Im Juni 2000 waren im Hafen der englischen Stadt Dover 58 asiatische Flüchtlinge erstickt in einem Lastwagen aufgefunden worden.

Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer Studie des britischen National Institute of Economic and Social Research ist kein statistischer Zusammenhang zwischen einer hohen Einwanderungsquote und hoher Arbeitslosigkeit erwiesen; es gebe sogar ein schwaches Indiz für eine Wirkung in die entgegengesetzte Richtung, dass nämlich eine hohe Einwanderungsquote die Wirtschaft stimuliere und dadurch die Arbeitslosigkeit auch von Niedrigqualifizierten mindere.[31]

Kommt es auf dem Markt zu einer Annäherung der Lohnsätze verschiedener Länder durch Migration, spricht man von Lohnkonvergenz.

Nehmen Einwanderer Positionen in den unteren sozialen Schichten ein und kommt es in diesem Zusammenhang zu einem sozialen Aufstieg Einheimischer, nennt man dies in Anlehnung an den Soziologen Hans-Joachim Hoffmann-Nowotny eine Unterschichtung.

Folgen für die Herkunftsländer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mindestens so groß wie in den Gastländern sind die Auswirkungen massiver Arbeitsmigration auch für die Herkunftsländer. Einerseits können die Geldsendungen von Gastarbeitern einen großen Teil des jeweiligen Bruttonationaleinkommens darstellen – so übertreffen diese Summen zum Beispiel in Moldawien und Albanien bei weitem die im Land erwirtschafteten Leistungen, auch in Bulgarien, Marokko oder Bangladesch sind sie sehr beträchtlich. Andererseits können durch massive Abwanderung vor allem junger Menschen ganze Landstriche überaltern.

Auch die sozialen Folgen können bedeutend sein. So werden oft Familien jahrzehntelang zerrissen. Oft fällt es rückkehrenden Gastarbeitern schwer, sich in ihrer Heimat wieder einzufinden. Sie sind zerrissen zwischen alter und neuer Heimat und werden oft von den Daheimgebliebenen abgelehnt. Im ehemaligen Jugoslawien besteht zum Beispiel das Klischee vom Landarbeiter, der nach zehn Jahren Baustelle im weißen Mercedes nach Hause kommt und hier den hohen Herrn spielt. Da meist vor allem Männer auswandern, kann sich Emigration auch auf die demographische Situation einer Region auswirken.

Andererseits hat in Ländern mit einer langen Tradition der Gastarbajteri, wie etwa Jugoslawien, diese zu einem fruchtbaren Austausch mit den Gastländern, hier vor allem dem deutschsprachigen Raum, geführt.

Talentabwanderung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Talentabwanderung (englisch brain drain) bezeichnet man die Auswanderung der qualifizierteren Bevölkerungsschichten, wenn diese nicht die Möglichkeiten gegeben sehen, im eigenen Land eine ihrer Ausbildung entsprechende Arbeit zu finden und davon leben zu können. Talentabwanderung führt oft zu einem Teufelskreis: Durch einen Mangel an qualifiziertem Personal verschlechtert sich die Attraktivität des Standorts und damit auch die wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation noch weiter. Talentabwanderung findet auch zu Zeiten statt, wo ansonsten der Migration enge Riegel vorgeschoben sind, da trotz aller Einwanderungsbeschränkungen Experten noch immer gesucht sind.

Viele Länder und Regionen, vor allem aber die OECD-Staaten, haben „Brain-Gain“-Programme eingeführt, um diese Entwicklung aufzuhalten. Dabei versucht man durch besondere Angebote und Unterstützung vor allem für junge Akademiker, diese zum Bleiben zu bewegen. Ein Schwerpunkt ist dabei oft auch, das Bildungs­system zu verbessern, da ein Studium in einem anderen Land erfahrungsgemäß oft der erste Schritt zum Auswandern ist. Der Erfolg solcher Bestrebungen hält sich jedoch in Grenzen, da sie ohne Verbesserung der allgemeinen Situation meist nicht viel mehr als Absichtserklärungen sind.

Mittlerweile halten viele Wissenschaftler die rein negative Sicht auf die Talentabwanderung aus Sicht der abgebenden Nation oder Region allerdings für überholt. Eindrückliches Beispiel für den neuen Forschungsansatz, der in der Migration von Fachkräften eine Entwicklungsperspektive für ärmere Staaten sieht, ist der indische IT-Sektor. Seit den sechziger Jahren wanderten viele indische Fachkräfte in die USA ab, wo sie wesentlich zum Boom der dortigen Branche beitrugen. Dort konnten sie auch Kapital, Know-how und Kontakte aufbauen. In den neunziger Jahren wanderten viele wieder zurück nach Indien und gründeten selbst Unternehmen, von denen die indische Wirtschaft stark profitierte und welche durch die weltweite IT-Krise weitere komparative Kostenvorteile realisieren konnte.

Darüber hinaus finden die Rücküberweisungen von Migranten in ihre Heimatländer immer mehr Beachtung. Sie übersteigen die global registrierte staatliche Entwicklungshilfe (ODA) und in vielen armen Ländern macht sie den größten Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) aus (in El Salvador etwa 18 %).

Eindeutig negativ wird jedoch die Talentabwanderung hinsichtlich medizinischen Personals bewertet, da dessen Ausbildung sehr teuer ist und da dieses Personal in allen ärmeren Staaten (außer Kuba) knapp ist.

Ähnlich der Talentabwanderung wird auch die Migration von Pflegekräften, kurz Pflegemigration (englisch care drain), problematisiert. So kommen vor allem Frauen aus Ländern Ost-, Mittel- und Südosteuropas wie Polen, Tschechien, Slowakei, Rumänien, Bulgarien, Ukraine in die Empfängerländer Deutschland, Österreich, Italien, Schweiz und Spanien. Pflegemigration findet auch in weiteren Staaten statt, etwa in der Türkei und Russland.[32] Ausländische Pflegekräfte finden einerseits in Pflegeeinrichtungen, andererseits aber auch in der häuslichen Pflege Beschäftigung.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ulrich Herbert: Geschichte der Ausländerpolitik in Deutschland. Saisonarbeiter, Zwangsarbeiter, Gastarbeiter, Flüchtlinge. München 2001.
  • Hedwig Richter u. Ralf Richter: Die Gastarbeiter-Welt. Leben zwischen Palermo und Wolfsburg. Schöningh 2012.
  • Harald Bauder: How Migration Regulates Labor Markets New York. ISBN 0-19-518088-7
  • Karin Hunn: „Nächstes Jahr kehren wir zurück…“. Die Geschichte der türkischen „Gastarbeiter“ in der Bundesrepublik, Wallstein, Göttingen 2005, 598 S., ISBN 3-89244-945-7
  • Friedrich Heckmann: Die Bundesrepublik: Ein Einwanderungsland? Zur Soziologie der Gastarbeiterbevölkerung als Einwandererminorität, Stuttgart: Klett-Cotta 1981.
  • Castro Varela, María do Mar/ Clayton, Dimitria (Hrsg.): Migration, Gender, Arbeitsmarkt. Neue Beiträge zu Frauen und Globalisierung. 2003, ISBN 3-89741-126-1
  • Heike Knortz: Diplomatische Tauschgeschäfte. “Gastarbeiter” in der westdeutschen Diplomatie und Beschäftigungspolitik 1953–1973. Böhlau, Köln 2008, ISBN 978-3-412-20074-9.
  • Dario/Kanzleiter, Boris (Hrsg.): Nach Norden. Mexikanische ArbeitsmigrantInnen zwischen neoliberaler Umstrukturierung, Militarisierung der US-Grenze und dem amerikanischen Traum. Verlag: Schwarze Risse, 1999, ISBN 3-924737-47-9
  • Hans Uske, Michael Heveling-Fischell, Waldemar Mathejczyk: Risiko Migration. Krankheit und Behinderung durch Arbeit. Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung, ISBN 3-927388-81-5
  • Raymond Gétaz, Kathi Hahn, Hannes Reiser (Redaktion): Bittere Ernte. Die moderne Sklaverei in der industriellen Landwirtschaft Europas. Europäisches Bürgerforum/CEDRI, ISBN 3-9522125-2-0
  • Stefan Rother: Arbeitsmigration zwischen Nationalstaat und Global Migration Governance: Das Beispiel des Entsendelandes Philippinen. In: Heribert Weiland, Ingrid Wehr, Matthias Seifert (Hrsg.): Good Governance in der Sackgasse. Nomos, Baden-Baden 2009, S. 217–240, ISBN 978-3-8329-4292-2

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Foreign workers – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Gegenwart
Geschichte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ausländische Arbeitnehmer 1969, Bundesanstalt für Arbeit, Nürnberg 1970
  2. Vom „Fremdarbeiter“ zum „Gastarbeiter“ von Roberto Sala, Institut für Zeitgeschichte, München/Berlin 2007.
  3. Monika Mattes: Migration und Geschlecht in der Bundesrepublik Deutschland. In: Zeitgeschichte online. Abgerufen am 19. Februar 2018.
  4. Anmerkungen zum Frauenbild in der „Gastarbeiterliteratur“, Anke Asfur, Fritz-Hüser-Institut, Dortmund 2008.
  5. Klaus J. Bade: Als Deutschland zum Einwanderungsland wurde. In: Die Zeit. 24. November 2013, abgerufen am 19. Februar 2018.
  6. Jochen Oltmer: Migration im 19. und 20. Jahrhundert. De Gruyter, 2013, ISBN 978-3-486-75600-5. S. 20.
  7. Kalenderblatt: Erster Zustrom von Gastarbeitern aus dem Süden. In: Deutschlandradio, 20. Dezember 2005.
  8. Chronik „Migrationsgeschichte und Integrationspolitik in Deutschland“. In: Bundeszentrale für politische Bildung, 30. November 2007.
  9. Johannes-Dieter Steinert: Migration und Politik. Westdeutschland – Europa – Übersee 1945–1961. Osnabrück 1995, S. 307.
  10. Faruk Şen: Türkische Arbeitnehmergesellschaften – Gründung, Struktur und wirtschaftliche Funktion der türkischen Arbeitnehmergesellschaften für die sozioökonomische Lage in der Türkei. Frankfurt am Main 1980, S. 33 ff., zitiert nach Stefan Luft: Abschied von Multikulti. Resch, Gräfelfing 2006, S. 103. Vgl. hierzu auch Heike Knortz: Diplomatische Tauschgeschäfte. Gastarbeiter in der westdeutschen Diplomatie und Beschäftigungspolitik 1953–1973. Böhlau, Köln 2008.
  11. Zitiert nach Aytac Eryilmaz, Mathilde Jamin (Hrsg.): Fremde Heimat – Yaban, Silan olur. Eine Geschichte der Einwanderung aus der Türkei. Klartext, Essen 1998, S. 73.
  12. Alexandra Ventura Corceiro: Geschichte und Entwicklung der portugiesischen Arbeitsmigration in die Bundesrepublik Deutschland. Die Geschichte von Armando Rodrigues de Sá. (Memento vom 27. Januar 2012 im Internet Archive) In: Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland (PDF; 21 kB).
  13. Hedwig Richter: Die Komplexität von Integration. Arbeitsmigration in die Bundesrepublik Deutschland von den fünfziger bis in die siebziger Jahre. In: Zeitgeschichte Online, November 2015.
  14. Schweiz will Einwanderung aus Deutschland bremsen. Der Spiegel. 12. Mai 2009. Abgerufen am 7. Juni 2012.
  15. Das denken die Schweizer wirklich über die Zuwanderung aus Deutschland. Blick. 29. April 2012. Abgerufen am 7. Juni 2012.
  16. a b 1683–1900 – Geschichte und Einwanderung. U.S. Department of State. Abgerufen am 7. Juni 2012.
  17. Deutschland zahlt für Rückkehrer. NZZ am Sonntag, 6. Oktober 2013, abgerufen am 14. Oktober 2013.
  18. Studie zur Auswanderung: Deutschland verliert Talente an das Ausland. FAZ, 10. März 2015, abgerufen am 20. September 2015.
  19. Bundesamts-Chef Schmidt will gut ausgebildeten Flüchtlingen ein Asylverfahren ersparen. Der Spiegel (online), 13. Oktober 2013, abgerufen am 14. Oktober 2013.
  20. Debatte über Flüchtlingspolitik: „Arbeitsmigration löst Problem nicht“. Tagesschau, 14. Oktober 2013, archiviert vom Original am 14. Oktober 2013; abgerufen am 7. Dezember 2013.
  21. Gebt ihnen Jobs. Süddeutsche online, 7. Dezember 2013, abgerufen am 7. Dezember 2013.
  22. Heike Knortz: Gastarbeiter für Europa: Die Wirtschaftsgeschichte der frühen europäischen Migration und Integration, Böhlau Verlag Köln Weimar, 2015, ISBN 978-3-412-50178-5, S. 59.
  23. Patrick Weil, La France et ses étrangers, S. 83, zitiert nach Heike Knortz: Gastarbeiter für Europa: Die Wirtschaftsgeschichte der frühen europäischen Migration und Integration, Böhlau Verlag Köln Weimar, 2015, ISBN 978-3-412-50178-5, S. 57.
  24. Pierre Guillen, L'immigration italienne en France, S. 41 f. und S. 47, zitiert nach Heike Knortz: Gastarbeiter für Europa: Die Wirtschaftsgeschichte der frühen europäischen Migration und Integration, Böhlau Verlag Köln Weimar, 2015, ISBN 978-3-412-50178-5, S. 57.
  25. Integration: New Skills Profile tool to help non-EU nationals enter the labour market. Europäische Kommission, 20. Juni 2017, abgerufen am 1. Mai 2018 (englisch).
  26. Mat Nashed: Vergewaltigt oder in die Prostitution getrieben. In: Vice. 19. Mai 2014, abgerufen am 20. Dezember 2017.
  27. Katar: Reformen des Arbeitsrechts ändern nichts an menschenrechtsfeindlichem System. In: Human Rights Watch. 12. Januar 2017, abgerufen am 20. Dezember 2017.
  28. Knut Henkel Zug ins Ungewisse. Über illegale Arbeitsmigranten, die über Mexiko in die USA gelangen. In: Rheinischer Merkur, Nr. 19/2010, Seite 32.
  29. Migration News, April 2005.
  30. Heidi Shierholz: Immigration and WagesMethodological advancements confirm modest gains for native workers, Economic Policy Institute Report, Briefing Paper #255, 4. Februar 2010. Zitiert durch: Anna Turner: Immigration helps boost relative wages of U.S.-born workers at all levels of education. Economic Policy Institute, Februar 2010.
  31. Ben Chu: Immigration does not cause unemployment, The Independent, 10. Januar 2012. (englisch)
  32. Pflegemigration mit anderen Augen sehen und verstehen. Caritas Deutschland, 27. September 2011, abgerufen am 18. Juli 2017.