Arca (Musiker)

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Arca im März 2015

Arca (* 30. April 1990 in Caracas als Alejandro Ghersi) ist ein venezolanischer Produzent elektronischer Musik und DJ. Er ist vor allem für seine Zusammenarbeit mit Björk, Kanye West und FKA twigs bekannt, zunehmend aber auch für seine Soloarbeiten.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arca wuchs zunächst in den USA, dann in der Oberschicht Caracas' als Sohn eines Anlagebankiers auf. Mit sieben Jahren begann er, Klavier zu spielen. In seiner Jugend machte er mit der Software Fruity Loops erste Versuche, IDM zu produzieren.[1] Dabei war er von R&B-Künstlerinnen wie Nelly Furtado und Aaliyah beeinflusst, vor allem aber auch von Nine Inch Nails und Aphex Twin.[2] Mit 17 Jahren[1] zog er nach New York, um am Clive Davis Institute of Recorded Music, einem Institut der Tisch School of the Arts an der New York University, zu studieren.[3] In New York entwickelte er einen selbstständigen Musikstil, fühlte sich in seiner Homosexualität erstmals akzeptiert und baute Verbindungen zum Künstlerkollektiv GHE2oGOTH1K auf,[1] mit dessen Mitgründer, dem Modedesigner Shayne Oliver, er sich anfreundete.[4]

Seit 2014 lebt er in London.[1] Häufig arbeitet er mit seinem Freund und Mitbewohner Jesse Kanda zusammen, der für die graphische Gestaltung seiner Alben und viele seiner Musikvideos zuständig ist. Kanda und er hatten sich über die Onlineplattform deviantArt kennengelernt.[3][2]

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arca bezeichnet seine Musik als absichtlich sperrig und unzugänglich: „I don’t want people to say, ‘Oh, yeah, I love this song’ on the first listen. I want them to listen to it again and again and, by the 10th time, finally see themselves in it“. Das mache auch den Reiz seiner Musik aus; Kanye West habe ihn als Produzent für sein Album Yeezus engagiert, als er ihm absichtlich sperrige Musik geschickt habe.[2]

Dabei wird Arcas Selbstdarstellung in die Nähe von queerer und Postgender-Ästhetik gerückt, auch da er bei Liveauftritten mit Geschlechtsidentitäten spielt.[5][4]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben

EPs

  • Barón Libre (2012; UNO NYC)
  • Stretch 1 (2012; UNO NYC)
  • Stretch 2 (2012; UNO NYC)

Mixtapes

  • Baron Foyel (2011; DIS Magazine)
  • MoMA PS1 Warm Up Mix (2012; The Fader)
  • &&&&& (2013; Eigenveröffentlichung)
  • Sheep (2015; Eigenveröffentlichung)
  • Entrañas (2016; Eigenveröffentlichung)

Produktionen

  • Dean Blunt: The Redeemer auf The Redeemer (2013; Hippos in Tanks)
  • Kanye West: Hold My Liquor, I'm In It, Blood on the Leaves und Send It Up auf Yeezus (2013; Def Jam Recordings)
  • FKA twigs: EP2 (2013; Young Turks)
  • FKA twigs: Lights On, Hours und Give Up auf LP1 (2014; Young Turks)
  • Björk: Vulnicura (2015; One Little Indian Records)
  • Kelela: Hallucinogen (2015; Warp Records)
  • Babyfather (Dean Blunt): Meditation, Deep und Snm auf BBF: hosted by DJ Escrow (2016; Hyperdub)
  • Frank Ocean: Mine auf Endless (2016; Def Jam)
  • Björk: Utopia (2017; One Little Indian Records)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d ¿Quién es Arca? In: Exclama. Abgerufen am 21. September 2016.
  2. a b c Arca: ‘Nothing is off limits emotionally’. In: The Guardian. 31. Oktober 2014, abgerufen am 21. September 2016.
  3. a b Arca - Mutant. In: hhv-mag. Abgerufen am 21. September 2016.
  4. a b Shayne Oliver + Arca: feeling themselves. In: Dazed. Abgerufen am 21. September 2016.
  5. Felix Johannes Enzian: Die schönen Schmerzen der Mutation. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 4. Januar 2016, abgerufen am 21. September 2016.