Architekturzentrum Wien

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Architekturzentrum Wien
(Az W)
Daten
Ort Wien 7., Museumsquartier
Art Architekturmuseum
Eröffnung 1993
Leitung Verein Architekturzentrum Wien, Dietmar Steiner (Dir.), Karin Lux (Gf.)
Website www.azw.at
Architekturzentrum Wien

Das 1993 gegründete Architekturzentrum Wien (Az W) befindet sich seit 2001 im Wiener Museumsquartier und wird als Ausstellungs-, Veranstaltungs- und Forschungszentrum zum Thema Architektur und Baukultur geführt. Die Themen sind Architektur und Städtebau des 20. und des 21. Jahrhunderts. Geleitet wird das Az W von Dietmar Steiner, Direktor, und Karin Lux, Geschäftsführerin. Steiner wird Ende 2016 in Pension gehen.[1] Ihm soll ab 2017 Angelika Fitz nachfolgen.[2]

Finanziert wird das Architekturzentrum vom Bundesministerium für Bildung und Frauen und der Stadt Wien, vertreten durch die Magistratsabteilungen 7 (Kultur) und 18 (Stadtentwicklung und Stadtplanung).

Ausstellungen, Veranstaltungen, Datenbanken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Dauerausstellung a_schau. Österreichische Architektur im 20. und 21. Jahrhundert wird die österreichische Baugeschichte von 1850 bis in die Gegenwart dargestellt. Die Wechselausstellungen zeigen zeitgenössische Architektur, eröffnen neue Blicke auf Baugeschichte und zukünftige Entwicklungen.

Mit Veranstaltungen wird Architektur „als kulturelle Disziplin, alltägliches Phänomen und komplexer Prozess“ dargestellt. Dazu gehören Werkvorträge, Podiumsdiskussionen, Führungen, Kinderworkshops, Publikationen sowie Architekturkongresse und -symposien. Das Museums-Café und -Restaurant Corbaci weist prägnante Innenarchitektur auf (Gestaltung: Anne Lacaton, Jean-Philippe Vassal; Fliesendecke: Asiye Kolbai-Kafalier).[3]

Die Dokumentations- und Forschungsabteilung des Az W betreut eine Fachbibliothek (Präsenzbibliothek) mit ca. 32.000 Publikationen, die Online-Architekturdatenbank Architektur Archiv Austria, das online verfügbare Architektenlexikon Wien 1770–1945 sowie ein umfangreiches Archiv und eine Sammlung des 20. und 21. Jahrhunderts.[4][5][6]

Das Az W verzeichnete 2015 rund 72.000 Besuche. Allein die Ausstellung „Wien. Die Perle des Reiches – Planen für Hitler“ hatte 20.000 Besuche und war die meistbesuchte von 14 Ausstellungen.[7]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Architekturzentrum Wien wurde 1993 als gemeinnütziger Verein gegründet. Es entstand auf Grund einer Initiative der Republik Österreich und der Stadt Wien. Die Wiener Stadtplanung betreibt neben dem Az W auch die Wiener Planungswerkstatt als Präsentationszentrum für die Stadt- und Raumplanung.

Im Oktober 2001 bekam das Az W nach acht Jahren provisorischen Ausstellungsbetriebs seinen definitiven Standort im Museumsquartier. Dort stehen rund 1000 m² Ausstellungsfläche zur Verfügung.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kurier, 19. Jänner 2016, S. 25
  2. diepresse.com: Architekturzentrum Wien: Angelika Fitz wird neue Leiterin. Artikel vom 17. Februar 2016, abgerufen am 17. Februar 2016.
  3. Café-Restaurant CORBACI. Innenaufnahmen. Online auf Architekturzentrum Wien, abgerufen am 4. September 2013.
  4. Bibliothek. Online auf Architekturzentrum Wien, abgerufen am 4. September 2013.
  5. Architektenlexikon Wien 1770 - 1945. Online auf Architekturzentrum Wien.
  6. Reinhard Seiss: Heimat bist du großer Bauten!. In: Salzburger Nachrichten vom 28. Oktober 2006. Online auf search.salzburg.com
  7. Werner Rosenberger: „Schwierige Zeiten und ein Jahr des Übergangs“, in: Tageszeitung Kurier, Wien, 19. Jänner 2016, S. 25
  8. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatJahrespressekonferenz 2013. In: Presse → Rückblick. Architekturzentrum Wien, 20. Februar 2013, abgerufen am 4. September 2013.

Koordinaten: 48° 12′ 15″ N, 16° 21′ 28″ O