Archiv für Urheber- und Medienrecht

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UFITA – Archiv für Urheber- und Medienrecht

Beschreibung Juristische Zeitschrift
Verlag Stämpfli Verlag
Erstausgabe 1928
Erscheinungsweise 3x jährlich
Chefredakteur Manfred Rehbinder
Herausgeber Manfred Rehbinder
Weblink Website des Instituts für Urheber- und Medienrecht: www.urheberrecht.org
ISSN 1424-4276

Das Archiv für Urheber- und Medienrecht (abgekürzt: UFITA) ist eine juristische Fachzeitschrift zum Urheber-, Verlags-, Rundfunk-, Presse-, Bühnen- und Telemedienrecht, die zwischen 1928 und 2016 erschien. Jährlich wurden zuletzt in der Regel drei Bände veröffentlicht.

Die Zeitschrift wurde 1928 als „Archiv für Urheber-, Film- und Theaterrecht“ gegründet und erschien zunächst in Berlin beim Springer Verlag. Hieraus erklärt sich die Abkürzung "UFITA", die heute nicht mehr mit dem Titel der Zeitschrift korrespondiert. Zunächst wurde die Zeitschrift unter anderem von Ernst Heymann,Otto Opet, Albrecht Mendelssohn Bartholdy und Julius Magnus herausgegeben. Die Schriftleitung lag in den Händen von Paul Dienstag, Walter Siegel und Willy Hoffmann, der nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten und Entlassung der jüdischen Juristen als einziger Schriftleiter übrig blieb. Nach dem Tod von Willy Hoffmann im Jahr 1942 übernahm Georg Roeber die Schriftleitung. Mit dem Erscheinen des 17. Bandes (1944) wurde das Erscheinen zunächst eingestellt.

Ab 1954 wurde die Zeitschrift unter der Ägide von Georg Roeber und nach dessen Tod von Manfred Rehbinder fortgeführt. Zuletzt erschien sie im Stämpfli Verlag in Bern in der Schweiz.

Die UFITA enthielt regelmäßig längere Beiträge sowie in jedem Band eine große Anzahl von Rezensionen. Zudem dokumentierte sie Entwicklungen der nationalen und internationalen Gesetzgebung im Urheber- und Medienrecht. Unregelmäßig wurden auch Beiträge älteren Datums nachgedruckt, so etwa Schriften von Josef Kohler oder Julius Eduard Hitzig sowie seit 2009 auch Beiträge, die ursprünglich in der über Paul Dienstag mit der UFITA verbundenen Zeitschrift Geistiges Eigentum erschienen waren. Anders als in früheren Jahrgängen wurden seit einiger Zeit keine Gerichtsurteile mehr abgedruckt. Insbesondere im Bühnenrecht hinterließ das eine schmerzliche Lücke.

Der Wechsel in der Leitung des Münchner Instituts für Urheber- und Medienrecht, das die Zeitschrift herausgab, führte im Jahr 2016 zu der Entscheidung, das Erscheinen einzustellen. Band 2016/II ist somit der letzte Textband der UFITA. Ein Registerband, der an das Generalregister für die Bände 1 - 100 anschließt, ist angekündigt. Ein maßgebliches Kapitel der Urheberrechtswissenschaft findet so sein Ende.

Viele namhafte Wissenschaftler haben vereinzelt oder häufiger in der UFITA publiziert, so beispielsweise Eugen Ulmer, Bruno Marwitz, Alexander Elster, Alfred Baum, Hans-Otto de Boor, Wenzel Goldbaum, Heinrich Hubmann, Adolf Dietz, Reto M. Hilty, Ulrich Loewenheim, Haimo Schack und Manfred Rehbinder.

Zur UFITA gehört auch eine Schriftenreihe, in der in erster Linie Dissertationen zum Urheberrecht veröffentlicht werden und die heute von Manfred Rehbinder und dem Institut für Urheber- und Medienrecht herausgegeben wird. Die Schriftenreihe erscheint beim Nomos Verlag und umfasst bereits über 270 Bände.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Manfred Rehbinder, Ergebnisse einer Umfrage zur UFITA im Jahre 2000, in: UFITA 2000/I, 5 ff.
  • Manfred Rehbinder, Urheber- und medienrechtliche Literatur in der Emigration. Über Wirken und Schicksal von Paul Dienstag, in: UFITA 2008/II, 465 ff.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]