Arlon

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Arlon
CommunesBelgique-Arlon.svg Flag of Arlon.svg
Arlon (Luxemburg)
Arlon
Arlon
Staat: Belgien
Region: Wallonien
Provinz: Luxemburg
Bezirk: Arlon
Koordinaten: 49° 41′ N, 5° 49′ OKoordinaten: 49° 41′ N, 5° 49′ O
Fläche: 118,64 km²
Einwohner: 28.759 (1. Jan. 2014)
Bevölkerungsdichte: 242 Einwohner je km²
Postleitzahl: 6700, 6704, 6706
Vorwahl: 063
Bürgermeister: Vincent Magnus (cdH)
Adresse der
Kommunalverwaltung:
Collège des Bourgmestre et Echevins
Rue Paul Reuter, 8
6700 Arlon
Website: www.arlon.be
lblelslh

Arlon (deutsch und luxemburgisch Arel, niederländisch Aarlen) ist eine Stadt im Südosten von Belgien in der Region Wallonien mit 28.759 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014). Sie ist die Hauptstadt der belgischen Provinz Luxemburg.

In und um Arlon (Areler Land) wird neben dem Französischen auch ein mit dem Luxemburgischen eng verwandter, aber stark vom Aussterben bedrohter moselfränkischer Dialekt gesprochen (Areler Platt).

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt auf einer Anhöhe, 404 m. ü. M. am Ufer der Semois (deutsch Setzbach oder Sesbach), nahe der Grenze zum Großherzogtum Luxemburg, etwa 190 km südöstlich von Brüssel.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtansicht von Arlon
Kirche Saint-Donat

Arlon entstand aus der römischen Siedlung Orolaunum, die um 52 v. Chr. angelegt wurde, und beansprucht im Wettstreit mit Tongeren und Tournai den Titel, älteste Stadt Belgiens zu sein. Um 54 n. Chr. fand sich die Gemeinde am Schnittpunkt der Römerstraßen von Reims nach Trier und von Tongeren nach Metz wieder. Im 10. Jahrhundert bildete Arlon mit seinem Umland zuerst eine Grafschaft, später eine Markgrafschaft. Im späten Mittelalter wurde die Grafschaft in Personalunion mit Limburg regiert, bis sie 1214 an das Herzogtum Luxemburg überging.

Durch die Teilung Luxemburgs 1839 infolge der Belgischen Revolution in einen belgischen und in einen großherzoglichen Teil, wurden Arlon und sein Umland – obwohl die Bevölkerung deutsch bzw. moselfränkisch sprach – der neuen, französischsprachigen Provinz Luxemburg zugeschlagen. Der Grund dafür lag im Fehlen einer adäquaten größeren Stadt auf belgischer Seite, die eine Hauptstadtfunktion für die neue Provinz hätte ausüben können sowie im hohen strategischen Wert der Nord-Süd-Straße – der heutigen N 4 – über Bastogne, Attert und Arlon für das Königreich Belgien als Bindeglied und kürzeste Verbindung zwischen Liège/Lüttich und Longwy im 19. Jahrhundert. In den folgenden Jahren wurde Arlon mit Regierungsgebäuden, Gerichten, Museen und Bahnanschluss ausgestattet. 1976 wurden die Gemeinden Autelbas/Niederelter, Bonnert, Fouches/Ofen, Guirsch/Girsch, Heinsch/Heischlingen und Toernich/Törnich eingemeindet.

Die Stadt gelangte im Frühjahr 2004 als Gerichtsort des Mordprozesses um Marc Dutroux in die internationalen Medien.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St.-Martins-Kirche mit Statue für König Albert I

Arlon besitzt viele Sehenswürdigkeiten, wie in der Altstadt die Grand Place (Großplatz, der historische „Botermahrt“ = Buttermarkt) oder die Place Léopold (Leopoldsplatz, der historische „Fruchtmahrt“ = Getreide- bzw. Kornmarkt) mit der Esplanade auf der ehemaligen Schanze.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind

  • die St.-Donatus-Kirche (Eglise Saint-Donat) aus dem 17. Jahrhundert als Teil eines ehemaligen Kapuzinerklosters auf einer Anhöhe in der Altstadt (Areler Knippchen)
  • die St.-Martins-Kirche (neugotisch, errichtet im Jahr 1914; große Orgel mit 52 Registern, 1932 von Orgelbau Haupt eingebaut)
  • das Luxemburgische Museum mit einer wichtigen gallo-römischen Antikenabteilung
  • die Synagoge (1865) sowie der älteste jüdische Friedhof Belgiens
  • der Bahnhof (1885)

L’Entrepôt, die Konzerthalle mit dem Schwerpunkt auf zeitgenössische Musik, wird mit einem Kostenaufwand von 962.000 Euro renoviert.[1]

In einem Kirchengrab fand sich eine Amulettkapsel mit Runen und eine christliche Kreuzdarstellung.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arlon ist Standort des Fachbereichs Wirtschaft der Haute Ecole Catholique du Luxembourg Blaise Pascal[2] sowie der technischen Fachbereiche der Haute Ecole Robert Schuman.[3] Außerdem befinden sich ein Campus der Universität Lüttich sowie mehrere höhere Berufsbildungseinrichtungen in Arlon.

Partnerstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. (str), L'Entrepôt in Arlon wird renoviert. Luxemburger Wort, 15. Juni 2010.
  2. http://www.hebp.be Website der Hochschule
  3. http://www.hers.be/ Website der Hochschule

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Arlon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien