Argent-sur-Sauldre

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Argent-sur-Sauldre
Wappen von Argent-sur-Sauldre
Argent-sur-Sauldre (Frankreich)
Argent-sur-Sauldre
Region Centre-Val de Loire
Département Cher
Arrondissement Vierzon
Kanton Aubigny-sur-Nère
Gemeindeverband Sauldre et Sologne
Koordinaten 47° 33′ N, 2° 27′ OKoordinaten: 47° 33′ N, 2° 27′ O
Höhe 144–210 m
Fläche 67,35 km2
Einwohner 2.122 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 32 Einw./km2
Postleitzahl 18410
INSEE-Code

Avenue de la Gare

Argent-sur-Sauldre (Argent an der Sauldre) ist eine französische Gemeinde mit 2122 Einwohnern (1. Januar 2016) im Département Cher in der Region Centre-Val de Loire.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die kleine Stadt in der Sologne liegt 170 Kilometer südlich von Paris, in der Nähe von Orléans (60 km), Bourges (55 km) und Gien (20 km) an der Grande Sauldre, dem bedeutenderen der beiden Ursprünge der Sauldre, einem rechten Nebenfluss des Cher. Nordwestlich des Ortes befindet sich, teilweise auf dem Gebiet der Gemeinde, mit einem künstlich angelegten Teich, dem Étang du Puits, das größte stehende Gewässer des französischen Naturraums Sologne.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Argent wurde vermutlich im 8. Jahrhundert gegründet. 1223 ist er mit dem westlichen Nachbarort Clémont als Besitz eines Guillaume de Seuly bekannt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2008 2016
Einwohner 2464 2614 2737 2687 2525 2502 2224 2122

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • ein 1776–1778 erbautes Schloss, das Château de Saint-Maur (Denkmalschutz seit 2002)
  • die in ihren Ursprüngen aus dem 8. Jahrhundert stammende Kirche Saint-André (Denkmalschutz seit 1944)
  • der 1864 angelegte, 160 Hektar große Étang du Puits

Freizeit und Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Argent verfügt über einen Campingplatz. Mit Fahrrad-Draisinen ist der südlich gelegene Nachbarort Aubigny-sur-Nère auf Schienen erreichbar. Der Étang du Puits bietet u. a. die Möglichkeit von Bootsfahrten. Im Ort existiert ein Kino, mehrere Veranstaltungen (z. B. das Mairosenfest (franz. Fête de la rose de mai) und sportliche Wettbewerbe) finden im Lauf des Jahres statt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Lehmboden führte bereits im 8. Jahrhundert zu einer Ziegelindustrie, die Fayencen von Gien haben hier ihren materiellen Ursprung. Seit 1847 werden im Ort selbst Tonwaren industriell hergestellt. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden u. a. Steinbrüche sowie eine Holz- und Bekleidungsindustrie. Seinen wirtschaftlichen Aufschwung verdankte Argent auch seiner günstigen Lage als Knotenpunkt von Straßen, Bahnstrecken und dem Kanal.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof
Canal de la Sauldre in Argent-sur-Sauldre

Der Bahnhof der Stadt verband sie über eine, teilweise noch existierende, normalspurige Bahnstrecke mit Bourges und Orleans sowie mit Gien und über die im Reiseverkehr bereits 1939 eingestellte Schmalspurbahn Chemin de fer du Blanc-Argent mit Romorantin und Le Blanc.[1] Die ebenfalls hier endende Schmalspurbahn aus La Guerche-sur-l’Aubois wurde 1948 stillgelegt.

Argent ist Kreuzungspunkt mehrerer Departementsstraßen, bedeutendste ist die ehemalige Nationalstraße 140, die in diesem Bereich zur D 940 herabgestuft wurde. Aktuell verkehren Regionalbusse nach Bourges und Gien.

Durch das Gemeindegebiet und den Ort Argent verläuft der Mitte des 19. Jahrhunderts gebaute Canal de la Sauldre, der allerdings keine Funktion als Schifffahrtsweg mehr aufweist.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes du Cher. Flohic Editions, Band 1, Paris 2001, ISBN 2-84234-088-4, S. 67–74.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Argent-sur-Sauldre – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Carte du Grand Chaix von 1921, abgerufen am 13. März 2013.