Arborn

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Arborn
Gemeinde Greifenstein
Koordinaten: 50° 35′ 6″ N, 8° 10′ 24″ O
Höhe: 411 m ü. NHN
Fläche: 5,46 km²[1]
Einwohner: 599 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 110 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1977
Postleitzahl: 35753
Vorwahl: 06477
Ortsansicht von Arborn
Ortsansicht von Arborn

Arborn ist seit 1977 ein Ortsteil der Gemeinde Greifenstein im mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemarkung liegt der Knoten, mit 605 m ü. NHN[2] einer der höchsten Berge im hessischen Teil des Westerwaldes.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arborn liegt am Südhang des Westerwaldes. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1391. Am 17. Juni des genannten Jahres belehnte Bischof Eckard von Worms den Ritter Conrad von Essershausen mit der Burg Essershausen, sowie Zehnt- und anderen Grundrechten Weilmünster, Mengerskirchen und Arborn. Damit lernen wir die Grundherren kennen, unter denen Arborn zwar nicht gegründet, wohl aber umbenannt wurde. Es sind die Bischöfe von Worms. Die Nassauer Grafen erwarben den Wormser Besitz in der Calenberger Zente, zu der auch Arborn gehörte und waren infolgedessen Rechtsnachfolger der Bischöfe geworden. Außerdem zeigen Verkäufe und Verpfändungen, dass die Beilsteiner Grafen nahezu die ganze Arborner Dorfmark als Eigentum in Anspruch nahmen.

Am 1. Januar 1977 wurde die Gemeinde Arborn mit den bis dahin ebenfalls selbstständigen Gemeinden Greifenstein, Beilstein, Nenderoth, Odersberg und Ulmtal per Landesgesetz zur neuen Gemeinde Greifenstein zusammengeschlossen.[3]

Territorialgeschichte und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt die Territorien bzw. Verwaltungseinheiten denen Arborn unterstand im Überblick:[4][5]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belegte Einwohnerzahlen bis 1970 sind:

Arborn: Einwohnerzahlen von 1834 bis 1970
Jahr  Einwohner
1834
  
411
1840
  
411
1846
  
447
1852
  
450
1858
  
452
1864
  
480
1871
  
410
1875
  
419
1885
  
435
1895
  
452
1905
  
452
1910
  
422
1925
  
464
1939
  
428
1946
  
577
1950
  
530
1956
  
475
1961
  
469
1967
  
493
1970
  
500
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [4]

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1885: 434 evangelische, ein katholischer Einwohner
1961: 429 evangelische und 35 katholische Einwohner
Quelle: Historisches Ortslexikon[4]

Ortsbeirat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Ortsteil Arborn gibt es einen fünfköpfigen Ortsbeirat mit Ortsvorsteher. Nach den Kommunalwahlen in Hessen 2016 ist der Ortsvorsteher Uwe Schnitter.[6]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arborn besitzt einen Ortskern aus mehreren Fachwerkhäusern, die zum Teil aus dem 17. Jahrhundert stammen. Dieser Ortskern wird von dem historischen Schulhaus geprägt, einer 1717 erbauten Kapellenschule mit Dachreiter, die vom örtlichen Heimatverein zu einem Museum ausgebaut wurde. Im Obergeschoss des Schulhauses befand sich ein Betsaal. Gemeinsam mit dem Backes aus dem Jahr 1800 begrenzt das Schulhaus einen kleinen Platz.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Arborn wird alljährlich von den Jugendlichen, die in diesem Jahr ihren 13. Geburtstag feiern, der Pfingstbaum aufgestellt, ein Brauch, den es in dieser Form nur in diesem Ort im Westerwald gibt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b „Daten und Fakten“ im Internetauftritt der Gemeinde Greifenstein, abgerufen am 22. März 2018.
  2. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  3. Der Hessische Minister des Inneren: Gesetz zur Neugliederung des Dillkreises, der Landkreise Gießen und Wetzlar und der Stadt Gießen (GVBl. II 330–28)  vom 13. Mai 1974. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 17, S. 237 ff., § 19 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 1,2 MB]).
  4. a b c Arborn, Lahn-Dill-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 23. März 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  5. Verwaltungsgeschichte Land Hessen bei M. Rademacher, Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990
  6. Ortsbeiräte der Gemeinde Greifenstein, abgerufen im Februar 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]