Arche Noah (Silbermünze)

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Dieser Artikel behandelt die Silbermünze, für sonstige Bedeutungen von „Arche Noah“ siehe Arche Noah (Begriffsklärung).
Arche Noah
Metall: 99,9 % Ag
Rand: geriffelt
Prägejahre: 2011 bis heute
Vorderseite
Motiv: Armenisches Wappen
Rückseite
Motiv: Arche Noah, Berg Ararat, Taube

Die Arche-Noah-Silbermünze ist eine armenische Anlagemünze, die erstmals 2011 erschienen ist. Es gibt sie in verschiedenen Größen mit einem Feingewicht zwischen ¼ Unze bis 5 kg aus Silber der Feinheit 999/1000. Obwohl die Münze mit ihrem Nennwert von 500 Dram (1 Unze) in Armenien ein offizielles Zahlungsmittel ist, wird sie nicht in dem osteuropäischen Land hergestellt. Produziert wird die Agenturausgabe von der Leipziger Edelmetallverarbeitung in Deutschland. Ähnlich wie bei bekannten Anlagemünzen wie dem Maple Leaf, dem Wiener Philharmoniker oder dem US-amerikanischen Silver Eagle, bleibt auch bei dieser Münze das Motiv stets gleich.[1]

Hintergrund[Bearbeiten]

Künstlerische Darstellung der Arche-Noah-Erzählung: Gemälde „Noah's Ark” von Edward Hicks, 1846.

Als Motiv für die Anlagemünze aus Armenien wurde die bekannte Bibelerzählung von Noah und seiner Arche ausgewählt. Sie beschreibt, wie Gott die Menschheit wegen der von ihr begangenen Sünden mit einer gewaltigen Sintflut bestraft. Die einzige Ausnahme bildet der fromme Noah mit seiner Familie, dem Gott vorab von der Sintflut berichtet und ihm aufträgt, ein gewaltiges Schiff zu bauen. Mit Hilfe dieser Arche bleiben Noah, seine Verwandten und eine große Schar Tiere von der Flut verschont und können nach ihrer Strandung auf dem Berg Ararat die Menschheit neu aufbauen.

Der Grund, weshalb man sich bei dem Motiv für die Silbermünze für ebendiese Geschichte entschied, ist ihre Verbindung zur armenischen Geschichte. So lag der Berg Ararat bis in die zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts noch zu einem großen Teil auf armenischem Staatsgebiet, da die Grenze zwischen dem kleinen kaukasischen Staat und der Türkei genau über den Gipfel des Berges verlief. Als das Land nach dem Ersten Weltkrieg zwischen der Sowjetunion und der Türkei aufgeteilt wurde, fiel dann der gesamte Berg der Türkei zu. Obwohl der Ararat heute auf der Landkarte nicht mehr zu Armenien gehört, ist er immer noch ein wichtiger Teil der nationalen Identität. So ist eine symbolische Abbildung noch heute im offiziellen Staatswappen von Armenien zu finden.[2]

Vorderseite[Bearbeiten]

Ebendieses Staatswappen ziert nun auch das Avers (die Vorderseite) der Arche-Noah-Münze. Neben dem armenischen Hoheitszeichen ist auf dieser Münzseite außerdem die Aufschrift „Republic of Armenia“ in Englisch und in Armenisch aufgeprägt sowie der Nennwert von 500 Dram. Auch die für Geldanleger wichtigen Daten sind auf dieser Seite der Münze wiedergegeben. Hierzu zählen der Feingehalt der Münze sowie ihr Feingewicht, außerdem ist auf der Münzvorderseite das Prägejahr angegeben.[1]

Rückseite[Bearbeiten]

Die Rückseite der Arche Noah Münze mit der Arche vor dem Berg Ararat und der Taube mit dem Olivenzweig

Auf der Rückseite der Münze ist eine sehr fein gestaltete Darstellung der namensgebenden Arche aufgeprägt. Außerdem ist im Hintergrund der Berg Ararat erkennbar, an dem die Reise von Noah und seiner Arche endete. Im Vordergrund sieht man die Taube mit Olivenzweig im Schnabel, die Noah laut Bibeltext das Ende der Sintflut ankündigte. Neben der Abbildung ist auf dieser Seite der englische Name der Münze „Noah's Ark“ sowie dessen Übersetzung ins Armenische vorhanden.[1]

Material[Bearbeiten]

Die Arche-Noah-Münzen werden mit einem Feingehalt von 999/1000 geprägt. Der Durchmesser beträgt 38,5 mm (1 Unze) und der Rand ist geriffelt. Seit dem ersten Ausgabejahr 2011 gibt es die Arche-Noah-Münze in den Feingewichten ¼, ½ und 1 Unze.[3] Seit 2012 werden auch Münzen zu 5 und 10 Unzen sowie zu einem und fünf Kilogramm geprägt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Arche Noah 1 oz. Silbermünze aus Armenien. gold.de. Abgerufen am 10. September 2011.
  2. Der Ararat - Vulkan und höchster Gipfel der Türkei. arche-noah-heute.de. Abgerufen am 10. September 2011.
  3. Arche-Noah-Anlage. arche-noah.am. Abgerufen am 19. Mai 2013.

Weblinks[Bearbeiten]