Aren

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Aren (Begriffsklärung) aufgeführt.
Aren
Aren (Frankreich)
Aren
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Pyrénées-Atlantiques
Arrondissement Oloron-Sainte-Marie
Kanton Oloron-Sainte-Marie-1
Gemeindeverband Pays d’Oloron et Vallées du Haut Béarn
Koordinaten 43° 16′ N, 0° 41′ WKoordinaten: 43° 16′ N, 0° 41′ W
Höhe 154–269 m
Fläche 7,39 km2
Einwohner 249 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 34 Einw./km2
Postleitzahl 64400
INSEE-Code

Rathaus

Aren ist eine französische Gemeinde mit 249 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Pyrénées-Atlantiques in der Region Nouvelle-Aquitaine. Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Oloron-Sainte-Marie und zum Kanton Oloron-Sainte-Marie-1 (bis 2015: Kanton Oloron-Sainte-Marie-Ouest).

Die Bewohner werden Arenais genannt.[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aren liegt ca. 12 km nordwestlich von Oloron-Sainte-Marie im Béarn. Das Ortsgebiet besteht aus dem Ortszentrum und einer südwestlich davon gelegenen Enklave.[2]

Umgeben wird die Gemeinde von den Nachbargemeinden:

Aren liegt im Einzugsgebiet des Adour am linken Ufer des Gave d’Oloron und wird durchquert vom Joos und Zuflüssen des Laussets, dem Larribau, dem Ibarle und seinem Zufluss, dem Ambelseko erreka.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ursprünge der Gemeinde liegen sicherlich in der gallo-römischen Zeit. Die ersten Lehnsherren, Auger d’Aren und seine Frau Bialana sind im Jahr 1100 erwähnt, Aren selbst im Jahr 1209 im Kopialbuch von Oloron. In der Volkszählung im Jahre 1385 wurden 23 Haushalte gezählt und vermerkt, dass die Siedlung in der Bailliage von Oloron liegt. 1391 ging das Herrschaftsgebiet an den ehemaligen Amtmann Pierre de Latapie über, der vom Vicomte vom Béarn, Gaston III. Fébus, in den Adelsstand erhoben wurde.[4][5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2009 2014
Einwohner 175 154 143 158 185 180 190 207 249
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen: EHESS/Cassini bis 2006,[6] INSEE ab 2009[7]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss von Aren
Ortskirche Saint-Jean-Baptiste
  • Schloss von Aren. Das Schloss, gegenüber der Ortskirche gelegen, ist das Wahrzeichen der Kommune. Bereits im 12. Jahrhundert wurde es im Besitz der Lehnsherren von Aren erwähnt. Im 15. Jahrhundert wurde der südliche Trakt erbaut oder befestigt. Seine heutige Form erhielt das Schloss nach dem Bau oder Vergrößerung des westlichen Trakts in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, als es sich im Besitz des Barons Paul de Mesplès befand. Die beiden Scharwachttürme aus dem 15. Jahrhundert wurden hierbei aus der Bausubstanz erhalten und als Erker in die Südfassade integriert. Als Ruine verfallen, wurde es 1978 renoviert und befindet sich heute im Besitz eines Privatunternehmens. Unweit des Schlosses befindet sich der Taubenschlag, datiert wie das Schloss aus dem 15. und 17 Jahrhundert. Der Besitz eines Taubenschlags war generell ein äußerliches Zeichen der Privilegien eines Lehnsherren, aber nur bei Besitzern mit den höchsten Rechten war dieser fußläufig vom Wohngebäude entfernt.[8][9][10]
  • Kirche Saint-Jean-Baptiste, gewidmet Johannes dem Täufer. Das heutige Gebäude aus dem 19 Jahrhundert ersetzte eine Kirche älteren Datums, von der wenige Spuren die Jahrhunderte überdauerten. Das Hauptschiff ist von zwei Seitenschiffen mittels Arkaden getrennt. Der Kirchturm ist vor 1789 entstanden. An seinem Fundament befindet sich eine nicht für die Öffentlichkeit bestimmte Kapelle, die einst dem Abt des Laienklosters als Büro diente.[11]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aren liegt in den Zonen AOC des Ossau-Iraty, ein traditionell hergestellter Schnittkäse aus Schafmilch, sowie der Schweinerasse und des Schinkens „Kintoa“.[12]

Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2014[13]
Gesamt = 15

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aren ist angeschlossen an die Routes départementales 59, 325, 859 und 936 (ehemalige Route nationale 636).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aren – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pyrénées-Atlantiques Gentilé (fr) habitant.fr. Abgerufen am 18. Januar 2017.
  2. géoportail (fr) Institut national de l’information géographique et forestière. Abgerufen am 18. Januar 2017.
  3. Ma commune : Aren (fr) Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne. Abgerufen am 18. Januar 2017.
  4. Paul Raymond: Dictionnaire topographique du département des Basses-Pyrénées (fr) In: Dictionnaire topographique de la France. Imprimerie nationale. S. 9. 1863. Abgerufen am 18. Januar 2017.
  5. Conseil régional d’Aquitaine: Aren (fr) Visites en Aquitaine. Abgerufen am 18. Januar 2017.
  6. Notice Communale Aren (fr) EHESS. Abgerufen am 18. Januar 2017.
  7. Populations légales 2014 Commune d’Aren (64039) (fr) INSEE. Abgerufen am 18. Januar 2017.
  8. Conseil régional d’Aquitaine: Château d’Aren (fr) Visites en Aquitaine. Abgerufen am 18. Januar 2017.
  9. Conseil régional d’Aquitaine: Pigeonnier du château d’Aren (fr) Visites en Aquitaine. Abgerufen am 18. Januar 2017.
  10. Château d’Aren (fr) Ministerium für Kultur und Kommunikation. Abgerufen am 18. Januar 2017.
  11. Conseil régional d’Aquitaine: Église Saint-Jean-Baptiste (fr) Visites en Aquitaine. Abgerufen am 18. Januar 2017.
  12. Institut national de l’origine et de la qualité : Rechercher un produit (fr) Institut national de l’origine et de la qualité. Abgerufen am 10. Oktober 2017.
  13. Caractéristiques des établissements en 2014 Commune d’Aren (64039) (fr) INSEE. Abgerufen am 18. Januar 2017.