Arkadi Wiktorowitsch Bachin

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Arkadi Bachin, 2013

Arkadi Wiktorowitsch Bachin (russisch Аркадий Викторович Бахин; * 8. Mai 1956 in Kaunas, Litauische SSR, Sowjetunion) ist ein russischer Armeegeneral a. D. Er war von 2012 bis 2015 stellvertretender Verteidigungsminister.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bachin studierte von 1973 bis 1977 an der Moskauer Höheren Allgemeinen Kommandeursschule. Er diente anschließend als Zugführer, Kompanie- und Stabschef sowie als stellvertretender Bataillonskommandeur der Südlichen Streitkräfte des Kiewer Militärbezirks. 1987 schloss er die Frunse Militärakademie erfolgreich ab und wurde im Mittelasiatischen Militärbezirk als Kommandeur eines Motorschützenbataillons, als Stabschef und stellvertretender Kommandeur eines Motorschützenausbildungsregimentes und später als dessen Kommandeur eingesetzt. Von 1992 bis 1995 war er Kommandeur eines Motorschützenregimentes und später Kommandeur einer Motorschützenbrigade des Militärbezirks Sibirien.

1997 absolvierte er die Militärakademie des Generalstabes der Russischen Streitkräfte und setzte ab 2000 seine Karriere als Kommandeur der russischen Transkaukasischen Militärbasis und als Kommandeur der 42. Motorschützendivision im Nordkaukasischen Militärbezirk fort.[1] Er fand dann als Stabschef und 1. Stellvertreter des Kommandeurs der Gruppe russischer Streitkräfte im Transkaukasus Verwendung. Von 2002 bis 2004 war er Stellvertreter des Kommandeurs des Nordkaukasischen Militärbezirks. Ab 2004 kommandierte er die 41. Armee im Militärbezirk Sibirien.[1] Ab Januar 2006 wurde er Stellvertreter des Kommandeurs der Streitkräfte des Militärbezirks Sibirien und ab Juli 2007 dessen 1. Stellvertreter sowie Stabschef. Im Dezember 2008 wurde er zum Kommandeur der Streitkräfte des Militärbezirks Wolga-Ural bestimmt. Zeitweise übernahm er ab Juli 2010 die Pflichten des Kommandeurs der Streitkräfte des Militärbezirks West und wurde am 28. Oktober 2010 Kommandeur dieses Militärbezirks.[2] Auf Erlass des Präsidenten der Russischen Föderation vom 9. November 2012 wurde er zum stellvertretenden Verteidigungsminister der Russischen Föderation ernannt.[3] Am 20. Februar 2013 erfolgte seine Beförderung zum Armeegeneral.[4]

Im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ostukraine wurde Bachin im Februar 2015 vorgeworfen, direkt an der Entsendung russischer Streitkräfte in die Ukraine beteiligt gewesen zu sein. Er wurde aus diesem Grund auf die Sanktionsliste der Europäischen Union gesetzt.[5][6] Zum 17. November 2015 wurde er aus dem Militärdienst entlassen und wechselte zum staatlichen Konzern Rosatom.[7]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Biografie. Russisches Verteidigungsministerium, abgerufen am 21. Februar 2015 (russisch).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Arkadi Bachin - Biografie. Wedomosti, archiviert vom Original am 21. Februar 2015; abgerufen am 21. Februar 2015 (russisch). i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vedomosti.ru
  2. Biografie von Arkadi Bachin. RIA Novosti, 9. November 2012, abgerufen am 21. Februar 2015 (russisch).
  3. Puntin tauschte 1. Stellvertreter des Chefs des Verteidigungsministeriums aus. km.ru, 9. November 2012, abgerufen am 21. Februar 2015 (russisch).
  4. Erlass des Präsidenten der russischen Föderation Nr. 151. 21. Februar 2013, archiviert vom Original am 30. Juni 2015; abgerufen am 3. März 2015 (russisch). i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/pravo.gov.ru
  5. EU sperrt russischen Vizeminister aus. Junge Welt, 17. Februar 2015, abgerufen am 21. Februar 2015.
  6. Ukraine: Waffenruhe wird brüchiger. Deutsche Welle, 16. Februar 2015, abgerufen am 22. Februar 2015.
  7. Erster stellvertretender Verteidigungsminister Bachin seines Postens enthoben und aus dem Militärdienst entlassen. TASS, 7. November 2015, abgerufen am 17. November 2015.