Armand de Sillègue d’Athos d’Autevielle

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Porträt des Athos auf einer Münze

Armand de Sillègue d’Athos d’Autevielle, genannt Athos (* 1615 in Athos-Aspis (Béarn); † 21. Dezember 1645 in Paris) war ein Musketier in der Compagnie du Roi (Kompanie des Königs - 1. Kompanie) der Mousquetaires de la garde von König Louis XIII.

Er inspirierte Gatien de Courtilz de Sandras und danach auch Alexandre Dumas zu seiner fiktiven Figur des „Athos“, auch „comte de la Fère“, in seinem Roman „Die drei Musketiere“.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Athos leitete seinen Namen von der kleinen Burg Athos-Aspis ab, deren Reste am Gave d’Oloron, zwischen Sauveterre-de-Béarn und Autevielle, zu finden sind. Er war ein jüngerer Sohn von Adrien de Sillègue, seigneur d'Athos et d'Auteville, eine Position, in der er sich keine Hoffnung auf eine Erbschaft der Seigneuries d’Athos und d’Autevielle machen konnte. Es blieb ihm daher, wie so vielen anderen, nur das Militär oder die Geistlichkeit. Ein Cousin 2. Grades, Monsieur de Tréville, konnte ihn (so wie auch Porthos) zuerst als Cadet im Régiment des Gardes françaises und 1640 bei den Musketieren der Garde unterbringen.

Überreste des Château d'Athos-Aspis, Heimat des Musketiers Athos

Über sein Leben ist nicht viel bekannt, lediglich dass er als Jugendlicher aus dem Béarnais kam und dass er am 21. Dezember 1645 noch in jungen Jahren wahrscheinlich im Duell getötet wurde, wie es im Sterberegister der Kirche Saint-Sulpice in Paris verzeichnet ist.

« Convoy, service et enterrement du deffunct Armand, Athos d'Autebielle mousquetaire de la garde du Roy, gentilhomme de Béarn, pris proche la halle du Pré au Clercs. »

„Geleit, Gottesdienst und Beerdigung des in der Nähe der Halle der Pré au Clercs verstorbenen Armand Athos d'Autebielle, Musketier der Garde du Roy, edler Herr aus dem Béarn“

Der Pré au Clercs war als Duellierungsort bekannt, es ist daher nachvollziehbar, dass er an dieser Stelle getötet wurde.

Über die Grablege ist nichts bekannt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joseph Miqueu, Le Béarn des Mousquetaires et des soldats du Roi, Éditions: Cercle Historique de l'Arribère à Navarrenx, 2012, sur bearndesgaves.fr/char.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]